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Arztroman Exklusiv Edition - Die standhafte Oberärztin

Arztroman Exklusiv Edition - Die standhafte Oberärztin

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Arztroman Exklusiv Edition - Die standhafte Oberärztin

Länge:
140 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Aug 19, 2019
ISBN:
9781386451860
Format:
Buch

Beschreibung

Die standhafte Oberärztin

Arztroman von Glenn Stirling

Der Umfang dieses Buchs entspricht 122 Taschenbuchseiten.

Voller Vorfreude tritt Dr. Nina Hegner ihren Dienst in der gynäkologischen Abteilung der Paul-Ehrlich-Klinik in Bonn an. Das Glück winkt ihr auch privat, als sie den attraktiven Chirurgen Dr. Klaus Dahlhausen trifft, der ihr Herz im Sturm erobert. Ein Wermutstropfen fällt allerdings auf ihren Neustart, denn während der Chefarzt der Abteilung Professor Dr. Winter in einen dreiwöchigen Urlaub geht, führt sein Stellvertreter Dr. Scherer ganz neue Sitten ein. Dieser bevorzugt nämlich Privatpatientinnen zum Nachteil von Kassenpatientinnen. Darüber gerät die sympathische Ärztin mit dem neuen Chefarzt in Streit und hat fortan einen schweren Stand. Als sie sich nach dem Tod einer Patientin mit ihrem Vorgesetzten anlegt und dessen Anordnungen nicht befolgt, wird sie kurzerhand beurlaubt ...

Freigegeben:
Aug 19, 2019
ISBN:
9781386451860
Format:
Buch

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Arztroman Exklusiv Edition - Die standhafte Oberärztin - Glenn Stirling

Die standhafte Oberärztin

Arztroman von Glenn Stirling

Der Umfang dieses Buchs entspricht 122 Taschenbuchseiten.

Voller Vorfreude tritt Dr. Nina Hegner ihren Dienst in der gynäkologischen Abteilung der Paul-Ehrlich-Klinik in Bonn an. Das Glück winkt ihr auch privat, als sie den attraktiven Chirurgen Dr. Klaus Dahlhausen trifft, der ihr Herz im Sturm erobert. Ein Wermutstropfen fällt allerdings auf ihren Neustart, denn während der Chefarzt der Abteilung Professor Dr. Winter in einen dreiwöchigen Urlaub geht, führt sein Stellvertreter Dr. Scherer ganz neue Sitten ein. Dieser bevorzugt nämlich Privatpatientinnen zum Nachteil von Kassenpatientinnen. Darüber gerät die sympathische Ärztin mit dem neuen Chefarzt in Streit und hat fortan einen schweren Stand. Als sie sich nach dem Tod einer Patientin mit ihrem Vorgesetzten anlegt und dessen Anordnungen nicht befolgt, wird sie kurzerhand beurlaubt ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

„Ich unterschreibe keine Lügen", erklärte Dr. Nina Hegner und blickte Professor Winter entrüstet an.

Der blonde Chefarzt lehnte sich in seinem Sessel zurück und betrachtete die attraktive junge Frau. Er war froh, sie wieder an der Klinik zu haben, wusste er doch ihre medizinischen Fähigkeiten zu schätzen. Und im Grunde gefiel ihm auch ihre Offenheit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit.

„Also gut, meinte er lächelnd und bemerkte, dass ein Sonnenstrahl, der durchs Fenster schien, auf ihr brünettes Haar fiel und ihm einen goldenen Glanz verlieh. „Sie haben, fuhr er fort, „das Protokoll nicht unterschrieben, weil Sie der Meinung sind, dass nicht stimmt, was hier steht."

„Und ob es nicht stimmt!, behauptete sie erbost, und dabei rötete sich ihr schmales Gesicht. „Es handelt sich keinesfalls um eine Embolie, sondern um einen schlimmen Narkosezwischenfall. Um etwas, das hätte vermieden werden können. Die Patientin könnte heute noch leben.

„Eine sehr schwere Anschuldigung, Frau Kollegin. Immerhin stehen auf diesem Protokoll acht Unterschriften, nur die Ihre fehlt."

„Die des Anästhesisten sollte auch fehlen. Denn keiner hätte besser wissen müssen als er, worauf der Tod der Frau zurückzuführen war. Und nicht nur der Tod der Frau, wie Sie sehr genau wissen, Herr Chefarzt. Auch das Kind könnte noch leben. Und im Übrigen wäre eine Schnittentbindung nicht nötig gewesen."

„Hoppla, hoppla! Liebe Frau Kollegin, rief Winter besänftigend, „nun machen Sie mal langsam! Ich bin zwar erst gestern aus dem Urlaub zurückgekommen, aber das Krankenblatt habe ich sehr eingehend gelesen.

Nina Hegner verzog ihr hübsches Gesicht. „Papier ist geduldig. Und was den Kollegen angeht, der Sie während Ihres Urlaubs vertreten hat, so kann ich nur sagen: Er mag zwar ein hervorragender Geschäftsmann sein, aber in der Diagnostik und in der Operationstechnik hat er deutliche Schwächen. Und mehr, in Entbindungsfragen ist es geradezu beschämend, welche Entscheidungen er trifft. Dies hier war ein Beispiel davon. Dem Kollegen Kierdorf wäre das jedenfalls nie passiert, mir allerdings auch nicht. Das alles hätte nicht zu geschehen brauchen. Schlimmer noch ist das Versagen des Anästhesisten."

„Haben Sie ihn deshalb geohrfeigt?", wollte Winter wissen. Er sah seine Ärztin ernst an.

„Nein, deshalb nicht. Er hat auch noch versucht, mich zu erpressen, und deshalb habe ich ihn geohrfeigt." Winter lächelte. Er hätte es dieser zierlichen, charmant wirkenden Frau gar nicht zugetraut, dass sie so energisch werden konnte. Dabei kannte er sie nun schon fast ein Dreivierteljahr. Er wusste, welche medizinischen Fähigkeiten in ihr steckten. Sie brauchte ihre Schönheit nicht als Waffe, um sich durchzusetzen. Sie konnte wirklich etwas.

Nach einer längeren Pause räusperte er sich und sagte: „Frau Hegner, diese Geschichte ist nicht so ohne. Und noch etwas hat diese fehlende Unterschrift hier zu bedeuten: Ich wäre gezwungen, die Sache untersuchen zu lassen."

„Genau darum möchte ich Sie bitten. Ich bin es einfach leid, dass so ein Protokoll Schwestern vorgelegt wird, die überhaupt nicht beurteilen können, um was es hier geht. Aber sie unterschreiben, ebenso wie die Kollegen. Die Stationsärztin hätte ganz sicher nicht unterschrieben, wäre sie dabei gewesen, so wenig wie ich."

Winter nickte. „Sie sind aus ähnlichem Holz, Sie beide. Vielleicht ist es auch der Grund, warum Sie sich so gut miteinander verstehen. Aber ich will nun die ganze Geschichte wissen, liebe Frau Kollegin. Ich habe mir die Zeit genommen, Ihnen zuzuhören. Kein Telefonanruf wird uns stören, nichts. Ich will jetzt alles wissen. Immerhin haben Sie vorhin erklärt, eine Mutter und ihr Ungeborenes seien das Opfer eines Fehlers geworden und nicht, wie es hier im Protokoll steht, einer Embolie."

„Um das zu erzählen, Herr Chefarzt, müsste ich sehr weit ausholen. Es wird einige Zeit. dauern. Aber nur dann könnten Sie wirklich beurteilen, um was es mir geht."

Er nickte und machte eine herausfordernde Handbewegung. „Schießen Sie los, Frau Hegner."

„Ich muss da beginnen, Herr Chefarzt, als ich wieder zurück von Marburg kam, um endgültig als Ihre Ärztin zu arbeiten ..."

2

Als ich in Bonn ankam , hatte ich eine scheußliche Fahrt hinter mir. Nach dem herrlichen März kündigte sich der April mit Schneeschauern an. Aber es sah durchaus nicht wie ein Aprilscherz aus. Auf der Autobahn waren mehrere Unfälle passiert. Ich hatte fast eine Stunde im Stau gestanden, und es schneite und schneite.

Ich war dann heilfroh, als ich Bonn erreichte. Hier lag kein Schnee, es regnete in Strömen.

Zuletzt hatte ich bei meinem Bruder gewohnt, aber er und meine Schwägerin waren nach Hannover gezogen. Die Wohnung hatten sie verkauft, mir aber, vor ihrer Abreise ein Zimmer in der Nähe besorgt, bei einer freundlichen alten Dame, einer Diplomatenwitwe.

Sie wär Mitte sechzig und empfing mich freudestrahlend, als habe sie auf nichts anderes als auf mich gewartet. Sie trug ihr weißes Haar zum Knoten gerafft, das wie Silber schimmerte. Ihr dunkles Kleid mit einer schlichten Perlenkette vermittelte jene selbstverständliche Eleganz, die ich nur von Frauen kenne, die wirklich Damen waren und dies nicht nur sein wollten.

Sie zeigte mir sofort mein Zimmer und sagte mit ihrer herzlich klingenden Stimme:

„Jetzt ist es sehr trist da draußen, Frau Doktor Hegner, aber das Zimmer liegt nach der Südseite, und der Garten ... Sehen Sie, es ist schon alles voller Knospen. Wenn es so kalt bleibt bekommen wir wenig Obst dieses Jahr."

„Es ist ein Schönes Zimmer, Frau von Kesselried", erwiderte ich, als ich mich umsah. Es war freundlich und auch mit modernen Möbeln eingerichtet, keinesfalls so altbacken, wie das Haus von außen wirkte.

„Sie sind sicher müde von der langen Reise. Ich habe den Straßenzustandsbericht gehört, es muss ja schlimm sein mit dem Verkehr."

Ich nickte nur. Was sollte ich ihr viel erzählen. Ich war einfach müde und schaute sie dankbar an, als sie mir verschlug, zusammen mit ihr Tee zu trinken.

Ich stellte meine Koffer ab und ging mit ihr nach unten. Die Zimmer waren mit alten Möbeln eingerichtet, alles massiv. Mein Bruder hätte seine helle Freude daran gehabt. Er liebt solche Sachen. Möbel, wie sie heute gar nicht mehr gefertigt werden. Und auch hier verriet die elegante Gediegenheit, dass es wohl nie an Geld gefehlt hätte.

Wir tranken Tee zusammen und plauderten über alles mögliche. Mit Erleichterung stellte ich fest, dass Frau von Kesselried nicht neugierig war. Was sie von mir wusste, hatte sie von meinem Bruder erfahren, so auch, dass ich schon zweimal an der Paul-Ehrlich-Klinik gewesen war. Sie kannte auch Professor Winter und lobte ihn über den grünen Klee.

Ich erzählte ihr dann, wieso ich einmal nur ein paar Monate und zuletzt nur ein paar Wochen in der Paul-Ehrlich-Klinik gearbeitet hatte.

„Ich musste einen Vertrag mit der Universitätsklinik Marburg erfüllen. Man war aber so großzügig, mich zeitweise an der Paul-Ehrlich-Klinik arbeiten zu lassen, damit ich mich dort eingewöhnen konnte. Professor Winter ist auch in Marburg kein Unbekannter. Man schätzt ihn dort sehr und war bereit, ihm jeden Gefallen zu tun. Nur die letzten Wochen, die ich noch zu absolvieren hatte, musste ich eben ableisten und nun bin ich hier. Ich hoffe, endgültig."

Sie sah mich mit einem mütterlichen Blick an. Meines Erachtens besaß sie gute Augen, ich sehe immer den Menschen zuerst in die Augen, und selten habe ich mich bis jetzt geirrt. Sie hat Augen wie meine Mutter, dachte ich, und ein wohliges Gefühl überkam mich. Wenn man schon in der Klinik mitten im Trubel steckt, so muss man dann irgendwo eine Ecke der Geborgenheit wissen, das Zuhause. Und dieses Zimmer sollte zumindest für die nächsten Monate mein Zuhause sein, vielleicht länger. Ich war vorsichtig mit meinen Prognosen geworden, denn im Laufe der Jahre hatte ich, was Zimmervermietung anging, einiges erlebt.

Nach dem Tee ging ich wieder in mein Zimmer, räumte meine Sachen in die Schränke, holte noch was aus dem Wagen heraus und stellte mit Freude fest, dass es auf gehört hatte zu regnen. Die Sonne kam sogar durch, wenn sie auch grell und weiß schien und offenbar nicht die Kraft besaß, für längere Zeit gegen dieses Wolkenmeer anzukämpfen, das sich von Westen heranschob.

Ich stand lange am Fenster und schaute hinaus, als gäbe es sonst nichts zu tun. Aber dann gab ich mir einen Ruck und

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