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Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 34: Der Tag des zweiten Falken

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 34: Der Tag des zweiten Falken

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Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 34: Der Tag des zweiten Falken

Länge:
143 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
3. Mai 2018
ISBN:
9781386897576
Format:
Buch

Beschreibung

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 34: Der Tag des zweiten Falken

Sir Morgan of Launceston, der Löwenritter mit dem roten, steigenden Löwen auf dem Wappenrock, ist in geheimer Mission in Cornwall unterwegs und auf dem Weg zu einem Treffpunkt mit seinen Gefährten, als ihm ein paar Burschen in einer Herberge auflauern. Sie können ihn nicht aufhalten, und auf seiner abenteuerlichen Wanderung, die viele Gefahren birgt, entdeckt Sir Morgan einen ungewöhnlich großen Falken, der ihn anzugreifen scheint. Doch schon bald muss er erkennen, dass es sich bei diesem Falken offenbar um das Gegenstück des Greifvogels handelt, der Meraud so treue Dienste leistete. Niemand hat ihn zuvor zu Gesicht bekommen. Gerüchten zufolge gehört er allerdings dem geheimnisumwehten Myrddin …

Freigegeben:
3. Mai 2018
ISBN:
9781386897576
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 34 - Tomos Forrest

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter # Band 34: Der Tag des zweiten Falken

TOMOS FORREST

ZYKLUS: DIE REBELLEN von Cornwall, Band 21

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

© Titelbild: Nach einem Motiv von Carl Friedrich Lessing, 2018

Lektorat: Kerstin Peschel

Ceated by Thomas Ostwald, Alfred Bekker und Jörg Martin Munsonius

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappentext:

Sir Morgan of Launceston , der Löwenritter mit dem roten, steigenden Löwen auf dem Wappenrock, ist in geheimer Mission in Cornwall unterwegs und auf dem Weg zu einem Treffpunkt mit seinen Gefährten, als ihm ein paar Burschen in einer Herberge auflauern. Sie können ihn nicht aufhalten, und auf seiner abenteuerlichen Wanderung, die viele Gefahren birgt, entdeckt Sir Morgan einen ungewöhnlich großen Falken, der ihn anzugreifen scheint. Doch schon bald muss er erkennen, dass es sich bei diesem Falken offenbar um das Gegenstück des Greifvogels handelt, der Meraud so treue Dienste leistete. Niemand hat ihn zuvor zu Gesicht bekommen. Gerüchten zufolge gehört er allerdings dem geheimnisumwehten Myrddin ...

1.

Morgans Stimmung hatte ihren absoluten Tiefpunkt erreicht. Der Dauerregen durchnässte ihn bis auf die Haut, der kalte Wind ließ ihn zusätzlich frösteln, und auf dem vollkommen aufgeweichten Weg sackte er bis über die Knöchel ein. Gerade hatte er seinen rechten Fuß wieder mit einem schmatzenden Geräusch aus den Schlammmassen befreit, als er feststellen musste, dass sein Schuh in dem zähen Schlamm stecken geblieben war. Er balancierte auf einem Bein, angelte den Schuh heraus und zog ihn sich erneut über den Fuß, um gleich darauf laut fluchend weiterzuhumpeln.

Der Schuh war nicht nur vom Schlamm verklebt und schwer geworden – Wasser war durch das Leder eingedrungen und hatte eine dünne, nasse Schicht hinterlassen. Außerdem störte ihn schon seit längerer Zeit das auf den Rücken geschnürte Bündel, das sich gelockert hatte und ihm auf den letzten Metern regelmäßig gegen die Kniekehlen geschlagen hatte.

Endlich fand er Halt an einem Baum, der seine Äste am Rande der alten Fernhandelsstraße schützend ausstreckte. Der Löwenritter suchte unter dem natürlichen Baldachin Schutz, lehnte sich erschöpft gegen den Stamm und verfluchte seine gesamte Umwelt. Nun hatte er das Bündel vom Rücken gelöst und warf es achtlos auf den nassen Boden, kontrollierte den Sitz seiner Schuhe und blickte irritiert zwischen die gut fünfzig Meter entfernten Bäume, bei denen sich ein kleines Licht abzeichnete.

Was mochte das sein? Ein Irrlicht, das über eine Moorfläche huschte und ihn in den tiefen Morast locken wollte? ‚Bei meinem Glück wird es ein Lager des Sheriffs von Cornwall sein‘, schoss es ihm durch den Kopf. ‚Aber das ist jetzt auch egal. Dort sind Menschen, es gibt ein Feuer, und wahrscheinlich auch etwas zu essen!‘

Mit diesem Gedanken bewegte sich Morgan zügig auf das Licht zu und erkannte nach wenigen Metern, dass es sich offenbar um ein Haus handelte, aus dem das warme Licht leuchtete. Dann sah er es deutlich vor sich, und wollte doch seinen Augen nicht trauen. Gab es hier wirklich eine Herberge? Spielte ihm das Schicksal einen Streich und lockte es ihn mit einem Trugbild in die Irre – oder hatte er wirklich in der Einsamkeit dieser Gegend die einzige Herberge im Umkreis von einhundert Meilen entdeckt?

Morgan war an einem Punkt, wo er selbst dann in das Haus eingetreten wäre, wenn er durch das kleine Fenster Sir Struan of Rosenannon erblickt hätte, zusammen mit den Häschern, die ihn nun schon zwei Tage lang verfolgt hatten.

Doch seine ausgestreckte Hand verharrte noch für einen Moment auf dem Türgriff, bevor er ihn entschlossen herunterdrückte und die Tür aufstieß. Ein warmer Dunst nach abgestandenem Bier, kaltem Fleisch und dazu die Ausdünstungen der Männer, die hier beisammensaßen, schlugen ihm entgegen. Rasch drückte er die Tür hinter sich wieder zu, denn mit ihm kam ein Wasserschwall in den Raum, der ihn noch einmal erschauern ließ.

Von den Anwesenden nahm kaum einer Notiz von ihm. Offenbar waren es alles Bauern aus der Umgebung, die von einem Markt in ihre Dörfer zurückkehrten und von dem Unwetter überrascht wurden. Ein runder, gemütlich aussehender Wirt hinter dem Schanktisch nickte ihm freundlich zu, und Morgan steuerte eine freie Bank im hinteren Bereich des Raumes an, um die Tür im Auge zu behalten. Erleichtert nahm er Platz und registrierte erfreut, dass der Wirt sofort ein angewärmtes Gewürzbier in einem prächtigen Humpen herbeibrachte und vor ihm abstellte.

„Das ist gut, Wirt, du erkennst mit einem Blick, was ein Gast bei diesem Wetter benötigt!"

Mit diesen Worten ergriff Morgan den Humpen, nickte dem Wirt zu und nahm einen kräftigen Schluck. Das warme Bier mit den starken Gewürzen erfüllte sofort seinen Zweck. Ein wohliger Schauer zog über seinen Rücken, kaum, dass er die Flüssigkeit probiert hatte. Noch ein weiterer Schluck, und ihm wurde angenehm warm in der Magengegend, als sich das Gewürzbier ausbreitete.

„Fleisch und Porridge kann ich bieten!", sagte der Wirt mit halblauter Stimme so, als müsste Morgan nur mit den Fingern schnippen, um das Gewünschte zu erhalten. Es schien alles auf ihn zu warten.

„Nur Fleisch, ein dickes Stück!, antwortete Morgan und lehnte sich zurück an die Lehmwand der Herberge. „Und möglichst schnell, Wirt, ehe ich vor Hunger sterbe!

Der Mann nickte verständnisvoll und war hinter seinem Tisch verschwunden, um das Gewünschte herbeizuschaffen.

Morgans Augen wanderten von einem Gast zum anderen. Die Männer hatten längst das Interesse an ihm verloren, denn sein Äußeres bot wenig Bemerkenswertes. Seine einfache Kleidung war durchnässt, und die Spuren von verklebtem Harz, vermischt mit Tannennadeln und Blättern, machten jedem deutlich, dass er in den letzten Tagen im Freien übernachtet hatte. Er wirkte wie ein ärmlicher Herumtreiber, der auf den Burgen nicht gern gesehen war und bei den Bauern für einen Tag Arbeit höchstens eine warme Mahlzeit erhalten würde. Solche Menschen waren zu alltäglich, um noch Aufmerksamkeit zu erregen.

Als er seine Fleischportion vertilgt hatte und einen weiteren Humpen Bier bestellte, beugte sich die Schankmaid beim Servieren zu ihm herüber und bot ihm dabei einen Blick auf ihre üppige Oberweite, die von ihrem Mieder eher präsentiert als verhüllt wurde.

„Meine Kammer ist die letzte Tür auf der rechten Seite im oberen Geschoss", raunte sie ihm zu, als sie den Bierkrug vor ihm abstellte. Ihre Stimme war zwar leise, aber dabei so vibrierend und auf eine ganz eigene Art stimulierend, dass Morgan verwundert aufsah.

Die Schankmaid war eine ausgesprochen angenehme Erscheinung, schlank mit einer großen Oberweite, die sie dem Ritter mit einer möglichst vorteilhaften Bewegung präsentierte. Er wollte etwas erwidern, aber die junge Frau deutete mit den Augen zum Wirt hinüber und machte eine verschwörerische Miene dazu. Morgan verstand, lächelte still vor sich hin und schüttelte sanft den Kopf. Die Frau zuckte die Schultern und ging zurück zum Schanktisch, dabei bewusst aufreizend mit den Hüften wackelnd.

Morgan war mit den Gedanken schon längst wieder bei den Ereignissen der letzten Tage, die ihn ausgelaugt hatten. Zunächst einmal hatte er einen langen Ritt zur Küste hinter sich gebracht, um vor allem die verschiedenen Verstecke zu inspizieren. Dabei wurde er von Meraud, dem Knappen Boyd, Shawn und dem Schotten Sir Ainsley Urquhart begleitet. Dann trennte er sich von den Gefährten, um allein weiterzureiten, bis er seinen treuen Rappen bei einem guten Freund unterstellen konnte und danach, gekleidet wie ein einfacher Bürger Cornwalls, zu Fuß seine Mission aufnahm.

Jemand war an seinen Tisch getreten und hatte sich in herausfordernder Weise aufgebaut. Morgan tauchte aus seinen Gedankengängen auf, als der Mann laut einen Bierkrug auf seinen Tisch stellte und ihn provozierend anstarrte.

„Was ist?", erkundigte sich Morgan, nachdem er den jungen Burschen kalt von Kopf bis Fuß gemustert hatte. Irgendwo in seinem Hinterkopf ahnte der Löwenritter, was nun folgen würde. Solche Szenen hatte er in ähnlicher Weise schon oft erlebt. Da stand ein junger Hitzkopf, der sich durch irgendetwas im Verhalten Morgans herausgefordert fühlte und nun glaubte, mit einem raschen Handgemenge den rotblonden, breitschultrigen Mann besiegen zu können und seinen Freunden damit zu beweisen, dass ihm niemand gewachsen war.

„Keine Frau aus unserem Dorf wird dein Nachtlager teilen, Freund!", sagte der junge Mann mit herausforderndem Tonfall. Morgan schätzte ihn auf vielleicht knapp achtzehn Jahre. Er war von kräftiger Statur, aber um einen guten Kopf kleiner als der Ritter, den er gerade versuchte, herauszufordern. Doch seine muskulösen Oberarme, die breite Brust und die kräftigen Hände, die er jetzt auf die Tischplatte stemmte und sich dabei zu Morgan vorbeugte, verrieten, dass er täglich schwere körperliche Arbeit verrichtete.

„Ich habe kein Interesse, mein Lager zu teilen – weder mit einer Frau noch mit Ungeziefer!, antwortete Morgan. „Und jetzt, mein Guter, solltest du wieder hinüber zu deinen Freunden gehen und dein Bier genießen.

„Du vergleichst unsere Frauen mit Ungeziefer!", brüllte der andere jetzt so laut heraus, dass augenblicklich jegliches Gespräch in der Schenke verstummte.

„Wenn du Streit anfangen willst, soll es mir Recht sein. Aber sage hinterher nicht, dass ich dich nicht gewarnt habe, Junge!", antwortete Morgan noch immer vollkommen ruhig.

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