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Endlich frei von Perfektionismus

Endlich frei von Perfektionismus

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Endlich frei von Perfektionismus

Länge:
239 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 17, 2016
ISBN:
9783775173339
Format:
Buch

Beschreibung

Das perfekte Auto, die Traum-Figur, der vollkommene Partner. Tagtäglich werden wir mit Bildern dieser scheinbaren Ideale konfrontiert. Doch durch die überhöhten Erwartungen an andere und uns selbst geraten wir schnell unter Druck. Zwar gibt es Bereiche, in denen fehlerfreies Handeln lebensnotwenig ist. Doch wenn wir den Wunsch nach Makellosigkeit und Perfektion auch auf die anderen Bereiche unseres Lebens übertragen, wird sie schnell zur Belastungsprobe. Cornelia Mack gibt Hilfestellungen, wie wir dem Zwang des Perfektionismus entkommen und das Leben auch unvollkommen genießen können.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 17, 2016
ISBN:
9783775173339
Format:
Buch

Über den Autor


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Endlich frei von Perfektionismus - Cornelia Mack

Endlich frei von Perfektionismus – Cornelia MackSCM | Stiftung Christliche Medien

Der SCM Verlag ist eine Gesellschaft der Stiftung Christliche Medien, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

ISBN 978-3-7751-7333-9 (E-Book)

ISBN 978-3-7751-5709-4 (lieferbare Buchausgabe)

Datenkonvertierung E-Book:

CPI books, Leck

1. Auflage 2016 (5. Gesamtauflage)

Dieses Buch ist eine komplette Neuüberarbeitung des 2006 unter dem gleichen

Titel erschienenen Buches.

© der deutschen Ausgabe 2016

SCM-Verlag GmbH & Co. KG · Max-Eyth-Straße 41 · 71088 Holzgerlingen

Internet: www.scmedien.de · E-Mail: info@scm-verlag.de

Soweit nicht anders angegeben, sind die Bibelverse

folgender Ausgabe entnommen:

Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe

in neuer Rechtschreibung, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Umschlaggestaltung: Kathrin Spiegelberg, Weil im Schönbuch

Titelbild: shutterstock.com

Satz: typoscript GmbH, Walddorfhäslach

INHALT

Über die Autorin

Vorwort

Einleitung

Teil 1 – Gefangen im Perfektionismus

Grundmuster des Perfektionismus

Erfolgs- und Leistungsdenken

Sehnsucht nach Fehlerlosigkeit

Entscheidungsschwäche und Aufschieberitis

Allmachtsfantasien und Größenwahn

Regeln

Kritiksucht

Kontrollzwang

Wut

Schuldgefühle und Selbstabwertung

Empfindlichkeit und Angst

Überlastung

Einsamkeit

Extreme Auswüchse des Perfektionismus

Angst vor dem Leben

Körperliche Krankheit

Schlampigkeit und Faulheit

Konzentrationsstörungen und Verlust der Kreativität

Burn-out und Depression

Tendenzen zur Sucht

Gestörter Körperbezug

Zwangsverhalten

Hilfe bei Zwangsstörungen

Zusammenfassung

Ursachen des Perfektionismus

Hohe Begabung, herausragende Fähigkeiten

Geschwisterposition Nummer 1

Strenge Erziehung

Religiöse Enge

Chaotische Erfahrungen in der Kindheit

Sehnsucht nach der ursprünglichen Idee Gottes

Teil 2 – Echtwerden

Kennzeichen einer reifen Persönlichkeit

Die Schattenseite

Selbsterkenntnis – ein Weg in die Freiheit

Echtheit verändert Beziehungen

Angst vor Ehrlichkeit?

Ganzheitlich leben dürfen

Die Freiheit der Unvollkommenen

Vom Tun zum Sein

Genießen dürfen

Mittelmäßigkeit zulassen

Fehler machen dürfen

Humor entdecken

Freiwerden von der Selbstdarstellung

Gemeinsamkeit als Bereicherung erleben

Andere loben können

Gaben entfalten

Teil 3 – Brücken in die Freiheit

Umbrüche als Chance

Freiwerden von der Selbsterlösung

Brutto oder netto?

Sich lieben lassen

Pharisäer oder Zöllner?

Selbstgerechtigkeit entlarven

Befreiung erfahren

Veränderung als Krise

Kindheitsprägungen entlarven und entmachten

Unterscheiden zwischen Sache und Person

Negativen Selbstbotschaften Einhalt gebieten

Neue Du-Botschaften

Liebe neu lernen

Erziehungstipps gegen Perfektionismus

Bedingungslose Liebe

Konfliktfähigkeit

Echtheit und Offenheit

Versöhnungsbereitschaft und Vergebung

Verantwortung lernen

Zusammenfassung

Teil 4 – Der Perfektionist Petrus und sein Weg in die Freiheit

Die Ausgangssituation

Ein neuer Anfang

Der Abstieg in den Schatten

Neustart mit Rückschau

Durchleuchtung des Charakters

Schmerz, Trauer und Reue

Neuer Auftrag

Verheißung

Anhang

Eine Theaterszene

Szene 1

Szene 2

Szene 3

Meditation: Wer bin ich?

Perfektionismus – Ein Selbsterforschungsfragebogen von Reinhold Ruthe

Literaturverzeichnis

Anmerkungen

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

ÜBER DIE AUTORIN

CORNELIA MACK, Jahrgang 1955, ist eine bekannte Referentin und Autorin. Sie hat Diplom-Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Psychiatrie studiert. Mit ihrem Mann, Prälat Ulrich Mack, hat sie vier erwachsene Kinder und wohnt in Filderstadt.

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

VORWORT

Alles muss perfekt sein – oder? »Selbstverständlich«, sagen die einen und die anderen meinen: »Bloß nicht.«

Wie würden Sie antworten? Ist Ihnen Perfektion sehr wichtig oder ärgern Sie sich darüber?

Klar, perfekt sein zu wollen, ist nicht grundsätzlich schlecht. Dies kann durchaus ein gesunder Aspekt des menschlichen Lebens sein.

•  Aber Perfektionismus hat eben zwei Seiten: Einerseits haben wir Sehnsucht nach Ordnung, Harmonie und Vollkommenheit. Andererseits kann dadurch großer Druck entstehen: Wir wollen alles richtig oder sogar perfekt machen, wir wollen den Erwartungen entsprechen. Das gehört doch schließlich zu einem gelingenden Leben dazu, oder?

Und wir haben auch Wünsche und Erwartungen an unsere Mitmenschen, an unser Leben oder sogar an Gott. Wenn sich diese Erwartungen dann aber nicht erfüllen, wenn das Leben so anders läuft oder sich Menschen anders verhalten, als wir uns wünschen, dann leiden wir. Dann kann uns die Kluft zwischen unserer perfektionistischen Erwartung und der Wirklichkeit das Leben schwer machen.

Hinter Perfektionismus steckt die Sehnsucht nach einem ge-lingenden Leben. Das ist nicht falsch.

Aber der Trugschluss lautet: Sobald ich alles fehlerfrei und vollkommen mache, ist das Leben super und macht Spaß und alle finden mich gut.

Doch unser Leben wird nicht perfekter, wenn wir allen inneren Antreibern gerecht werden. Im Gegenteil: Wir verfangen uns dabei möglicherweise in einem zwanghaften System.

Wir setzen andere mit unseren Erwartungen und Wünschen unter Druck. Oder wir tragen Selbstaufforderungen in uns, die lauten: Mach ja alles richtig, erlaube dir bloß keine Fehler, erwecke immer den besten Eindruck überall und zu jeder Zeit.

Um das zu erreichen, wird das Leben durchgetaktet, freie Zeit zum Genießen gibt es nicht, Fehler sind nicht erlaubt, Humor ist nur was für oberflächliche Menschen.

Man kann alles optimieren,

aber ob es dadurch besser wird,

ist eine ganz andere Frage.

Wie das Gefängnis des Perfektionismus aussieht, kenne ich aus persönlichem Erleben sehr gut. Aber ich weiß auch, dass und wie die Gefängnistüren geöffnet werden können.

Das Gegenbild zu Perfektionismus ist Barmherzigkeit. Barmherzigkeit mit sich selbst, mit anderen, mit dieser Welt.

Ja auch die Barmherzigkeit, mit der Gott uns begegnet und unser Leben unter ein ganz neues Licht stellt und neue Schwerpunkte setzt.

Nur so wird die tiefe Sehnsucht nach gelingendem Leben erfüllt. Ein Schlüssel dazu heißt Echtheit.

Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir ganzheitlicher. Wir müssen nicht dauernd an unserem perfekten Image polieren, sondern dürfen auch unsere Schattenseiten zeigen. Selbst dann noch bleiben wir wertvolle Menschen.

Wer das für sich entdeckt, wird aufatmen und in der Gegenwart ankommen können.

Ich betrachte in diesem Buch das Thema aus drei Blickwinkeln. Stellen Sie sich vor, Sie schauen aus der Vogelperspektive auf einen großen Fluss mit zwei Ufern.

•  Im ersten Kapitel beleuchte ich die eine Seite des Stromes, die Erscheinungsformen und auch extremen Auswüchse des Perfektionismus.

•  Im zweiten Kapitel die andere Seite des Stromes: ein erfülltes, gelassenes, ganzheitliches und echtes Leben.

•  Um von der einen auf die andere Seite zu kommen, braucht es Brücken. Diese beschreibe ich im dritten Kapitel.

•  Im vierten Kapitel wird der Weg in die Freiheit am Beispiel des Petrus veranschaulicht.

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen, dass sie nach der Lektüre ihr Leben befreiter, humorvoller und gelassener gestalten und genießen können.

Cornelia Mack

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

EINLEITUNG

Perfektionismus ist nicht nur schlecht. An vielen Stellen unseres persönlichen Lebens sind wir dankbar, wenn etwas perfekt läuft. Wenn die Kaffeemaschine funktioniert und das Auto anspringt, wenn wir Strom und Wasser haben und die Müllabfuhr kommt, dann freuen wir uns.

Wir sind dankbar, wenn es Menschen gibt, die sich ganz in eine Sache hineingeben und mit Perfektion etwas erledigen wollen und können. Und wir sind entspannt oder atmen auf, wenn gesellschaftliche Abläufe sich gut für das Miteinander gestalten. Daran leiden wir nicht, sondern das tut uns gut. Denn es hilft, dass manches im Leben reibungslos oder spannungsfrei verläuft.

Aber es gibt eben auch die andere Seite, die uns unter Druck setzt. In der westlichen Welt wird Perfektionierung in vielen Bereichen erwartet. Selbstkontrolle und Selbstdisziplin gehören zu den Mindeststandards im persönlichen Bereich. Wir sollen unsere Termine und Verpflichtungen einhalten, unseren Beruf verantwortungsvoll ausüben und gleichzeitig ein hohes Maß an Flexibilität zeigen. Außerdem sollen wir soziale Kompetenz beweisen, ehrenamtliches Engagement ist gefragt und wird erwartet. Dieser Perfektionierungswahn setzt uns unter Druck und vermittelt uns bei Nichterreichen der Standards ein permanentes Gefühl der Unvollkommenheit oder Minderwertigkeit. Denn dahinter steckt der Gedanke, dass der Wert eines Menschen sich an der Perfektion seines Lebensstils, seiner Wirkung, seiner Karriere, seines Besitzes, seines Internetprofils oder seines Aus-sehens misst.

Gerade im Internetzeitalter hängt das eigene Wertgefühl ganz stark von der Anerkennung in sozialen Netzwerken ab. Je mehr »Likes«, je mehr Aufmerksamkeit, desto besser, desto geliebter, desto wertvoller bin ich.

Und dazu kommen noch das perfekte Auto, die Traumfigur, die ideale Erziehung, der Top-Urlaub, der perfekte Partner, die geniale Beziehung, der Spitzenjob.

Mit solchen Ansprüchen werden wir täglich im Internet, Fernsehen, in Zeitungen oder in persönlichen Begegnungen konfrontiert. Wer all dem gerecht werden will, merkt schnell, wie schwer das ist und wie schnell man an einem oder mehreren dieser Ziele scheitert.

Sobald wir den Idealen nicht entsprechen können, fühlen wir uns schnell wertlos oder minderwertig.

Deshalb setzen sich viele Menschen selbst unter Druck oder lassen sich unter Druck setzen und geraten mehr und mehr in die Fänge des Perfektionismus. Entweder weil sie selbst vom perfektionistischen Denken und Handeln getrieben werden oder weil sie mit einem Perfektionisten zusammenleben oder -arbeiten. Dann werden sie ständig mit hohen Erwartungen konfrontiert und fühlen sich bei Scheitern minderwertig.

Dennoch: Perfektion ist nicht grundsätzlich schlecht. In bestimmten Bereichen unserer Gesellschaft ist sie sogar sehr wichtig: In der Medizin brauchen wir Menschen, die mit Perfektion arbeiten und entsprechende Ergebnisse erzielen können. Wenn wir uns einer Operation unterziehen müssen, wären wir wohl sehr erschrocken, wenn der Arzt sagen würde, zu 80 % könnte er das gewünschte Ergebnis erzielen.

Wenn wir unser Auto in die Werkstatt bringen, wollen wir, dass die Bremsen danach hundertprozentig arbeiten und nicht nur zu 75 %. Dazu braucht es Menschen, die wissen, wie man ein 100%iges Ziel erreicht. Diese Beispiele gelten für ganz viele Bereiche unserer Gesellschaft: für Landwirtschaft, Industrie, Politik, Pharmazie, Rechtswissenschaften, Medizin, Forschung usw.

Aus dieser Perspektive gesehen ist Perfektion gut und wichtig und wir können froh sein, wenn wir Menschen haben, die durch ihre persönlichen Fähigkeiten und Begabungen diesen Zielen gerecht werden können. Solche Menschen sind aber oft in Gefahr, nicht nur in bestimmten, sondern in allen Bereichen ihres Lebens perfekt sein oder werden zu wollen, und belasten damit sich selber und ihre Mitmenschen.

Sie geraten in das Hamsterrad von Leistung und Erfolg. Sobald das Rad nicht mehr läuft, sehen sie keinen Sinn mehr und fühlen sich wertlos oder empfinden sich als gescheitert.

Im schlimmsten Fall werden sie – wenn sie nicht das richtige Maß finden zwischen Begabung und Begrenzung – vollkommen geknechtet von den perfektionistischen Zielen.

Doch das muss nicht sein.

Es gibt Wege aus dem Gefängnis des Perfektionismus heraus.

Dazu ist es aber gut, den Perfektionismus etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

•  Wie gestaltet er sich?

•  Was sind die Konsequenzen?

•  Woher kommt er?

•  Was sind die Ursachen?

•  Was ist die Alternative zum Perfektionismus?

•  Wie komme ich heraus aus dem Hamsterrad?

•  Wie sieht befreites Leben aus?

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

TEIL 1

GEFANGEN IM PERFEKTIONISMUS

Sind Sie perfekt? Wenn Sie direkt gefragt werden, werden Sie vermutlich mit »Nein« antworten. Bei der nächsten Frage sieht die Antwort vielleicht anders aus: Wollen Sie – zumindest heimlich – gerne ein

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