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Das Haus an der Küste: Roman.

Das Haus an der Küste: Roman.

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Das Haus an der Küste: Roman.

Bewertungen:
3/5 (26 Bewertungen)
Länge:
445 Seiten
7 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
15. Jan. 2012
ISBN:
9783961221790
Format:
Buch

Beschreibung

Alles beginnt mit einem Brief. Ein entfernter Verwandter vererbt Micha Taylor ein Haus am Meer. Doch so richtig glücklich ist Micha nicht darüber. Führt es ihn doch zurück an den Ort seiner Kindheit. An einen Ort, an den er sich lieber nicht erinnern möchte. Doch das Anwesen übt eine starke Anziehung auf ihn aus. Verblüffend stimmt es mit seinen Idealvorstellungen von einem Haus überein. Und es verändert sich. Immer neue Räume tauchen auf, die am Vortag noch nicht da gewesen sind.

Micha beginnt, an seinem Verstand zu zweifeln. Das Haus spiegelt sein Innerstes wider: seine tiefsten Gefühle, verdrängte Verletzungen, längst begrabene Träume. Und Gott scheint bei alledem eine gravierende Rolle zu spielen. Je mehr er sich auf das Haus und seine Räume einlässt, desto mehr gerät sein Leben aus den Fugen. Schon bald muss Micha eine Entscheidung treffen ...

Ausgezeichnet mit dem "USA Best Books Award 2011" in der Kategorie "Visionary Fiction".
Herausgeber:
Freigegeben:
15. Jan. 2012
ISBN:
9783961221790
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Das Haus an der Küste - James L. Rubart

Über den Autor

James L. Rubart lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen an der Nordwestküste der Vereinigten Staaten. Er betreibt eine Marketingfirma und hat bisher drei Romane geschrieben. Sein großes Lebensthema ist „Freiheit". Mehr dazu auf seiner Website: http://www.jimrubart.com/

James L. Rubart

Das Haus

an der Küste

Roman

Deutsch von Sylvia Lutz

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Die amerikanische Originalausgabe erschien im Verlag B&H Publishing Group, Nashville, Tennessee, unter dem Titel „Rooms".

© 2010 by James L. Rubart

© der deutschen Ausgabe 2012 by Gerth Medien GmbH, Dillerberg 1, 35614 Asslar

Die Bibelzitate wurden, sofern nicht anders angegeben, den folgenden Bibelübersetzungen entnommen:

– Gute Nachricht Bibel, revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (GN)

– Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (LÜ 84)

– Hoffnung für alle – Die Bibel, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, © 1986, 1996, 2002 by International Bible Society, USA. Übersetzt und herausgegeben durch: Brunnen Verlag Basel, Schweiz (Hfa)

1. Auflage Januar 2012

2. Auflage Februar 2012

3. Auflage August 2012

Bestell-Nr. 816 634

ISBN 978-3-96122-179-0

Umschlaggestaltung: Immanuel Grapentin

Umschlagillustration: Jeanette Woitzik

Satz: Marcellini Media GmbH, Wetzlar

Umsetzung eBook: Greiner & Reichel, Köln

Für Darci

Was kannst du je wirklich über die Seele eines anderen Menschen wissen?

Über ihre Versuchungen, ihre Möglichkeiten, ihre Kämpfe?

Du kennst nur eine einzige Seele in der gesamten Schöpfung.

Und sie ist die einzige, deren Schicksal in deine Hände gelegt ist.

C. S. Lewis

Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Kapitel 29

Kapitel 30

Kapitel 31

Kapitel 32

Kapitel 33

Kapitel 34

Kapitel 35

Kapitel 36

Kapitel 37

Kapitel 38

Kapitel 39

Kapitel 40

Kapitel 41

Kapitel 42

Kapitel 43

Kapitel 44

Kapitel 45

Kapitel 46

Kapitel 1

WARUM SOLLTE EIN MANN, den er nie kennengelernt hatte, ihm ein Haus an einem der spektakulärsten Strände der amerikanischen Westküste bauen?

Micha Taylor schaute aus den Fenstern seines Eckbüros mit Blick über den Puget Sound und klopfte mit der Kante des geheimnisvollen Briefes in seine Handfläche. Cannon Beach, Oregon. Das Haus stand direkt am Pazifik und sein Großonkel Archie hatte es für ihn bauen lassen. Wenigstens behauptete

das dieser Brief. Aber warum ausgerechnet dort? An einem Ort, den er verabscheute. An einem Ort, den er liebte. Beides gleichzeitig. Das Schicksal konnte doch nicht so grausame Scherze machen!

Vergiss es. Es gab dort bestimmt kein Haus, das ihm gehörte. Unmöglich. Nicht ausgerechnet dort. Das war bestimmt ein Witz, mit dem sein Team ihn auf die Schippe nehmen wollte; das sähe seinen Mitarbeitern ähnlich. Der Unternehmenskultur bei RimSoft konnte man beim besten Willen nicht nachsagen, sie sei langweilig. Aber sie hatten keine Ahnung, wie sehr sie diesmal ins Fettnäpfchen getreten waren. Micha seufzte.

Aber falls der Brief doch echt war …

„Wir müssen los, Boss."

Shannon stand mit ihrer grau melierten Kurzhaarfrisur im Türrahmen und schaute ihn durch ihre Versace-Brille auffordernd

an. Seit drei Jahren war sie nun Michas Assistentin. Sie war sehr klug, ließ sich nicht so leicht einschüchtern und trug entscheidend dazu bei, sein Unternehmen zusammenzuhalten.

„Ich hasse es, wenn man Boss zu mir sagt." Das erinnerte ihn zu sehr an seinen Vater.

„Ja, ich weiß." Sie zog ihre Brille ein Stück nach unten und bedachte ihn mit ihrem Piratenblick: ein Auge zu- und das andere zusammengekniffen.

Micha versuchte zu lächeln und warf den Brief auf den Schreibtisch. Vergiss es, sagte er sich noch einmal. Es half nicht.

„Alles in Ordnung?"

„Ja. Alles bestens. Er nahm seinen Notizblock und hob mahnend den Zeigefinger, während er und Shannon sein Büro verließen. „Du solltest nicht Boss zu jemandem sagen, wenn du beinahe alt genug bist, um seine …

„… ältere Schwester zu sein?"

„Genau", sagte Micha, während sie im Gleichschritt durch die Gänge von RimSoft schritten. Normalerweise liebte er Freitage. Die Kreativität seines Teams war unglaublich. Wenn es eine olympische Disziplin gäbe, bei der es darum ging, wer die besten Leute einstellen konnte, hätte Micha schon viele Goldmedaillen gewonnen.

Aber heute war kein normaler Freitag. Heute lag ein bizarrer Brief auf seinem Schreibtisch und drohte Erinnerungen in ihm zu wecken, die er für immer begraben hatte.

Als sie auf dem Weg zum Konferenzraum um die letzte Ecke bogen, kam Kelli Kay, eine der talentiertesten Programmiererinnen der Firma, auf ihn zu. „Wollen Sie mal etwas wirklich Cooles hören?" Ihre roten Locken hüpften auf ihren Schultern.

„Unbedingt." Micha ging weiter, aber jetzt rückwärts, wobei seine Nike-Sportschuhe leicht über den blaugrünen Teppichboden schleiften.

Kelli war bis vor vier Monaten alleinerziehende Mutter gewesen und hatte neben einer Vierzigstundenwoche und der Erziehung ihres zehnjährigen Sohnes ein Informatikstudium absolviert. Sie beklagte sich nie über Fünfzigstundenwochen. Oder über Sechzigstundenwochen.

„Mein Sohn hat den Kunstwettbewerb gewonnen, von dem ich Ihnen letzte Woche erzählt habe; im Sommer fährt er nach L. A. und nimmt dort am landesweiten …"

„Im Ernst? Wow! Hören Sie: Wenn er gewinnt, fliege ich mit ihm und Ihnen und Ihrem Mann nach New York. Wir besuchen mit ihm die Kunstgalerien und legen es so, dass wir uns ein Spiel der Mariners gegen die Yankees anschauen können."

„Ehrlich?" Kelli musste fast laufen, um mit ihm Schritt zu halten.

RimSoft hat mit diesem kleinen Antivirenprogramm, das Sie letztes Jahr entwickelt haben, schon zwei Millionen Dollar verdient. Sie sind sensationell." Micha drehte sich um und beschleunigte seine Schritte.

Shannon tat es ihm gleich. „Du könntest wirklich stehen bleiben, wenn du mit Leuten sprichst."

Micha schaute Shannon stirnrunzelnd an. „Wir haben doch ein Meeting. Du weißt schon, die Firma? Viel Arbeit."

„Du bist heute Morgen irgendwie nicht du selbst."

„Mir geht vieles durch den Kopf." Er öffnete die Tür zum Konferenzraum, hielt sie Shannon auf und erwiderte ihren finsteren Blick mit einem gezwungenen Lächeln.

Der Konferenzraum war klein, aber gemütlich. Keine hohe Zimmerdecke, kein riesiger Tisch, nur zwei hellbraune Ledersofas und sechs dunkelbraune Sessel, die in der Mitte des Raums einen Kreis bildeten. Der Raum war nicht darauf ausgelegt, das eigene Ego zu präsentieren; er diente der Effektivität.

Auf jedem Sofa saßen zwei Leute. Auf dem einen der Leiter von Michas Rechtsabteilung mit seinen schwarzen Haaren und der John-Lennon-Brille. Neben ihm lungerte der Leiter der Abteilung „Fusionen und Übernahme". Er war erst 30, sah aber mit seinen vorzeitig ergrauten Haaren wie 50 aus. Auf dem anderen Sofa saß seine Marketingchefin, die mit jedem Tag mehr wie eine jüngere Version von Oprah Winfrey aussah. Neben ihr wartete der Leiter seiner Finanzabteilung. Zwei Leute von Michas Software-Entwicklung saßen auf den Sesseln.

Shannon nahm ebenfalls in einem Sessel Platz; Micha ging vor seinem auf und ab.

Gut. Alle waren bereit. Es konnte losgehen.

„Okay", sagte Micha mit leicht erhöhter Lautstärke. „Fangen wir an. Wie weit sind wir mit der i2-Rock-Fusion?"

„Erledigt", antwortete der Fusionsleiter.

„Wir lieben ihre Hardware; sie lieben unsere Software, nicht wahr?"

„Genau."

„Ausgezeichnet. Gute Arbeit." Micha schaute Oprahs Zwillingsschwester an. „Ist das Layout für Wired fertig?"

„Ja."

„Ihre letzte Kampagne hat alle Erwartungen übertroffen. Ich bin also gespannt. Er wandte sich nach rechts. „Die Betatests für Version Vier sind abgeschlossen, richtig?

„Am Mittwoch abgeschlossen."

„Sehr gut. Unglaublich, dass das Programm schon fast völlig fehlerlos läuft." Micha schaute den Leiter seiner Rechtsabteilung an. „Sind die Papiere für den Bay-C-Aufkauf fertig?"

„Noch nicht ganz. Der Mann schaute zu Micha auf. „Aber wir haben es bald.

Micha blieb abrupt stehen. Was war das Problem dieses Typen? Alle anderen wussten, dass sie ihr Bestes geben mussten. Er konnte es sich einfach nicht leisten, dass dieser Mann weiterhin im Schneckentempo arbeitete.

„Sie haben gesagt, Ihre Abteilung wäre bis Dienstag fertig. Jetzt ist Freitag."

Der Leiter der Rechtsabteilung wand sich und murmelte: „Wir werden heute noch fertig."

„Wann?"

„Heute."

„Wann?"

„Um vierzehn Uhr."

„Was kommt aus einem Toaster?"

Der Mann runzelte die Stirn. „Toastbrot?"

„Jetzt ist es halb zehn. Was sind Sie, wenn Ihre Papiere bis Mittag nicht fertig sind?"

Der Leiter der Rechtsabteilung errötete. „Toastbrot."

„Ein bisschen lauter bitte, damit es alle hören können."

„Dann bin ich Toastbrot."

Jemand aus dem Team hustete. Alle anderen hielten ihre Blicke krampfhaft auf ihre Agenda gerichtet.

Micha drehte sich um, schaute aus den Fenstern des Konferenzraums und betrachtete den Puget Sound. Einatmen. Ausatmen. Wirklich toll, Micha. So machte man sich keine Freunde. Er wandte sich wieder an sein Team. „Okay, machen wir weiter."

Eine halbe Stunde später schaute Micha jeden Einzelnen aus seinem Team direkt an. „Danke für zwei Dinge: Erstens dafür, dass Sie so gut sind, dass diese Firma ohne Sie zweifellos nicht überleben könnte. Und zweitens, dass Sie doch nicht so gut sind, dass ich nicht doch noch Verbesserungen einbringen könnte." Er nahm seinen Notizblock und schritt zur Tür.

War er zum Leiter der Rechtsabteilung, der mit seiner Arbeit immer zurücklag, zu hart gewesen? Wahrscheinlich. Micha seufzte. Eindeutig. Warum hatte er sich so benommen? Er verdrehte die Augen. Micha wusste ganz genau, warum er sich so benommen hatte.

Cannon Beach.

Shannon trat vor ihm aus der Tür und marschierte fast im Laufschritt den Flur hinab.

Mit zwei großen Schritten holte Micha sie ein. „Hey, geh langsamer."

Sie ging schneller und gab ihm keine Antwort.

„Du hast wieder diesen ‚Micha ist ein Blödmann‘-Blick drauf."

Sie schaute ihn mit einem dünnen Lächeln an. „Es war erst das erste Mal in diesem Jahr. Du besserst dich."

Sie gingen einige Schritte schweigend nebeneinander her. „Ich wollte nur etwas klarstellen. So bin ich normalerweise eigentlich nicht."

„So?"

Wieder vier Schritte.

„Du hast recht; ich hab mich da drinnen wie ein hundertprozentiger Idiot benommen, flüsterte er. Sein Gesicht wurde warm, als er über die Narbe auf seiner linken Handfläche fuhr. „Es ist nur so … dass ich manches nicht ablegen kann, auch wenn ich es gern würde.

„Du bist also nicht schon seit deiner Geburt so?"

Nein. Erst, seit er neun war.

Er schaute nach unten und schüttelte leicht den Kopf.

„Du bist eine Null! Du bist nichts! Absolut gar nichts! Und aus dir wird nie etwas werden!" Der Rest der Szene – das zerrissene T-Shirt, die Demütigung, die vernichtenden Worte – wollte an die Oberfläche kommen, aber Micha knallte die Tür zu seinem Herzen zu, und die Erinnerungen verblassten.

Als er in seinem Büro ankam, hatte sich sein Atem wieder beruhigt und sein Blick wanderte zu dem Brief von seinem Großonkel, der auf dem Teakholzschreibtisch lag. Micha nahm ihn und ließ sich in seinen schwarzen Lederstuhl fallen. Das vergilbte Papier war früher wahrscheinlich weiß gewesen, obwohl die fließende Handschrift so gestochen war, als wäre der Brief erst gestern geschrieben worden.

Der Umschlag, in dem er gekommen war, war mit Wachs versiegelt gewesen, und die Umrisse eines Löwenkopfes waren in dem dunkelblauen Paraffin deutlich zu sehen. Micha lehnte sich zurück und starrte den Namen des Absenders an. Archie Taylor. Wirklich sonderbar.

Archie war sein Großonkel, über den er überhaupt nichts wusste. Er war Mitte der 1990-er Jahre gestorben, und Micha hatte ihn nie persönlich kennengelernt. Archie war ziemlich reich gewesen und hatte nie geheiratet, aber mehr wusste er nicht über ihn. Micha war schon fast erwachsen gewesen, als er erfahren hatte, dass es Archie überhaupt gab. Als Micha nachgefragt hatte, hatte sein Vater nur gesagt, Archie sei ein Sonderling, von dem man sich lieber fernhielt.

Micha öffnete den Brief und fragte sich erneut, ob er echt sein konnte.

27. September 1990

Lieber Micha,

du bist wahrscheinlich ziemlich verwundert, dass du diesen Brief bekommen hast, da wir nie Gelegenheit hatten, uns kennenzulernen. Der Grund für diesen Brief wird dich noch mehr überraschen.

Ich habe einen Freund gebeten, dir diesen Brief zu schicken, wenn du 35 bist oder wenn du so viel Geld verdient hast, dass du nicht mehr arbeiten musst. Wenn du diesen Brief liest und noch nicht 35 bist, hast du also schon eine erhebliche Summe Geld verdient, was in einem jungen Alter manchmal von Vorteil sein kann, aber meistens nicht.

Wenn meine Anweisungen befolgt wurden, wurde in den letzten fünf Monaten für dich ein Haus an der Küste von Oregon gebaut, sechs Kilometer südlich von Cannon Beach. Ich habe es für dich entworfen. Ich nehme an, dass du dich jetzt fragst, warum ich dieses Haus ausgerechnet in Cannon Beach bauen ließ.

Aber du kennst wahrscheinlich den Grund.

Weil es Zeit wird, dich deiner Vergangenheit zu stellen. Es ist Zeit, dich damit auseinanderzusetzen, was passiert ist.

Es ist mein großer Wunsch, dass dir dieses Haus helfen wird, dich zu entscheiden und wieder heil zu werden, und wenn der Architekt meine Anweisungen befolgt hat, wird das auch geschehen, glaube ich. Es wird auf jeden Fall dein Leben durcheinanderbringen. Das Haus ist ganz du.

Dein Großonkel Archie

P.S.: Zusammen mit diesem Brief müsstest du einen Schlüssel und eine Karte mit der Adresse bekommen haben.

Micha las die letzte Zeile noch einmal und runzelte die Stirn. Das Haus ist ganz du? Ein Schreibfehler. Es musste doch wohl heißen: ganz dein. Er lehnte den Kopf zurück. Sein Vater hatte recht. Dieser Mann war verrückt gewesen.

Er sollte sich seiner Vergangenheit stellen? Seine Vergangenheit war tot. Begraben. Vergessen.

Und so würde es auch bleiben.

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Ein Geräusch auf dem Flur ließ Micha aufblicken. Julie. Gut! Zurück im richtigen Leben. Julie war die perfekte Geschäftspartnerin. Und auch eine leidenschaftliche Sportpartnerin. Und seit einiger Zeit auch seine Lebenspartnerin.

Ihre schulterlangen, blonden Haare hüpften, als sie schwungvoll durch seine Bürotür trat. Ihr strenges beiges Kostüm betonte ihre strahlend weißen Zähne.

„Hey!" Micha kam hinter seinem Schreibtisch hervor und breitete die Arme aus.

Als sie bei ihm ankam, zerzauste sie seine dunkelbraunen Haare und küsste ihn sanft.

Julie. Stark, aber auch zärtlich. Energiegeladen und strahlend. Es war schön, dass sie zurück war.

„Wie war die Dienstreise, Julie?"

„Wir sind jetzt reicher, aber ich bin so froh, dass ich wieder hier bin."

Als sie RimSoft vor sechs Jahren gemeinsam gegründet hatten, hätte er sich nie vorstellen können, dass sie beim Software-Goldrausch auf eine so reiche Ader stoßen würden. Und er hätte auch nie gedacht, dass aus ihrer langjährigen Freundschaft irgendwann eine Liebesbeziehung entstehen würde.

Micha setzte sich und starrte Archies Brief an. Er musste nach Cannon Beach fahren. Und falls es das Haus wirklich gab, musste er es loswerden. Sofort.

„Hörst du mir eigentlich zu?" Julie lehnte sich an Michas Schreibtisch.

„Was?"

„Ich habe dich nach der Aufsichtsratssitzung am Montag gefragt, und ich finde, fünf Sekunden auf eine Antwort zu warten reicht." Sie lachte.

„Entschuldige. Ich habe nicht zugehört. Ich bin in Gedanken gerade ganz woanders. Ich habe von einem Verwandten, der längst gestorben ist, einen sonderbaren Brief bekommen. Ehrlich gesagt, muss ich dieses Wochenende wahrscheinlich …"

Julie drückte zwei Finger auf seine Lippen. „Wir können nicht zulassen, dass diese Gedanken ausgesprochen werden."

„Welche Gedanken?"

„Dass du womöglich unseren Ausflug nach Whistler am Wochenende absagen willst. Du und ich und Schnee und Skifahren im Frühling und Kaminfeuer mit einem sehr alten Cabernet. Klingelt da etwas bei dir?"

„Hmm. Er grinste, zog die Brauen in die Höhe und hoffte, Julie würde verstehen, dass sie ihre Pläne ändern mussten. „Ich habe anscheinend ein Haus direkt am Meer geerbt, gleich südlich von Cannon Beach.

„Cannon Beach? Sie runzelte die Stirn. „Hast du mir nicht mal erzählt, dass du Cannon Beach hasst?

„Früher habe ich es geliebt."

„Was? Also, wie jetzt?"

„Vergiss es." Entschuldige, Archie. Die Gefühle, denen er sich dieses dummen Briefs zufolge stellen sollte, würden nie ans Tageslicht kommen.

Julie starrte ihn an, aber er reagierte nicht darauf.

„Lass uns doch mal kurz etwas nachsehen. Julie beugte sich über ihn, und ihre roten Fingernägel tanzten über seine Tastatur, bis ein Schaubild mit Häusern am Meer, die in Cannon Beach zum Verkauf angeboten wurden, auf seinem Bildschirm auftauchte. „Schau dir diese Preise an. Sie tippte auf seinen Monitor. „Dein kleines Geschenk könnte ein paar Millionen Dollar wert sein. Biete es zum Verkauf an und mach es schnell zu Geld."

„Genau. Je schneller, desto besser."

„Deshalb liebe ich dich, Micha. Du machst kurzen Prozess. Woher hast du dieses geheimnisvolle Haus eigentlich?"

Er nahm den Brief und zog ihn wie eine Messerklinge über seine Hand. „Mein Großonkel, den ich nie kennengelernt habe, hat es für mich bauen lassen."

„Du hast ihn nie kennengelernt, und er schenkt dir ein Haus?"

Julie wartete nicht auf eine Antwort, sondern tippte wieder. Einige Sekunden später erschien Google Earth auf Michas Monitor. „Adresse?"

Micha las sie ihr aus dem Brief vor. Wenige Momente später schauten sie einen Fleck Erde am Meer an.

„Nicht einmal eine kleine Hütte", stellte Julie fest.

„Vielleicht doch. Micha drückte ein paar Tasten. „Schau. Dieses Satellitenbild ist sieben Monate alt. In Archies Brief steht, dass jemand das Haus in den letzten fünf Monaten gebaut hat. Micha wandte seinen Blick nicht vom Bildschirm ab. „Es könnte sein …"

„Wie wär’s mit einem Deal? Du willst also unbedingt dorthin fahren."

„So wichtig ist es nicht …"

„Nein, nein, lass mich ausreden. Ich kenne diesen Blick. Du musst hinfahren. Wenn du unser Wochenende in Whistler gegen eine Woche in den Alpen tauschst, kommen wir ins Geschäft."

„Dann kommst du dieses Wochenende mit?"

„Nein."

„Was? Ich bin nicht sicher, ob ich das allein machen will."

Julie strich über Michas Wange und drehte seinen Kopf zu sich herum. „Etwas sagt mir, dass du das allein machen musst."

Es wäre das erste Mal seit über 20 Jahren, dass er in Cannon Beach wäre. Und auch sein letztes Mal. Zweifellos sein letztes Mal.

Kapitel 2

WAR ES ZU SPÄT, um nach Cannon Beach zu fahren und herauszufinden, ob es dieses Haus wirklich gab? Wahrscheinlich. Micha trat an diesem Abend über die Türschwelle seiner Penthousewohnung, als die Ziffern seiner Digitaluhr gerade von 20:59 auf 21:00 Uhr sprangen.

Er drückte eine Tastenkombination an seinem Telefon, um seine Nachrichten abzuhören, und ließ sich auf sein Sofa fallen. Er hoffte, dass eine Nachricht von seinem Vater auf seinem Anrufbeantworter war. Gleichzeitig graute ihm davor, eine Nachricht von seinem Vater zu hören.

„Hallo, Junge", erscholl die Stimme seines Vaters aus dem Gerät. „Ich habe deinen Anruf abgehört. Du brauchst mich nicht zurückzurufen. Wenn es etwas mit Archie Taylor zu tun hat, kann ich dir nur einen Rat geben: Lass die Finger davon. Ich muss nicht wissen, was in dem Brief steht. Verbrenn ihn und vergiss ihn. Das würde ich tun. Und dasselbe erwarte ich auch von dir."

Micha seufzte. Na toll. Er konnte es gar nicht erwarten, seinen Vater zurückzurufen.

Er stand auf, um sich ein Glas Cola light einzuschenken, und blieb auf dem Weg zur Küche vor dem gerahmten Titelblatt der Zeitschrift Inc. im Flur stehen, das ihn und Julie zeigte. Ihre erste Titelstory. Das war vor einer halben Ewigkeit gewesen. Damals hatte er eine Champagnerflasche geköpft. Sie hatten es geschafft.

Es war nur schade, dass der Champagner nicht mehr so perlte wie am Anfang.

Nachdem er sich die Cola light geholt hatte, schaltete er seinen großen Fernsehbildschirm ein und starrte die Wand neben dem Bildschirm an. Leer. Als Julie das letzte Mal hier gewesen war, hatten sie wieder einmal über das gleiche Thema diskutiert, über das sie schon mindestens zehnmal gesprochen hatten: Julie war der Meinung, dass sein Penthouse zu spartanisch eingerichtet war.

„Warum hängst du nicht Bilder an die Wand, Micha? Ein paar Gemälde? Oder Fotos? Irgendetwas."

„Ich habe keine Bilder."

„Dann kauf dir welche, oder häng die Bilder auf, die du an der Highschool und am Anfang deines Studiums gemalt hast. Die, die du im Schrank verstaut hast. Sie sind ziemlich gut, wenn du mich fragst."

„Sie sind furchtbar." Sein Studienberater an der Schule hatte ihm geraten, Kunst zu studieren. Doch das ging auf keinen Fall! Damit war kein Geld zu verdienen. Diese Phase seines Lebens war vorbei.

Micha schaltete den Fernseher ein, schaute sich einen Sportsender ohne Ton an und dachte an Cannon Beach. Er hatte den jährlichen Sandburgwettbewerb geliebt. Sein Bruder und er hatten in dem Jahr, in dem sie den Drachen gebaut hatten, den zweiten Platz bei den Sieben- bis Elfjährigen gemacht. Das war ihr letzter Urlaub in Cannon Beach gewesen. Zwei Tage nach dem Wettbewerb … er erlaubte sich nicht, diesen Gedanken zu Ende zu denken.

Sein Blick wanderte zum Buch Der Herr der Ringe: Die Gefährten auf seinem Ecktisch. Dieses Buch wollte er schon seit zwei Jahren lesen. „Dich nehme ich mit."

Am Samstagmorgen quälte er sich um 7:00 Uhr aus dem Bett und rief seinen Vater an. Häufiger als zweimal im Jahr mit ihm zu sprechen war zu viel, aber wenn irgendjemand eine Ahnung hatte, warum Archie ihm ein Haus hinterlassen hatte, dann war das sein Vater.

Das Telefon klingelte dreimal. „Guten Tag. Sie sprechen mit Daniel Taylor. Was kann ich für Sie tun?"

Sein Vater meldete sich, solange Micha zurückdenken konnte, mit diesem Spruch am Telefon. Es klang wie ein Text aus dem Knigge von 1950. Wahrscheinlich hatte er den Spruch auch dorther.

Micha rieb sich die Stirn. Er durfte sich nicht ablenken lassen. Er musste seine Fragen stellen und dann das Gespräch beenden. Und versuchen, diesen Mann am Ende des Gesprächs nicht mehr zu verabscheuen als vorher.

„Hallo, Vater. Micha rieb sich über die Narbe an seiner linken Hand. „Ich wollte mit dir über Archies Brief sprechen.

„Ich dachte, ich hätte in meiner Nachricht gestern Abend meinen Standpunkt klargestellt."

„Ja, das hast du. Micha rieb sich den Nacken. „Aber ich hatte gehofft, du würdest …

„Meinetwegen. Lies mir den Brief vor."

Micha las ihn vor und wartete. Drei Sekunden. Fünf Sekunden. Nach sieben Sekunden brach sein Vater das Schweigen.

„Halte dich von Cannon Beach fern. Warum solltest du auch nur eine Sekunde in Erwägung ziehen, dorthin zu fahren? Micha hatte gewusst, dass sein Vater auf den Ort, wo das Haus stand, so reagieren würde. Genauso wie er gewusst hatte, dass sein Vater den Unfall nicht direkt ansprechen würde. „Woher willst du wissen, dass der Brief echt ist? Wahrscheinlich stammt er von einem Konkurrenten, der dich irritieren will. Sein Vater hüstelte. „Du hast es in der Geschäftswelt sehr weit gebracht."

„Danke", stammelte er. Es war das erste Mal, dass sein Vater den Erfolg von RimSoft überhaupt erwähnte. Das allererste Mal. Micha schaute das gerahmte Titelblatt von Julie und sich an der Wand an. Er hatte seinem Vater damals ein Exemplar der Zeitschrift geschickt. Aber der hatte nie ein Wort darüber verloren.

„Außerdem, wie kommst du darauf, dass dort tatsächlich ein Haus steht? Und selbst wenn, dann ist es wahrscheinlich nicht größer als ein Toilettenhäuschen und riecht auch nicht viel besser. Lass die Finger davon, Junge."

Sein Vater sagte selten etwas anderes als „Junge zu ihm. Micha hatte sich als Kind und Jugendlicher so danach gesehnt, hin und wieder seinen Namen zu hören. „Danke für deine Einschätzung. Ich werde darüber nachdenken.

„Das ist nicht nur meine Einschätzung; es sind Fakten. Was hast du vor?"

„Ich werde darüber nachdenken!" Micha bereute sofort, dass er seine Stimme erhoben hatte. Aber jedes Gespräch mit seinem Vater war wie eine Unterhaltung mit Mr Spock. Er wünschte sich einfach, dieser Mann würde einmal irgendwelche Gefühle zeigen.

„Ich habe offenbar zu viel gesagt. Ich will dir nicht vorschreiben, wie du dein Leben führen sollst. Aber du hast mich nach meiner Meinung gefragt und …"

„Es tut mir leid. Ich will einfach …"

„Ich weiß, dass ich in so etwas nicht gut bin … ähm … und in der Vergangenheit habe ich … ich kann einfach nicht … Du wirst bestimmt eine gute Entscheidung treffen."

Micha legte auf und schaute aus dem Fenster im 21. Stock mit Blick über die Elliott Bay vor Seattle. Es war ein strahlender Frühlingstag, die Sonne war schon aufgegangen und warf lange Morgenschatten auf den Rasen des kleinen Parks. Ein Mann lag in der Mitte des smaragdgrünen Teppichs. Er hatte die Arme und Beine ausgebreitet, als hätte er einen Schneeengel gemacht und wäre dann so liegen geblieben.

Diese Szene weckte eine Erinnerung in Micha, wie er als Siebzehnjähriger mit geschlossenen Augen in der Mitte eines Parks in der Nähe seines Zuhauses gelegen hatte.

„Hey, Micha, was machst du da?", hatte ihn ein Kumpel aus seiner Basketballmannschaft aus seinen Tagträumen gerissen.

„Nicht denken. Micha hatte die Augen aufgeschlagen. „Gehen dir manchmal so viele Sachen durch den Kopf, dass du vor deinen eigenen Gedanken fliehen möchtest?

„Nein."

„Mir schon. Ich will nie einer von diesen Leuten werden, die so sehr auf Erfolg und Macht aus sind, dass sie nur durchs Leben rasen und nicht dazu kommen, es zu genießen. Ich will das Leben jeden Tag voll ausschöpfen."

„Du bist verrückt, Micha."

Das war ein Gespräch aus einem anderen Leben. Micha schlug die Augen auf, als die Erinnerung verblasste. Damals war er ziemlich naiv gewesen. Das Leben, das er sich geschaffen hatte, hatte Vorteile, die er sich nie erträumt hätte. Aber wenn man den Gipfel des Mount Everest bezwungen hatte und feststellte, dass er gar nicht so toll war, welchen Berg wollte man dann noch besteigen?

Der Typ im Park war immer noch da und dachte zweifellos an nichts. Micha schüttelte den Kopf und versuchte zu lächeln.

Widerstand war vergeblich. Das Leben veränderte die Menschen. Es hatte seinen Vater verändert. Es hatte ihn zu … einem anderen Menschen gemacht. Und das Leben hatte Micha anscheinend in Sir Edmund Hillary verwandelt. Das musste er akzeptieren.

Zwanzig Minuten später stand er mit einem schwarzen ledernen Aktenkoffer in einer Hand und einer Nike-Sporttasche in der anderen an seiner Wohnungstür. Brauchte er noch etwas?

Ja. Etwas zum Knabbern für die Fahrt. Er stellte seine Taschen gleich neben seiner Wohnungstür ab und lief durch den Flur in die Küche. Moment mal. Etwas stimmte hier nicht. Etwas war im Flur anders. Micha blieb stehen und drehte sich langsam um. Etwas fehlte.

Wo war es? Er schaute nach unten und erwartete, es auf dem ingwerfarbenen Teppich liegen zu sehen. Nichts.

Ihm wurde gleichzeitig heiß und kalt. Das war unmöglich. Er hatte es doch vorhin noch betrachtet, während er mit seinem Vater gesprochen hatte.

Das gerahmte Titelblatt der Zeitschrift Inc. war von seiner Wand verschwunden.

Kapitel 3

DER GROSSE AUGENBLICK WAR GEKOMMEN. Es war so weit, herauszufinden, was es mit dem Brief seines Großonkels Archie auf sich hatte.

Kurz nach 15:00 Uhr am Samstagnachmittag nahm Micha die erste Ausfahrt nach Cannon Beach, ließ sein Fenster herab und atmete tief ein. Der salzige Geruch der Meeresluft erfüllte das Auto. Dieser Geruch schmeckte nach schmerzlichen Erinnerungen, aber aus Gründen, die er nicht verstand, auch nach Hoffnung.

Die Wahrscheinlichkeit, dass hier tatsächlich ein Haus auf ihn wartete, war gleich null, aber er musste das leere Grundstück sehen. Das war der schnellste Weg, um Archies Brief aus dem Kopf zu bekommen. Micha hatte das Satellitenfoto noch einmal angeschaut, bevor er in Seattle aufgebrochen war, da er gehofft hatte, er könnte die Frage vor seiner Abfahrt beantworten. Auf dem Foto war immer noch die alte Aufnahme von dem Grundstück zu sehen, auf dem Archies Haus angeblich stand.

Falls es das Haus tatsächlich geben sollte, befand es sich sechs Kilometer südlich von Cannon Beach. Er brauchte also nicht durch die Stadt zu fahren; aber da er seit über 20 Jahren nicht mehr hier gewesen war, wollte er sehen, was sich alles verändert hatte.

Das war aber nicht der eigentliche Grund, warum er vom Highway 101 abbog.

Etwas in ihm wünschte sich verzweifelt, dass er bei der Adresse, die auf der Karte stand, ein Haus vorfinden würde. Er wollte glauben, dass jemand so verrückt war … oder ihn so sehr liebte, dass er ihm ein Haus an der Pazifikküste von Oregon baute. Aber der größere Teil von ihm glaubte das nicht, und durch die Stadt zu fahren würde die unausweichliche Enttäuschung noch ein wenig hinauszögern.

Er bog in die Main Street ein. Einige Sekunden später tauchte Osburns Eisdiele vor ihm auf. Sie war immer noch da!

Südlich der Stadt bog er in die kurvenreiche Straße ein, die 20 Meter oberhalb des Strandes verlief. Micha verlangsamte seine Geschwindigkeit, während er zuschaute, wie die Seemöwen am kobaltfarbenen Himmel über dem wilden Strand ihre Kreise drehten. Einige Minuten später bog er wieder auf die 101 ab und schluckte schwer. Dann noch einmal. Es gab keinen Grund, nervös zu sein. Doch dieser Gedanke half ihm auch nicht.

Sein GPS gab an, dass das Haus gleich südlich des Arcadia Beach State Parks stehen müsste. Als der Park vor ihm auftauchte, fuhr er im Schritttempo weiter, lenkte dann sein Auto an den Straßenrand und betrachtete die Zahlen auf den kleinen Pfosten, bis er die Nummer 34140 fand. Er trat auf die Bremse und schaute vorsichtig in beide Richtungen des Highways.

Michas Herzschlag beschleunigte sich, als er nach rechts abbog und seine Reifen langsam und knirschend über die Schottereinfahrt rollten. Sie machte eine Kurve nach rechts und verwehrte den Blick auf die Stelle, an der sich das Haus befinden müsste. Ein schwacher Salzgeruch drang ins Auto, und als er sein Fenster nach unten ließ, erfüllte die Meeresbrandung seine Ohren. Er brachte sein Auto zum Stehen und atmete tief durch, bevor er eine Antwort auf die Frage bekam, die pausenlos in seinem Kopf hämmerte.

„Bitte, Gott. Mach, dass hier ein Haus steht. Und lass es mehr als ein Toilettenhäuschen sein."

Die Worte sprudelten aus ihm heraus, bevor er es verhindern konnte. Woher waren sie gekommen? Beten stand nicht auf seiner täglichen To-do-Liste. Jedenfalls seit ein paar Jahrzehnten nicht mehr.

Er rollte langsam weiter. Eine Ecke des Hauses tauchte auf. Er stieß einen langen, leisen Pfiff aus, als mehr von dem Haus in seinem Sichtfeld erschien. Ein erster Blick verriet, dass

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Rezensionen

Was die anderen über Das Haus an der Küste denken

2.9
26 Bewertungen / 82 Rezensionen
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Leser-Rezensionen

  • (5/5)
    Micah Taylor meets God head on. Rooms is a book which carries on the tradition of Plgrim's Progress. I haven't been so moved by a work of fiction in years. I felt myself grow closer to the Father while reading.
  • (3/5)
    This book wasn't as good has I hoped it would be. The religious aspect was too much and the story was just ok...Give it a read and make your own decision ;-)
  • (1/5)
    On reviewing my Early Reviewers books received, I find that I did not win this book from the monthly list. I believe it was sent to me unsolicited by the publisher, B&H. Is this what B&H usually does? If so, I will in future remember not to choose their books from the list. I'm not really a fan of Christian 'literature'.5/20/10: I started reading this book, and I'm not sure if I can finish it. It's way too over the edge preachy, as far as I'm concerned. I don't read Christian literature, and I don't like to be preached at and told how I should view God. I prefer the material to be presented to me and I decide for myself. More to come.I could not finish this book. I don't even think I want to pass it on to anyone. This will go in my recycle bin.
  • (3/5)
    I received this book from Member Giveaways.Based on the cover and the book description, I expected a lot more of this book than I actually received.Unlike other reviewers, I have not read The Shack, so I cannot say whether Rooms is comparable to the book or not. However, having read Ted Dekker, I found Mr. Rubart's book lacking.One of the main differences for me is that while Mr. Dekker delivers a Christian message subtly, Mr. Rubart does so with the subtlety of a Sherman tank.Another reviewer here mentioned something to the effect of Rooms showing the story in black and white. I do have to agree with that. If there were more shades of grey, I think I would have less of a problem with the book.It has also been mentioned that the characters come of as bland or even - to heavily paraphrase - stick figures. I can see how that feeling may come across as that by, again, comparing to Ted Dekker - specifically Saint. I have read that book a couple of years ago and it still remains in my thoughts. The character's journey into finding not only who he is, what his place is, and how God works in everyones lives is, to me, a bit more believable than Micah's story in Rooms.I thought that the premise of the book had a lot of potential, but that potential fell by the wayside.
  • (4/5)
    What a roller coaster of emotions this story took me on... I don't think there was an emotion I didn't feel at some point or another. That's how you know this was a terrific book!On the flip side, it was so much like The Shack for me, that at times I got bored and felt like the same lessons were being taught. Where I wanted something different, it gave me a substantial amount of predictability, and where I wanted to be sure, the story changed and baffled me.In the end, I'm inclined to let you know, you will enjoy this story, complete with it's quirks and quips. Though that is what will keep you interested.(4/5)
  • (2/5)
    A comparison with The Shack is inevitable, and I suppose, given the author's credentials, would be intended. It almost seems as if the book was written simply as a mystery and then the author overlaid what he had written with God film.God is not as hard to find as the author makes out. Indeed, God is always seeking us -- all we need to do is to allow ourselves to be caught. Instead, the central character seems to battle his way away from God as well as the world. I would not presume to try to get into God's head, but the God does not act like the god of this book. I was especially put-off by the behavior of the Angel, Rick.
  • (5/5)
    I recieved this book throught the member giveaway and put off reading it for a while.I had read The Shack not too long before and was mixed about my feelings on it. So I was a little put off by the comparison between Rooms and The Shack.But once I finally started it I couldn't put it down. It was one of the quickest books to read, it seemed like it flew by and I tried to put it down because the end was approaching all too soon and I wanted to make it last.This was a really interesting book. It got me to doing some deep thinking about myself and my relationship with Christ. I hope to improve some of those areas of my life.I am glad I got the chance to read Rooms and look forward to reading more from this author James L. Rubart.
  • (3/5)
    Rooms started off grabbing my interest, but bogged down in the middle before picking back up. Finishing the book still left me feeling a bit up in the air. This is really one of the hardest books for me to review. I love the overall message of turning over your life to the Lord's guidance. Rooms is so thought provoking for Christians, and I would highly recommend it to those with a strong faith. The novel encourages the reader to think about those aspects of their own life which may be causing a barrier between a deeper relationship with God. In addition, Rooms encourages the reader to think about their "calling" in life. However, I think for a reader who is not a Christian or is a new Christian, then Rooms would be rather confusing. I am all for the concept of dying to self and rising to new life, but the way the Lord accomplishes this in each person is as unique as each individual - this message doesn't seem to come across. At times, when I think of Rooms, I think I enjoyed the book and it's message. Other times, I'm left feeling slightly off-kilter, like the message was coming, but was delivered just off of where it should have been.
  • (5/5)
    Review: Rooms by James L RubartThere have unfortunately been far too few books that I have picked up and then been unable to put down. One of those books was James Rubart’s Rooms. It snagged me from the beginning and I found myself doing the ‘one more chapter’ thing late into the night.Who wouldn’t want to inherit a house or money from someone we don’t know, a distant uncle or cousin. Micah had enough wealth that the letter that notified him about the house just served as a brief interruption in his busy life. Micah is curious enough to go to Oregon to see it and to put it on the market and get back to his full schedule. Only he finds more than he anticipated. The house is processed. It is attractive to him, holding his interest and challenging him to inhale its atmosphere and facing the challenges of the rooms that appear and disappear. As he stays, his life back in Seattle also changes, parts that appear and parts that disappear. Micah, as he tries to decide what to do with the changes in his life and faces the challenges that house presents is torn between his ‘real’ life in Seattle and what life would be like in Oregon.The book is well written and the premises are one that is not terribly cliché. Usually reading a book (or watching a movie) about a spiritually live house is one that promises horror and near bloody defeat. The possibility in Rooms is that the house is pretty benign showing or reflecting Micah choices in different ways. Micah faces a suppressed childhood memory, finding relief in ways that would make the lot of us broken people want to pilgrimage to the house for healing. Three stars, four stars, one-hundred stars. James Rubart is truly creative, and this book will certainly show you entertaining reading and some wonderful word-smithing.
  • (1/5)
    I wanted to like the book. I thought the premise was very good, I like Christian fiction as well as any other genre I read, and it was a free read. But, anytime I have a book that I've been trying to finish for over 2 weeks, there's something wrong, and after 120 pages I've given up.I found nothing in this book to care about. The characters were wooden and somehow irritating. I found the "plugs" for various brand names to be glaringly obvious..not a surprise since Mr Rubart is a professional marketer. Unlike a lot of Christian novels I've read that bring the message subtley into the story lines, I felt this story was contrived to showcase the author' s beliefs. It seemed like he wanted to jump on the bandwagon of the recent success of The Shack, and came up with a much poorer product.
  • (1/5)
    So this wasn't my cup of tea. I had previously read the shack and love it, I didn't enjoy rooms as much. I didn't really like the way it was written, I had trouble keeping with the time frame and I thought that things would drag and the suddenly something new pop up, not as fluid as I would liked.I also didn't agree (or relate) with the ideas presented, so I kinda tuned out and didn't finish the book.
  • (3/5)
    I started out enjoying this read tremendously, but within a few chapters I found myself rolling my eyes at some of the cliche phrasing and sadly lacking connection with the characters. Although I finished the story I was disappointed in the promising story that was not able to carry me into it's world.
  • (3/5)
    This is a modern parable of a man's journey to Christian faith. Along the way some common misconceptions of what following Jesus is about are tackled. For me, the strength of this book is in its no compromise presentation of the cost of deciding to live for Jesus. The plot keeps the pages turning, though the characterisation is a bit thin.As far as its literary merits, I found it to be over written. There is also a strange tendancy I've found in some other American novels to refer to many objects by their brand name. The theology of the book seems to me to be fairly orthodox.
  • (5/5)
    Overview from the publisher website:"On a rainy spring day in Seattle, young software tycoon Micah Taylor receives a cryptic, twenty-five-year-old letter from a great uncle he never knew. It claims a home awaits him on the Oregon coast that will turn his world inside out. Suspecting a prank, Micah arrives at Cannon Beach to discover a stunning brand new nine-thousand square foot house. And after meeting Sarah Sabin at a nearby ice cream shop, he has two reasons to visit the beach every weekend.When bizarre things start happening in the rooms of the home, Micah suspects they have some connection to his enigmatic new friend, Rick, the town mechanic. But Rick will only say the house is spiritual. This unnerves Micah because his faith slipped away like the tide years ago, and he wants to keep it that way. But as he slowly discovers, the home isn’t just spiritual, it’s a physical manifestation of his soul, which God uses to heal Micah’s darkest wounds and lead him into an astonishing new destiny."My thoughts: This book kept me thoroughly entertained, but more importantly I was challenged. I was continually asking myself "what would I do in this situation?" As a Christian, this book was an encouragement with the large amount of scripture that was used to tie the novel together and offer support. I enjoyed the supernatural components of the story and the writing style was down to earth and clear.I would describe this book as a combination of the movie Back to the Future with some sprinkles of Lost the TV show and The Shack (so I have heard - I have never read the later). If you are looking for a book that will challenge the way you live your life and a read that will encourage you to seek Christ, then this book is for you.5/5 StarsI have received this review copy from B&H Publishing through Librarything.com book giveaway.
  • (5/5)
    Rubart told a great tale. Michal's struggle was very real. The way Rubart used the rooms of the house was a way for me to see my mind having rooms that I keep the doors closed to. It was interesting the way things disappeared or changed as Michah made his choices. A very good read.
  • (4/5)
    Micah Taylor has been given a gift, one that will bring him closer to the Lord or take him further away. Micah's house is a mirror into his own soul. Through the rooms he will peer into the depths of his past, present and future. He will gain and lose things he thinks are most important to finally recapture what is most important.When I read the book summary for Rooms, I was intrigued. I don't think that your average reader or even your average Christian reader can understand what they will get when they crack the spine of this book. I have read quite a few Christian genre books, but this one was deeper and does tend toward bible thumping or preachy. Rooms is not a book for a quick read. If you are to truly digest and understand the meaning you will need to take your time with this one.
  • (2/5)
    Rooms tells the story of Micah, an extremely wealthy techie who has everything he could want. He is the top dog of his company, has a penthouse suit, awesome car and an amazing partner turned girlfriend. But it all gets turned upside down when he receives a strange note from his uncle, who he didn't really know. The note tells Micah there is a house waiting for him, on the beach of a town he hates. Once he finds his amazing house, he can't seem to leave. He is intrigued by how the house speaks to him, literally and phsyically and how much he enjoys this new life. The problem, when there are good changes at the house, something also changes in his old life. He must decide which life fits him best.I won this book off Librarything and it was definitely not what I expected. I saw the cover and guess I didn't read the description all the way. I thought it was going to be more of a thriller-type book, instead of a religious book. The idea was very creative, and it was well-written, it just wasn't my cup of tea.I wish I had more to say about this book. There wasn't anything in particular that I didn't like, it just didn't do it for me. I know that isn't a great explanation, I just can't think of anything else to explain it. I give Rooms 2 bookmarks.
  • (4/5)
    I was very surprised at how much I enjoyed this book. It deals with one man's journey towards surrendering his heart to God. Now that may seem a little off putting to some people, and it may cause many to close their minds to it right from the start. However, I would urge them not to do so, as it is a very relevant book for our times and I personally found it deeply moving in places. It actually reduced me to tears on two occasions. Michah Taylor has it all. The owner of a flourishing software company, he has the penthouse apartment, the cars, the vacations and a beautiful girlfriend who is also his business partner. One day, he receives a letter from an uncle who has been dead for 12 years. Michah has inherited a beautiful, newly built house by the sea and he duly travels to see it with the intention of putting it straight on the market and returning home. Why not? He doesn't need the place after all. That's when strange and inexplicable things begin to happen in the house and, try as he may to reason with himself, he finds it hard to even leave this place. Because God is at work there and He needs Micah to see that the life he has chosen and the path he has taken may not be all there is to offer.It goes without saying that those with a deep Christian faith will derive much from this novel, but I urge all people to read it. Perhaps if more of us followed that road less travelled, the world would be a kinder and less selfish place.I am deeply grateful that I was given the opportunity to read this novel via Early Reviewers. Thank you.
  • (4/5)
    Micah Taylor has made it big in the software world with his own company, but he's left God behind. A strange letter comes to him one day from his dead Uncle leaving him a house and instructions to follow. Once he visits the house, he realizes it is a mirror of his own soul. Different rooms appear--and disappear as he struggles to reconnect with God. First, strongholds must be destroyed. This novel is a trip into the paranormal in Christian fiction showing exactly who the enemy really is.
  • (5/5)
    Amazing book about a man who has been out of touch with God for way too many years. This book is about him going on a spiritual change in his life and making choices and changes to give all of himself to God. An absolutely amazing read.
  • (3/5)
    I got this from the Early Reviewers a while back and finally got around to reading it, especially because I had gotten a new one. Rooms tells the story of Micah, a man who has it all, or so he thinks. A letter from a mysterious uncle begins to shift his world in a way that will both break him down and rebuild a true life.I really struggled to get through about the first two-thirds of this book. I found it a bit hokey and predictable. I'm not sure if the author had previously read The Shack, as much of his stuff seems to come from its influence. I found The Shack to be much more thought-provoking and touching than Rooms. The author did not try to hold back his personal beliefs in any way, and I found myself struggling at times with the commentary the book seemed to be making about my own walk and relationship with the Lord, not in a positive light. I actually found myself agreeing at some points with The Voice, and needless to say that wasn't a happy revelation. Either way, I'll think through some of it, but I don't see this book making the impact that it really tried hard to bring about.
  • (5/5)
    Micah Taylor was a successful software developer. he had spent his life building a life like no other and counting on no one but himself. All of this changed the day he received a letter from his long deceased great-uncle Archie. The letter told him he had inherited a mansion on Cannon Beach. The reason was so Michah could face his painful past. A past that turned him away from God and his family. Michah checked the place out just to ease his mind. What he found was; a mansion that changed constantly, the meaning of surrendering alll of yourself, and what true forgiveness is.I absolutely loved this book. I believe everyone who erads it will see themselves in Micah's character. It was well written, the characters were well developed. The supernatural element reminded me of Robert Liparulo's "Dreamhouse Kings" series. This is a must read for anyone who loves mysteries. It definitely won't disappoint.
  • (3/5)
    I really enjoyed this book. I found it to be a quick and easy read because of the style of writing and because the story is engaging. It was terribly predictable, but that does not make it bad.While reading this book, I could not help but notice the similarities to another popular Christian fiction novel The Shack. The use of the metaphor of the house being the spirit is explored in depth.. If you are looking for a quick, entertaining read that also carries a message of hope, this would be a good book for you.
  • (5/5)
    Rooms is a mesmerizing trip into the soul. This book left me breathless and all I can say is WOW. Rubart writes a thrill ride into the relationship between man and God with amazing characters, beautiful scenery and intriguing dialogue. Rooms will take you on an adventure through your own soul as you accompany Micah on his exploration of his life with and with out God. A read for anyone who thinks God can’t control their destiny while they make life choices and for everyone else, Christian, religious or not! I highly recommend Rooms and anxiously await Rubart’s next book.
  • (1/5)
    Rooms: A Novelby James L. RubartB&H Books, (2010) I received this free ebook from NetGalley. Micah Taylor runs a software company and unexpectedly inherites a house (with a lot of strange rooms) on the Oregon coast. A new way of life starts, all happens with no reasonable grounds. A spiritual book. Rubart writes: 'Micah, you have to decide once and for all which kingdom you want to live in. Because eventually one of the kingdoms has to -and will- disappear.' p. 186 This is a book of decision-making and like in every christian path Micah has to know the hell before the heaven. Well written, but apart from this statement I didn't like Rooms. I started reading this book thinking about a mystery-detective ones, but when Micah's ordinary life swings towards an extraordinary-faith-no faith life, all falls apart: both for the main character and myself.A cybernetic God appears (Micah plans to project a 'Software that would change the Kingdom of God' p. 161). Micah starts a search of the lost truth in these rooms and small clues-madeleines (several letters, strange appeareances, new friends) help him in this hunting.Micah as Mr. K. from The Castle by Kafka struggles to understand the misteries of these rooms, and he is alienated from the truth until the end of the book. I recommend this book to those who love christian fiction and not just mystery books.
  • (3/5)
    This book was a shocker to me. Shocker in a way that the book was not what I thought it was. It was intriguing, it included a mysterious cover, it had a captivating plot. Like some people, I downloaded this book by mistake because I was thinking of Room by Donoghue but it was not a total waste of time to read the book.The book talks about Micah who lost faith growing and living life and gaining it back again through a journey set in a mysterious house given by a relative who died. With the first few chapters, you will instantly get hooked but as you read through, the story gets draggy and boring. I enjoy Christian fiction and I often love reading the genre but this book was not holding my attention. I initially picked up this book 2 weeks ago and I just finished it now which is rather long for my reading habit.The book gave me mixed emotions. Rooms is indeed spiritual and mysterious yet the cover conveyed a thriller to readers. Sometimes I really don't get the ideas in the book yet it makes sense, which is weird by itself right? If you don't have an open mind, steer away from the book. If you have short attention span, do that as well. But in my opinion, the book deserves the chance to be read. Though the book isn't for everybody, it's worth the time.Over all, the book is a middle read. Not too good and not bad at all. Mediocre. Give it a 3/5 rating, though I don't really rate books. :)
  • (2/5)
    Rooms by James Rubart is the story of one man's return to the God of his childhood. There was so much information and the "supernatural" seemed so unrealistic, that I just couldn't focus on the main character and his search for his "soul" within the rooms. The strength of the book was its Christian focus. I didn't disagree with any of the beliefs presented; however, I would probably never select another book by this author or recommend this book to others.
  • (5/5)
    It is going to be hard to express in words what this novel was like for me. I am so glad I received this novel from Early Reviewers. I would have been poorer for not having read it.This novel was like watching a flower unfold. At first, impatient to get to the story, then excited by the promise of some exciting reading..then frustrtation at the turn it took, toward the deeper heart, then that feeling of excitement at the promise of the bud beginning to grow, and then at the end, the glorious, beautiful, perfect flower. Finishing this novel was like breaking into the light out of the darkness. It had that sense of unfolding, of deep, incomparable beauty, a sense of arrival at a perfect destination. I have rarely had the feeling that a fiction novel was life changing. But this one can be, depending upon the heart of the reader. As an allegory, it perfectly represents the difference between living a "religious life" and truly "giving over a heart to God". Its message is powerful to those who are searching for that sort of meaning. I loved something that the author says in his letter to the reader, "I didn't write it for readers as much as I wrote it because I wanted to read Micah Taylor's story. A story of freedom. A story of healing." This to me absolutely captures the spirit of this novel. It is less a novel, and more an experience of healing. This novel is going to be one that people love or hate. Those who are searching for truth and meaning in their lives will find they resonate with the book. Those who are not in that state in their lives are likely not to like it. The book while very different than Pilgrim's Progress, has the same sense of striving toward freedom through conflict. I appreciated deeply the opportunity to read and experience this novel.
  • (2/5)
    This book was my first experience with James L. Rubart's writings, and it left me filled with conflicting opinions. The author's writing is pretty good, while his theology is pretty bad. Micah Taylor is a successful Seattle software developer who has taken his company public, becoming a multimillionaire before he turned thirty. The reader quickly learns that Micah has had a strained relationship with his father stemming from an incident where his mother drowned trying to rescue a beach ball for the child Micah. The story begins when Micah learns that he has inherited from a great-uncle a house in Cannon Beach, Oregon -- the place where Micah's mother died and where Micah has avoided throughout his adult life. He investigates the house in Cannon Beach and finds himself drawn more and more to the Oregon coast and away from his business and from Julie,his romantic/business partner, in Seattle. The house is newly-finished even though the great-uncle who had it built for Micah has been dead for a number of years. At first, the beach house seems to be perfectly-suited for Micah, but soon very strange things begin happening in the house.Micah meets local gas station owner Rick and becomes fast friends with him immediately. Shortly thereafter, he meets a young woman named Sarah, who works in the local ice cream shop. He feels an attraction for Sarah that quickly turns into love.Rubart's ability as a writer have the reader hooked by this point. _Rooms_ is neither a conventional mystery or a conventional romance, although it has elements of both. The book is a pageturner, a truly-hard-to-put-down book that keeps the reader's attention until the last page.However, as the reader progresses through the book, he discovers that the author has used the compelling set-up as the context for a sermon about giving your life totally and completely to the Lord. Readers who have little interest in Christian fiction may be turned off by this point. Others, like myself, who are Bible-believing Christians are anxious to keep reading to see how Rubart ties all the strings together.Unfortunately, Bible-believing Christians are going to be disappointed before they finish this book. Rubart's theology is lacking in a number of ways that seriously undermine the value of reading this book. This review will not undertake to mention all the "doctrinal" deficiencies identified in the book.That is not to say that some of the author's points do not resonate well with readers who are well-acquainted with Bible teaching. Jesus does need to be first in the lives of his followers. Christians should make the choice of loving Jesus more than we love money and material possessions. Satan is an adversary who will try to deceive us and lead us away from God. However, Rubart goes far beyond those basic points of Christianity. He would have us think that his character can please God only by leaving Seattle behind and living in Cannon Beach, Oregon. Geography is not the issue in discipleship, however. Micah needed to change attitudes and reform some of his business practices, but the notion that one must forsake everything about his old life and go to some new, spiritual place is more cult than Christian. As another reviewer has noted, Rubart explicitly deprecates the idea of being guided by Bible teaching and instead suggests that all one need do is follow the leading of his heart. Different characters in the book warn Micah about the danger of allowing a small amount of error to become mixed in with truth and, thereby, be deceived about God's will. Such contaminated truth needs to be rejected because it is dangerous to one's spiritual well-being. The author was correct about that point, and if the reader takes takes the warning to heart, he must cast aside the theology advocated in this book.Rating on the basis on James Rubart's ability as a compelling storyteller, give this book 5 stars.Rating on the basis of the consistency and logic of the plot, give it 3 stars -- the need for the memory lapses and dual lives scenario is not well explained. Rating on the basis of the religious teaching in the book, it is seriously lacking and barely deserves one star.Overall rating - 2 stars
  • (5/5)
    Micah Taylor is a successful software entrepreneur with a perfect business partner/girlfriend, a twenty-first floor penthouse in Seattle, and millions in the bank. But a letter from his Great-Uncle Archie unnerves him: his uncle has built a house for him in Cannon Beach, a place he once loved, a place he has no desire to ever visit again. But the letter intrigues him and he heads off to see the house . . . if it does indeed exist. He’s determined to sell it and return to his perfect Seattle life.Micah is stunned by what he finds. Nine thousand square feet, designed and furnished exactly as Micah might have done if he’d built it himself. Weird, Micah thinks, but his resolve to sell the house remains . . . until mysterious rooms start appearing and disappearing, throwing his life into turmoil.Micah thinks he’s going crazy but his new friend, Rick, tells him the house is spiritual and encourages him to talk about his experiences. As the story progresses, it becomes clear that Micah is being given a rare opportunity to explore the direction his life will take if he stays in Seattle or if he stays in Cannon Beach. With either choice, he is given the ability to see what he will gain . . . and what he will lose.Firmly based in Christian faith, this spiritual tale focuses on Micah’s journey to discover how the choices he makes will affect his life. As he wrestles with the difficulties of discovering what truly lies within his heart, he comes to understand what is essential and important in his life . . . and what he needs to do to obtain it. Highly recommended.