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Whitmore, der Indianerhasser
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eBook150 Seiten1 Stunde

Whitmore, der Indianerhasser

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Über dieses E-Book

Whitmore, der Indianerhasser

Western von Luke Sinclair

Der Umfang dieses Buchs entspricht 128 Taschenbuchseiten.

In Captain Henry L. Whitmores Augen sind nur tote Indianer gute Indianer. Sein ehrgeiziges Ziel besteht darin, das Land von der roten Pest zu befreien. Er benötigt jedoch einen Grund, um einen Krieg mit den Brulé Sioux anzuzetteln. Und diesen erhält er mit dem schwerverwundeten Dane Craig.

SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum19. Juni 2018
ISBN9781386834441
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    Buchvorschau

    Whitmore, der Indianerhasser - Luke Sinclair

    Whitmore, der Indianerhasser

    Western von Luke Sinclair

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 128 Taschenbuchseiten.

    In Captain Henry L. Whitmores Augen sind nur tote Indianer gute Indianer. Sein ehrgeiziges Ziel besteht darin, das Land von der roten Pest zu befreien. Er benötigt jedoch einen Grund, um einen Krieg mit den Brulé Sioux anzuzetteln. Und diesen erhält er mit dem schwerverwundeten Dane Craig.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author COVER FIRUZ ASKIN

    © dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Prolog

    „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer!, schrie Captain Henry Whitmore. „Das sind Wölfe! Reißende Bestien, die man erbarmungslos vernichten muss, wenn man vor ihnen Ruhe haben will! Ich werde dafür sorgen, dass dieses Land von der roten Pest befreit wird. Bis zum letzten Mann werde ich sie alle ausrotten! Dies war der Schwur des Indianerhassers. Und dann sah es aus, als würden die Prärien und Berge von Wyoming in einem Meer von Blut und Tränen ertrinken müssen. Doch zum Glück gab es einen Mann, der die Ruhe bewahrte ...

    1

    Der Wagen holperte über den harten Boden. Die Eisenreifen an den großen Rädern mahlten sich knirschend durch das Geröll am Ufer des Flusses. Nirgendwo war der Rauch eines Feuers, nirgendwo die Anwesenheit von Menschen zu erkennen. Nur Felsen, Bäume, der Fluss und die Stille der überwältigenden Einsamkeit.

    Der Fahrer war ein dürrer Mann mit eckigen Schultern. Er blickte flüchtig zu den Felsen hinauf, die das Flusstal flankierten. Der junge Bursche, der neben ihm saß, biss die Spitze einer schwarzen Zigarre ab und spuckte zur Seite.

    „Wie weit ist es noch bis Fort Pierre?", fragte er.

    Der junge Dane Craig war das erste Mal mit Jesse Leslie auf einer Fahrt, und der verstand dessen Ungeduld. Seit sie vor Tagen in Rapid City mit ihren Marketenderwaren aufgebrochen waren, hatten sie nur Felsen, Berge und den Fluss gesehen.

    „Heute werden wir es vor der Dunkelheit nicht mehr schaffen", sagte Leslie und blickte dann zu dem Reiter im fransenbesetzten Hirschlederhemd, der am Weg aufgetaucht war. Es war Brad, der Scout.

    „He, Brad!, rief Leslie. „Ist was nicht in Ordnung da vorn?

    Brad kniff die Lider zusammen und blinzelte gegen die Sonne. Er war nicht außergewöhnlich groß, aber seine Gestalt ließ einige Kraft vermuten.

    „In den Hügeln bin ich erneut auf Spuren gestoßen", sagte er, als Jesse mit seinem Gefährt heran war, und ließ sein Pferd langsam neben dem Murphy Wagen hergehen. Dane Craig zog heftig an seiner Zigarre.

    „Viele?", fragte Jesse.

    „Drei. Ich weiß nicht, ob es Späher oder Jäger waren. Aber ich glaube, es besteht kein Grund zur Besorgnis." Er trieb sein Pferd leicht an und ließ den Wagen wieder ein Stück hinter sich zurück.

    „Das sagt er so, brummte Dane. „Aber bei diesen Teufeln weiß man nie, woran man ist. Ich jedenfalls werde meine Augen offenhalten.

    Jesse deutete mit dem Kopf nach vorn.

    „Glaubst du, dass er das nicht tut?"

    Dane überhörte diese Frage und sagte: „Ich habe einmal in Kansas eine Farm gesehen, die sie überfallen hatten. Die Cheyenne haben die Angewohnheit, ihren Opfern die linke Hand abzuschneiden. Soll ich dir schildern, wie die Leute ausgesehen haben, die ich dort fand? In meinem ganzen Leben werde ich ..."

    „Ich weiß, wie so etwas aussieht, unterbrach Jesse ihn, „aber hier gibt es keine Cheyenne, und mit den Brulé Sioux hat es schon lange keinen Krieg mehr gegeben.

    Dane kratzte sich im Genick.

    „Die haben schon mitten im Frieden skalpiert", murmelte er.

    Jesse schwieg. Er wusste, dass der Junge recht hatte. Zwar konnte er ihm auch andere Dinge entgegenhalten, aber es würde wenig Sinn haben, sich darüber mit ihm zu unterhalten. Und was ging es ihn an. Mochte Dane Craig doch diese Roten hassen, es war ihm egal. Er würde seinen Wagen fahren und sich da heraushalten.

    „Gibt es auch Mädchen im Fort?", fragte Dane, um seine eigenen Gedanken in eine andere Richtung zu zwingen.

    Jesse lächelte. „Im Fort selbst gibt es nur die Frau vom Colonel. In der Siedlung auf der anderen Flussseite wohnen einige."

    „Sind sie hübsch?"

    „Eine ist es ganz bestimmt, antwortete Jesse. „Man sagt, sie sei ein Indianermädchen, aber Mary Talbot lebt schon lange bei den Weißen, glaube ich. Wie ich hörte, ist sie als Kind adoptiert worden.

    „Eine Squaw?", sagte Dane etwas enttäuscht. Aber Jesse grinste ihn an.

    „Alle jungen Soldaten im Fort sind hinter ihr her. Sie wird es also verschmerzen können, wenn du sie nicht magst."

    Dane blickte mit verkniffenen Augen nach vorn.

    Der Weg machte, dem Lauf des Bad River folgend, eine Biegung und führte dann bergauf. Brad ritt wieder dicht vor dem Wagen und hob plötzlich den rechten Arm. Dane Craig griff nach der Winchester unter seinen Füßen. Die Zigarre warf er achtlos fort.

    Jesse Leslie blieb ruhig. Er kannte solche Situationen, auch wenn ihm niemals ganz wohl dabei war. Er zügelte das Gespann und blickte argwöhnisch zu den drei Indianern, die vor ihnen auf dem Weg hielten. Sie waren bereits nahe genug, um zu erkennen, dass ihre Gesichter nicht die Farben des Krieges trugen. Es war so gut wie sicher, dass sie dort auf den Wagen warteten. Vermutlich hatten sie ihn schon lange vorher beobachtet und waren gekommen, um einen Tauschhandel zu machen oder zu betteln. Jesse war nicht besonders interessiert daran. Er blickte zu den Felsen auf der linken Seite, aber es waren keine weiteren Krieger zu sehen. Neben sich hörte er das harte Klicken, als Dane Craig seine Winchester durchlud.

    „Mach keine Dummheiten, sagte er leise, „die sind nicht auf dem Kriegspfad!

    „Haben sie dir das gesagt?" Danes Stimme klang erregt, und Jesse wusste nicht, ob es Hass oder Angst war, was den Jungen bewegte.

    Die Indianer saßen reglos auf ihren Pintos und blickten dem Wagen entgegen.

    „Mir hat mal jemand gesagt, wer zuerst schießt, der lebt länger, und dieser Mann ist sehr alt geworden."

    Dane riss bei diesen Worten das Gewehr hoch, als einer der Indianer eine Bewegung machte. Jesse Leslie wollte ihm in den Arm fallen, aber der Schuss löste sich bereits. Der mittlere der drei Indianer wurde vom Pferd geschleudert. Die anderen beiden erschraken sichtlich und griffen zu den Waffen.

    Jesse packte Danes Arm und versuchte, ihm das Gewehr zu entreißen, aber Dane versetzte ihm einen Stoß, der ihn fast vom Wagen befördert hätte. Jesse hielt sich am Saum der harten Plane fest, während der Junge einen zweiten Schuss abfeuerte, der aber danebenging.

    Der Scout Brad riss sein Gewehr aus dem Scabbard. Die beiden Indianer jagten davon. Dane schoss pausenlos hinter ihnen her. Einer der Flüchtenden stürzte vom Pferd auf den steinigen Boden und regte sich nicht mehr. Dane schoss weiter, bis es Jesse endlich gelang, ihm das Gewehr zu entreißen. Erschöpft fiel der Junge auf die Bank zurück, aber er starrte weiter dorthin, wo die toten Indianer lagen.

    Brad hatte sein Tier vor die Gespannpferde gedrängt, die durchzugehen drohten, und hielt sie an den Geschirren fest.

    „Weißt du, was du getan hast, du gottverdammter Narr?, schrie Jesse wütend. „Mit diesen Schüssen hast du uns vielleicht alle umgebracht.

    Dane schüttelte den Mann von sich ab.

    „Die beiden da werden uns jedenfalls kein Haar mehr krümmen."

    „Glaubst du, es waren die einzigen hier in der Gegend?, schnauzte Brad und mühte sich mit den Pferden ab. Der Zorn in seinem sonst so gleichmütigen Gesicht war unverkennbar. „Wenn ich nicht überzeugt wäre, in den nächsten Stunden alle Kugeln dringend zu benötigen, würde ich dich auf der Stelle niederschießen. Er wandte sich an Jesse Leslie. „Gestern habe ich die Fährte eines größeren Trupps entdeckt. Ich habe es nur nicht gesagt, um diesen Idioten nicht noch nervöser zu machen."

    Dane wollte hochfahren, aber Jesse hielt ihn fest.

    „Du hast schon genug Unheil angerichtet, Junge", sagte er mit einem bösen Unterton in der Stimme.

    Dane gab den Widerstand auf. Es mochte ihm inzwischen klargeworden sein, was seine unbedachten Schüsse für Folgen haben konnten.

    „Mein älterer Bruder war Sergeant im Siebenten Kavallerieregiment, sagte er tonlos. „Er war am Little Bighorn dabei. Die Sioux haben ihn umgebracht. Daran musste ich denken, als ich sie sah. Es gibt keinen Frieden zwischen ihnen und uns, es wird niemals Frieden geben.

    „Aber wir wären gern lebend nach Fort Pierre gekommen", versetzte Jesse. Seine Stimme klang dumpf und erschöpft. Er wusste, wie weit Fort Pierre in diesem Moment von ihnen entfernt war. Vielleicht würde ihr Leben zu kurz sein, um diese dreißig oder vierzig Meilen noch zurücklegen zu können.

    Brads Stimme riss ihn aus seinen Gedanken.

    „Wir sollten machen, dass wir wegkommen, solange wir noch Zeit dazu haben."

    Jesse warf Danes Gewehr auf das Bodenbrett und griff nach den Zügeln. Der Murphy-Wagen setzte sich wieder in Bewegung und gewann rasch an Fahrt. Er holperte über die Steine und ließ zwei tote Brulé-Indianer zurück, die wie ein böses Omen neben den Radspuren lagen.

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