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Fürstenkrone 107 – Adelsroman: Es gibt eine Zukunft für uns
Fürstenkrone 107 – Adelsroman: Es gibt eine Zukunft für uns
Fürstenkrone 107 – Adelsroman: Es gibt eine Zukunft für uns
eBook99 Seiten1 Stunde

Fürstenkrone 107 – Adelsroman: Es gibt eine Zukunft für uns

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Über dieses E-Book

Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum20. Feb. 2018
ISBN9783740925970
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    Buchvorschau

    Fürstenkrone 107 – Adelsroman - Aenne Bodmann

    Fürstenkrone – 107 – Es gibt eine Zukunft für uns

    Fürstenkrone

    – 107–

    Es gibt eine Zukunft für uns

    Kann Rebekka dem geheimnisvollen Heiko vertrauen?

    Aenne Bodmann

    »Hallo, Mutti!« Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen begrüßte Rebekka ihre Mutter. Die bleichen Wangen des jungen Mädchens zeigten einen rosigen Schimmer. Mit ihr wehte ein Hauch frischer Luft ins Zimmer. Leichtfüßig durchquerte Rebekka den Raum. Erstaunt blickte Gerlinde von Dalthey ihre Tochter an. Sie schien verändert zu sein. Als Rebekka vor drei Stunden das Haus verlassen hatte, war ihr Gesicht ernst und traurig gewesen, ihre Mundwinkel traurig nach unten verzogen, der Kopf gesenkt.

    »Wo warst du, Rebekka?« fragte die Mutter.

    »Nun, wie immer«, erwiderte das junge Mädchen leichthin. »Ein Spaziergang in Richtung Wernershöh.«

    Frau von Dalthey wußte genug. Zwischen den Dörfern Dalthey und Wernershöh lag der kleine Waldfriedhof, Rebekkas tägliches Ziel seit drei Jahren.

    »Und ich hatte schon gedacht…« Frau von Dalthey vollendete den Satz nicht.

    »Was hattest du gedacht?« fragte Rebekka.

    »Du sahst so glücklich aus, als du eben hereinkamst. Nicht mehr so traurig.«

    »Ich habe Veilchen gesucht, Mutti, und sie Eberhard aufs Grab gelegt. Auf einmal war mir, als hörte ich seine Stimme. Ich konnte sie ganz deutlich hören. Er hat gesagt, er kennt mich gar nicht mehr. Ich soll wieder die werden, die er einmal geliebt hat.«

    »Das war ein guter Rat. Wirst du ihn dir zu Herzen nehmen?«

    »Ach, Mutti, das sagt sich so leicht und ist so schwer. Seit damals dachte ich immer, ich könnte niemals wieder fröhlich sein. Aber heute, als ich ihn sprechen hörte, da war mir plötzlich, als fielen mir Zentnerlasten von der Seele. Mir wurde so leicht und froh. Auf einmal konnte ich daran denken, wie ich auf andere wirken muß. Ich stellte mir vor, daß Eberhard mich heute sehen würde, so trübsinnig, so in mich gekehrt. Nie hätte er sich in mich verliebt. Sag, Mutti, habe ich es euch schwergemacht? War ich eine Last für die Familie? Habe ich nur an mich und an meinen Kummer gedacht?«

    Bewegt schloß Frau von Dalthey ihre Tochter in die Arme. »Es ist ja nur natürlich, daß man um einen lieben Menschen trauert.«

    »Ja, nicht wahr?« sagte Rebekka lebhaft. »Du weißt es ja selbst, Mutti. Du hast ja Vati auch verloren. Und ich dummes Ding habe gemeint, nichts kann so schlimm sein, wie mein eigener Schmerz.«

    Rebekka befreite sich aus den Armen der Mutter.

    »So, und nun will ich mich endlich wieder einmal nützlich machen.«

    »Was willst du tun?«

    »Einen Kuchen backen, Mutti. Denk dran, daß Viola übermorgen nach Dalthey kommt. Käsekuchen, den mag sie doch.«

    Erstaunt und erleichtert blickte Frau von Dalthey ihrer Jüngsten nach. Eine erstaunliche Wandlung war mit Rebekka vorgegangen. Es war, als habe sie sich plötzlich wieder dem Leben zugewandt. Mit einem leichten Seufzer nahm die Mutter ihre Handarbeit wieder auf. Sie dachte an den Tag, der Rebekkas Leben so grausam verändert hatte.

    Noch vor drei Jahren war Rebekka der Sonnenschein des Hauses gewesen. Sie war ein fröhlicher Wirbelwind, vor dessen Übermut niemand sicher war. Gerade achtzehn Jahre war sie alt, als sie sich mit dem Erben des Nachbargutes verlobte. Es war eine Verbindung, die ganz nach dem Herzen der beiden Familien gewesen war. Doch dann war das Unglück geschehen. Rebekka, die erst vor wenigen Wochen den Führerschein erworben hatte, saß am Steuer. Eberhard begleitete sie. Da verlor ein entgegenkommender Fahrer die Gewalt über sein Fahrzeug, geriet ins Schleudern und stieß frontal mit Rebekkas Auto zusammen. Er allein trug die Verantwortung für den Unfall.

    Wie durch ein Wunder war Rebekka unverletzt geblieben, während ihr Verlobter noch an der Unfallstelle starb.

    Rebekkas Trauer kannte keine Grenzen. Sie wurde immer stiller und blasser, sie zerquälte sich mit Selbstvorwürfen. Sie wünschte sich in verzweifelten Stunden, daß sie zusammen mit dem Geliebten den Tod gefunden hätte. Auch als ihr Schmerz ruhiger wurde, kehrte ihre alte Fröhlichkeit nicht zurück. Es schien, als sei für immer alle Lebensfreude von ihr gewichen. Nie, nie würde sie einen anderen Mann lieben können wie Eberhard, dessen war sie sicher. Und nie würde sie aufhören, um ihn zu trauern.

    So sehr sich ihre Mutter um sie bemühte, so sehr man sie abzulenken und aufzuheitern versuchte, Rebekka blieb untröstlich. Wieder seufzte Frau von Dalthey. Seit langem hoffte sie, daß die Schatten der Vergangenheit blasser werden würden. Ein so junger Mensch kann doch nicht ewig trauern, sagte sich die Mutter. Heute hatte ihre Hoffnung neue Nahrung bekommen. Rebekka schien aus ihrer Lethargie aufzuwachen.

    Bella, die braune Spanielhündin, hob ihren Kopf. Dann sprang sie auf und bellte verhalten. Bisher hatte sie behaglich zu Füßen ihrer Herrin gelegen. Besuch? Gerlinde von Dalthey hatte noch nichts gehört. Doch die wachsame Bella hatte sich nicht getäuscht. Kurz darauf stand ein junger Mann vor der Gutsherrin. Er verbeugte sich höflich. Wohlerzogen nannte er seinen Namen.

    »Stefan von Gerloff. Ich bin der Neffe von Frau Wagner und möchte den Damen von Dalthey meine Aufwartung machen.«

    »Kommen Sie bitte herein«, sagte Frau von Dalthey nervös. Wie gut, daß Rebekka in der Küche beschäftigt war und offenbar die Ankunft des Gastes nicht bemerkt hatte. Seit damals, seit drei Jahren, gab es keine Beziehungen mehr zu den Wagners auf Wernershöh.

    »Was führt Sie zu uns?« fragte sie, als Herr von Gerloff auf einem der kleinen Biedermeiersessel im Salon Platz genommen hatte.

    »Nun, unter Nachbarn ist es üblich, daß man sich vorstellt und sich bekannt macht. Ich bin ein Neffe von Frau Wagner, weitläufig. Mein Vater war ihr Vetter. Herr Wagner hat sich an die Verwandtschaft zwischen seiner Frau und mir erinnert. Da ich Landwirtschaft studiert habe, meinte er, ich sollte mich in seinem Betrieb umsehen, zumal es ja keinen Erben drüben gibt.«

    »Werden Sie der künftige Herr auf Wernershöh sein?« fragte Frau von Dalthey.

    »Soweit ist es noch nicht. Mein Onkel Heinrich, ich meine, Herr Wagner, ist noch nicht alt und bei bester Gesundheit. Es ist noch nichts entschieden.«

    »Wie denkt Ihre Tante darüber?«

    Frau von Dalthey sprach es nicht aus, aber sowohl sie, als auch ihr Besucher wußten, woran sie dachte. Eigentümerin des Gutes war nämlich Frau Wagner, eine geborene Freiin von Gerloff. Ihr Mann, ein tüchtiger Landwirt, hatte nur eingeheiratet.

    »Ich fürchte, sie denkt gar nichts. Seit dem Unglück vor drei Jahren ist sie schwermütig. Seit zwei Jahren lebt sie in einem Sanatorium. Sie interessiert sich nicht mehr für ihre Umwelt. Sie denkt nur noch an ihren Sohn.«

    »Die arme Frau!« sagte Frau von Dalthey mitfühlend. Insgeheim war sie froh, daß Rebekka nicht anwesend war. Dieses Gespräch hätte ihren Schmerz wieder neu belebt.

    »Ehe ich mich verabschiede, möchte ich Ihnen noch eine Einladung übermitteln«, bemerkte Stefan von Gerloff. »Mein Onkel bittet Sie, am Sonntag zum Tee nach Wernershöh

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