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China first!: Was liberale Demokratien von der größten Einparteiendiktatur lernen könnten

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China first!: Was liberale Demokratien von der größten Einparteiendiktatur lernen könnten

Länge:
22 Seiten
14 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 1, 2016
ISBN:
9783961960484
Format:
Buch

Beschreibung

Der aus Kanada stammende Politikwissenschaftler Daniel A. Bell lehrt derzeit an den Universitäten in Jinan und Beijing. Er hat sich einen Namen damit gemacht, die chinesische Meritokratie als legitime Alternative zur westlichen Demokratie darzustellen. In seinem Beitrag zum Kursbuch 194 diskutiert er, was liberale Demokratien von der größten Einparteiendiktatur lernen könnten – immerhin habe der ökonomische und politische Aufstieg Chinas "Zweifel aufkommen lassen an der Entgegensetzung von 'guten' demokratischen und 'schlechten' autoritären Regierungen".
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 1, 2016
ISBN:
9783961960484
Format:
Buch

Über den Autor


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China first! - Daniel Bell

Impressum

Daniel Bell

China first!

Was liberale Demokratien von der größten Einparteiendiktatur lernen könnten

Als die Sowjetunion 1991 zusammenbrach, schien das Ende der normativen Debatten über das beste Verfahren zur Auswahl politischer Führer gekommen zu sein. Unabhängig von der Größe, Kultur und Geschichte einer Nation konnte es nur ein moralisch rechtfertigbares Auswahlverfahren für politische Führer geben: das Prinzip der Wahlgleichheit (»one man, one vote«), das sich in den ökonomisch entwickelten, liberalen Demokratien der Welt durchgesetzt hatte. Die politischen Alternativen – etwa die familiengeführte Diktatur wie in Nordkorea, das Militärregime wie in Ägypten oder die Erbmonarchie wie in Saudi-Arabien – können als »autoritär« bezeichnet werden. Von einem normativen Standpunkt aus betrachtet sind autoritäre Systeme bei Weitem schlechter als Demokratien, ungeachtet der Fehler, die auch demokratische Systeme haben können. Wie Winston Churchill es in dem berühmten Ausspruch gesagt hat: »Demokratie ist die schlechteste von allen Regierungsformen, abgesehen von all den anderen Formen, die gelegentlich ausprobiert worden sind.«

Doch der ökonomische und politische Aufstieg Chinas hat Zweifel an der Entgegensetzung von »guten« demokratischen und »schlechten« autoritären Regierungsformen aufkommen lassen. Welche Fehler China auch haben mag, es hat in den letzten drei Jahrzehnten mehr als eine

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