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Karate in Anwendung: Bunkai, Selbstverteidigung & Kyusho der Kata Tekki

Karate in Anwendung: Bunkai, Selbstverteidigung & Kyusho der Kata Tekki

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Karate in Anwendung: Bunkai, Selbstverteidigung & Kyusho der Kata Tekki

Länge:
196 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 12, 2017
ISBN:
9783746085722
Format:
Buch

Beschreibung

Kata sind die Lehrbücher oder gar die Seele des Karate. Umso verwunderlicher ist es, dass die Anwendung dieser Trainingsformen, das sogenannte Bunkai, oft vernachlässigt, für die Selbstverteidigung untauglich praktiziert oder gar vollständig ignoriert wird.
Die beiden Autoren praktizieren seit über 30 Jahren Karate mit den Schwerpunkten Selbstverteidigung und Kata Anwendung. Sie haben sich die Aufgabe gestellt, am Beispiel der seit Jahrhunderten bekannten Kata Tekki (Shodan, Nidan & Sandan), eine Methode zu entwickeln, die Anwendung der Kata allgemeinverständlich und anwenderfreundlich darzustellen.
Anhand von über 50 Beispielen, beginnend mit einfachen Rempeleien bis hin zu Angriffen mit Waffen, demonstrieren Sie aus der Kata abgeleitete und für den Ernstfall taugliche Selbstverteidigungsformen. Einen besonderer Schwerpunkt nehmen dabei die Schmerzpunkte aus dem Kyusho Jitsu ein.
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 12, 2017
ISBN:
9783746085722
Format:
Buch

Über den Autor

Als Ingenieur und leidenschaftlicher Bogenschütze ist sein Motto: Warum etwas kompliziert erklären, wenn es auch einfach geht!. In dem Bestreben stets alles zu hinterfragen hat er sich der Aufgabe gewidmet, das Wissen der Experten in einer einfachen Art und Weise zusammenzufassen.


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Buchvorschau

Karate in Anwendung - Dirk Passmann

Für Kritik, Anregungen und Kontaktaufnahme:

Karate_in_Anwendung@web.de

Danksagung

Um ein Buch zu schreiben, muss nicht nur eine Idee da sein, die zu Papier gebracht wird, sondern es ist viel Unterstützung, Verständnis, Inspiration und Motivation von allen Seiten nötig.

An oberster Stelle stehen natürlich unsere Frauen und unsere Familien, die uns die Möglichkeit gegeben haben, viel Zeit beim Training zu verbringen. In Summe sind das nun fast über 7 Jahrzehnte, mit teilweise bis zu sechs verschiedenen Trainingseinheiten pro Woche.

An zweiter Stelle gilt unser Dank natürlich Achim, unserem Trainer. Mit unendlicher Geduld, immer bestrebt sein immenses Wissen weiterzuvermitteln und die Entwicklung seiner Schützlinge voranzutreiben, hat er uns nicht nur über all die Jahre hinweg in den Kampfkünsten unterrichtet, sondern damit auch unser Leben bereichert.

At last but not least, gilt unser Dank all unseren Freunden, die uns die Jahre hinweg begleitet, unterstützt und motiviert haben.

Inhalt

Vorwort

Die Autoren

Begriffe

Haftung

Urheberrecht

Einleitung

Die Entwicklung der Kata Tekki

Die Kata Tekki in Bildern

Die Interpretation der Kata Tekki

9.1 Aus Sicht der Körperertüchtigung

9.2 Aus Sicht der Kampfstrategie

Das Shu-Ha-Ri Prinzip in den Grundtechniken

Kyusho Jitsu - das Salz in der Suppe

Angriffe im Dojo und in der Realität

Tekki in Anwendungen

13.1 Sicherheitshinweis zu den Anwendungen

13.2 Deeskalation und Verhältnismäßigkeit

13.3 Anmerkung zu den Anwendungen

13.4 Verwendung der Vitalpunkte

13.5 Verteidigung gegen Schubsen

13.6 Verteidigung gegen Fassen

13.7 Verteidigung gegen Umklammerung

13.8 Verteidigung gegen Würgen

13.9 Verteidigung gegen Fassen und Schlagen

13.10 Verteidigung gegen Faustangriffe

13.11 Verteidigung gegen Fußangriffe

13.12 Verteidigung gegen Tritte und Schläge

13.13 Verteidigung gegen Stockangriffe

13.14 Verteidigung gegen Messerangriffe

13.15 Verteidigung gegen gefährliche Gegenstände

13.16 Beispiele mit Takedowns

13.17 Notwehrhilfe

Rückblick

Leitlinien zur Entwicklung eines Bunkai

Die Übertragung eines Bunkais in die Selbstverteidigung

Zusammenfassung

Literaturverweis

Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis

zum Ende seines Lebens

(asiatische Weisheit)

Anfangen ist einfach,

dabei bleiben ist Kunst

(asiatische Weisheit)

1. Vorwort

Warum noch ein Buch über Bunkai?

Diese Frage habe ich mir häufiger gestellt.

Als ich mit 15 Jahren mit Karate begonnen habe, fand ich das Kata Training ziemlich doof. Es war mir zu langweilig – Kämpfen (Kumite) und Selbstverteidigung (SV) waren viel interessanter. Kurz vor den Prüfungen wurde es dann immer eng – der Ablauf der Kata musste noch eben schnell gelernt werden. Bei der Prüfung bekam unser Trainer dann auch einmal zu hören: „Deine Jungs machen schöne Techniken und sind im Kumite richtig gut - aber an Euren Kata müsst ihr noch arbeiten."

„Naja – Hauptsache die Prüfung bestanden", dachte ich...

Irgendwann war es dann so weit. 1997 bin ich nach Ravensburg zu einem Lehrgang gefahren, um die Prüfung zum 1. Dan anzutreten. Auf der Lehrgangsübersicht fand ich ein Seminar zum Thema Bunkai und da wurde ich das erste Mal mit diesem Begriff konfrontiert! Ich fragte meinen Trainer was das ist und er antwortete: „Das ist Kata Anwendung. Komm wir schauen uns das mal an."

Was dann von zwei Schwarzgurten vorgeführt wurde, war sehr ernüchternd. Beide führten eine Partnerübung aus, bei der der Angreifer mit einem angekündigten, grundschulmäßigen Fauststoß angriff und der Verteidiger mit den Techniken aus der Kata präzise und sauber blockte und konterte! „Tolle Kiste", dachte ich mir. Das Ganze erinnerte an eine Trainingsform, dem Kihon-Ippon-Kumite, welche meist von Karate Anfängern geübt wird, um ein Distanzgefühl zu entwickeln und die erste Scheu vor Partnerübungen zu verlieren.

Diese Vorführung hat mich nicht dazu motivieren können, mich intensiver mit dem Thema Bunkai zu beschäftigen. Ich habe mich dann sehr intensiv mit der Selbstverteidigung beschäftigt und in diesem Bereich den 2. und 3. Dan abgelegt. Zwischenzeitlich musste ich mir aber den „Rat" woanders suchen, weil Karate dazu vermeintlich wenig zu bieten hatte. Ich trainierte parallel zum Karate noch einige Jahre Krav Maga. Dies ist eine relativ junge Kampfkunst, bei der ausschließlich eine effektive Selbstverteidigung im Vordergrund steht. Das war eine sehr schöne, aber auch harte Zeit. So manchen Abend bin ich total fertig nach Hause gekommen, morgens mit blauen Flecken erwacht und hatte Probleme überhaupt aus dem Bett zu kommen.

Was ich jedoch gelernt und am eigenen Körper gespürt hatte war, dass sich viele grundsätzliche Bewegungsabläufe der Selbstverteidigung auch in den Kata wiederfinden. Diese Erkenntnis bestätigte mein grundlegendes Empfinden, dass der Ursprung einer Kampfkunst u.a. die Selbstverteidigung ist. Irgendwann, vielleicht kommt mit dem Alter ja wirklich auch etwas Reife, habe ich mich mit den Kata tiefer auseinander gesetzt, Spaß daran gefunden und drei weitere Dan-Prüfungen zum Thema Bunkai und Kyusho Jitsu abgelegt.

Gerade am Anfang fand ich es unwahrscheinlich schwierig einen Einstieg in das Thema zu finden und suchte Anregungen in Karate Bücher die sich mit dem Thema Bunkai beschäftigen. Die auf dem Markt vorhandenen Bücher zeigen entweder sehr wenige und dann meist realitätsferne Anwendungen, analog den eingangs erwähnten beiden Schwarzgurten, oder beschäftigen sich mehr von einem philosophischen Standpunkt aus mit dem Thema Bunkai. Was mir fehlte war eine Methode, eine konkrete Vorgehensweise und ein paar handfeste Tipps.

Zur Prüfung zum 5.Dan Karate, hatte ich mir vorgenommen die drei Kata Tekki Shodan, Nidan und Sandan als eine zusammenhängende Kata zu präsentieren und ein realitätsnahes und praktikables Bunkai daraus abzuleiten. Bei der Entwicklung der Anwendungen hatten wir stets die Kata und speziell die Reihenfolge der Techniken im Fokus und suchten dazu passende Angriffe. Wir stellten fest, dass wir mit diesem „klassischen" Vorgehen immer wieder ins Stocken gerieten uns schließlich regelrecht frustriert waren.

Meinem Trainingspartner und mir kam dann die Idee, nicht die Kata in den Vordergrund zu stellen, sondern den Angriff. Weiterhin haben wir die Kata als Trainingsmethode interpretiert und ihre Techniken als ein Repertoire, aus dem frei gewählt und beliebig kombiniert werden kann, zusammengestellt. Mit diesem Ansatz, den wir später Direktes Bunkai nannten, konnten wir in kürzester Zeit sehr viele praxistaugliche Anwendungen entwickeln.

Wir haben dieses Konzept anderen vorgestellt und sehr viele positive Rückmeldungen erhalten, die uns dazu ermutigten dieses Buch zu schreiben.

Uns hat die Erarbeitung der Anwendungen, das Fragen nach dem „Warum? und „Wie?, das Erstellen und Strukturieren der Texte, aber vor

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