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Der eiserne Vormann

Der eiserne Vormann

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Der eiserne Vormann

Länge:
146 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
15. März 2018
ISBN:
9781386681854
Format:
Buch

Beschreibung

Der eiserne Vormann

Western von Heinz Squarra

Der Umfang dieses Buchs entspricht 103 Taschenbuchseiten.

Ein Banditenüberfall sorgt dafür, dass Jack durch eine Verletzung nicht mehr am Trail teilnehmen kann. Doch zwei der Cowboys verfolgen mit dem Geld aus dem Verkauf eigene Ziele. Als Jack später aufgrund einer Erbschaft seiner Frau ein kleines Transportunternehmen kauft, steht er plötzlich im Verdacht, das Geld unterschlagen zu haben. Wie kann er seine Unschuld beweisen? Er muss die beiden Cowboys finden, die im Begriff sind, sein Leben zu zerstören.

Freigegeben:
15. März 2018
ISBN:
9781386681854
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Der eiserne Vormann

Buchvorschau

Der eiserne Vormann - Heinz Squarra

Der eiserne Vormann

Western von Heinz Squarra

Der Umfang dieses Buchs entspricht 103 Taschenbuchseiten.

Ein Banditenüberfall sorgt dafür, dass Jack durch eine Verletzung nicht mehr am Trail teilnehmen kann. Doch zwei der Cowboys verfolgen mit dem Geld aus dem Verkauf eigene Ziele. Als Jack später aufgrund einer Erbschaft seiner Frau ein kleines Transportunternehmen kauft, steht er plötzlich im Verdacht, das Geld unterschlagen zu haben. Wie kann er seine Unschuld beweisen? Er muss die beiden Cowboys finden, die im Begriff sind, sein Leben zu zerstören.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© Cover: Hugo Kastner, 2018

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Das Land senkte sich nach Norden hin. Spärlich standen die Riedgrasbüschel im leuchtenden Sand. Meilenweit war der Blick frei.

Die Banditen wurden von den aus Süden heranziehenden Cowboys mit der achthundertköpfigen Herde trotzdem nicht bemerkt. Sie verbargen sich hinter dem quadratischen Felsenblock, der wie ein gewaltiges Monument rotbraun und zerklüftet in der sich schier endlos dehnenden Weite erhob.

Aus der Staubwolke hinter der Herde schälte sich der Küchenwagen.

»Kannst du sie zählen?«, fragte einer der raugesichtigen Männer, die ausnahmslos mit Repetiergewehren und schweren Colts bewaffnet waren.

»Ich denke, es sind sieben, Boss.«

»Wir sind acht«, grinste der Anführer.

Die Cowboys sprengten an den Herdenflanken mit knallenden Peitschen vorbei und trieben die auseinanderstrebenden Longhorns wieder dichter zusammen.

Langsam näherte sich die große Herde unter der Staubwolke. Schließlich befand sie sich hundert Yards westlich des Felsens.

Von den Weidereitern hatte noch keiner die Gefahr bemerkt, auch Vormann Jack Truman nicht, der sich an der Spitze und damit den lauernden Banditen am nächsten befand. Er wurde erst auf sie aufmerksam, als er den Hufschlag hörte; die Reiter verließen die Deckung und sprengten heran.

»Das sind Banditen, Jack!«, brüllte einer der Cowboys weiter hinten.

Das war zweifellos richtig, denn schon entluden sich die Gewehre der Angreifer. Ein Geschoss strich pfeifend über Jack hinweg. Sein ohnehin nervöser Hengst tänzelte und wieherte scharf.

Jack zog die Winchester aus dem Scabbard, repetierte sie und erwiderte das Feuer.

»Hier herüber!«, rief jemand den Cowboys auf der anderen Seite zu.

Eine Kugel streifte den Hengst am Hals. Er stieg mit wirbelnden Hufen auf die Hinterhand. Jack rutschte aus dem Sattel und überschlug sich einige Male. Als er wieder auf den Beinen war, repetierte er das Gewehr und feuerte abermals.

Ein Reiter verlor sein Gewehr und stürzte seitlich vom Pferd.

Da spürte Jack einen Schlag etwas oberhalb der Hüfte. Rasender Schmerz durchzuckte ihn. Er taumelte, vermochte sich nicht auf den Füßen zu halten, stürzte auf die Knie und landete auf dem Gesicht.

Die Cowboys bahnten sich von der Westseite einen Weg durch die Herde und schossen, was die Gewehre hergaben.

Der alte York wurde getroffen und stürzte schreiend vom Bock des Küchenwagens.

»Die machen uns fertig!«, schrie einer der Männer verzweifelt.

»Haut nicht ab!«, befahl ein anderer.

Mit zusammengebissenen Zähnen zog Jack das Gewehr unter dem Körper hervor, schlug es an und schoss wieder. Da die anderen gleichzeitig mit ihm abdrückten, wusste er nicht, ob es seine Kugel war, die den zweiten Banditen vom Pferd warf.

Ein Pferd jagte dicht vor dem Lauf seiner rauchenden Waffe vorbei. Er hebelte den Verschluss durch und legte an.

Die Rinder flohen brüllend nach Westen.

Den Banditen schlug ein Hagel aus Blei entgegen; weitere zwei der Kerle wurden von den Pferden geworfen, ein dritter fiel auf den Pferdehals, er klammerte sich in der flatternden Mähne seines Tieres fest. Der Braune wandte sich zur Flucht. Die letzten drei Angreifer packte panische Angst, zumal ihr Anführer schon im heißen Sand lag und sein Leben ausgehaucht hatte.

»Schießt sie zusammen!«, brüllte einer der Herdenleute.

Die nächste Salve krachte.

Doch die drei Halunken entkamen mit ihrem verletzten Kumpan zwischen sich.

»Wollen wir hinterher?«, fragte ein Cowboy. »Wir könnten sie fertigmachen, diese Hundesöhne!«

»Walt?«, fragte ein anderer. »Je, Walt. Jack, was ist denn passiert mit euch?«

Der Vormann hob ächzend den Kopf. Trotz des hämmernden Blutes in den Schläfen hörte er den Hufschlag galoppierender Pferde und Rinder, aber zu sehen war in den Staubschwaden nichts. Doch als er den Kopf nach links bewegte, gerieten die Cowboys in sein Blickfeld. Sie standen hinter einem Mann, der wie er ausgestreckt auf dem Boden lag. Walt, der jüngste von ihnen.

Ves Barn, ein mittelgroßer, drahtiger Weidereiter mit kalten schwarzen Augen, bückte sich und wälzte den reglosen Mann herum.

Walt fiel steif auf den Rücken; Jack wusste sofort, was mit ihm los war.

»Tot«, stellte Ves Barn lapidar fest.

»Den alten York hat es auch erwischt«, sagte Jed Dunn, ein für seine vierundzwanzig Jahre ungewöhnlich wuchtiger Bursche mit schrankbreiten Schultern, niedriger Stirn im runden Gesicht. Auch seine Augen hatten einen kalten Blick.

»Und du, Vormann?«, Ves Barn stieg über den Toten hinweg.

Jack wollte die Hände aufstützen und sich erheben. Wie mit Nadeln durchbohrte ihn der Schmerz. Tränen schossen in seine Augen. Stöhnend rollte er auf die Schulter.

»Ach du meine Güte!«, rief Ves Barn. »Den hat es ja auch erwischt!«

Jack spürte das Blut, das ihm über die Haut lief.

Bob und Ben, die beiden anderen Reiter, knieten rechts und links des Vormanns nieder. Bob öffnete vorsichtig Jack Trumans Hemd und schob es von der Wunde.

Die beiden anderen standen in der Nähe und schauten zu. Ves Barns Mundwinkel bogen sich nach unten, ohne dass er es merkte.

»Kann er bald wieder auf dem Gaul sitzen?«, fragte Jed Dunn.

»Spinnst du?« Bob hob den Kopf. »Gebt ein paar Binden her. Wir müssen versuchen, die Blutung so gut es geht einzudämmen. Dann muss er schleunigst zu einem Doc. Die Kugel muss raus!«

»Dann sind wir ja nur noch vier«, sagte Ves Barn.

»Seht nach dem alten York«, verlangte Bob.

»Was soll mit dem sein, er ist tot«, maulte Barn.

»Ben, geh du!«

Ben erhob sich und stapfte davon.

»So ein Mist«, knurrte Barn. »Vier Mann, ohne Koch. Und achthundert Rinder. Wie sollen wir die denn bis Kansas schaffen?«

»Was meinst du, wie lange fällt der Vormann aus?«, wollte Jed Dunn wissen.

»Drei Wochen mindestens. Eher vier. Und wenn fünf daraus werden, ist es auch kein Wunder.«

Ben kehrte zurück und sagte: »Der alte York muss sofort tot gewesen sein. Die Kugel hat ihn genau zwischen den Augen getroffen.«

Da keiner Anstalten machte, Verbandszeug zu holen, erhob sich Bob und holte es selbst aus seiner Satteltasche.

»Von gestern muss noch Suppe da sein«, erklärte Barn. »Stärken wir uns erst mal, bevor wir die Toten beerdigen und die Rinder zusammentreiben.«

»Jack, du musst dich setzen!« Bob half dem Vormann, und Ben hielt ihn fest, damit er nicht wieder umfallen konnte. Bob zog Truman das karierte Hemd ganz herunter und verband die schmerzende Wunde.

Barn schaute nach Nordosten. »Wenn mich nicht alles täuscht, liegt hinter den Bodenwellen Kerens. Ein kleines Nest, in dem es einen Knochenflicker gibt, jedenfalls gab es einen, als ich letztes Jahr dort war.«

»Wo warst du eigentlich noch nicht?«, fragte Ben.

Ves Barn grinste gelangweilt. »Ich müsste nachdenken, Amigo.«

»Angeber« maulte Bob so leise, dass Barn ihn nicht verstand. »Ben, sieh zu, dass du die weggelaufenen Pferde fangen kannst. Wir zwei schaffen Jack in das Nest. Ves und Jed können sich dann inzwischen um den anderen Kram kümmern.«

»Hast du keine Angst vor den Banditen?«, fragte Ben.

Bob schaute in die Staubwand hinein. Am Anfang der braunen Wolken lagen die erschossenen Verbrecher.

»Nein.«

»Und

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