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Um das nackte Leben: Die großen Western von Heinz Squarra, #12

Um das nackte Leben: Die großen Western von Heinz Squarra, #12

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Um das nackte Leben: Die großen Western von Heinz Squarra, #12

Länge:
141 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
13. Juni 2018
ISBN:
9781386424680
Format:
Buch

Beschreibung

Wie der Mensch zur reißenden Bestie wird …

In Texas wütet ein ungewöhnlich strenger Winter, mit klirrender Kälte und meterhohem Schnee. Fünf Männer hausen eher in einer Hütte, als dass sie dort wohnen. Sie leben zwar noch, aber das ist auch das Einzige. Seit über einer Woche haben sie nichts mehr zu essen.

John Barker überwindet seinen Stolz und reitet zur Ranch des Rinderbarons Clifton Peterson, für den die Männer den Sommer über hart gearbeitet haben und bittet um ein paar Nahrungsmittel für seine hungernden Kumpane. Diese werden ihm vom Rancher kategorisch verwehrt. Und damit beginnt der verzweifelte und auch blutige Kampf um das nackte Leben der fünf Freunde, der sie im Laufe der Zeit zu wahren Tieren, zu Bestien werden lässt, die nur ein Ziel kennen: Am Ende des Winters noch am Leben zu sein, egal welche Konsequenzen das für andere hat …

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Freigegeben:
13. Juni 2018
ISBN:
9781386424680
Format:
Buch

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Um das nackte Leben - Heinz Squarra

Um das nackte Leben

Heinz Squarra

Western

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

Korrektorat: Kerstin Peschel

© dieser Ausgabe 2018 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappentext:

Wie der Mensch zur reißenden Bestie wird ...

In Texas wütet ein ungewöhnlich strenger Winter, mit klirrender Kälte und meterhohem Schnee. Fünf Männer hausen eher in einer Hütte, als dass sie dort wohnen. Sie leben zwar noch, aber das ist auch das Einzige. Seit über einer Woche haben sie nichts mehr zu essen.

John Barker überwindet seinen Stolz und reitet zur Ranch des Rinderbarons Clifton Peterson, für den die Männer den Sommer über hart gearbeitet haben und bittet um ein paar Nahrungsmittel für seine hungernden Kumpane. Diese werden ihm vom Rancher kategorisch verwehrt. Und damit beginnt der verzweifelte und auch blutige Kampf um das nackte Leben der fünf Freunde, der sie im Laufe der Zeit zu wahren Tieren, zu Bestien werden lässt, die nur ein Ziel kennen: Am Ende des Winters noch am Leben zu sein, egal welche Konsequenzen das für andere hat ...

JOHN BARKER WENDET den Blick vom prasselnden Kaminfeuer, als Peggy Peterson den Raum betritt. Sie ist ein gertenschlankes Mädchen mit sehr blonden Haaren und sehr blauen Augen. Und sie ist die Tochter des Ranchers, auf den ihn langsam ein wilder Zorn packt.

Peggy zieht die Tür hinter sich zu und sagt: „Du sollst ins Esszimmer kommen, John. Es ist schon gedeckt. Dad erwartet dich."

John bewegt sich nicht. Er blickt sie an, und sie erscheint ihm auf einmal fremd. Dabei kennt er sie nun schon drei Jahre, und er weiß, dass sie seine Zuneigung erwidert, obwohl ihr Vater bestimmt nichts davon hält.

„Ich kam nicht, um an eurem Tisch zu essen, Peggy, sagte er sanft. „Ich kam wegen Vorräten. Ich habe dir gesagt, dass Brad Segal sehr krank ist und dass alle Boys in der Hütte nichts mehr zu essen haben. Hast du es deinem Vater nicht gesagt?

„Doch, John. Natürlich habe ich es gesagt. Aber ... Na ja, er sagte, es würde zu weit führen, wenn er die Boys durch den Winter schleppen würde, nur weil sie im Sommer für ihn gearbeitet haben. Er wird dir das sicher selbst noch sagen. – Komm jetzt!" Ihre letzten Worte kommen drängend. Sie wendet sich schon wieder ab und geht durch die Tür hinaus.

John setzt sich langsam und fast schwerfällig in Bewegung. Er geht hinter ihr her. Er blickt dabei durch das Fenster nach draußen. Der Ranchhof ist mit Schnee bedeckt. Dicke Eiszapfen hängen drüben von der Regenrinne des Bunkhauses. Der Wind heult an den Kanten der Gebäude, und die Pferde im Korral haben sich dicht zusammengedrängt. Schneefontänen werden vom Sturm peitschend in die Höhe getrieben.

Er tritt in den dunklen Flur, sieht drüben die offene Tür des Essraumes und geht hinein. Peggy steht neben dem Tisch. Dahinter sitzt Clifton Peterson auf einer breiten, rot gepolsterten Bank, deren Lehne mit Schnitzereien versehen ist.

„Hallo", sagt der Rancher. Er ist fünfzig Jahre alt und ein mittelgroßer, fleischiger Mann mit rundem Gesicht und Wurstfingern. Seine Wangen glänzen rosig, und seine Augen strahlen die Fleischschüssel auf dem Tisch an.

Der Geruch, der John entgegensteigt, lässt ihm den Speichel im Munde zusammenlaufen. Er spürt plötzlich den Hunger wie einen bohrenden Schmerz, und er fragt sich, wie lange es nun her ist, seit er das letzte Mal vor einer solchen Fleischschüssel saß.

Ah, es ist lange her. Er weiß nicht mehr, wie lange es nun ist, aber das spielt auch keine Rolle.

Peggy hat einen Stuhl zurechtgerückt und blickt ihn an.

„Setz dich, John, meint der Rancher mit einer einladenden Geste. „Ich freue mich, dass du dich wieder einmal sehen lässt. Ich glaube, es ist schon wieder vier Wochen her, seit dich der Wind auf diese Ranch getrieben hat.

„Es war zu Weihnachten", erwidert John, ohne seine Stellung zu verändern.

„Yeah, richtig. Zu Weihnachten, nickt der Rancher. „Willst du dich nicht endlich setzen?

„Nein."

Die Haltung des Ranchers auf der Bank versteifte sich.

„Peggy sagte mir schon, dass du Vorräte haben willst, knurrte er. „Für die vier anderen Boys in der Hütte. Aber das geht nicht. Setz dich, ich werde dir alles erklären.

John bleibt auf dem gleichen Fleck stehen und schüttelt den Kopf.

„Ich kann nicht, Rancher, wirft er hin. „Ich habe zwar mächtigen Hunger, aber ich kann nichts essen, wenn ich daran denke, dass die anderen Männer in der Hütte hungern. Unsere Vorräte sind seit einer Woche restlos alle. Wir haben nichts mehr! Gar nichts! Keine Krume Brot, kein Gramm Fett, keinen Kaffee, nichts!

Clifton Peterson steht langsam auf, geht um den Tisch herum und lehnt sich an das Fenster.

Peggy weicht gegen die Wand zurück, und das Heulen des Sturmes draußen steht für Sekunden überdeutlich im Raum.

Dann sagt Peterson: „Sie haben im Spätsommer, als wir nach Abilene kamen, den Mond vom Himmel holen wollen, mein Junge. Sie haben gezecht, bis sie alle unter den Tischen lagen. Sie haben alles verjubelt, was sie verdient hatten. Was kann ich dafür, wenn sie nun nichts mehr haben?"

„Der Winter fing sehr zeitig an", entgegnet John leise.

„Was kann ich dafür? Ich mache das Wetter nicht. Sie hätten ihr Geld einteilen müssen. Jeder hier unten in Texas weiß, dass ein Cowboy über den Winter ohne Stellung ist. Es ist nichts Neues. Es ist auch keine Erfindung von mir. Peterson lacht unmotiviert. „Es ist eben so, redet er weiter und zuckt die Schultern. „Jeder weiß es. Und jeder muss sich danach richten. – Komm, setz dich."

John geht zurück und greift nach der Türklinke.

„Ein Sack voll Mehl, etwas Schmalz und Fleisch würde uns zwei Wochen weiterhelfen, sagt er. „Ist es wirklich unmöglich, das zu bekommen?

„Ich kann das nicht machen, John. Es würde anderen zu Ohren kommen. Die Winterreiter kämen in Scharen zu mir. Nein, es geht nicht. Sie hätten in Kansas nicht alles verprassen sollen."

John Barker lächelt schwach. Es ist ein bitteres Lächeln, das gar nicht richtig sichtbar wird.

„Wir waren vier Tage in Abilene, sagt er hart, und sein Gesicht scheint plötzlich wie aus Stein gemeißelt zu sein. „Vier ganze Tage! Und wir hatten drei Monate harter Arbeit hinter uns. Tag für Tag hatten die Boys ihr Leben riskiert, um Ihre Herde nach Kansas zu bringen. Ihre Herde, Peterson! Sie kamen mit fast allen Tieren dort an und machten ein gutes Geschäft. Gewiss, das geht mich nichts an. Aber wenn wir schon ausrechnen, was der Einzelne hätte tun müssen, dann muss die ganze Rechnung aufgemacht werden. Die Boys bekamen einhunderfünfzig Dollar für den ganzen Trail. Bei den meisten ging schon die Hälfte für den Vorschuss ab, den sie unterwegs hatten nehmen müssen. Was blieb ihnen? – Sie aber kassierten für die sechstausend Rinder über einhunderttausend Dollar. Und mehr als die Hälfte davon ist Ihr Reingewinn.

Petersons Kopf ist zornrot angelaufen. Er kommt einen Schritt auf John zu und bleibt wieder stehen. Und Peggy drückt den Rücken fester gegen die Wand hinter sich.

„Hast du ein Recht, über meinen Gewinn nachzudenken?, knurrt Peterson. „He, Bursche, hast du ein Recht dazu?

„Niemand hat ein Recht dazu, sagt man. Ich wollte Ihnen nur vorrechnen, dass Sie Ihrer hungernden Mannschaft einen Sack Mehl schulden."

„Sie können herkommen und sich satt essen. Sie können auch eine Nacht im Bunkhaus schlafen. Es ist geheizt."

„Sie werden nicht kommen. Und Sie wissen das ganz genau. Sie sind zu stolz, sich etwas zu erbetteln."

Der Rancher lacht knurrig und abgehackt. „Komisch, meint er schließlich. „Du bist doch auch Texaner. Bist du nicht zu stolz, dir etwas zu erbetteln?

„Nein, Rancher. Ich will, dass alle gut über den Winter kommen."

„Du meinst, es ändert etwas, wenn man nicht nur für sich bittet?", fragt Peterson lauernd,

„Ich meine, dass Brad Segal sehr krank ist. Er hat mehrfach Blut gespuckt. Die Boys sagen, es wäre die Lunge. Und die Boys haben Hunger. Sie werden nicht kommen und betteln. Aber sie werden irgendetwas tun, um weiterleben zu können. Und deshalb bin ich hier!"

„Du meinst, sie werden Rinder stehlen, einen Laden in Pecos ausrauben oder irgend so etwas, wie?"

„Was sie tun werden, weiß ich nicht. Jedenfalls wird sie ihr Selbsterhaltungstrieb zu etwas zwingen. Und Ihre Sturheit spielt dabei auch eine Rolle. Ich bitte Sie ..."

„Hinaus!, donnert Peterson. „Es fehlt gerade noch, dass ich in meinem eigenen Haus beleidigt werde. Hinaus, hörst du nicht! John blickt einen Herzschlag lang in die flammenden Augen des Rinderbarons, dann drückt er die Klinke nieder und tritt in den Flur hinaus. Hinter sich schließt er die Tür. Er hört Petersons raue Stimme durch die Wand dringen, versteht aber nicht, was er noch sagt.

John Barker schlägt sich den Kragen der Mackinshaw-Jacke hoch und zieht den dicken Wollschal über die Nase und den Hut tief in die Stirn. Er tritt vor das Haus und sieht den Vormann Alan Schoop durch das Schneetreiben kommen.

John steigt die Stufen hinunter.

„Hallo, ruft Schoop, der ein großer, klotziger Mann ist. „Was gibt es heute? John denkt daran, dass dieser Mann jeden Tag sein gutes Essen und jeden Monat seinen guten Lohn hat. Und mit ihm haben das noch die Männer der Winterwache bei den Rindern. – Die Männer, die Glück hatten, als der Winter anfing.

Er blickt den Vormann an, ohne ihn richtig zu sehen. Es ist, als würde er durch ihn hindurchschauen.

„He!" macht Schoop. Er grinst von einem Ohr zum anderen.

Da geht John an ihm vorbei die Treppe hinunter und durch den

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