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Sophienlust 257 – Familienroman: Gabi bekehrt einen Junggesellen
Sophienlust 257 – Familienroman: Gabi bekehrt einen Junggesellen
Sophienlust 257 – Familienroman: Gabi bekehrt einen Junggesellen
eBook114 Seiten1 Stunde

Sophienlust 257 – Familienroman: Gabi bekehrt einen Junggesellen

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Über dieses E-Book

Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren: Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.

Ein Sonntagmorgen am Rande der Großstadt. Armand Dies saß in der Küche seiner Junggesellenwohnung und frühstückte: Starken schwarzen Kaffee, dazu Eier mit Speck und Vollkornbrot. Über einem dunkelblauen Schlafanzug trug er einen Bademantel im gleichen Ton. Neben seinem Teller lag die Wochenendausgabe einer großen Tageszeitung. Die wollte er anschließend lesen, dann einen langen Spaziergang machen und …


Verblüfft schaute er auf. Es hatte geklingelt. Wer konnte an einem Sonntagmorgen um zehn Uhr etwas von ihm wollen?


Unwillig stand Armand auf und schlurfte zur Wohnungstür, vor der der Briefträger stand. "Nanu?"


"Guten Morgen, Herr Dies. Ein Telegramm."


Armand griff nach dem braunen Umschlag. "Danke." Unschlüssig drehte er das Kuvert um. Bei aller Fantasie konnte er sich nicht vorstellen, wer ihm ein Telegramm schickte. Schon gar nicht, was darin stand.


Armand setzte sich wieder, um seinen Kaffee auszutrinken. Das Telegramm lag auf der Tageszeitung neben dem Teller. Schließlich nahm er ein Messer und schlitzte den Umschlag auf.


Von einem Rechtsanwalt? Schnell überflog er die kurze Nachricht. Seine Schwägerin war gestorben.


Armand ließ das Telegramm sinken. Die Frau seines Bruders war die einzige Verwandte gewesen, die er noch gehabt hatte. Sein Bruder war vor sieben Jahren an den Folgen eines Unfalles gestorben. Von da an hatte er seine Schwägerin höchstens einmal im Jahr gesehen, in den letzten beiden Jahren überhaupt nicht mehr, wenn er sich recht erinnerte. Und jetzt war sie tot.


Der Anwalt bat um sofortige Kontaktaufnahme. Seine Telefonnummer stand im Telegramm. Armand stand auf und ging hinüber ins Wohnzimmer, wo sein Telefon stand. Dabei versuchte er sich darüber klar
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum20. März 2018
ISBN9783740927004
Sophienlust 257 – Familienroman: Gabi bekehrt einen Junggesellen
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    Buchvorschau

    Sophienlust 257 – Familienroman - Bettina Clausen

    Sophienlust

    – 257 –

    Gabi bekehrt einen Junggesellen

    … und hilft ihm, die Richtige zu finden

    Bettina Clausen

    Ein Sonntagmorgen am Rande der Großstadt. Armand Dies saß in der Küche seiner Junggesellenwohnung und frühstückte: Starken schwarzen Kaffee, dazu Eier mit Speck und Vollkornbrot. Über einem dunkelblauen Schlafanzug trug er einen Bademantel im gleichen Ton. Neben seinem Teller lag die Wochenendausgabe einer großen Tageszeitung. Die wollte er anschließend lesen, dann einen langen Spaziergang machen und …

    Verblüfft schaute er auf. Es hatte geklingelt. Wer konnte an einem Sonntagmorgen um zehn Uhr etwas von ihm wollen?

    Unwillig stand Armand auf und schlurfte zur Wohnungstür, vor der der Briefträger stand. »Nanu?«

    »Guten Morgen, Herr Dies. Ein Telegramm.«

    Armand griff nach dem braunen Umschlag. »Danke.« Unschlüssig drehte er das Kuvert um. Bei aller Fantasie konnte er sich nicht vorstellen, wer ihm ein Telegramm schickte. Schon gar nicht, was darin stand.

    Armand setzte sich wieder, um seinen Kaffee auszutrinken. Das Telegramm lag auf der Tageszeitung neben dem Teller. Schließlich nahm er ein Messer und schlitzte den Umschlag auf.

    Von einem Rechtsanwalt? Schnell überflog er die kurze Nachricht. Seine Schwägerin war gestorben.

    Armand ließ das Telegramm sinken. Die Frau seines Bruders war die einzige Verwandte gewesen, die er noch gehabt hatte. Sein Bruder war vor sieben Jahren an den Folgen eines Unfalles gestorben. Von da an hatte er seine Schwägerin höchstens einmal im Jahr gesehen, in den letzten beiden Jahren überhaupt nicht mehr, wenn er sich recht erinnerte. Und jetzt war sie tot.

    Der Anwalt bat um sofortige Kontaktaufnahme. Seine Telefonnummer stand im Telegramm. Armand stand auf und ging hinüber ins Wohnzimmer, wo sein Telefon stand. Dabei versuchte er sich darüber klar zu werden, was er empfand. Immerhin handelte es sich um die Frau seines Bruders.

    Armands Finger hatten automatisch die angegebene Nummer gewählt. Eine tiefe Männerstimme meldete sich mit »Hallo!«

    »Spreche ich mit Herrn Rechtsanwalt Weimann?«

    »Am Apparat.«

    »Mein Name ist Dies, Armand Dies. Ich habe ein Telegramm von Ihnen bekommen.«

    »Ah, Herr Dies.« Die Stimme änderte den Ton. »Ich habe auf Ihren Anruf gewartet. Darf ich Ihnen als erstes mein Beileid aussprechen?«

    »Danke.« Armand wartete, bis der andere weitersprach.

    »Ich muss mit Ihnen sprechen, Herr Dies. So schnell wie möglich. Haben Sie heute Nachmittag Zeit?«

    Armand bejahte.

    »Gut, dann würde ich vorschlagen, dass Sie so gegen drei Uhr zu mir kommen.«

    Armand notierte sich die Adresse. Bevor er noch etwas fragen konnte, hatte sich der Anwalt schon verabschiedet und aufgelegt.

    Armand ging ins Bad, ließ Wasser in die Wanne einlaufen und zog sich aus. Er war ein Mann, den man allgemein als gut aussehend bezeichnete. Groß, mit breiten Schultern, muskulösem Brustkorb und schmalen Hüften, von denen er jedes überflüssige Gramm Fett heruntertrainierte. Er war mit achtunddreißig Jahren körperlich so fit wie ein Leistungssportler mit zwanzig. Nur die winzigen Fältchen um seine graublauen Augen verrieten sein Alter.

    Armand besaß keinen schwarzen Anzug. Notgedrungen entschied er sich für eine dunkelgraue Hose und einen Pullover. Mit einer hellen Lederjacke über dem Arm wollte er kurz vor halb drei seine Wohnung verlassen. Gerade in diesem Moment klingelte wieder das Telefon. Armand hob ab.

    »Was fällt dir eigentlich ein, mich zu versetzen?«, rief eine Frauenstimme aufgebracht.

    Lydia Moser. Er hatte völlig vergessen, dass er mit ihr verabredet gewesen war. »Es tut mir leid …«

    »Ach, es tut dir leid? Ich sitze zwei Stunden in dem Lokal und warte auf dich, und dir tut es leid. Ist das deine ganze Erklärung?«

    »Lass mich doch erst einmal ausreden«, bat er.

    »Ich höre.«

    Ihr Ton ärgerte ihn. Trotzdem erzählte er ihr von dem Telegramm und der Verabredung mit dem Anwalt.

    »Und wann bist du mit dem Rechtsanwalt verabredet?«, fragte Lydia spitz.

    »Um fünfzehn Uhr.«

    »Jetzt ist es halb drei. Du hättest also genügend Zeit gehabt, in das Lokal zu kommen und mir Bescheid zu sagen.«

    »Ja …« Er zögerte, dann sagte er die Wahrheit: »Ich habe unsere Verabredung vergessen. Entschuldige bitte.«

    Er wusste schon, was nun kam, und hätte am liebsten aufgelegt. Lydia beklagte und beschwerte sich. Er liebe sie nicht, nähme sie nicht ernst und habe gar nicht vor, sie zu heiraten.

    Das hatte Armand tatsächlich nicht vor. Er hatte ihr auch nie gesagt, dass er sie liebe, sondern von Anfang an offen erklärt, dass er nicht heiraten wolle. Er war Junggeselle aus Überzeugung und wollte es auch bleiben. »Entschuldige, aber ich muss jetzt gehen«, unterbrach er sie. »Sonst komme ich zu spät.«

    »Wenn es dich so wenig interessiert, was ich zu sagen habe«, entgegnete sie spitz.

    »Lydia, das hast du mir alles schon hundertmal gesagt, und ich habe darauf immer wieder dasselbe geantwortet. Warum versuchst du nicht, einen Mann zu finden, der das Gleiche will wie du? Heiraten und eine Familie gründen?«

    »Das ist kein Thema fürs Telefon.«

    »Nein, allerdings nicht.« Armand verabschiedete sich und legte auf. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass er sich beeilen musste. Der Rechtsanwalt wohnte am anderen Ende der Stadt.

    Genau eine Minute vor drei parkte Armand seinen Wagen vor der angegebenen Adresse, einem Bungalow mit Garten. Noch bevor er klingeln konnte, wurde die Haustür geöffnet. Ein untersetzter Mann mit Brille und Stirnglatze stellte sich als Rechtsanwalt Weimann vor. »Bitte, treten Sie ein, Herr Dies.«

    Armand betrat eine rustikale Diele. Das Wohnzimmer war im gleichen Stil eingerichtet.

    »Ich habe Ihre Schwägerin in allen rechtlichen Fragen beraten«, begann Weimann. »Auch ihr Testament habe ich aufgesetzt. Das kann ich allerdings erst morgen in meinem Büro vor Zeugen öffnen. Das verstehen Sie sicher.«

    Armand nickte und fragte sich, warum der Anwalt ihn hatte kommen lassen.

    »Wegen des Testaments habe ich Sie auch nicht zu mir gebeten. Es geht um das Kind Ihrer Schwägerin.«

    »Wie bitte?« Armand glaubte sich verhört zu haben.

    »Um das Mädchen.« Der Anwalt nahm seine Brille ab. »Wussten Sie nicht, dass Ihre Schwägerin ein Kind hat?«

    »Nein«, antwortete Armand verwirrt. »Als ich sie vor zwei Jahren zum letzten Mal sah, hatte sie noch keins. Wie alt ist denn das Kind?«

    »Zehn Jahre.«

    »Zehn? Aber …«

    »Ihre Schwägerin hat das Mädchen vor zwei Jahren adoptiert.«

    »Ach so!« Armand verstand.

    »Sie war sehr einsam«, fuhr der Anwalt fort, sodass Armand ein schlechtes Gewissen bekam. Er hatte sich ja wirklich kaum um seine Schwägerin gekümmert. Aber sie hatte sich immer so verhalten, als lege sie gar keinen Wert auf seinen Besuch.

    »Woran ist sie eigentlich gestorben?«

    Der Anwalt räusperte sich. »Es war Krebs, Magenkrebs. Es ging ziemlich schnell. Eine Nachbarin hatte sich während der Krankheit um das Kind gekümmert.«

    »Und wo ist das Mädchen jetzt?«, fragte Armand.

    »Hier. Hier in meinem Haus. Deshalb habe ich Sie zu mir gebeten.«

    Armand hatte plötzlich das Gefühl, dass etwas Drohendes, zumindest aber etwas Unangenehmes auf ihn zukam. »Sie erwarten doch nicht, dass ich das Kind … Herr Weimann, ich bin Junggeselle und berufstätig.«

    »Ich weiß.« Der Anwalt setzte seine Brille wieder auf. »Ich sage Ihnen jetzt etwas, was ich Ihnen eigentlich nicht sagen dürfte, was Sie erst morgen bei der Testamentseröffnung erfahren sollten. Ihre Schwägerin hat Sie zum Vormund des Kindes ernannt.«

    O Gott, dachte Armand.

    »Sie sollen das Vermögen verwalten, bis Gabi einundzwanzig ist.«

    »Was für ein Vermögen?« Armand konnte sich nicht erinnern, dass seine Schwägerin vermögend

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