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Ganz da: Einfach und kontemplativ leben

Ganz da: Einfach und kontemplativ leben

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Ganz da: Einfach und kontemplativ leben

Länge:
138 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 4, 2018
ISBN:
9783532600344
Format:
Buch

Beschreibung

"Ganz da" ist eine Sammlung von kurzen Meditationen und Übungen. Sie laden uns ein, die Schönheit des Augenblicks in seiner wunderbaren Alltäglichkeit zu erfahren und darin zu verweilen. Richard Rohr leitet dazu an, die Räume unseres Herzens offen zu halten, damit der Verstand neue, bisher verborgene Gefühle wahrnehmen kann. Der Franziskanerpater Rohr ermutigt, die Kontemplation immer mehr zur Quelle unseres Lebens werden zu lassen. Sie ist die Grundlage für ein gesundes Selbstwertgefühl und für die Fähigkeit zu echtem Mitgefühl.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 4, 2018
ISBN:
9783532600344
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Ganz da - Richard Rohr

RICHARD ROHR

GANZ DA

EINFACH

UND

KONTEMPLATIV

LEBEN

Aus dem Amerikanischen von Andreas Ebert

Titel der amerikanischen Originalausgabe:

Just This

Copyright © Richard Rohr

CAC Publishing, Center for Action and Contemplation

PO Box 12464, Albuquerque, New Mexico 87195, USA, cac.org

Copyright © Claudius Verlag, München 2018

www.claudius.de

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise –

nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Umschlaggestaltung: Weiss Werkstatt, München

unter Verwendung eines Bildes von © shutterstock.com/iulias

Layout: Mario Moths, Marl

Gesetzt aus der Univers und Stempel Garamond

E-Book-Herstellung: Zeilenwert GmbH 2018

ISBN 978-3-532-60034-4

INHALT

Cover

Titel

Impressum

Geleitwort: Ein ganz besonderes Buch

Einleitung: STAUNEN UND HINGABE

Den Balken entfernen

Nicht anhaften: Des-Identifikation

Leidenschaften und Praxis

Achtsamkeit und Interpretation

Eins: EIN AUGENBLICK DER EHRFURCHT

Der Göttliche Hinterhalt

Ein langer liebender Blick

Unersetzliche „Diesheit"

Das Sakrament des gegenwärtigen Augenblicks

Pure Präsenz

Den Spiegel putzen

Gedanken gegen Bewusstheit

Das Ganze ist in seinen Teilen

Gott der Unterbrechungen

Der Sinn Christi

Kein Problem zu lösen

Die Pfade von Liebe und Leiden

Der Mariengeist

Was du nicht zulässt, hält dich fest

Weder klammern noch abwehren

Gott durchleben

Leben als Partizipation

Leid tragen

Endlich frei

Zwei: AUFWACHSEN UND AUFWACHEN

Zwei Stadien der Erleuchtung

Raum schaffen für mehr

Verwundbarkeit und Macht

Strombett der Barmherzigkeit

Der große Fluss

Ein gegenseitiger liebevoller Blick

Den Geist leeren, das Herz füllen

Gedanken fallen lassen

Was verborgen ist

Gott von Herz zu Herz kennen

Ganz intim und ganz umfassend

Die erste Bibel

Vom Ego-Bewusstsein zur Bewusstheit der Seele

Die wirbelnde Spitze

Ein Spiegeluniversum

Alles was ist

Training in Machtlosigkeit

Das Gerümpel entsorgen

Drei: LEID TRAGEN

Verwandeln oder weitergeben

Ein fröhlicher Abstieg

Das universelle Muster

Versöhnung statt Versühnung

Gott ist kein Mathematiker

Alles Recyceln

Notwendiges Leid

Hoffnung und Leid

Wissen und Nichtwissen

In die Fülle fallen

Am Weinstock bleiben

Das wahre Selbst erleben

Sterben, bevor wir sterben

Vier: ANSTÖSSE UND ANLEITUNGEN

1. Sehen

2. Die Achtsamkeit des Herzens pflegen

3. Die Furien wahrnehmen

4. Auf den Atem achten

5. Nach „Schadprogrammen" scannen

6. Schweigen

7. Wachsam sein

8. Das Willkommensgebet

9. Achtsamkeit üben

10. Boote, die flussabwärts gleiten, und das Gebet der Sammlung

11. Freiwillige Des-Identifikation

12. Seitenwechsel

Anmerkungen

Geleitwort

EIN GANZ

BESONDERES BUCH

Richard Rohr hat in den letzten Jahren unendlich viele Bücher geschrieben, die meisten davon sind auch auf Deutsch erschienen. Aber nie hat er so prägnant und kompakt auf den Punkt gebracht, was sein Herzensanliegen ist, das sich wie ein roter Faden durch alle seine mündlichen wie schriftlichen Veröffentlichungen zieht.

Heute ist viel von „Kontemplation oder „kontemplativem Gebet die Rede. Aber es gibt nicht viele Autoren, die so verständlich, einfühlsam und bündig erklären können, was damit gemeint ist, und die uns gleichsam an die Hand nehmen und uns ganz praktisch in diese uralte Weise des Betens einführen. Es gibt sie in allen Religionen, und auch im Christentum wird sie seit den Tagen der frühen Wüstenväter und -mütter geübt, wenn auch lange Zeit nur von wenigen. In den letzten Jahrzehnten hat der spirituelle Hunger auch bei uns zugenommen, aber in den Kirchen gibt es wenig kompetente Lehrerinnen und Lehrer, die ihn zu stillen vermögen. Das ist einer der Gründe, warum viele Zeitgenossinnen und Zeitgenossen anderswo, sei es in der Esoterik, sei es in fernöstlichen Meditationsformen, Orientierung und Anleitung suchen.

Richard Rohrs Begriff von Kontemplation umfasst nicht nur Meditation und Gebet, auch wenn sie ein wesentlicher Faktor dieser Spiritualität sind. Es geht ihm vielmehr um eine bestimmte und umfassende Weise des Da-Seins, die das gesamte Leben nährt und prägt. Sie unterscheidet sich von traditioneller Religiosität und ihren Formen, auch wenn sie auch in ihnen viel Wertvolles entdeckt und neu und tiefer versteht.

Gott offenbart sich am Berg Horeb Mose mit dem Namen „Ich bin da!. Und diese Begegnung ruft den Flüchtling und Totschläger ebenfalls ins „Da-Sein, in eine neue Art von Präsenz, aus der heraus der Lebenssinn und die spezifische Berufung und Lebensaufgabe dieses Mannes klar wird.

Richard Rohr ruft auch uns, seine Leserinnen und Leser, zum Da-Sein. Er tut dies in drei Schritten. In der ausführlichen Einleitung dieses Buches klärt er, was Kontemplation bedeutet. In den Kapiteln 1 bis 3 beleuchtet er einzelne Aspekte dieses spirituellen Weges. Und im 4. Kapitel bietet er zwölf praktische Übungen für den Alltag an, die dazu beitragen können, dass das alles kein interessantes geistiges Konzept bleibt, sondern den Weg vom Kopf ins Herz, in den Körper und hinaus in die Welt findet.

Es empfiehlt sich, die Einleitung relativ zügig zu lesen, um eine Vorstellung zu bekommen, worum es insgesamt geht.

Die 50 kurzen Abschnitte der Kapitel 1 bis 3 hingegen eignen sich hervorragend für tägliche Meditationen. Es erscheint mir sinnvoll, diese Texte nicht zu verschlingen wie einen Roman, sondern jeden Tag nur einen Abschnitt mehrmals, langsam und „kontemplativ zu lesen und einsinken zu lassen. Schon Martin Luther, der täglich zwei Stunden lang die Bibel meditierte, sagt: „Viele Bücher machen nicht gelehrt, viel lesen auch nicht, sondern gute Dinge und oft lesen, wie wenig es auch ist, das macht gelehrt in der Schrift und fromm dazu.

Die zwölf Übungsanleitungen in Kapitel 4 wiederum können die Lektüre unterstützen und mit Leben füllen, indem man zum Beispiel jede Woche eine dieser Übungen täglich „ausprobiert". Das alles kann man alleine tun oder noch besser gemeinsam, etwa in einem Hauskreis oder zusammen mit anderen, die ebenfalls lernen wollen, kontemplativ zu beten und zu leben – auch wenn kein versierter Anleiter und keine weise Lehrerin zur Verfügung stehen.

Dieses kleine Buch hat es in sich. Ich bin überzeugt, dass es Menschen nachhaltig inspirieren und verändern kann. Die einzigen Bedingungen dafür sind die Sehnsucht nach einer vertieften Spiritualität und etwas Disziplin, um täglich tatsächlich 15 bis 20 Minuten zu üben. Wer damit beginnt, wird diese Zeit schon bald nicht mehr missen wollen. Ich wünsche diesem Buch und allen, die es lesen und durchleben, Freude und himmlischen Segen.

Andreas Ebert

Einleitung

STAUNEN UND HINGABE

Ich lasse mich suchen von denen, die nicht nach mir forschen; ich lasse mich finden von denen, die nicht nach mir suchen. Ich sage: „Hier bin ich! Hier bin ich!", zu Menschen, die nicht einmal meinen Namen anrufen.

(Jesaja 65,1)

Ganz da ist in erster Linie ein Buch über das Sehen, allerdings eine Art des Sehens, die viel mehr ist als bloßes Hinschauen, weil es zugleich Erkennen und im Gefolge davon Wertschätzung beinhaltet. Dies ist die Art des Sehens, die wir in der Kontemplation üben, dem Herzstück jedes authentischen inneren Dialogs. Der kontemplative Geist zeigt uns nicht, was wir sehen sollen, sondern lehrt uns, wie wir das sehen können, was wir vor Augen haben.

Kontemplation erlaubt uns, die Wahrheit der Dinge in ihrer Ganzheit zu schauen. Es handelt sich um einen geistigen Übungsweg und ein Geschenk, das uns – sogar neurologisch – von der Abhängigkeit von unserer fixierten Denkweise befreit, von unserer linken Gehirnhälfte, die denkt, sie hätte alles im Griff. Wir hören auf, unserem winzigen, binären Verstand zu glauben, der alles auf zwei Wahlmöglichkeiten reduziert und sich dann in der Regel mit einer davon identifiziert, und wir beginnen, die Unzulänglichkeit dieser beschränkten Art und Weise, die Wirklichkeit wahrzunehmen, zu erkennen. In der Tat ist ein binärer Verstand ein Garant für Oberflächlichkeit, wenn nicht gar Dummheit. Nur kontemplative oder zutiefst intuitive Menschen können beginnen, sich in wesentlich weitere und ergebnisoffenere Gefilde vorzuwagen. Dies ist

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