Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Rhett Dundee - verachtet und bekämpft
Rhett Dundee - verachtet und bekämpft
Rhett Dundee - verachtet und bekämpft
eBook180 Seiten2 Stunden

Rhett Dundee - verachtet und bekämpft

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Rhett Dundee – verachtet und bekämpft

Roman aus dem amerikanischen Westen

von John F. Beck

Der Umfang dieses Buchs entspricht 166 Taschenbuchseiten.

Er war in das County gekommen, um den Frieden zu finden, den dieses schöne, große, weite Land doch auch zu geben haben musste. Sein bisheriges Leben war Kampf gewesen und hatte ihn müde gemacht. Freies Regierungsland war in seinen Besitz übergegangen, und die Häuser der Farm gingen ihrer Vollendung entgegen. Natürlich waren es vorerst Blockhäuser, aber es waren Häuser, die Unterkommen und Sicherheit bieten konnten.

Dann war es doch wieder passiert. Ein junger Mann, verblendet und unduldsam, hatte gezogen und ihm blieb nichts anderes übrig, wenn er nicht selbst den kürzeren ziehen wollte, als auf dieselbe Art zu antworten. Er kannte ihn nicht einmal, den herrischen jungen Mann und wurde dann gewahr, dass es der einzige Sohn des größten Ranchers im weiten Umkreis war.

Rhett Dundee erlebt nun den Hass, die Herrschsucht und die Gesetzlosigkeit in einer Form, wie er sie schon immer verachtet und bekämpft hatte. Gnadenlos war die Jagd nach ihm. Alles, was er aufgebaut hatte, wurde ein Raub der Flammen und am Ende seiner Flucht sollte nach dem Willen des Rinderkönigs für ihn der Strick das Symbol der Rache sein.

Die Edition veröffentlicht das Lebenswerk des großen deutschen Westernautors und dazu gehört auch das Frühwerk, das John F. Beck noch unter dem Pseudonym Lex Porter im Bewin-Leihbuchverlag veröffentlichte. Nur ein Teil dieser 18 Bücher wurde später, und nur in verstümmelter oder stark gekürzter Fassung, von den Publikumsverlagen noch einmal publiziert.

Die Edition Bärenklau ist der erste Verlag, der diese Bücher nach mehr als 50 Jahren in der Originalfassung veröffentlicht.

SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum20. Nov. 2019
ISBN9781540103024
Rhett Dundee - verachtet und bekämpft
Vorschau lesen

Mehr von John F. Beck lesen

Ähnlich wie Rhett Dundee - verachtet und bekämpft

Rezensionen für Rhett Dundee - verachtet und bekämpft

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Rhett Dundee - verachtet und bekämpft - John F. Beck

    Rhett Dundee – verachtet und bekämpft

    Roman aus dem amerikanischen Westen

    von John F. Beck

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 166 Taschenbuchseiten.

    Er war in das County gekommen, um den Frieden zu finden, den dieses schöne, große, weite Land doch auch zu geben haben musste. Sein bisheriges Leben war Kampf gewesen und hatte ihn müde gemacht. Freies Regierungsland war in seinen Besitz übergegangen, und die Häuser der Farm gingen ihrer Vollendung entgegen. Natürlich waren es vorerst Blockhäuser, aber es waren Häuser, die Unterkommen und Sicherheit bieten konnten.

    Dann war es doch wieder passiert. Ein junger Mann, verblendet und unduldsam, hatte gezogen und ihm blieb nichts anderes übrig, wenn er nicht selbst den kürzeren ziehen wollte, als auf dieselbe Art zu antworten. Er kannte ihn nicht einmal, den herrischen jungen Mann und wurde dann gewahr, dass es der einzige Sohn des größten Ranchers im weiten Umkreis war.

    Rhett Dundee erlebt nun den Hass, die Herrschsucht und die Gesetzlosigkeit in einer Form, wie er sie schon immer verachtet und bekämpft hatte. Gnadenlos war die Jagd nach ihm. Alles, was er aufgebaut hatte, wurde ein Raub der Flammen und am Ende seiner Flucht sollte nach dem Willen des Rinderkönigs für ihn der Strick das Symbol der Rache sein.

    Die Edition veröffentlicht das Lebenswerk des großen deutschen Westernautors und dazu gehört auch das Frühwerk, das John F. Beck noch unter dem Pseudonym Lex Porter im Bewin-Leihbuchverlag veröffentlichte. Nur ein Teil dieser 18 Bücher wurde später, und nur in verstümmelter oder stark gekürzter Fassung, von den Publikumsverlagen noch einmal publiziert.

    Die Edition Bärenklau ist der erste Verlag, der diese Bücher nach mehr als 50 Jahren in der Originalfassung veröffentlicht.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © Cover: Nach einem Motiv von Frederic Remmington mit Steve Mayer, 2017

    © dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1.Kapitel

    Das Krachen des Schusses verrollte zwischen den Häuserfronten von Pinefield. Die hellgraue Wolke des Pulverrauches zerflatterte. Der große, hagere Mann mit dem 44er Navy-Colt in der rechten Faust stand wie versteinert. Das scharf geschnittene Gesicht wirkte plötzlich grau, und die dunklen Linien hoben sich deutlicher hervor. Alt war dieses Gesicht schlagartig geworden, alt und müde. Die grauen Augen blickten starr auf den steifen Körper, der direkt am Rande des Gehsteiges lag. Eine einzige Kugel hatte genügt, um das Leben dieses jungen, schwarzhaarigen Mannes auszulöschen! Der große, hagere Mann mit dem Colt in der Faust seufzte tief auf. Er fühlte sich hohl und ausgebrannt. Bleierne Erschöpfung kroch in ihm hoch. Er wollte diesen schlanken, steifen Körper nicht mehr ansehen. Aber er brachte es nicht fertig, den Blick davon abzuwenden.

    Noch im Tode lag die Wildheit auf dem schmalen, kantigen Gesicht. Das schwarze Haar ringelte sich wirr in die Stirn. Es hob sich scharf gegen die Blässe ab, die jetzt die Haut überzog. Der Hut war davongerollt und lag mitten auf der gelben, sonnenheißen Straße. Die rechte Faust des jungen Toten umklammerte noch immer den Revolver. Er hatte ihn zwar aus dem Holster gebracht, war jedoch nicht mehr zum Schuss gekommen. Der andere war schneller gewesen. Aber darüber fühlte der große Hagere keine Genugtuung. Die Erschöpfung in ihm vermischte sich mit Bitterkeit. Und er wusste, dass diese Minuten sich zu jenen anderen reihen würden, die ihn nie mehr loslassen würden. Immer wieder würde er diese Szene vor sich sehen: die menschenleere, mittägliche Straße der kleinen Rinderstadt Pinefield, den blauen, wolkenlosen Himmel über den grauen Dächern und den verkrümmten Körper neben dem staubigen Gehsteig!

    Bis in den Schlaf hinein würde ihn dieses schreckliche Bild verfolgen. Das war nun einmal der Fluch seines schnellen Colts!

    Plötzlich spürte er einen wilden Hass gegen dieses Instrument, das zum Töten geschaffen worden war. Der Drang saß jäh in ihm, den Colt fortzuschleudern — so weit er es nur fertigbrachte. Aber gleich darauf sagte ihm sein Verstand, dass dies sinnlos war. Er presste die Lippen zusammen und schob den 44er ins Holster zurück. Dies Land war wild und weit. Die Zeit war noch nicht gekommen, dass ein Mann hier ohne Schießeisen leben konnte! Er würde diesen Colt, aus dem er vorhin die tödliche Kugel abgefeuert hatte, vielleicht wieder brauchen. Vielleicht sogar schon bald — und vielleicht dringender als jemals zuvor. Das war nun einmal sein Schicksal: er kam nicht los von diesen Dingen — vom schnellen Ziehen, vom Aufflammen der Mündungslichter und vom Peitschen der Detonationen. Er kam nicht los — so sehr er es auch wollte!

    Auf den Veranden blieb es ruhig. Kein Fenster wurde aufgestoßen. Keine aufgeregte, neugierige Frage wurde laut. Und doch gab es keinen Zweifel daran, dass der Schuss weit gehört worden war.

    Der große, hagere Mann wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. Er stand noch immer

    an der Stelle, von der er den entscheidenden Schuss abgefeuert hatte. Hinter ihm, an einem langgestreckten Haltegeländer vor dem Yucca-Saloon, schnaubte leise sein grauer Hengst. Langsam brachte der Hagere seinen Blick von dem reglosen Körper los. Erst jetzt wurde er sich der Stille bewusst, die noch immer über der Straße hing, und er begriff, dass diese Stille unnatürlich war.

    Dann sagte plötzlich eine harte Stimme seitlich von ihm: „Wissen Sie, Dundee, was Sie da eben angerichtet haben?"

    Der Große wirbelte herum, und seine Rechte sauste zum Coltkolben nieder. An dieser blitzschnellen Bewegung war zu erkennen, wie gefährlich dieser Mann sein konnte. Doch der 44er Navy-Colt blieb im Holster. Die Rechte legte sich zwar auf den rotbraunen Walnussholzkolben, holte die Waffe jedoch nicht heraus. Denn der Mann, der eben gesprochen hatte, lehnte mit verschränkten Armen an der Bretterwand des nächstliegenden Hauses und schien nicht daran zu denken, sich auf einen Kampf einzulassen.

    Es war ein schlanker, drahtiger Mann — mittelgroß, mit braungebranntem Gesicht, flachshellem

    Haar, das unter dem Stetsonrand hervorlugte, in der Kleidung eines Weidereiters. Die hellen Augen schauten den Hageren merkwürdig ausdruckslos an.

    „Nun, wiederholte er seine Frage, „wissen Sie, was Sie da angerichtet haben, Rhett Dundee?

    Die Haltung des Großen war angespannt. Er ging auf die Frage des Flachsblonden nicht ein. Einen Moment war Überraschung in seinen Augen aufgetaucht. Dann war sein scharf geschnittenes Gesicht hart geworden.

    „Das ist eine Überraschung, Buchanan, murmelte er leise. „Ich hätte nicht erwartet, Sie jemals wiederzusehen!

    Der Flachblonde zuckte leicht die Schultern.

    „So trifft man eben seine alten Feinde wieder, Dundee!"

    „Ich hoffe, sagte Rhett Dundee, und seine Stimme war plötzlich scharf und warnend, „Sie zwingen mich nicht dazu, abermals zu ziehen!

    Die hellen Augen des anderen verengten sich. „Ich bin kein Narr, Dundee! Ich weiß, wie schnell Sie mit Ihrem Eisen sind!"

    „Also, was wollen Sie dann?"

    „Ihnen klarmachen, wen Sie da eben erschossen haben! Sie wissen es anscheinend nicht!"

    „Allerdings!, gab Rhett Dundee zu. „Ich halte mich erst zwei Wochen im Pinefield-County auf. Ich kenne die Leute hier noch nicht. Aber — ich hatte keine andere Wahl. Wer dieser Tote auch sein mag — er hat mich dazu gezwungen, auf ihn zu schießen!

    Die Ausdruckslosigkeit verlor sich aus den hellen Augen des Flachshaarigen. Es blitzte kalt in ihnen auf.

    „Haben Sie Zeugen dafür, Dundee?"

    „Wie meinen Sie das, Buchanan?"

    „So wie ich es sagte! Haben Sie Zeugen, dass Sie nicht zuerst gezogen haben?"

    Rhett Dundee biss sich auf die Unterlippe.

    „Sie wollten mir sagen, wer der Mann hier ist!", murmelte er. Er ließ dabei Buchanan nicht aus den Augen. Er kannte diesen flachshaarigen Mann, der auf den ersten Blick so farblos und unscheinbar wirkte. Er kannte ihn sehr gut und wusste, wie gefährlich dieser Mann sein konnte — gefährlicher als ein Wolf in der Wüste! Jetzt blieb Rhett Dundee keine Zeit mehr für bittere Nachdenklichkeit. Das Auftauchen dieses Mannes, der Mel Buchanan hieß, hatte die alte Wachsamkeit und Kampfbereitschaft wieder in ihm wachgerufen. Die Ahnung eines drohenden Unheils stand dunkel vor ihm.

    „Yeah!, nickte Buchanan. „Sie sollen wissen, wer dieser Mann ist! Ein verkniffener Zug legte sich um seinen schmallippigen Mund.

    Er löste die verschränkten Arme und stieß sich von der Hauswand ab. Er starrte Dundee durchbohrend an und sagte leise: „Sie sind in dieses County gekommen, um zu ranchen, nicht wahr? Ich habe gehört, ein Neuer habe sich drüben bei den Turkey Hills Weideland gekauft und wolle dort eine Ranch aufbauen. Ich schätze, Sie sind das, Dundee."

    „Yeah!", nickte Rhett Dundee knapp.

    „Sie wollten also zu einem friedlichen harmlosen Bürger werden, Dundee? Ein Mann wie Sie? Das wundert mich! Haben Sie es satt, von einem Kampf in den anderen zu ziehen? Well, ich habe mir sagen lassen, dass es so etwas gibt." Buchanan brachte die Worte mit spöttischem Unterton vor.

    Aber Rhett Dundee ging darauf nicht ein.

    „Sie wollten mir den Namen dieses Mannes nennen!", sagte er fordernd.

    „Kommt noch! Nur mit der Ruhe, Dundee! Ich will Ihnen nämlich nur klarmachen, dass aus Ihren Plänen nichts wird. Sie werden nicht dazu kommen, sich eine Ranch aufzubauen und ein friedliches Leben anzufangen. Sehen Sie, Dundee — deshalb brauche ich jetzt gar nicht zum Colt zu langen, um unsere alte Rechnung zu begleichen! Ich werde meine Rache so oder so bekommen! Denn ich sage Ihnen eines: die nächste Woche werden Sie nicht mehr überleben!" Seine Stimme war beißend geworden.

    Rhett Dundee schwieg. Er versuchte, herauszufinden, was hinter diesen Worten steckte. Mel Buchanan schaute ihn lauernd an.

    „Sie sind zwar erst zwei Wochen im County. Aber Sie haben gewiss schon von Purlock gehört."

    Die dunkle Ahnung in Dundee verdichtete sich. Er nickte nur.

    „Well, sagte Buchanan, „Sie wissen also, dass Jeff Purlock der mächtigste Mann im Lande ist. Die Purlock-Ranch ist der größte und einflussreichste Besitz im Pinefield-County. Für Jeff Purlock reiten die härtesten und besten Männer von ganz Nord Arizona. Purlock war es, der diese Stadt gegründet hat. Und er ist es, der sie am Leben erhält. Alle Fäden in diesem County laufen auf der mächtigen Purlock-Ranch zusammen. Das alles zur Einleitung!

    „Ich fange an, zu verstehen, sagte Dundee heiser. „Sie wollen ausdrücken, wie gefährlich dieser Purlock für einen Gegner sein kann.

    „Gefährlich?, lachte Mel Buchanan hart auf. „Vernichtend ist er — vernichtend für jeden Mann, der sich gegen ihn stellt. Warten Sie nur ab, Dundee, Sie werden es schon noch rechtzeitig genug erfahren!

    „Ich habe also einen Mann der Purlock-Ranch erschossen?"

    Mel Buchanan beugte sich leicht vor. Seine Stimme wurde zu einem heiseren Flüstern. Und eine Sekunde lang war offener Hass in seinen hellen Augen zu erkennen — Hass gegen den Mann, der seit Jahren sein Feind war und den er seit Jahren zum ersten Male wiedersah.

    „Yeah, Dundee! Es ist ein Mann der Purlock-Ranch. Aber es ist nicht irgendein Cowboy oder

    Ranchhelfer. Das Flammen in seinen Augen verstärkte sich noch. „Es ist Kit Purlock, den Sie erschossen haben, Dundee! Es ist Jeff Purlocks einziger Sohn! Er zischte es wild hervor.

    Zwei, drei Sekunden verstrichen, in denen kein Wort gesprochen wurde. Kein Lufthauch regte sich.

    Dann sagte Rhett Dundee fest: „Es gilbt einen Sheriff hier in Pinefield! Die Sache dürfte damit klar sein, nicht wahr?"

    „So! Meinen Sie!, dehnte Buchanan höhnisch. „Sie bauen also plötzlich auf das Gesetz, Dundee! Well, ich will Ihnen eines sagen: Old Jeff Purlock kennt nichts außer seinem eigenen Gesetz, verstehen Sie? Und es ist ein gutes Gesetz! Das Gesetz der alten Zeit: Auge um Auge, Zahn um Zahn! Klar? Nach diesem Gesetz hat Jeff Purlock schon immer gehandelt, und danach wird er auch in Zukunft handeln. Hoffen Sie nur nicht auf den Sheriff, Dundee! Er wird sich gar nicht bemühen, für einen Mörder einzutreten, das können Sie mir weiterhin glauben!

    „Ich bin kein Mörder!, sagte Rhett Dundee scharf. „Kit Purlock hat zuerst gezogen!

    „Sie werden keinen Zeugen finden, der Ihnen dies bestätigt!"

    „Und Jeff Purlock wird keinen Zeugen finden, der ihm sagt, dass es anders ist!"

    „Vielleicht doch!", sagte Buchanan lauernd.

    Rhett Dundees Augen wurden eng.

    „Wie

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1