Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29: Tod auf dem Jahrmarkt
Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29: Tod auf dem Jahrmarkt
Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29: Tod auf dem Jahrmarkt
eBook114 Seiten1 Stunde

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29: Tod auf dem Jahrmarkt

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29: Tod auf dem Jahrmarkt

Sir Morgan hat sichere Kunde über den Aufenthaltsort seines Bruders erhalten. Dieser soll sich im Stadthof des Klosters zu Exeter unter den Mönchen aufhalten. Am Gerichtstag erreicht eine kleine Gruppe seiner treuen Freunde die Stadt und mischt sich unter das Volk. Ein Mord am helllichten Tag, inmitten der Besucher scheint ihr Vorhaben zu gefährden. Und dann entdeckt Morgan ihn tatsächlich – seinen Bruder. Doch die bevorstehenden Hinrichtungen und der eiskalte Mord scheinen seine Pläne zu bedrohen …

SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum4. Mai 2018
ISBN9781386716549
Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29: Tod auf dem Jahrmarkt
Vorschau lesen

Mehr von Tomos Forrest lesen

Ähnlich wie Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29

Rezensionen für Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 29 - Tomos Forrest

    Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter # Band 29: Tod auf dem Jahrmarkt

    TOMOS FORREST

    ZYKLUS: DIE REBELLEN von Cornwall, Band 16

    IMPRESSUM

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © Roman by Author

    © Titelbild: Nach einem Motiv von N.C. Wyeth mit Steve Mayer, 2018

    Lektorat: Kerstin Peschel

    Ceated by Thomas Ostwald, Alfred Bekker und Jörg Martin Munsonius

    © dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Klappentext:

    Sir Morgan hat sichere Kunde über den Aufenthaltsort seines Bruders erhalten. Dieser soll sich im Stadthof des Klosters zu Exeter unter den Mönchen aufhalten. Am Gerichtstag erreicht eine kleine Gruppe seiner treuen Freunde die Stadt und mischt sich unter das Volk. Ein Mord am helllichten Tag, inmitten der Besucher scheint ihr Vorhaben zu gefährden. Und dann entdeckt Morgan ihn tatsächlich – seinen Bruder. Doch die bevorstehenden Hinrichtungen und der eiskalte Mord scheinen seine Pläne zu bedrohen ...

    1.

    Von allen Seiten strömten die Menschen auf den Marktplatz. Lautes Schreien der Gaukler hatte sie am frühen Morgen aus den Häusern gelockt, und nun war es der Geruch, der an verschiedenen Ständen bereiteten Speisen, die ein Übriges dazu beisteuerten, die Neugierigen aus ganz Exeter heranzuziehen. Zwischen den dicht zusammenstehenden Häusern kamen sie aus den Gassen herbei, sahen sich auf dem Marktplatz um und lachten bereits nach wenigen Schritten über die Kunststücke einer bunt gekleideten Gruppe, die mit ihren Purzelbäumen vor allem die jüngeren Besucher begeisterten.

    Jetzt kamen aus der einen Ecke mitreißende Töne, und schon kehrte sich ein Teil der Masse in diese Richtung, um den Klängen der Radleier und einigen Flöten zu folgen. Die Melodien waren genau nach dem Geschmack der Marktbesucher, schon zuckten die ersten Füße im Takt, ein paar Frauen wiegten sich in den Hüften, und als die Spielleute damit begannen, die nächsten Takte selbst mit ein paar Tanzschritten zu begleiten, da war kein Halten mehr. Die Menge wogte nach vorn und zur Seite, die Radleiern gaben den Ton vor, die Flöten und gleich darauf auch eine Laute, die sogenannte Üd, fielen mit ein und brachten die Menschen zur Höchstleistung, bei ihrem ausgelassenen Tanz.

    Nun mussten sich aber die Nachbarn dieser Spielleute durchsetzen, um ebenfalls auf sich aufmerksam zu machen. Dumpf erklangen die Töne der Membranophone, der großen Rahmentrommeln, deren Tierfelle einen kräftigen, dunklen Klang beim Schlagen erzeugten, der sich über die hellen Töne der Leiern und Flöten legte. Die ersten Köpfe fuhren schon herum, und ein lang gezogenes „Oooh" der Menge folgte den Gauklern, die eine rasche Folge von atemberaubenden Flicflacs über den Marktplatz vollzogen.

    Dermaßen abgelenkt von den Sehenswürdigkeiten der Spielleute und Gaukler, dazu vom Duft der großen Bratenstücke an den Feuerspießen, waren die Menschen nur zu gern bereit, ihren grauen Alltag zu vergessen und mit allen Sinnen den Verlockungen des Marktes zu folgen.

    Das geschah sehr zur Freude der Beutelschneider, die am heutigen Tag ein sehr einträgliches Geschäft versahen. Im Gewusel der dicht zusammenstehenden Menge gelang es ihnen immer wieder, Beute zu machen. So mancher Marktbesucher musste beim Bezahlen feststellen, dass sein kleiner Lederbeutel mit den Kupfermünzen oder gar Silberlingen auf Nimmerwiedersehen verschwunden war.

    Das gab ein großes Geschrei an den Ständen, zumeist gefolgt vom schadenfrohen Gelächter der Umstehenden. Zwar ließ sich immer wieder eine Abordnung der Stadtwache sehen, die ihre Hände an den Schwertknäufen hatten und mit finsteren Mienen ihre Mitmenschen betrachteten, aber eine wirkliche Gefahr für die Diebe waren sie nicht.

    Eine Verfolgung eines Straftäters in der hier versammelten Menge war so gut wie ausgeschlossen, aalglatt schlüpften die raffinierten Burschen zwischen den Menschen hindurch und wurde doch jemand von ihnen rasch am Kragen ergriffen, so riss er sich gewaltsam los und schlug so wild um sich, dass jeder sich in Sicherheit brachte, weil eine Schlägerei in dieser Menge nur zu rasch um sich griff und so mancher brave Bürger eine blutige Nase nach Hause trug.

    „Seht euch den Zwerg an! So etwas habe ich noch nie gesehen!", schrie ein rotwangiger Bauer laut und deutete auf ein Gestell, an dem ein kleiner Mann mit braunem Gesicht blitzschnell hinaufkletterte, ein Seil ergriff und sich von dem Gestell stürzte. Frauen schrien angstvoll auf, und auch ein paar beherzte Männer stießen einen überraschten Ruf aus, als der Kleine wie eine Kugel über eine aus groben Brettern gefertigte Bühne kugelte, gleich darauf seine Kappe vom Kopf riss und sie den Leuten entgegenstreckte.

    „Na, nicht so schüchtern, schöne Frau – da könnt ihr ruhig ein wenig von dem roten Kupfer hineinwerfen – danke schön, vielen Dank – nein, Mylady, von euch nehme ich nur einen Kuss!"

    Unter dem gröhlenden Lachen der Menge hatte der kleinwüchsige Gaukler eine junge Frau am Nacken erwischt und zog sie so rasch zu sich heran, dass sie sich nicht wehren konnte. Gleich darauf fuhr sie kreischend zurück, aber da hatte ihr der kräftig wirkende Zwerg schon einen dicken Kuss auf die Lippen gedrückt und anschließend eine Rolle rückwärts gemacht.

    Die Menge jubelte laut, während das junge Mädchen einen knallroten Kopf bekam und sich hilfesuchend umblickte. Doch niemand dachte daran, den Kleinen für sein freches Tun zu bestrafen, vielmehr feuerte ihn die Menge gleich darauf lauthals zu weiteren Kunststücken an.

    Doch jetzt trat der, in ein grünes Gewand gekleidete Gaukler an den vorderen Rand seiner kleinen Bühne und rief laut heraus:

    „Nur Geduld, meine Freunde, ich nehme nur einen kleinen Schluck zu mir. Lauscht indessen dem Troubadour, den ich euch hier präsentiere! Volk von Exeter – vernehmt die Kunde – vor euch erscheint direkt aus dem fernen Frankreich zu uns geeilt – Jean, der Troubadour des Königs – mit einem herrlichen Lied!"

    Die Menge johlte und trampelte, als der Kleine mit einer übertriebenen Verbeugung auf den jungen Mann deutete, der jetzt auf die Bretter stieg und dabei sein Instrument vom Rücken nahm. Die jungen Frauen hielten unwillkürlich den Atem an.

    Dieser schwarzhaarige junge Barde hatte ein so männliches, wohl geformtes Gesicht, dazu strahlende, große Augen, eine wohl geschnittene Nase und einen Mund, aus denen ihnen weiß schimmernde Zähne entgegenblinkten – eine große Seltenheit in diesen Tagen.

    Für einige der jungen Mägde musste dieser Sänger wie aus einem Märchen entsprungen sein.

    Seine kräftige Gestalt steckte in einer einfachen Cotte, wie man sie wohl an den Höfen trug, aber bei allem Glanz seiner Erscheinung war doch nicht zu übersehen, dass sie ein wenig abgetragen und schmuddelig wirkte – um nicht zu sagen, schäbig.

    Aber nun hingen die Augen der weiblichen Zuhörer ohnehin an den Lippen des Sängers, als er seine Laute schlug und die ersten Töne mit einer kräftigen Stimme vortrug.

    „Verlör ich deine Minne

    Bald würden alle Leute

    Die volle Wahrheit inne

    Dass nicht die kleinste Freude

    Von andern ich gewinne."

    Hei, da juchzten die jungen Frauen vor Freude auf. Denn wann hatten sie schon jemals die Gelegenheit, einem echten Minnesänger zu lauschen?

    Auch wenn Exeter eine mächtige und reiche Stadt war, so kam das Volk so gut wie nie in den Genuss eines Minnesängers. Da spielte es auch keine Rolle, dass sie die fremde Sprache des Sängers nicht verstanden, aber das Wort Minne hatten sie wohl verstanden, die Melodie war schön, und der Sänger verstand es, die wohl klingende Laute zu schlagen.

    Doch dann wechselte er in das Englische über, und nun war kein Halten mehr, unter den

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1