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WEEDOLOGY: Alles über den Cannabis-Anbau
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WEEDOLOGY: Alles über den Cannabis-Anbau
eBook568 Seiten3 Stunden

WEEDOLOGY: Alles über den Cannabis-Anbau

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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Über dieses E-Book

Weedology behandelt gleichermassen die Indoor wie auch die Outdoor-Aufzucht. Neugierige und Amateure werden darin alles erfahren, was sie
schon immer über wohlbringendes therapeutisches Cannabis wissen wollten.
Die dargestellten Methoden bauen auf dem aktuellsten Stand der Technik auf und erklären, wie der Ertrag als auch die Qualität der Pflanzen erhöht werden können. Des Weiteren behandelt dieses Buch alle unterschiedlichen Techniken zur Weiterverarbeitung von Cannabis: Finden Sie alles über unterschiedliche
Arten von Haschisch, Extraktion von THC oder auch die Zubereitung als Lebensmittel.

Mit mehr als 500 Farbfotos und Illustrationen
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum22. März 2018
ISBN9783037885611
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    Buchvorschau

    WEEDOLOGY - Philip Adams

    Pflanzen.

    GRUNDKENNTNISSE

    Der Cannabis stammt aus Asien und ist eine der ältesten von Menschen kultivierte Pflanze. Sehr schnell hat der Mensch gelernt, diese Pflanze anzubauen, um ihre verschiedenen Vorteile nutzen zu können: Samen für die Ernährung, Faser für Textilien; therapeutische und psychotropische Wirkungen. Die Kultivierung dieser Pflanze hat sicher über Jahrhunderte entwickelt, jedoch ist unser Wissen über diese Pflanze nicht vollständig. (siehe die taxonomischen Studien über Cannabis oder Studien über Cannabis-artige Stoffe und andere Terpenoiden). Viele charakteristische Merkmale dieser Pflanze sind uns jedoch mittlerweile bekannt und erlauben uns, Cannabis recht einfach züchten zu können. Dieses Kapitel dient der Erläuterung einiger Grundkenntnisse, welche wichtige Bestandteile für das Verstehen der Kultivierungs- und Entwicklungsmechanismen von Cannabis darstellen.

    DER ENTWICKLUNG DER CANNABISPFLANZE

    Wie jede andere Pflanze verfügt auch die Cannabispflanze über die Fähigkeit, sich zu entwickeln. Durch ’Atmen’ und ’Pumpen’ absorbieren, transformieren und produzieren die Pflanzen die für ihr Wachstum erforderliche Energie.

    Über die Wurzeln nimmt die Pflanze Wasser mit gelösten Mineralstoffen und Sauerstoff auf. Dieses ’mineralisierte’ Wasser wird über Kanäle (so genannte Xyleme) zu den Blättern weitergeleitet. Die Blätter fungieren als Sonnenpanele und nutzen die Sonnenenergie zur Photosynthese. Mit Hilfe der Sonnenenergie verbindet sich das Kohlendioxid (CO2) aus der Luft mit dem Wasser und den Mineralstoffen, aus denen die Pflanze wiederum den Zucker aufbaut, den sie für ihr Wachstum benötigt. Sobald die Umwandlung von Lichtenergie in chemische Energie abgeschlossen ist, ’schwitzt’ die Pflanze Wasser aus kleinen Öffnungen auf der Unterseite der Blätter (die Stomata bzw. Spaltöffnungen genannt werden) aus. Der in den Blättern gebildete Zucker wird über wieder andere Kanäle (in diesem Fall das Phloem bzw. Bastgewebe) zu den Wurzeln befördert, die diesen Zucker dringend für ihr Wachstum benötigen. Während dessen versorgen die Wurzeln die Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen. Die Verdunstung des Wassers über die Blätter bewirkt, dass das Wasser und die Mineralstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden und dadurch in den Kreislauf der Pflanze gelangen. Eine Pflanze funktioniert eigentlich wie eine Pumpe: die Stärke des Energiestroms, der durch die Pflanze fließt, hält sie aufrecht und sorgt dafür, dass sie sich weiter entwickeln kann.

    Querschnitt eines Stomas:

    Die Stomata regulieren den Gasaustausch und den Wasserhaushalt der Pflanze.

    ALLGEMEINE BESCHREIBUNG

    Über ihre zahlreichen Blätter fängt die Pflanze das Sonnenlicht auf.

    Cannabis ist eine einjährige krautartige Pflanze, die - mit Ausnahme von Wüsten- und Polargebieten - in jeder Klimazone gedeiht. Es handelt sich dabei um eine blühende Samenpflanze aus der Familie der Cannabacea (Hanfgewächse). Das Wurzelsystem besteht aus einer langen Pfahlwurzel, von der zahlreiche Seitenwurzeln abzweigen, die bis in eine Tiefe von 40 cm reichen können. Der oberirdische Teil der Pflanze besteht - ähnlich dem Wurzelsystem - aus einem dicken Stängel, aus dem einige wenige Seitenäste herauswachsen. Die Blätter sind je nach dem Alter der Pflanze unterschiedlich geformt. Die ersten echten Blätter sind einfingerig, während sich die Blätter ausgewachsener Pflanzen aus neun und mitunter sogar aus elf Blattfingern zusammensetzen. Das Aussehen der Pflanze kann entsprechend der verschiedenen Klimas und der verschiedenen Lichtzyklen unseres Planeten variieren.

    Jedoch wurde festgestellt und anerkannt, dass es nur eine einzige botanische Gattung gibt: Cannabis Sativa L. (Hanf). Russische Wissenschaftler aus den 30iger Jahren haben die verschiedenen Pflanzen vor Ort untersucht und festgestellt, dass es drei verschiedene Hauptpflanzenarten der Gattung Cannabis Sativa L. gibt.

    Cannabis sativa (Nutzhanf)

    Cannabis sativa ist eine ziemlich große Pflanze. Sie wird zwischen 1,5 und 5,5 Meter hoch und ist nicht sehr belaubt (Lichteinfall bis zum Boden). Die Pflanze bildet Samen mit glatter Oberfläche ohne Scheckung oder Marmorierung und sehr lange, schmale Blätter. Die Blüte verläuft langsam und wird auch von der Hell-/Dunkelphase bzw. der so genannten Photoperiode kaum beeinflusst. Die Pflanze wächst südlich des 30. Breitengrades. Sie ist unter anderem in Mexiko, Kolumbien, Thailand, Indien und Nigerien heimisch. Von Sativas werden zumeist die (getrockneten) Blätter (Marihuana) konsumiert. Im Vergleich zu den anderen Arten fühlt man sich beim Rauchen von Sativas etwas mehr ’high’ als ’stoned’, das heißt, dass sie eher belebend, aufbauend und stimulierend als entspannend oder betäubend wirken. Dies wird zum größten Teil durch das darin enthaltene THC und zu einem geringeren Teil durch das Cannabinoid CBN - beides Hauptinhaltsstoffe von Cannabis - bewirkt. Es bringt daher nichts, diese Art anzubauen, wenn man sich die betäubenden Eigenschaften von Cannabis zunutze machen möchte. Der Anwender muss für sich selbst entscheiden, welches Produkt für ihn am besten ist.

    Die weiblichen Blütenstände von Sativas weisen eine länglichschmale, grazile Form auf.

    Cannabis sativa hat schmale hellgrüne Blätter und biegsame Äste.

    Cannabis indica (Indischer Hanf)

    Diese Pflanze ist kleiner (1,2 bis 2,5 m) und zeigt einen dichteren, mitunter sogar sehr buschigen Wuchs. Ihre Blätter sind abgerundeter als die von Sativa-Pflanzen. Die Samen sind glatt und von einer marmorierten Schale umgeben. Die Blüte verläuft sehr rasch: Sie dauert zwischen 50 und 70 Tage. Die Pflanze wächst in 30° nördlicher Breite unter anderem in Marokko, Afghanistan, Pakistan, im Libanon und sogar in Nepal. Indicas bilden sehr harzreiche und kompakte Blüten, aus denen das Harz zur Herstellung von Haschisch gewonnen wird. Diese Art bewirkt ein eher schweres und lähmendes High. Dies kommt durch den ziemlich hohen CBN-Gehalt dieser Pflanze. CBN ist darin in gleichem, wenn nicht gar höherem Maß als THC enthalten. Die schmerzbetäubende und entspannende Wirkung der Pflanze Cannabis Indica hat dazu beigetragen, dass diese sich zur Wahlpflanze im Rahmen des therapeutischen Konsums entwickelt hat.

    Cannabis indica hat breite Blätter, die eine dunkelgrüne Farbe aufweisen, und ziemlich steife Äste. Die Blüten sind größer und kompakter.

    Cannabis ruderalis (Ruderalhanf)

    Diese sehr kleine (30 bis 60 cm große) Pflanze ist ziemlich dicht belaubt. Die Blüte dieser Pflanze setzt früh ein und verläuft sehr rasch, da diese Art nördlich des 30. Breitengrades wächst und ihr dadurch nur wenig Zeit bleibt, sich bis zum Einbruch des Winters voll zu entwickeln. Diese Art enthält nur geringe psychotrophe Substanzen. Das genetische Material dieser Art wird zum Einkreuzen in Pflanzen mit einer langen Blütephase (Sativas) verwendet, so dass früh blühende Hybriden entstehen, die auch in gemäßigten Breiten noch vor Wintereinbruch erntereif werden. Eine genaue Typologie einer Pflanze wie Cannabis zu erstellen, bringt jedoch angesichts der heutigen Sortenvielfalt nicht viel. Diese ist das Ergebnis zahlreicher Kreuzungen zwischen den drei Grundarten, wodurch verschiedene Sorten mit sehr unterschiedlichen Merkmalen in Bezug auf frühe Reife, Blütezeit, Ertrag, potentielle psychotrophe bzw. medizinische Eigenschaften sowie Resistenz gegen Krankheiten entstanden sind.

    Kreuzungen

    Heutzutage werden aus den drei oben beschriebenen Hauptarten, verschiedene Hybride gezüchtet. Diese, aus unterschiedlichen genetischer und geographischer Abstammung, gezüchteten Hybriden besitzen eine stärkere Leistungsfähigkeit als die genannten reinen (puren) Arten (Heterosis-Effekt). Sehr oft eignen sich diese Pflanzen sehr gut für den Innenanbau, da die Auswahl und die Kreuzung dieser Pflanzen unter gleichartigen Bedingungen erfolgen. Ein Außenanbau ist in den meisten Fällen auch möglich, da die Pflanze meistens vor dem Winter erntereif ist. Die Züchtung von Hybriden ermöglicht es, einen interessanten Geschmack mit einer kräftigen Wirkung zu kombinieren und dabei eine vernünftige Blütezeit zu erhalten.

    Anmerkung

    Während der 60er- und 70er-Jahre wurde das genetische Material von Cannabispflanzen von Anwendern und Züchtern unkontrolliert auf der ganzen Welt verbreitet, wodurch es heute sehr schwierig ist, einen Nichthybriden dieser Pflanze zu finden.

    Sativas und Indicas werden unter gleichen Anbaubedingungen gezüchtet.

    Die bekanntesten Kreuzungen sind:

    • The Pure (original Skunk#1) + The Flying Dutchmen.

    Mexikanisch, Kolumbianisch und Afghanisch.

    Mitte der 70er Jahre in den USA entwickelt und in den 80er Jahren in Holland verbessert. Diese Pflanze hat einen sehr starken Geruch – daher auch ihr Name Skunk, welcher auf Englisch Stinktier bedeutet. Diese Pflanze ist ein gutes Beispiel für Hybride, welche die starke Wirkung der cannabis sativa mit einer eher kurzen Blütezeit (50 bis 70 Tage) kombinieren. Sie ist für den Innenanbau geeignet, jedoch entwickelt sie sich am Besten in einem Gewächshaus.

    • AK47 + SeriousSeeds

    Kolumbianisch, Mexikanisch, Thailändisch und Afghanisch.

    Sie wurde Anfang der 90er in Holland entwickelt und bietet einen sehr starken „stone" und eine sehr gute Ernte. Sie ist besonders kräftig und eignet sich daher perfekt für Anfängerzüchter... Für den Innen- und Außenanbau.

    • Critical Mass + Mr Nice Seed bank

    Kreuzung zwischen einer Skunk#1 und einer afghanischen Pflanze.

    Mitte der 80er Jahre in Holland entwickelt unter den Namen Big Bud, wurde diese Hybride Ende der 90er Jahre in der Schweiz weiterentwickelt, um eine bessere und durchgängigere Kreuzung zu erreichen. Heute stellt diese Kreuzung, die meistverkaufte Pflanze des Marktes dar. Sie eignet sich nur für den Innenanbau, da sie im Freien, durch ihre dichten Blüten, zu schimmeln droht.

    • White Widow + Mr Nice Seed Bank

    Eine brasilianische Sativa gekreuzt mit einer Hybride Sativa / Indica aus Südindien.

    Eignet sich besonders für den Innenanbau – sehr harzig und kräftig.

    • Early Queen + MrNice

    Afghanisch, Südafrikanisch, Jamaikanisch, Panamaisch, Kolumbianisch und Mexikanisch.

    Die am Besten für den Außenanbau in unseren Regionen geeignete Kreuzung, da sie schon sehr früh Mitte August zu blühen beginnt. Sie wächst jedoch auch sehr gut in Innenräumen.

    • Original Haze + The Flying Dutchmen

    Kolumbianisch, Mexikanisch, Südindisch und Thailändisch.

    Während der 70ger Jahre in den USA entwickelt und in den 80ern in Holland verbessert, ist dies eine der besten Sativa Kreuzungen aus den 70er Jahren. Diese pure Sative Kreuzung bietet eine anregende und antidepressive Wirkung. Im Gewächshaus oder in Äquatorregionen.

    • Super Silver Haze + Mr Nice Seed Bank

    Kolumbianisch, Mexikanisch, Thailändisch und Afghanisch.

    Eine Kreuzung der drei bekanntesten Pflanzenkulturen: Northern Lights#5, Skunk#1 und Haze. Es handelt sich um eine Hybride mit Sativa Dominanz, die sich sehr für den Innenanbau eignet. Die kräftige Wirkung der Pure Haze wurde beibehalten und die Blütezeit beträgt 70 Tage, was einen angemessenen Rahmen für Innenraumzüchter darstellt. Sehr für den Innenanbau (Gewächshaus) geeignet oder für den Außenanbau im Süden Europas.

    DIE FORTPFLANZUNG BEI CANNABIS

    Die wohl wichtigste Eigenschaft von Cannabis aus botanischer Sicht ist, dass sie eine zweihäusige Pflanze ist. Das heißt, dass es männliche und weibliche Cannabispflanzen gibt; Gelegentlich kommen aber auch hermaphrodite (zwittrige) Pflanzen vor.

    Eine männliche Pflanze zu Beginn der Blütephase.

    Männliche Pflanze

    Sobald die Pflanze ausgewachsen ist, bekommt sie überall zerstreute Blüten, die traubenförmig nach unten wachsen. Wenn es soweit ist, öffnen sich die männlichen Blüten und geben ihren Pollen frei, um die weiblichen Pflanzen zu befruchten, indem sie die Stempel bestäuben. Während des Wachstums der Pflanzen, sind die männlichen fast nicht von den weiblichen Pflanzen zu unterscheiden. Glücklicherweise ist die Blütezeit der männlichen Pflanzen kürzer als die der weiblichen und man kann sie daher, sobald sie blühen, aus der Kultur entnehmen bevor es zur Befruchtung von weiblichen Blüten kommen kann: generell blühen die männlichen Pflanzen 7 bis 10 Tage vor gleichartigen weiblichen Pflanzen.

    Die männlichen Blütenanlagen sehen wie Glöckchen aus und wachsen in Trauben.

    Die weiblichen Blütenanlagen bestehen aus einer Reihe von Blütenkelchen, aus denen zumeist weiße Narbengriffel (kleine Fäden) herausragen.

    Weibliche Pflanze

    Sobald die weibliche Pflanze ausgewachsen ist, bekommt sie ebenfalls traubenförmige Blüten, jedoch als Kelch-und Stempelbündel. Jeder Blütenkelch enthält eine Samenanlage, welche durch den Kontakt mit Pollen befruchtet wird. Wenn eine männliche Pflanze ihren Pollen freisetzt, lässt sich dieser am Stempel der weiblichen Pflanze nieder, um von dort über den Kelch zur Samenanlage zu gelangen. Dort entstehen die Samen im Falle einer Befruchtung. Ein Samen ist daher das Produkt der Kreuzung zwischen einer männlichen und einer weiblichen Pflanze. Wenn die zwei Pflanzen, zwei verschiedene pure Pflanzenarten sind oder stabile Hybriden, dann besteht das genetische Profil der aus den Samen gewonnen Jungpflanzen zu 50% der weiblichen Pflanze und zu 50% der männlichen. Derartige Kreuzungen werden Hybride genannt. Diese sind auch die meistverkauften Pflanzen, die von den Cannabissamenverkäufern angeboten werden, da sie weit kräftiger als die genannten puren Arten sind.

    Anmerkung

    Da weibliche Pflanzen wesentlich THC-reicher sind als männliche, werden meistens nur die weiblichen Pflanzen zur Gewinnung von Marihuana verwendet.

    Beispiel einer weiblichen Pflanze.

    Hermaphroditen / Zwitterpflanzen

    Es können jedoch genetische Fehler auftreten und eine Pflanze kann die Merkmale beider Geschlechter erben. Diese Pflanzen werden einhäusig oder Zwitterpflanzen genannt.

    Anmerkung

    Es wird vermutet, dass zwischen dem Stress, dem eine Pflanze ausgesetzt ist, und der Zwitterbildung ein Zusammenhang besteht. Bestimmte Sorten, so auch eine thailändische Sorte, sind von Natur aus hermaphrodit.

    Eine Cannabispflanze kann mehr oder weniger „hermaphroditisch" sein:

    - Pflanzen deren Blüten in der Mehrzahl weiblich sind und auf denen man nur am Ende der Blütezeit ein Paar männliche Blüten feststellt, können ihre weiblichen Blüten nicht befruchten. Diese Pflanzen können beibehalten werden, wenn sie es wirklich wert sind (therapeutische oder psychotropische Wirkung). Man sollte sie jedoch nicht für Kreuzungen benutzen, da eine Zwitterpflanze ihre „gestörte Sexualität" auf die nächsten Generationen überträgt.

    - Pflanzen, die eine gleiche Menge an männlichen und weiblichen Blüten aufweisen, sollten unbedingt entsorgt werden. Ziel ist es, derartige Pflanzen vor der Blütezeit zu identifizieren, damit diese die anderen weiblichen Pflanzen nicht mit ihrem Pollen bestäuben und befruchten können.

    - Pflanzen deren Blüten in der Mehrzahl männlich sind und nur vereinzelt weibliche Blüten aufweisen, sollten wie die männliche Pflanzen behandelt werden und so schnell wie möglich entfernt werden.

    Einige pure Sativa-Arten, wie z.B. die thailändische oder einige afrikanische Pflanzen, sind genetisch vorbestimmt, „hermaphroditisch zu werden. Andere Pflanzen wiederum, bringen ihre Zwitterhaftigkeit nur unter Stressbedingungen an den Tag: Hitze, Wassermangel, zuviel Dünger, erratische Lichtzyklen.… Diese Stressanzeichen drücken sich besonders im Innenanbau aus. Diese werden mit großer Wahrscheinlichkeit durch den eher brutalen Übergang von 12 Stunden Licht zu 12 Stunden „Nacht hervorgerufen – dieser Übergang ist in einem natürlichen Umfeld, d.h. im Außenanbau natürlich viel langsamer.

    Beispiele für hermaphrodite Pflanzen

    DIE SINSEMILLA

    Obwohl es sehr einfach ist, Samen selber zu züchten, indem man einfach eine oder mehrere männliche Pflanzen in der Kultur belässt, raten wir sehr davon ab: Samen von sehr guter Qualität zu züchten ist nicht so einfach, wie es scheint. Dafür raten wir eher „sinsemilla" zu züchten (siehe das bis jetzt einzige Buch über dieses Thema: RC Clarke, „Marijuana Botany", 1981. Dieses Buch erläutert präzise die Umstände einer derartigen Züchtung).

    Das Wort „Sinsemilla stammt vom Spanischen und bedeutet „ohne Samen. Es ist das Ergebnis einer Cannabiskultur, von welcher man die männlichen Pflanzen entfernt hat bevor sie zur Bestäubung fähig sind: die weiblichen Blüten können daher nicht befruchtet werden.

    Der Prozess der Fortpflanzung wurde gestoppt und die Pflanze konzentriert sich ausschließlich auf die Entwicklung ihrer weiblichen Blüten - ohne Samen entwickeln zu können.

    Die Vorteile sind eindeutig: die Ernte ist ergiebiger und man vermeidet eine anstrengende Sortierung bei dem Konsum des Endproduktes.

    Die Blüten der Sinsemilla sind mit Harz überzogen und verströmen einen starken Geruch.

    DIE PHOTOPERIODE

    Die Photoperiode stellt einen der Schlüsselbegriffe beim Anbau von Cannabis dar. Sie ist zweifellos einer der wichtigsten Faktoren, der das Blühverhalten der Pflanzen beeinflusst.

    In der Natur folgt das Wachstum der Cannabispflanze dem Zyklus der Jahreszeiten. Dabei passt sich die Pflanze gewissen Veränderungen an. Aber woher weiß die Pflanze, wann es Zeit zum Keimen, zum Wachsen oder zum Blühen ist?

    Ganz einfach: Die Pflanze reagiert auf verschiedene Umgebungsfaktoren, wie Wärme und Luftfeuchtigkeit. Für den Übergang von der Wachstumszur Blütephase ist die Photoperiode von entscheidender Bedeutung, wobei vor allem das Verhältnis zwischen der

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