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Texas-Fährte: Die großen Western von Heinz Squarra, #6

Texas-Fährte: Die großen Western von Heinz Squarra, #6

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Texas-Fährte: Die großen Western von Heinz Squarra, #6

Länge:
114 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
24. Apr. 2018
ISBN:
9781386336235
Format:
Buch

Beschreibung

Die Yankees haben in den letzten Wochen des Krieges ein Kommando Konförderierter auf einer alten Plantage in Louisiana ausgehoben. Dabei fielen ihnen zwanzig Mann, größtenteils tot, in die Hände. Einer fehlte – der Zahlmeister Norman Warran. Und mit ihm fünfzigtausend nagelneue Unionsdollar. Das jedenfalls ist die Auskunft der überlebenden Rebellen, zu denen auch ein Lieutenant gehörte.

Lange glaubte man, dass auch Warran bei den Kämpfen ums Leben kam, nur seine Leiche nicht gefunden wurde. Bis er eines Tages auftaucht und damit die unerbittliche Jagd auf ihn quer durch Texas begann, denn sein Kopf war fünftausend Dollar wert – tot oder lebendig. Und die Geldgier seiner Jäger kennt nach Beendigung des Krieges keine Grenzen …

Freigegeben:
24. Apr. 2018
ISBN:
9781386336235
Format:
Buch

Über den Autor


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Texas-Fährte - Heinz Squarra

Texaner-Fährte

Western von Heinz Squarra

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

Korrektorat: Kerstin Peschel

© dieser Ausgabe 2018 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappentext

Die Yankees haben in den letzten Wochen des Krieges ein Kommando Konförderierter auf einer alten Plantage in Louisiana ausgehoben. Dabei fielen ihnen zwanzig Mann, größtenteils tot, in die Hände. Einer fehlte – der Zahlmeister Norman Warran. Und mit ihm fünfzigtausend nagelneue Unionsdollar. Das jedenfalls ist die Auskunft der überlebenden Rebellen, zu denen auch ein Lieutenant gehörte.

Lange glaubte man, dass auch Warran bei den Kämpfen ums Leben kam, nur seine Leiche nicht gefunden wurde. Bis er eines Tages auftaucht und damit die unerbittliche Jagd auf ihn quer durch Texas begann, denn sein Kopf war fünftausend Dollar wert – tot oder lebendig. Und die Geldgier seiner Jäger kennt nach Beendigung des Krieges keine Grenzen ...

DAS ANGRIFFSSIGNAL des Hornisten schmetterte über den Schlachtenlärm.

In breiter Front sprengten die Blauröcke aus dem Gehölz. Ihr Ziel war das von Granattreffern schon reichlich ramponierte Herrenhaus der Plantage. „Wo ist das Geld?"

Lieutenant Elmar Gilmer, nach dem Tod des Captain nunmehr mit der Befehlsgewalt über die Reste der Abteilung der Konföderierten-Kavallerie ausgestattet, blickte den Sergeant scharf an.

„Hier, Sir."

Norman Warran wälzte sich zur Seite, während er unablässig aus dem Remington-Karabiner auf die Yankee-Angreifer feuerte. Die Blechkassette lag neben ihm.

„Sir, wir können die Plantage nicht halten!"

Ein Korporal richtete sich auf und schoss aus dem Fenster.

Gilmer sah selbst, dass er und seine paar verbliebenen Männer gegen die anstürmende Übermacht keine Chance besaßen.

„Raus hier!", gellte der Lieutenant.

Er folgte den Männern durch den Flur zur Rückseite. Während die Rebellen schon in das verwilderte Baumwollfeld flohen, verharrte Gilmer an der Hintertür.

„Warran, das Geld!"

Der Sergeant gab Gilmer im Vorbeihasten die Blechkassette.

Der Lieutenant schoss durch den Flur, weil die Yankees vorn bereits eindrangen. Er war ein großer, hagerer Mann mit weißblonden Haaren und hellgrauen Augen, entschlossen und furchtlos, aber doch längst überzeugt, dass sich der Krieg seinem Ende zuneigte.

Die Yankees sprengten um das Gemäuer und schossen auf alles, was sich bewegte.

Der Sergeant suchte Schutz im hohen Wald. Kugeln pfiffen an ihm vorbei und wirbelten da, wo sie den Sandboden trafen, kleine Fontänen auf. Projektile bohrten sich in die dürren Stämme der Kiefern.

Warran verließ den Pfad, der hinunter zum Sabine River führte. Äste peitschten ihm ins Gesicht, die Dornen im Unterholz wollten ihn festhalten und verursachten neue Risse in der verschlissenen graugrünen Uniform. Er sah den in der Sonne schimmernden Fluss.

Hinter Norman wummerten Schüsse durch den Wald.

„Da vorn rennt einer!", brüllte ein Verfolger.

Warran erreichte das Ufer und folgte der Strömung. Auf der anderen Seite, rund dreihundert Yards entfernt, lag Texas.

Ein Baumstamm trieb in der Strömung.

Norman schaute zurück. Ein Reiter, noch beträchtlich entfernt, erreichte eben den Ufersaum, legte das Gewehr an und schoss. Er erwiderte das Feuer aus seinem Revolver, ließ die Waffe fallen, sprang kopfüber in den Fluss und schwamm auf den treibenden Baum zu.

„Halt!", brüllte der Reiter. Erneut entlud sich sein Gewehr. Wasser spritzte in Normans Nähe auf. Er verdoppelte die Anstrengung. Schwer hing ihm die nasse Uniform am Körper. Aber er schaffte es, den entwurzelten Baum zu erreichen und das Geäst zu erklimmen.

Er wähnte sich gerettet, als ihn ein Schlag gegen die Brust traf.

„HALT! STEHENBLEIBEN!"

Schüsse wummerten über die verwahrlosten Felder in den angrenzenden Wald.

Die flüchtenden Konföderierten kannten sich auf der weitläufigen, verlassenen Plantage genauso wenig aus wie ihre Häscher. So suchten sie Deckung, da, wo Dickicht, wild wuchernde Baumwolle oder Mais möglichst dicht standen.

Elmar Gilmer verharrte im Gehölz und schaute zurück. Die Rufe und Schüsse kamen von überall.

„Eingekreist, murmelte er. „Hier kommen wir nicht mehr raus.

Er schaute auf die unansehnliche Blechkassette in der linken Hand. Vor ihm lag ein irgendwann vom Sturm entwurzelter Baum. Zu seinen Füßen klaffte ein Loch, über das Buschwerk wuchs. Er folgte mehr einer Eingebung, als er die Kassette hineinwarf. Danach durchbrach er das Gestrüpp.

„Stehenbleiben, ihr Höllenhunde!", brüllte eine barsche Stimme am Saum des Waldes.

Das Knattern von Schüssen wurde wieder lauter.

Elmar Gilmer sprang über den entwurzelten Baum. An der Waldgrenze sah er sich jäh drei Reitern gegenüber.

Die Gewehre der Männer zielten auf ihn. Sie grinsten.

„Ich glaube, jetzt haben wir den Anführer der Rebellen, Sir." Der alte Sergeant kratzte sich mit der im gelben Handschuh steckenden Hand an der Nase.

Gilmer hob unaufgefordert die Hände und merkte erst dabei, dass er den Colt, seine letzte Waffe, irgendwo verloren haben musste.

Die Gewehre sanken herab.

„Gehen Sie vor uns her, Lieutenant."

„Wohin?"

„Dahin zurück, von wo Sie mit dem Rest Ihrer Leute so eilig verschwanden."

Gilmer trat an den Reitern vorbei und folgte einem Karrenweg, der das verwilderte Baumwollfeld vom Mais trennte. Im Hof hinter dem demolierten Hauptgebäude der Plantage standen überall Soldaten in blauen Uniformen. Eine schwere Kanone wurde von sechs Pferden zu den größtenteils zerschossenen Nebengebäuden gezogen.

Im Haus wühlten Unionssoldaten herum.

Gilmer gesellte sich zu seinen Leuten.

Die drei Reiter, die ihn aufstöberten, hielten am Rand des Hofes, und der große Captain reckte sich in den Steigbügeln und zeigte grinsend seine Zufriedenheit über den Sieg.

„Wir dürften die letzten sein, Sir", flüsterte einer von Gilmers Männern am Zaun.

„Das fürchte ich auch."

Der Unionscaptain ritt herüber.

Mehrere Soldaten traten aus dem Haus. Einer schüttelte den Kopf.

„Nichts. Kein müder Dollar, Sir."

Der Captain wandte dem gefangenen Lieutenant das Gesicht zu.

„Wir suchen fünfzigtausend Dollar, Mister. Nagelneues Unionsgeld. Das muss hier irgendwo sein!"

„Unsere Kasse wurde vom Zahlmeister aufbewahrt", gab Gilmer zurück.

„Und der hatte sie auch bis zuletzt bei sich, bestätigte ein anderer Gefangener. „Als ich noch mal zurückschaute, wetzte er damit durch den Flur.

„Wer ist der Zahlmeister?"

„Sergeant Norman Warran, erklärte Lieutenant Gilmer. „Ich hab’ ihn nicht mehr gesehen.

„Wir suchen alles ab und tragen die Toten zusammen!", kommandierte der Captain.

Als es dunkelte, trugen die Yankeesoldaten den letzten Toten aus dem Maisfeld und legten ihn zu den anderen vor die Remise.

Die zuletzt angekommenen Männer schüttelten die Köpfe, als der Captain sie fragend anschaute.

„Lieutenant Gilmer, kommen Sie mit Ihren Männern mal her!"

Sie saßen hinten am Haus, bewacht von einem halben Dutzend Soldaten mit angeschlagenen Gewehren. Die Yankees traten zurück und ließen sie aufstehen, aber ihre drohende Haltung änderte sich nicht. Gilmer sah den Offizier zwischen anderen Blauuniformierten, die brennende Fackeln und Sturmlaternen in den Händen hielten.

„Sie dürfen sich ruhig schneller bewegen!", brüllte der Captain.

„Der ist wütend", flüsterte der Konföderierte hinter Gilmer. „Sie scheinen den Zaster nicht gefunden zu haben. Woher

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