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Fürstenkrone 108 – Adelsroman: Tina läuft ins Glück
Fürstenkrone 108 – Adelsroman: Tina läuft ins Glück
Fürstenkrone 108 – Adelsroman: Tina läuft ins Glück
eBook105 Seiten1 Stunde

Fürstenkrone 108 – Adelsroman: Tina läuft ins Glück

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Über dieses E-Book

Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum27. Feb. 2018
ISBN9783740926045
Fürstenkrone 108 – Adelsroman: Tina läuft ins Glück
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    Buchvorschau

    Fürstenkrone 108 – Adelsroman - Amelia Altenburg

    Fürstenkrone – 108 – Tina läuft ins Glück

    Fürstenkrone

    – 108–

    Tina läuft ins Glück

    Ein Marathonlauf, ein Sturz und der Traummann ...

    Amelia Altenburg

    Ein leises Klopfen weckte Heiner Prinz von Sonderburg aus seinem Schlaf. Er schaute auf die Uhr. Viertel nach drei. Er stöhnte leise. Vorsichtig öffnete sich die Tür zu seinem Schlafzimmer.

    »Entschuldige, dass ich dich wecke, Heiner. Ich weiß, du hast morgen einen harten Tag. Aber – es geht los.«

    »Ich komme.« Heiner sprang aus dem Bett, schlüpfte schnell in eine alte Jeans und einen Pullover und folgte seiner Mutter, Isabella Fürs­tin von Sonderburg, durch das Schloss.

    Sie eilten einen breiten Flur entlang, vorbei an dessen weiß getünchten indirekt beleuchteten Wänden. In gemauerten Alkoven befanden sich Kostbarkeiten aus vielen Jahrhunderten der Familiengeschichte. Großformatige Gemälde, Wandteppiche und Skulpturen wechselten sich ab und erzählten von der Geschichte der fürstlichen Familie, ihren Erfolgen und Kämpfen und ihren Reisen um die Welt. Doch Heiner und seine Mutter, die Fürstin, hatten dafür jetzt keinen Blick übrig.

    Die hohe Tür zum Jagdzimmer stand offen. Ein kleiner Glutrest leuchtete rötlich im Kamin, eine Leselampe warf ihr Licht auf einen Hundekorb, der neben dem Kamin stand. Das Zimmer wirkte anheimelnd und gemütlich.

    Als Heiner näher kam, entdeckte er Dessa, die Retrieverhündin. Sie lag schwer und schnell atmend in ihrem Korb. Nun hob sie leicht ihren Kopf und stellte die Ohren auf.

    Heiner streichelte über ihr schokoladenbraunes glänzendes Fell »Nun, Dessa, gleich wirst du Mama«, flüsterte er leise.

    »Die Fruchtblase ist schon geplatzt. Es kann jeden Augenblick losgehen«, meinte seine Mutter.

    »Gut, dass du mich geholt hast. Das möchte ich gern miterleben.«

    Heiner schaute seine Mutter liebevoll an. »Warst du etwa die ganze Zeit wach?«

    »Dessa war unruhig, und ich wollte bei ihr bleiben. Ich habe noch mal Holz im Kamin nachgelegt und mich dann in den Sessel gekuschelt und ein wenig gelesen. Um keinen Preis der Welt will ich die Geburt ihrer Welpen verpassen!«

    Heiner schob einen zweiten Ohrensessel dicht an den Kamin. Seine Mutter war wirklich ein herzensguter Mensch. Eine Weile hingen beide ihren Gedanken nach, bis die Fürstin die Stille unterbrach: »Ich bin so gespannt, wie unser Nachwuchs aussehen wird.«

    Heiner lachte: »Das heißt, wir wissen immer noch nicht, bei welchem Nachbarshund wir Alimente geltend machen können?«

    Fürstin Isabella lächelte. »Vermutlich ist Anko, der Border Collie des Zahnarztes aus dem Dorf, daran beteiligt. Er streunt hier öfter einmal herum. Auf jeden Fall werden es keine reinrassigen Retriever, was einige unserer Bekannten empören wird.« Sie seufzte ein wenig, lachte aber dann schon wieder. »Doch Mischlingshunde sind meis­tens sehr robust, intelligent und immer außergewöhnlich.«

    Heiner stand auf und legte einen Holzscheit nach. Er warf einen Blick auf Dessa. Die Hündin lag auf der Seite, ein Hinterbein ragte steif in die Luft. »Ich glaube, es geht los«, sagte er, krempelte sich die Ärmel hoch und kniete sich neben den Korb. »Vielleicht wird ja heute Nacht Dessas großes Liebesgeheimnis gelüftet.«

    Nach der nächtlichen Aufregung um Dessa hatte Heinrich Prinz von Sonderburg, den alle nur Heiner nannten, noch etwas geschlafen. Jetzt stand er am Fenster seines Arbeitszimmers in Schloss Süderfall und genoss den Ausblick.

    Die Förde glitzerte in der tief stehenden Morgensonne. Vereinzelte Segelboote dümpelten träge in der leichten Brise. Der blaue Himmel hob sich hinter einem grüngelb gesprenkelten Feld. Bald würde dort der Raps sonnengelb leuchten.

    Heiner hatte schon viele bemerkenswerte und aufregende Orte in der Welt gesehen, doch hier, auf Schloss Süderfall, dicht am Meer, gefiel es ihm am besten. Hier war sein Zuhause.

    Immer, wenn er von einer langen Reise oder auch nur von Hamburg nach Hause kam, sah er schon lange in Gedanken Schloss Süderfall vor sich. Die weißen Wände waren im Karree angeordnet. An den vier Ecken standen Türme, deren graue Schindeldächer in der Sonne glitzerten. Hinter einem der Fenster glaubte er, seine Eltern winken zu sehen. Schon öffnete sich die große Toreinfahrt in den Schlosshof. Jeder war hier willkommen.

    Heiner packte einige Papiere und das Notebook in seine Aktentasche. Er musste heute in die Dependenz seiner Rederei nach Hamburg.

    Leichtfüßig lief er die Marmortreppe ins Erdgeschoss hinab. Er stellte seinen Aktenkoffer in der Eingangshalle vor den großen goldgerahmten Spiegel und warf kontrollierend einen Blick auf sich. Sein Anzug, ultramarinblau, wie der Schneider anmerkte, betonte Heiners schlanke, großgewachsene Gestalt. Der weiße Hemdkragen stand noch offen. Die Krawatte wartete zusammengerollt in der Jacketttasche auf ihren Einsatz.

    Prinz Heiner trug seine goldblonden leicht gewellten Haare nicht modisch kurz, sondern kinnlang, eine Reminiszenz an seine Vergangenheit, als er noch mit seinem Freund Matthias um die Welt gezogen war. Zusammen mit seinen saphirblauen Augen, die im leicht gebräunten Gesicht fröhlich funkelten, wirkte er fast wie ein Wikingerprinz aus früheren Zeiten

    Heiner öffnete die Tür zum Frühstückssalon. Jörn, der Butler, hatte die Flügeltüren zum Garten hin geöffnet, sodass das Morgenlicht goldene Strahlen auf das Parkett malte und die Frühlingsluft den Raum erfüllte. In der Mitte des Salons stand ein mit weißem Damast gedeckter Tisch. Eine silberne Kaffeekanne und mehrere Schalen mit Obstsalat, Joghurt und Brötchen luden zum Frühstück ein.

    Der Prinz hängte sein Jackett über die Stuhllehne und schenkte sich einen Kaffee ein. Nach der letzten Nacht konnte er den jetzt gebrauchen. Genüsslich sog er den Kaffeeduft ein. Sein Blick schweifte über den Garten mit seiner großen Rasenfläche, die es gewohnt war, dass bei Feiern viele festlich gekleidete Menschen darüberschlenderten. Seitlich und am Ende des Gartens befanden sich Springbrunnen, dessen Wasserspiele wie Diamanten in der Sonne funkelten. Heiner liebte diese schlichte Eleganz.

    »Einen schönen guten Morgen, Durchlaucht.« Jörn, der Butler, betrat leise den Raum. »Was darf ich Ihnen bringen?«

    »Guten Morgen, Jörn. Mir reichen Kaffee und etwas Obstsalat. Ich werde sicherlich nachher im Hamburger Büro noch ein zweites Frühstück angeboten bekommen. Wissen Sie schon, dass wir heute Nacht Nachwuchs bekommen haben?«

    »Ja, Ihre Durchlaucht hat es mir schon berichtet: fünf Welpen. Wir haben das Jagdzimmer schon mit alten Teppichen und Tüchern ausgelegt. Da wird ja bald das Leben toben.«

    Der Butler schenkte Prinz Heiner Kaffee ein.

    »Das klingt so, als hätte meine Mutter noch nicht geschlafen?«

    »Ihre Durchlaucht war wie immer die Erste auf den Beinen. Heute ist sie ohne Dessa durch die Ställe gegangen und hat die Pferde versorgt.«

    »Sie sollte sich ein wenig mehr Ruhe gönnen. So wie mein Vater, er genießt seine neue Freiheit.«

    »Guten Morgen, die Herren!«, rief da eine fröhliche Frauenstimme aus dem Garten. Isabella Fürstin von Sonderburg stand in der geöffneten Flügeltür, in der gleichen Jeans und dem zu weiten Pullover wie letzte Nacht. Es sah aus, als wollte die zierliche, zarte Frau in der robusten Arbeitskleidung versinken. Doch die Fürstin strahlte so viel Lebensfreude und Energie aus, dass sich niemand ihrer mitreißenden Ausstrahlung entziehen konnte.

    Sie zupfte an ihrem Pullover und verzog das Gesicht.

    »Entschuldige bitte meinen Aufzug, Heiner. Aber nicht jede Nacht kann man sich als Hundehebamme betätigen. Und bei den Pferden war ich auch schon.« Isabella seufzte müde, aber glücklich. »Ich gehe mich schnell duschen und umziehen. Schließlich will ich dir zum Abschied noch winken.«

    Heiner sah versonnen seiner Mutter nach, die durch den Garten zum Kücheneingang eilte. Er war seinen Eltern für ihre Fürsorge und ihre Großzügigkeit dankbar. Sie waren ihm ein großes Vorbild. Er hatte sich vorgenommen, ihnen so viel wie nur möglich von ihrer Liebe zurückzugeben.

    Deshalb war er jetzt, mit 32 Jahren, sesshaft geworden. Es war Zeit, seinen Vater bei der Leitung der Reederei zu entlasten. Heute musste er deshalb nach

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