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Sophienlust 370 – Familienroman: Kinderseelen weinen still

Bewertung:
128 Seiten1 Stunde

Zusammenfassung

Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren: Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.

"Ah, Schwester Regine", sagte Heidi Holsten verschlafen. "Weshalb bist du schon auf?"


"Weil es bereits halb zehn ist, du kleine Schlafmütze", erwiderte die junge blonde Frau lachend.


"Was – halb zehn? So spät?" Mit einem Ruck setzte Heidi sich in ihrem Bett auf und rieb sich die Augen. "Sind die anderen schon in der Schule?"


"Ja, natürlich. Hermann hat sie zur gewohnten Zeit mit dem Schulbus hingebracht."


"Warum hat mich denn niemand geweckt?", fragte Heidi gähnend.


"Ich hielt es für besser, dich ausschlafen zu lassen. Schließlich ist es gestern spät geworden. Die anderen mussten wegen der Schule rechtzeitig aus den Federn, aber du bist ja noch nicht schulpflichtig. Jetzt wird es aber doch auch für dich allmählich Zeit aufzustehen. Möchtest du zum Frühstück Milch oder Kakao?"


"Am liebsten gar nichts. Ich bin noch von gestern Abend satt", gestand das Kind, während ihm Regine Nielsen bei der Morgentoilette behilflich war. Bald war Heidi gewaschen und angezogen, und ihre lockigen hellblonden Haare waren zu einem Pferdeschwänzchen gebändigt.


"Das war gestern Abend ein wunderschönes Fest", plauderte das kleine Mädchen drauflos. "Alle waren so lustig. Komisch ist nur, dass ich mich überhaupt nicht erinnern kann, wie das Fest aufgehört hat."


"Dir sind schon vorher die Augen zugefallen", sagte die Kinderschwester. "Nick hat dich dann in dein Zimmer getragen, und ich habe dich zu Bett gebracht."


"Ach so. Schade, ich wäre sehr gern bis zum Schluss dabei gewesen."


"Du hast nichts versäumt. Unsere Gäste haben sich wenig später verabschiedet. Sie lassen dich alle schön grüßen."


Heidi nickte gedankenvoll. Hinter ihrer kleinen, runden Stirn schien es zu

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