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Schatten: Fantasy-Roman der Klasse 7b des Engelsburg-Gymnasiums Kassel

Schatten: Fantasy-Roman der Klasse 7b des Engelsburg-Gymnasiums Kassel

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Schatten: Fantasy-Roman der Klasse 7b des Engelsburg-Gymnasiums Kassel

Länge:
180 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 7, 2017
ISBN:
9783746003825
Format:
Buch

Beschreibung

Das Reich der Elfen ist ein Paradies! Unzählige Blumen blühen zu jeder Jahreszeit und mannigfaltige magische Wesen leben in ungestörter Harmonie miteinander.
Doch als die bösartigen Trollschamanen gewaltige Schatten über die Gefilde schicken, brechen der Elfenkrieger Oromis und die Blütenzauberin Lumivee zu einer gefährlichen Reise bis hinter das Zwergengebirge auf, um ihr Land von der Dunkelheit zu befreien.
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 7, 2017
ISBN:
9783746003825
Format:
Buch

Buchvorschau

Schatten - Books on Demand

Inhaltsverzeichnis

Prolog: Flammendes Schicksal

Candid Depenheuer & Matthias Kählert

Kapitel I: Ein Land voll Wunder

Franziska Henke & Maike Münder

Kapitel II: Schatten ziehen auf

Carlotta Stern & Charlotte Wiedmann

Kapitel III: Die Reichsversammlung

Laura Plantera & Maximilian Kessler

Kapitel IV: Auf dem Weg zum Trollkönig

Nicole Kaminiorcz & Dajana Ziegler

Kapitel V: Ein nächtlicher Besuch

Jonathan Hohmann & Johannes Walter

Kapitel VI: Der Angriff auf die Akademie

Paul Helmholz & Marcus Schniedermeyer

Kapitel VII: Blutige Pfade

Peter Hofmann & Thomas Zimmermann

Kapitel VIII: Im Palast des Trollkönigs

Julia Janas & Ayelen Behrens

Kapitel IX: Neue Gefahr

Victoria Neumann & Orthey Stoll

Kapitel X: Schlacht um den Hydrogonbaum

Maximilian Kandt & Maximilian Koch

Kapitel XI: Der Triumph des Bösen

Karolin Kibele & Lena Stolte

Kapitel XII: Leichte Beute

Lukas Mai & Christoph Gallo

Kapitel XIII: Der letzte Hoffnungsstrahl

Christina Gerber & Jaqueline Piekorcz

Kapitel XIV: Lumivees tödliche Wunde

Noemi Rittmeyer & Tamara Katzmann

Kapitel XV: Eine unvergessliche Nacht

Vera Hanschke & Alice Seim

FLAMMENDES SCHICKSAL

Eliane lehnte sich zurück, während Numa sanft ihre Schultern massierte. Sie streckte ihre Beine aus und genoss, wie das warme Wasser sie umspielte. Liebevoll streichelte sie ihren Bauch, in dem ein neues Leben schlummerte.

In den ersten Monden ihrer Schwangerschaft war es ihr sehr schlecht ergangen, da im Elfenreich eine große Dürre geherrscht hatte. Da hatte ihr Ehemann Morasto gehandelt und war mit ihr in den nördlichsten Teil des Zwergengebirges gereist. Dort wohnten sie in dem Dorf Garvon, das am Fuß des Vulkans Morvan lag. Es war berühmt für seine wohltuende Höhenluft, und bei den heißen Quellen gingen die Masseure der Zwerge ihrer Arbeit nach. Seither besserte sich ihr Zustand mit jedem Tag, denn sie erhielt warme Bäder und ließ sich von der hervorragendsten Masseurin ihrer Zunft behandeln, welche Numa hieß. Jetzt war sie im neunten Mond ihrer Schwangerschaft, und jeden Tag wurde erwartet, dass ihr Kind geboren würde.

Sie entspannten sich gerade in einer der heißen Quellen, die oberhalb des Dorfes lagen, als ein Zwerg schnellen Schritts zu ihnen heraufkam. Er zog Numa von den beiden weg und sprach gedämpft auf sie ein. Dann wandte er sich an Morasto und Eliane: „Frau Eliane, Herr Morasto, ihr müsst so schnell wie möglich aus dem Wasser kommen und in die Herberge zurückkehren! Dies ist eine Anordnung des Dorfrates!"

Die beiden erhoben sich verwundert. Eliane fragte, was solch eine Entscheidung herbeigeführt habe. Das Gesicht des Boten wurde ernst. „Es könnte sein, dass der Vulkan bald ausbricht."

„Bei den Göttern!", flüsterte sie entsetzt und hüllte sich in ihr weitläufiges Gewand.

„Aber dann muss das Dorf doch sofort evakuiert werden!", rief Morasto, während er sich hastig ankleidete.

Der Bote hob beschwichtigend die Hände.

„So ernst ist die Lage nun auch wieder nicht. Wir haben nämlich bereits die Goblinschamanen um Hilfe gebeten. Ihnen ist es schon oft gelungen, den Vulkan mit ihrer Magie zu bändigen!"

In diesem Moment brach Eliane stöhnend zusammen. Morasto war sofort bei ihr.

„Was ist mit dir? Geht es dir nicht gut?"

„Ich glaube, ihre Wehen haben eingesetzt! Wir müssen sie so schnell wie möglich ins Dorf tragen!", rief Numa.

Morasto nahm Eliane in seine Arme, und sie liefen zum Dorf hinab. Als sie endlich angekommen waren, brachten sie Eliane in das Krankenlager. Ihre Schmerzen waren schlimmer geworden, und sie stöhnte pausenlos. Morasto setzte sich neben sie, während die Heiler ihr zu trinken gaben und Leinentücher für das Kind holten.

Und dann war es so weit! Die Hebamme setzte sich vor Eliane. Zuerst erschien ein kleiner Kopf. Die Hebamme fasste ihn vorsichtig und zog ihn weiter heraus. Bald konnte man die Brust und den Bauch sehen. Eliane stieß noch einen kurzen Schrei aus, und das kleine Kind war endlich draußen. Die Hebamme nahm es in den Arm und gab es Eliane. Morasto kniete sich neben die beiden, nahm sie in den Arm und küsste sie abwechselnd.

Plötzlich ließ ein Erdstoß den Boden erzittern. Morasto und Eliane sahen sich erschrocken an. Das Neugeborene fing an zu weinen. Dann hörten sie Schreie von der Straße.

Numa stürmte ins Zimmer.

„Frau Eliane, Herr Morasto, wir müssen sofort aus dem Dorf fliehen! Der Vulkan bricht jeden Moment aus!"

„Aber … der Bote sagte doch … die Goblins!"

„Die Schamanen sind gerade in Panik den Berg heruntergestürzt! Sie sagen, die Lava sei nie stärker gewesen! Sie können sie nicht länger zügeln! Wir müssen so schnell wie möglich fliehen!"

„Aber meine Frau hat eben ihr erstes Kind geboren! Sie kann kaum stehen, geschweige denn laufen!"

Doch Numa sagte: „Wir müssen sie ja nur zur Herberge bringen. Dort haben Sie doch Pferde, oder?"

„Das stimmt. Komm, wir müssen uns beeilen!"

Morasto griff Eliane, die ihr Kind an die Brust presste, unter ihre Schultern und Knie und trug sie auf die Straße. Die Gassen waren vollgestopft mit Zwergen, die panisch ihr Hab und Gut auf Karren zusammenrafften und versuchten, ihre schreienden Kinder zu beruhigen. Langsam bahnten sie sich einen Weg durch die Menge. Sie liefen über den Markt, wo Händler eilig ihre Stände zusammenpackten und an gebückten Hütten vorbeihuschten, in denen die Bettler des Dorfes hausten.

Endlich waren sie bei der Herberge angekommen. Numa sattelte die Pferde, während Morasto Verpflegung und Geld aus seinem Zimmer holte. Sie trafen sich auf der Straße und schwangen sich auf ihre Reittiere.

Gerade wollten sie ihnen die Sporen geben – da geschah es! Der Boden begann heftig zu beben. Der rauchende Krater tat seinen Schlund auf, und auf einmal explodierte der ganze Gipfel des Vulkans mit einem ohrenbetäubenden Knall. Brennende Steine und Lavaströme wurden in den Himmel geschleudert.

Die Luft war von Schreien erfüllt.

Im selben Augenblick brannten die Pferde durch: Der Schimmel, auf dem Eliane und Morasto saßen, lief vom Vulkan weg, während Numas braune Stute direkt auf ihn zulief. Schreiend versuchte Numa, das Pferd zu wenden – da hatte sie bereits ein brennender Brocken getroffen und aus dem Sattel geschleudert. Eliane konnte nur noch mit ansehen, wie die davonstürzende Menge über ihren toten Körper trampelte, da sprengte ihr Pferd auch schon weiter. Mit der einen Hand hielt sie das Bündel mit ihrem Kind, mit der anderen klammerte sie sich an Morasto. Neben ihnen schlugen brennende Lavabrocken in die Häuser ein und erschlugen die davonlaufenden Leute.

Sie preschten aus dem Dorf heraus weiter in Richtung der Berge. Da fingen schon die hinteren Häuser des Dorfes Feuer: Die Lava war da.

Auf einmal riss ein herabschießender Stein die Hinterbeine ihres Pferdes weg. Die beiden wurden aus dem Sattel geschleudert und rollten unter panischen Schreien einen Abhang hinunter.

Doch Eliane hatte ihr Kind nicht losgelassen. Morasto kroch zu ihr.

„Hast du dich verletzt?", fragte er besorgt.

„Nein, mit geht es gut, und dem Kind auch."

Die Kleider der beiden waren zerfetzt und aus ein paar Schürfwunden troff das Blut. Doch sonst waren sie tatsächlich unversehrt.

„Wir müssen irgendwo einen Unterschlupf finden, sonst werden wir von den Felsen zermalmt oder von der Lava verbrannt!"

Morasto rappelte sich hoch und half Eliane, aufzustehen. Verzweifelt kämpften sie sich den Hang hinauf. Eliane blickte zurück und erschrak zutiefst: Da, wo eben noch das Dorf Garvon gelegen hatte, wälzte sich bereits eine gewaltige Feuersbrunst, die der Lavastrom vor sich her trieb. Da entdeckte sie zwei kleine Gestalten, wahrscheinlich Zwerge, die verzweifelt vor den Flammen flohen. Sie rannten so schnell wie möglich, doch das war nicht schnell genug …

Eliane wandte sich ab und kämpfte sich verbissen weiter. Sie hatte noch nie Angst um ihr Leben haben müssen, da sie im Elfenreich immer gut behütet worden war. Doch nun hatte sie Angst. Todesangst. Nicht nur um sich, sondern vor allem um Morasto und ihr Kind. Würden sie das gleiche Ende finden wie die zwei Unglücklichen, die Eliane eben beobachtet hatte?

Sie erreichten eine felsige Anhöhe. Morasto hielt inne und blickte hinauf. Eliane folgte seinem Blick – und da entdeckte sie es auch: Auf einem Vorsprung hatte ein brennender Stein einen größeren Felsen mit solcher Wucht getroffen, dass er gespalten worden war. Zwischen den beiden Felsen wurde der schwarze Eingang einer Höhle sichtbar.

Eliane und Morasto sahen sich an. Das wäre die Rettung, wenn sie es bis auf den Berg hinauf schafften. Doch die Lava war nur noch fünfzig Elfenlängen entfernt.

Die beiden machten sich an den Aufstieg. Unter ihren Füßen rutschten Geröll und Schutt weg, doch sie liefen weiter, immer weiter. Nun war die Feuersbrunst nur noch hundert Elfenlängen entfernt und sie hatten erst die Hälfte des Aufstieges geschafft …

Doch sie gaben nicht auf.

Es wurde ein knappes Rennen gegen den Tod, es gelang ihnen gerade noch, in die Höhle zu gelangen und mit letzter Kraft einen Felsen hinter den Eingang zu rollen, bevor die Lava den Vorsprung erreicht hatte.

Eine Zeitlang, die ihnen wie eine Ewigkeit vorkam, saßen sie in der Dunkelheit, während die Lava den Vorsprung umfloss und über ihnen Steine in den Berggipfel einschlugen. Zusammengekauert hockten sie in einer Ecke der kleinen Höhle, welche aus einem Stein gehauen war, der selbst in tiefster Dunkelheit ein unheimliches Dämmerlicht ausströmte. Eliane hatte von dieser Felsart schon gehört. Sie hieß Mo-Kraj und war ein geeignetes Material für Trollhöhlen …

Es gab auch noch weitere Anzeichen dafür, dass hier vor nicht allzu langer Zeit jene dunklen Geschöpfe gehaust haben mussten. Zum Beispiel lagen in einigen Ecken und Spalten Knochen, an denen noch stinkende, vergammelte Fleischfetzen hingen. Außerdem konnte man, wenn man sich an das graue Zwielicht gewöhnt hatte, seltsame Muster erkennen, die mit einer braunen Farbe, welche wahrscheinlich Blut war, an die Wände geschmiert waren. Sie erschauderte, wenn sie daran dachte, dass vor ihr an genau dieser Stelle ein brutaler, grobschlächtiger Troll gesessen haben könnte, und sie drückte ihr kleines Kind fester an ihre Brust.

Jetzt erst hatte sie Gelegenheit, ihre Geburt genauer zu betrachten. Sie stellte fest, dass es ein Junge war. Würde er überleben, was sie bezweifelte, dann sollte er einmal auf den Namen Morvan hören.

Da bemerkte sie auf einmal, dass es draußen nicht mehr von Steinen donnerte.

„Hörst du das auch?", fragte sie Morasto.

„Ja. Anscheinend hat der Steinhagel aufgehört."

„Endlich! Dann können wir den Felsen vom Eingang fortrollen und frische Luft hereinlassen. Es ist unerträglich heiß hier drinnen!"

Zusammen rollten sie den Felsen zur Seite und atmeten die Luft ein. Die Hitze verbrannte ihnen fast die Kehle und das Kind begann zu schreien, als ihm die heiße Luft ins Gesicht fegte. Eliane und Morasto handelten schnell. In Windeseile woben sie einen Schutzzauber um sich und ihr Kind und zogen sich in den hinteren Teil der Höhle zurück.

Entsetzt besahen sie aus der Höhlenöffnung das schreckliche Bild, das sich ihnen bot: Nur wenige Elfenlängen unter ihnen erstreckte sich ein gewaltiges Lavameer, aus dem sich vereinzelt schwarze Felsen erhoben. Rechter Hand ragten die riesigen Gipfel des Gebirges in die Höhe, und zur linken floss Lava, soweit das Auge reichte. In der Ferne glühte der Vulkan und spuckte immer noch Rauch und Flammen. Der Himmel war von einer schwarzen Rußwolke überzogen, doch alles war deutlich zu erkennen, da das Feuer des Vulkans ein rötliches Licht verströmte. Die Luft um die beiden herum war so heiß, dass sie flirrte. Hätte sie nicht ihr Schutzzauber beschützt, wären sie vermutlich bei lebendigem Leib gebraten worden, denn jetzt, da der Fels vom Eingang weggerollt war, strömte die heiße Luft unaufhaltsam in die Höhle, die sich in einen Backofen verwandelte.

Morasto fand als erster die Sprache wieder.

„Wir müssen auf den Berggipfel. Dort ist die Luft erträglicher."

„Du hast recht. Beeilen wir uns. Ich kann den Schutzzauber nicht mehr lange aufrechterhalten!"

Schnell packten sie ihren Beutel und stiegen den Berg weiter hinauf. Mit jedem Schritt, den sie liefen, konnten sie leichter atmen.

Dennoch wurde der Aufstieg zu einer Höllenfahrt. Ständig rutschen unter ihren Füßen Steine weg, und einmal wäre Eliane fast in die glühende Lava gefallen, hätte Morasto sie nicht im letzten Moment festgehalten. Doch schließlich waren sie auf dem Gipfel angekommen und ließen sich erleichtert auf ein Moosbett sinken. Hier oben, gut fünfzig Elfenlängen über der Lava, konnten sie endlich wieder frei atmen. Doch das Kind schrie immer noch aus voller Kehle und beruhigte sich erst, als Eliane es stillte. Dann belegte sie es mit einem Schlafzauber, damit es sich ausruhen konnte.

Leise setzte sie sich neben Morasto, der die ganze Zeit

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