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Schnäpse & Liköre: Brennen, Ansetzen, Verschenken

Schnäpse & Liköre: Brennen, Ansetzen, Verschenken

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Schnäpse & Liköre: Brennen, Ansetzen, Verschenken

Länge:
208 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
May 22, 2018
ISBN:
9783958436121
Format:
Buch

Beschreibung

Selbstgebrannte Schnäpse und angesetzte Liköre sind nicht nur tolle Geschenke, das Brennen und Ansetzen ist auch ein erfüllendes Hobby. Carsten Bothe erklärt gewohnt praxisorientiert die neue Rechtslage, die Januar 2018 in Kraft trat, den Aufbau einer Destille, wie man Maische herstellt und wie man brennt.

Natürlich dürfen viele tolle Rezepte für aufgesetzte Schnäpse, Liköre und Spezialitäten wie Hudson-Bay-Rum oder Feuerzangenbowle nicht fehlen. Es kommt aber nicht nur auf den Inhalt der Flasche an, so gibt es Tipps für die perfekte Lagerung, welche Flaschen sich zum Verschenken oder Verkaufen eignen und wie man am besten selbstgemachte Etiketten befestigt.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 22, 2018
ISBN:
9783958436121
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Schnäpse & Liköre - Carsten Bothe

Carsten Bothe

SCHNÄPSE & LIKÖRE

Brennen, Ansetzen, Verschenken

HEEL

HEEL Verlag GmbH

Gut Pottscheidt

53639 Königswinter

Tel.: 02223 9230-0

Fax: 02223 9230-13

E-Mail: info@heel-verlag.de

www.heel-verlag.de

© 2018 HEEL Verlag GmbH

Autor: Carsten Bothe

Satz und Gestaltung: gb-s Mediendesign, Königswinter

Coverdesign: Axel Mertens, Königswinter

Lektorat: Helge Wittkopp

Fotos:

© Kais Bodensieck, www.fotodesign-xtrascharf.de

Mit Ausnahme von:

© Fotolia.de: vallefrias (U1 o.); stockphoto-graf (U1 M., U4 Hintergrund); Artem Shadrin (U4 o. l); AlenKadr (S. 3, Marginalspalte S. 8–127); kishivan (S. 4/5); Erica Guilane-Nachez (S. 6); andreasschlote (S. 8); ferkelraggae (S. 9); ~ Bitter ~ (S. 10); aheflin (S. 13); vetalgard (S. 14); goodmanphoto (S. 19); hjschneider (S. 22/23); Patrick Daxenbichler (S. 33); shaiith (S. 37); Elisabeth (U4 u. l., S. 49); monticellllo (S. 53); PMDesign (S. 54); banderob1962 (S. 60); gudrun (S. 63); Hetizia (U1 u., S. 71); Cherries (S. 73); Christian Jung (S. 77, S. 83); BillionPhotos.com (S. 81); twins03 (S. 87 ); Rostislav Sedlacek (S. 93); mp1982_06 (S. 99); razoomanetu (S.109); zoryanchik (U4 M. l.); S. 115); uckyo (S. 117); natros (S. 119); mizina (S. 121); Bernd Wolter (S. 121) © Carsten Bothe: S. 25 o., S. 89, S. 90, S. 98, S. 100, S. 101 © gb-s Mediendesign: S. 30

Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten.

Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, der Wiedergabe in jeder Form und der Übersetzung in andere Sprachen, behält sich der Herausgeber vor. Es ist ohne schriftliche Genehmigung des Verlags nicht erlaubt, das Buch und Teile daraus auf fotomechanischem Weg zu vervielfältigen oder unter Verwendung elektronischer bzw. mechanischer Systeme zu speichern, systematisch auszuwerten oder zu verbreiten.

Warnhinweis:

Bitte beachten Sie bei der Verwendung der Anleitungen und Rezepte die jeweils aktuelle Rechtsprechung Ihres Bundeslandes bzw. Landes. Bei allen anhand dieses Buches ausgeführten Arbeiten trägt der durchführende Hobbybrenner das alleinige und uneingeschränkte Risiko. Ebenso ist die Haftung des Autors und Verlags für Druckfehler, Schreibfehler und sachliche Fehler jeder Art ausdrücklich ausgeschlossen.

– Alle Rechte vorbehalten –

– Alle Angaben ohne Gewähr –

Printed in Slovakia

ISBN 978-3-95843-579-7

eISBN 978-3-95843-612-1

Inhalt


Vorwort

Historischer Abriss

Geschichte des Alkohols

Exkurs: Die Abfindungsbrennerei

Moonshine

Rechtliche Aspekte und Basiswissen

Rechtliche Aspekte

Notlösung

Die Verschlussbrennerei

Basis-Wissen

Schnaps, Brand, Geist – Wo ist der Unterschied?

Was passiert bei einer alkoholischen Gärung?

Zucker aus Getreide

Wie maischt man ein?

Aufbau einer Destille

Kaufberatung

Wie brennt man?

Step-by-Step

Alkoholgehalt bestimmen und verdünnen auf Trinkstärke

Alkoholgehalt von Maische und Likören bestimmen

Lagerung nach dem Brennen

Lagerung und/oder Reifung im Fass

Lagerung in Glasgefäßen

Welche Flaschen zum Verschenken oder Verkauf?

Abfüllen und Etikettieren

Rezepte

Schnaps

Wie trinkt man eigentlich einen Schnaps?

Apfelmaische

Zwetschgenmaische

Birnenmaische

Zuckermaische am Beispiel eines Moonshines

Aufgesetzte Schnäpse

Enzianschnaps

Vodka-Feige

Apple-Pie-Schnaps

Schlehenschnaps Sloe Gin

Liköre

Ostpreußischer Bärenfang

Schwarzer Johannisbeerlikör

Schlehenlikör

Löwenzahnblütenlikör

Roter Johannisbeerlikör

Holunderblütenlikör

Heidelbeerlikör

Himbeerlikör

Brombeerlikör

Bärlauchlikör

Fichtennadel-Likör

Blitzliköre

Russischer Karamell-Likör

Eierlikör

NUTELLA®-Likör

Bratapfellikör

Bierlikör

Klare Schnäpse veredeln

Whiskey

Gin

Spezialitäten

Feuerzangenbowle

Butter-Rum

Hudson-Bay-Rum

Rumtopf

Schuntertrapper

Vorwort

Liebe Leser,

Alkohol begleitet die Menschheit schon eine ganze Weile: vom Met der Germanen, über das Bier bei den alten Ägyptern bis hin zum Wein und Apfelwein des Mittelalters. Irgendwann begannen dann die Menschen den Alkohol durch Destillation zu konzentrieren und so die Früchte des Sommers und den Geschmack zu konservieren und zu veredeln.

Wie immer im Leben: Was Spaß macht, ist entweder verboten oder wird besteuert. So ist die Herstellung von Alkohol in den meisten Ländern strikt reglementiert und das Produkt wird besteuert – angeblich, um durch die künstliche Verteuerung den Gebrauch einzuschränken und so negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu verhindern. Seit kurzem ist in Deutschland für Privatleute das Herstellen von Alkohol durch Destillation komplett verboten, auch die früher zugelassenen Mini-Destillen sind inzwischen dafür nicht mehr zulässig. Daher ist die Anleitung in diesem Buch als Konservierung des Wissens zu sehen. Es ist auf keinen Fall eine Anleitung zum illegalen Schnapsbrennen.

Wer sich doch eine eigene Spirituose herstellen möchte, der findet im zweiten Teil des Buches jede Menge Rezepte für Aufgesetzte oder veredelte Spirituosen. Denn das ist auch in Deutschland legal möglich und nicht reglementiert, denn der Alkohol wurde gewerblich hergestellt und ist bereits versteuert.

Im rechtlichen Kapitel haben wir alles Relevante zur aktuellen Situation für Hobbybrenner zusammengetragen. Leider ist seit dem 01.01.2018 das private Brennen verboten und das gewerbliche Brennen sehr streng reglementiert und wer das gewerblich macht, der kommt ohnehin nicht um eine intensive Beschäftigung mit der Materie umhin. Die Hersteller der Brennereianlagen sind da aber meist eine große Hilfe.

Jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen viel Spaß bei der Herstellung ihrer ersten eigenen Spirituosen zu wünschen.

Prost!

Carsten Bothe

Historischer Abriss

Geschichte des Alkohols

Seit der Mensch die berauschende Wirkung des Alkohols entdeckt hat, und das ist schon etliche tausend Jahre her, hat er auch versucht, den Alkohol zu konzentrieren und als Branntwein zu sich zu nehmen. Die Alchemisten im Mittelalter haben die ersten Destillen konstruiert und den gewonnenen Alkohol zunächst mit den darin gelösten Wirkstoffen als Medizin verwendet. Schon bald erkannte man, dass sich in Alkohol einige Pflanzenbestandteile besser lösen als in Wasser. Eine Wunde mit einer alkoholischen Tinktur, die ja keimfrei ist, auszuwaschen half, den gefürchteten Wundbrand zu verhindern. Ob die bessere Heilung nun an den Kräuterauszügen oder an dem Alkohol lag, war eigentlich nebensächlich, Hauptsache es half und damals wie heute heißt es: Wer heilt hat recht.

Neben der äußeren Anwendung folgte die innere Anwendung, beispielsweise mit Kräutern in Wein, der destilliert wurde, um die Kräuterauszüge zu konzentrieren. Dass dabei auch der Alkoholgehalt anstieg, war ein netter Nebeneffekt.

Später kamen die Destillen auch im gemeinen Volk an und es entwickelte sich eine Schnaps-Kultur, bei der die Früchte des Sommers als Branntwein für den Winter konserviert wurden. Schnaps war ein Alltagsgetränk und wurde auf dem Feld oder auf der Arbeit beim Frühstück genossen. So war in Süddeutschland Speck, Brot und Obstler ein typisches Essen auf dem Feld. Im armen Emsland war bis 1950 Kornbranntwein üblich, Bier oder gar Wein konnte sich bis dahin kaum jemand leisten.

Matrosen erhielten auf den Schiffen zusätzlich zu den normalen Essensrationen Rum oder anderen Branntwein ausgehändigt. Bei der Britischen Marine war eine tägliche Ration von 70 ml üblich, die später mit Zitronensaft und Wasser gemischt wurde, um Skorbut vorzubeugen und auch, damit die Matrosen langsamer tranken. Den Rum bezog die Marine aus den Kolonien, wo er in großem Umfang aus einem Nebenprodukt der Zuckerrohr-Zuckerproduktion, der Melasse, hergestellt wurde.

Eine besondere Stellung nahm der Schnaps im Bergbau ein: In den Harzer Silberminen wurde schon früh die Versorgung mit Hochprozentigem sichergestellt. In der DDR gab es den als „Kumpeltod" bezeichneten Trinkbranntwein für Bergarbeiter, der auf Bezugsscheinen steuerfrei gekauft werden konnte.

In den letzten beiden Weltkriegen bekamen die Soldaten

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