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Mami 1917 – Familienroman: Glück im Doppelpack
Mami 1917 – Familienroman: Glück im Doppelpack
Mami 1917 – Familienroman: Glück im Doppelpack
eBook107 Seiten1 Stunde

Mami 1917 – Familienroman: Glück im Doppelpack

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Über dieses E-Book

Seit über 40 Jahren ist Mami die erfolgreichste Mutter-Kind-Reihe auf dem deutschen Markt! Buchstäblich ein Qualitätssiegel der besonderen Art, denn diese wirklich einzigartige Romanreihe ist generell der Maßstab und einer der wichtigsten Wegbereiter für den modernen Familienroman geworden. Weit über 2.600 erschienene Mami-Romane zeugen von der Popularität dieser Reihe.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum20. März 2018
ISBN9783740926946
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    Buchvorschau

    Mami 1917 – Familienroman - Rosa Lindberg

    Mami – 1917 – Glück im Doppelpack

    Mami

    – 1917–

    Glück im Doppelpack

    Mit den Kindern kam die Liebe

    Rosa Lindberg

    Moritz kickte Laub in die Luft. Er hatte so schlechte Laune wie schon lange nicht mehr. Papas Schuld! Jawoll. Seit einiger Zeit konnte man ihm überhaupt nichts mehr recht machen. Sogar Pauline sagte das. Und das hieß etwas, denn normalerweise nahm Pauline Papa in Schutz.

    »Er hat doch so viel um die Ohren!« war eine ihrer schon geflügelten Entschuldigungen für ihn.

    »Pfhpfhphf!« stieß Moritz verächtlich die Luft aus. Als ob er nicht auch viel um die Ohren hätte! Gut, gut, Papa ging jeden Tag ins Büro. Na und? Ging er, Moritz – und natürlich auch Pauline – nicht jeden Tag in die Schule? Sie gingen! War auch nicht immer Honigschlecken! Und die Arbeiten im und am und ums Haus herum waren doch aufgeteilt. Gerecht, hatte Papa gesagt, worüber man auch streiten konnte! Lohnte sich jedoch nicht, denn der arme Moritz, der er war, bekam weder von Papa noch von Pauline Beistand, wenn er seinen Arbeitsanteil als zu groß reklamierte. Und Frau Liebe, die wirklich so hieß, obwohl sie es nur selten war, behauptete sogar:

    »Ein so großer und kräftiger Junge wie du, der könnte ruhig noch ein bißchen mehr tun!«

    Frau Liebe hatte gut reden! Sie kam nur zweimal die Woche ein paar Stunden, putzte ein bißchen rum und ging dann wieder nach Hause. Wo sie vermutlich gemütlich vorm Fernseher saß!

    Der Fernseher. Genau der war heute der Streitpunkt gewesen. Papa hatte ihn davor erwischt, obwohl er seine Hausaufgaben noch nicht gemacht hatte. Als ob das ein Beinbruch wäre! Sich gleich aufzuregen, als ob Gott weiß was passiert wäre!

    »Mooo-ritz!«

    Papas Stimme! Nein, stehen blieb Moritz nicht. Aber angelegentlich seine Schritte zu verlangsamen, dabei vergab man sich nichts.

    Dann fiel ihm ein, wie müde Papa ausgesehen hatte, und eine heiße Welle von Liebe überlief ihn. Er blieb nicht nur stehen, er drehte sich sogar um und rannte los, so schnell er konnte – und er konnte blitzschnell, wenn er wollte –, hin zu Papa und mitten hinein in dessen ausgebreiteten Arme. Haach! War das schön! Immer und immer wieder, obwohl er ja eigentlich schon ein bißchen groß war für so Sachen.

    »Mensch, Moritz!« flüsterte Papa in sein Haar hinein. »Ich wollte gar nicht so hochgehen! Entschuldige, mein Junge!«

    Moritz’ Kopf lag an Papas Brust. Er konnte das Herz darin schlagen hören.

    »Macht doch nix. Ich – ich wollte ja auch eigentlich überhaupt nicht weglaufen.«

    Er fühlte Papas streichelnde Hand in seinem Haar.

    »War wohl wieder Ärger im Büro, was?«

    »Um ehrlich zu sein, hielt sich das eigentlich in Grenzen. Weiß der Himmel, warum man manchmal so aus der Haut fährt. – Wollen wir nach Hause gehen, Mo? Pauline hat Bratkartoffeln und Rote Bete versprochen.«

    Hannes Ruland ließ seine Hand während des Gehens auf Moritz’ Schulter. Dessen Arm lag um seine Mitte. Einträchtig marschierten sie nach Hause.

    Wir sind, überlegte Hannes müde, einander so sehr zugetan, daß jeder Streit weh tut. Den Kindern. Und mir. Ich muß mich mehr zusammennehmen.

    »Oder…«, hatte seine Kollegin Lydia heute seine diesbezügliche Klage kommentiert, »endlich wieder heiraten!«

    Ja, oder das. Vielleicht. Seine bisherigen, zugegeben: ziemlich lahmen Bemühungen waren allerdings wenig ermutigend gewesen. Sobald er von seinen Zwillingen gesprochen hatte, kühlte die Begeisterung der Damen ab. Überhaupt kam es ihm so vor, als wären die wenigsten von ihnen an Ehe und Familie interessiert. Jedenfalls die, denen er begegnet war.

    Lydia, die Neunmalkluge, hatte dazu gesagt:

    »Weißt du, Hannes, die Zeiten haben sich geändert. Wir sind nicht mehr sehr versessen darauf, geheiratet zu werden, um dann unser Leben putzend, kochend und sorgend zu verbringen.«

    Schade eigentlich. Für ihn und Lilli seinerzeit gab es nichts Erstrebenswerteres und Schöneres, als eine eigene Familie zu haben. In Liebe zueinander zu gehören, durch dick und dünn gemeinsam zu gehen, die Kinder zu leiten und hineinzuführen in ihr Leben.

    Ein ins Schleudern geratener Lkw hatte Lilli auf ihrem Fahrrad in der Nähe des Kindergartens unter sich begraben. Und damit alle ihre gemeinsamen Träume. Geblieben war ein Schmerz, der höllisch war und nur sehr langsam abklang. Seine Mutter war eine Weile bei ihnen geblieben, doch sie war herzkrank und den Kindern und dem Haushalt nicht mehr gewachsen. Lillis Eltern lebten nicht mehr.

    »Papa?« Moritz sah zu ihm hoch.

    »Ja, mein Junge?«

    »Pauline ist in Ordnung, was?«

    Hannes lächelte.

    »Und ob sie das ist! Genau wie du.«

    »Aber sie ist lieber als ich!«

    »Ist sie das? Lieb, das ist so etwas, das ist jeder eben auf seine Art.«

    »Vielleicht ist das so, weil sie ein Mädchen ist. Kann das wohl sein?«

    »Möglich, ja. Wie kommst du jetzt darauf?«

    »Weil die Meister…«

    »Frau Meister!« korrigierte Hannes automatisch, wobei ihm einfiel, daß diese Frau Meister ihn seit Tagen sprechen wollte. Sie war die neue Lehrerin der Kinder und hatte vermutlich an seinen beiden einiges auszusetzen. Er würde sie heute abend – was sein muß, muß sein – anrufen und einen Termin mit ihr vereinbaren. Sie hatte ihm sogar ihre Privatnummer genannt. Mußte ja ganz schön wichtig sein.

    »Also gut: die Frau Meister sagt, daß Mädchen einfach geduldiger wären. Deshalb.«

    Dann, Hannes grinste förmlich in sich hinein, hatte seine Pauline sich aber anscheinend sehr zurückgehalten in der letzten Zeit! Pauline und Geduld…!

    Doch eigentlich – wenn er es recht überlegte, war es bisweilen wirklich so. Moritz gegenüber beispielsweise war sie von manchmal engelhafter Geduld. Das waren die Momente, in denen sie ihn an Lilli erinnerte, obwohl Lillis Aussehen sich mehr auf Moritz übertragen hatte, während Pauline nach ihm kam. Aber die Geduld bis zur Grenze der Güte, die hatte sie mit Sicherheit von Lilli, die im Einsatz für ihre Lieben zur Löwin werden konnte. Ach, Lilli, Lilli! Warum mußtest du uns genommen werden? Du fehlst uns so sehr. Immer noch und immer wieder.

    »Vielleicht sind sie das wirklich. Im Grunde, meine ich, und mit Einschränkungen. Aber sind sie deshalb lieber?«

    Moritz dachte nach und kam zu dem Schluß:

    »Ich glaube schon.«

    Hannes lachte und drückte Moritz’ schmale Knabenschulter.

    »Aber wir beide wissen doch, daß sie auch ganz schön nickelig sein können, wenn’s drauf ankommt. Oder?«

    Wieder mußte Moritz überlegen.

    »Ja. Sicher. Aber das muß wohl so sein.«

    Dies, erkannte Hannes, könnte eines jener Endlos-Gespräche werden – Moritz neigte dazu! –, nach dem ihm heute so ganz und gar nicht der Sinn stand.

    Bevor er ablenkende Worte fand, sagte Moritz:

    »Bratkartoffeln und Rote Bete? Hat sie das gesagt?«

    »Hat sie.«

    »Wo hat sie denn die Rote Bete her?«

    Diese Woche war nämlich er für den Einkauf und Pauline für das Kochen zuständig.

    Und Rote Bete hatte er nicht gekauft, das wußte er genau. Laut Pauline machte die Herstellung des köstlichen Rote-Bete-Salates mit dieser schlierenden Sahne und dem scharfen Meerrettich viel

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