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Lesebuch des moralischen Lebens

Lesebuch des moralischen Lebens

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Lesebuch des moralischen Lebens

Länge:
131 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
8. Mai 2018
ISBN:
9783752859010
Format:
Buch

Beschreibung

Epiktets Lesebuch bietet eine kurze und einprägsam formulierte Quintessenz seiner stoischen Lehre. Die Kürze und gekonnte Zuspitzung des Buches sind der Grund den großen Einfluss, den der Lebensrat des Epiktet bis heute ausübt. Die Ideale Epiktets sind Unabhängigkeit und Affektkontrolle. »Sei standhaft und maßvoll«, lautet sein Kernsatz.
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Freigegeben:
8. Mai 2018
ISBN:
9783752859010
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Buch

Über den Autor


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Lesebuch des moralischen Lebens - Stoiker Epiktet

Lesebuch des moralischen Lebens

Titelseite

Erster Teil

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Zweiter Teil

1 Worüber wir gebieten und worüber wir nicht gebieten

2 Begehren und Meiden

3 Bedenke das eigentliche Wesen der Dinge

4 Ärger meiden, Haltung bewahren

5 Die Dinge und die Meinungen darüber sind nicht dasselbe

6 Falscher und echter Stolz

7 Der Ruf des Steuermanns

8 Nicht mein Wille

9 Kein Hindernis für dich

10 Gegenkräfte in dir

11 Es gibt keinen Verlust

12 Gleichmut hat seinen Preis

13 Entweder -- oder

14 Falsches und richtiges Wollen

15 Warte, bis du an die Reihe kommst

16 Mitleiden, aber mit Vorbehalt

17 Das Leben ein Schauspiel

18 Über Vorzeichen

19 Der Weg zur Freiheit

20 Beleidigungen treffen dich nicht

21 Meditatio mortis

22 Trotze dem Spott

23 Bleib deiner Maxime treu

24 Helfen ja, aber nicht um jeden Preis

25 Ehren haben ihren Preis

26 Duldsamkeit -- auch wenn es dich trifft

27 Vom Bösen

28 Liefere dich keinem anderen aus

29 Bedenke die Voraussetzungen und Folgen

30 Tu immer deine Pflicht

31 Frömmigkeit

32 Mißbrauche das Orakel nicht

33 Wichtige Lebensregeln

34 Die Herausforderung sinnlicher Lust

35 Tue recht und fürchte niemanden

36 Übe Zurückhaltung

37 Überfordere dich nicht

38 Hüte dich vor seelischem Schaden

39 Zügle deine Ansprüche

40 Die Ehre der Frauen

41 Körper und Geist

42 Wem Beleidigungen schaden

43 Jedes Ding hat zwei Henkel

44 Fehlschlüsse

45 Urteile nicht voreilig

47 Bilde dir nichts ein

46 Handeln statt reden

48 Kennzeichen eines Fortschreitenden

49 Theorie und Praxis

50 Von der Treue zur Philosophie

51 Entscheide dich jetzt

52 Das Wichtigste: die Praxis

53 Kernsätze

Impressum

Epiktet

Lesebuch des moralischen Lebens

übersetzt von C. Hilty

Erster Teil

1

Einige Dinge stehen in unserer Macht, andere hingegen nicht. In unserer Macht sind Urteil, Bestrebung, Begier und Abneigung, mit einem Wort alles das, was Produkt unseres Willens ist. Nicht in unserer Macht sind unser Leib, Besitz, Ehre, Amt, und alles was nicht unser Werk ist. Was in unserer Macht ist, ist seiner Natur gemäß frei, kann nicht verboten oder verhindert werden; was aber nicht in unserer Macht steht, ist knechtisch, kann verwehrt werden, gehört einem anderen zu.

Deshalb bedenke, dass du Hinderung erfahren, in Trauer und Unruhe geraten, ja sogar Götter und Menschen anklagen wirst, wenn du das von Natur Dienstbare für frei und das Fremde für dein eigen ansiehst. Hältst du dagegen für dein Eigentum nur, was wirklich dein eigen ist, und betrachtest das Fremde als fremd, so wird dich niemand jemals zwingen oder hindern; du wirst niemanden anklagen oder beschimpfen, und nicht das geringste mit Widerwillen tun; niemand kann dir schaden; du wirst keinen Feind haben, und nichts, was dir nachteilig sein könnte, wird dir begegnen.

Willst du nun aber nach so großartigen Dingen trachten, so bedenke, dass du sie nicht bloß mit mittelmäßigem Ernste angreifen, sondern manches gänzlich aufgeben, anderes einstweilen hintansetzen musst. Wenn du jene Dinge erstrebst, gleichzeitig aber in hohen Ämtern stehen oder reich sein willst, so wirst du wahrscheinlich diese letzteren Güter nur umso weniger erreichen, weil du eben zugleich nach den ersteren begehrst. Ganz sicher aber wirst du dasjenige ganz verfehlen, woraus allein Glück und Freiheit entsteht.

Bemühe dich daher, jedem unangenehmen Gedanken damit zu begegnen, dass du sagst: »Du bist nicht das, was du zu sein scheinst (etwas Reelles), sondern bloß ein Gedankending (eine Einbildung).« Alsdann prüfe nach den von dir angenommenen Grundregeln, besonders nach der ersten, ob es zu den in unserer Macht stehenden Dingen gehöre oder nicht. Gehört es zu den nicht in unserer Macht stehenden, so halte dies Wort bereit: »Es berührt mich nicht.«

2

Mache dir klar, dass die Begierde das Erlangen desjenigen verspricht, was man begehrt, die Abneigung aber nicht in das hineingeraten will, was verabscheut wird, und dass der, welchen seine Begierde täuscht, unglücklich ist, noch unglücklicher aber der, welcher in das gerät, was er nicht leiden kann.

Wenn du nun bloß das verabscheust, was denjenigen Dingen zuwider ist, welche in deiner Macht stehen, so wird dir nichts, was du verabscheuen müsstest,

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