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ROMANTRUHE-SF - Galaktische Abenteuer 3: Fühler der Ewigkeit

ROMANTRUHE-SF - Galaktische Abenteuer 3: Fühler der Ewigkeit

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ROMANTRUHE-SF - Galaktische Abenteuer 3: Fühler der Ewigkeit

Länge:
119 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Feb 2, 2018
ISBN:
9783864733932
Format:
Buch

Beschreibung

Er war einen Moment lang konfus. Alles andere als angenehm, war das gerade Erlebte doch auf irgendeine Art faszinierend gewesen. O'Donnell beschloss, das Netz aufzubewahren und steckte es vorsichtig in eine Tasche seiner Kombination. Das Geräusch staksiger, näherkommender Schritte erinnerte ihn eindringlich an seine Situation. Er glaubte schon zu lange gezögert zu haben, um noch eine Chance zu haben. Er wusste nicht, wieviele der dürren Fremden noch in seiner Nähe waren, und wieviele sich überhaupt an Bord des Schiffes befanden.

Immer noch fehlte der endgültige Beweis dafür, dass man ihn und seine beiden Begleiter an Bord eines Raumschiffes oder eines ähnlichen Körpers verschleppt hatte, doch O'Donnell zweifelte keinen Augenblick lang daran.

Er drückte sich so gut es ging an die glatte Wand des gekrümmten Ganges. Die aus unsichtbaren Quellen kommende seltsame Beleuchtung warf mannigfache Schatten, als die dürre Gestalt hinter der Gangbiegung sichtbar wurde.
Freigegeben:
Feb 2, 2018
ISBN:
9783864733932
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

ROMANTRUHE-SF - Galaktische Abenteuer 3 - Horst Hoffmann

ROMANTRUHE SF

Band 3

Science-Fiction-Serie

E-Book Edition

FÜHLER DER

EWIGKEIT

(Ein SF-Klassiker)

von

HORST HOFFMANN

IMPRESSUM

ROMANTRUHE - SF

SF-Klassiker und neue Romane

Herausgeber: ROMANTRUHE-Buchversand.

Cover: shutterstock.

Satz und Konvertierung:

ROMANTRUHE-BUCHVERSAND.

© 2017 Romantruhe.

Alle Rechte vorbehalten.

Die Personen und Begebenheiten der

Romanhandlung sind frei erfunden;

Ähnlichkeiten mit lebenden oder

verstorbenen Personen sowie mit tatsächlichen

Ereignissen sind unbeabsichtigt.

Abdruck, auch auszugsweise,

Vervielfältigung und Reproduktion sowie

Speichern auf digitalen Medien zum

Zwecke der Veräußerung sind untersagt.

Internet: www.romantruhe.de

Kontakt: info@romantruhe.de

Produced in Germany.

O’Donnell vergewisserte sich mit einem schnellen Blick, dass seine Begleiter noch bei ihm waren. Er sah die beiden Männer in ihrer in der Dunkelheit farblosen Kombination neben sich in der Deckung des Unterholzes liegen.

Für einen Moment schwand die Unsicherheit, die sich seiner bemächtigt hatte, seitdem die Primitiven mit dem Ritual begonnen hatten.

O’Donnell blickte wieder durch den Sucher der geräuschlos arbeitenden Infrarotkamera. Er sah den Kreis der immer noch in wilder Ekstase tanzenden Eingeborenen. Um sie herum saßen einige unbeteiligt wirkende Stammesgenossen mit gesenkten Köpfen, so, als seien sie in tiefe Meditation versunken.

Es war nicht die unheimlich wirkende Beleuchtung des großen Dorfplatzes, die auf ihm lastete und zeitweise Anflüge von Panik in ihm aufkommen ließ. Es war vielmehr der monotone Gesang, der Primitiven, der sich wie ein dunkler Vorhang vor sein Gehirn schob. O’Donnell wusste, dass seine Besorgnis unbegründet war. Er und seine beiden Begleiter lagen tief im dichten Unterholz um den freien Platz versteckt und hatten keine Entdeckung durch die Eingeborenen zu fürchten. Sie waren sicher. Und selbst, wenn die Eingeborenen auf sie aufmerksam werden sollten, so wären sie ohne weiteres in der Lage, einen Angriff zurückzuschlagen.

Es war etwas, wofür er keine Erklärung fand.

Neben ihm stöhnte ein Mann. Aus den Augenwinkeln sah der Leutnant, dass es Perley war, ein junger Kadett, der erst einen interstellaren Einsatz hinter sich hatte. Für ihn musste die Belastung besonders groß sein.

Die Tanzenden auf dem Platz gerieten in immer stärker werdende Ekstase. Die Umsitzenden rührten sich nicht. Sie schienen erstarrt zu sein.

Der größere der beiden Monde stand fast senkrecht über der Szenerie und tauchte die Umgebung in ein fahles Licht, das zusammen mit den überall entfachten kleinen Feuern eine gespenstische Beleuchtung ergab.

Und dann erstarb jegliches Geräusch auf dem Platz. Nur die Stimmen des umgebenden Waldes schoben sich ein wenig mehr in den Vordergrund.

Die drei Männer waren sofort hellwach. Einerseits schien ein Bann von ihnen zu fallen, andererseits jedoch starrten sie nun fasziniert auf das, was nun kommen würde.

Minuten stiller Spannung vergingen, und die Unruhe unter den drei Männern wuchs. Das Bild des Dorfplatzes glich einem zum Stehen gebrachten Film.

Die Eingeborenen warteten.

O’Donnell sah die Fremden erst, als sie inmitten des Kreises der Eingeborenen standen, die nun auf die Knie gesunken waren und ihre Köpfe zum Boden wandten.

Der junge, aber doch bereits erfahrene Leutnant wusste im ersten Augenblick, dass es keine Illusion war, der er zum Opfer gefallen war. Die Fremden waren real.

Er regulierte die Optik der Infrarotkamera, bis er ein optimal scharfes Bild hatte. Die Varioautomatik reagierte auf einen leisen Fingerkontakt und schaltete auf Teleoptik. O’Donnell sah die Fremden in Großaufnahme, und er spürte die Kälte seinen Rücken herabkriechen.

Sie hatten einen Kopf, zwei Arme und zwei Beine. Ihre Größe schätzte er auf knapp zwei Meter. Auf den ersten Blick hätte man sie für Menschen halten können.

Dann sah er ihre Köpfe. Sie hatten keine Gesichter im herkömmlichen Sinn. O’Donnell konnte weder Augen noch Mund oder Nase erkennen. Ihr Gesicht bestand aus einer einfachen ovalen Fläche, über die ein feingespanntes Netz gezogen zu sein schien.

Und doch fiel ihm etwas auf.

Die Fremden waren unglaublich dürr. Sie wirkten zerbrechlich und bewegten sich mit graziösen, ruckhaft wirkenden Schritten ihrer dünnen Beine auf den äußeren Ring der nun aus der Meditation aufgewachten Primitiven zu.

Die Kamera zeichnete jede ihrer Bewegungen auf. Sie registrierte, wie sich die Fremden in ihren irisierendes Licht ausstrahlenden Kombinationen zu den Eingeborenen hinabbeugten und eine Unterhaltung mit ihnen begannen.

So hatte es jedenfalls den Anschein. O’Donnell konnte keinerlei technische Hilfsmittel erkennen, mit Hilfe derer eine Kommunikation zwischen den beiden verschiedenen Gruppen von Wesen zustande gebracht werden konnte.

Einer der bisher schweigenden Primitiven erhob sich plötzlich und fuchtelte mit den Armen wild in der Gegend herum. Immer wieder deutete er in eine ganz bestimmte Richtung. Er schien sehr erregt zu sein.

Wieder spürte O’Donnell die Kälte in sich aufsteigen. Er kannte die Richtung, in die der ausgestreckte Arm des Eingeborenen wies, nur zu genau.

Der in lose herabhängende Felle gekleidete Alte wies dorthin, wo die FALCON stand, ihr Schiff.

0’Donneil stieß seinen Nebenmann an und bedeutete ihm mit einem knappen Nicken, dass die Zeit zum Aufbruch gekommen sei. Sie hatten es auf einmal sehr eilig.

Noch einmal sah er zurück zu dem erleuchteten Platz des Dorfes der Primitiven, und seine Füße versagten ihm den Dienst.

Fünf der Fremden kamen auf ihr Versteck zu. Ihre entschlossen wirkenden Schritte ließen keinen Zweifel an ihrer Absicht.

*

»Neun Uhr!«

Der Mann, der gerade eben die Uhrzeit herausgeprustet hatte, erhob sich aus seinem Sitz vor einem der Beobachtungsschirme, und nur die feste Verankerung der Sitzgelegenheit verhinderte, dass das Möbel in weitem Bogen durch den Raum geschleudert wurde.

Der Mann war ein mittlerer Riese an Gestalt, was in krassem Widerspruch zu seiner fast schon fistelnden Stimme stand. Er mochte gut und gern an die zwei Meter herankommen, und sein stattlicher Körperumfang sorgte dafür, dass auch das Gewicht stimmte.

Bei Major Kenneth Fogerty stimmte alles, mit Ausnahme seines Blutdruckes.

»Sind Sie nun zufrieden?« Er baute sich vor einem scheinbar unbeteiligt Herumstehenden in der Schiffszentrale auf und stemmte die Fäuste in die gerade noch erkennbaren Hüften. Als er keine Antwort bekam, lief sein stark gelichteter Schädeleine Spur dunkler an, und er wiederholte, wobei er mit dem linken Arm zum Bildschirm hin deutete:

»Ob Sie jetzt zufrieden sind, habe ich Sie gefragt!«

Der Angesprochene war einer jener Männer, die man auf der Erde gern als den kühlen, smarten und unnahbaren Typ des modernen Machers bezeichnete, jener Typ, der am Ende der zusammenlaufenden Fäden saß und in der stillen Zurückgezogenheit koordinierte.

Auch jetzt ließ er sich nicht auf die offene Provokation des Majors ein, wie schon so viele Male, seitdem sie zusammen von der Erde gestartet waren.

Lester C. Barrett war Funktionär des Interstellaren Sicherheitsdienstes und als solcher befugt, in gewissen Situationen Anweisungen an die Schiffsbesatzung zu geben, gegen die auch Fogerty als Chef des Einsatzkommandos nichts ausrichten konnte, selbst, wenn sie ihm noch so unsinnig und verrückt vorkamen.

Und das taten sie.

Major Fogerty konnte und wollte sich nicht beruhigen. Dass der Sicherheitsmann seine Fragen einfach ignorierte, trug nicht gerade dazu bei, seine ohnehin nicht vorhandene Sympathie für diesen zu steigern.

»Sie haben sie rausgeschickt! Drei Mann, lächerlich!« Fogerty kratzte sich mit der Rechten im lichten Haar und suchte mit verzweifelten Blicken Unterstützung bei der Besatzung der Zentrale, die jedoch teilweise mit den Routinearbeiten beschäftigt war und sich des Weiteren nicht mit einem Funktionär des ISD anlegen wollte.

Fogerty kannte solche Skrupel und Befürchtungen nicht. Er war einer jener legendären Männer, die in den vergangenen Jahrzehnten als Pioniere die Voraussetzungen für die Kolonisation der ersten Planeten geschaffen hatten.

Und zwar, einer von denen, die überlebt hatten.

Wenn Barrett verunsichert war, so zeigte er es nicht. Wortlos ging er zu einem der Schirme und beobachtete danach einen Oszillographen, der jedoch ebenso reglos blieb wie die Landschaft um das Schiff herum.

Von O’Donnell, Perley und Troche fehlte jede Spur. Kein Lebenszeichen, keine Energieortung, die darauf hingewiesen hätte, dass sie mit ihrem Beiboot gestartet waren. Keine Energieemission, die darauf hinwies, dass sie von ihren Waffen Gebrauch gemacht hatten.

Um zwei Uhr nachts - umgerechnet auf die Rotationsdauer des Planeten hätten sie zurück sein müssen. Das bedeutete, dass sie nunmehr sieben Stunden überfällig waren.

Selbst ein Schreibtischstratege, wie Barrett nicht nur von Fogerty genannt wurde, wusste, was das auf einer unbekannten Weit bedeutete.

Abrupt wandte der peinlich exakt gekleidete Mann sich von den Anzeigeinstrumenten ab und

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