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Invasion der Friedensbringer

Invasion der Friedensbringer

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Invasion der Friedensbringer

Länge:
124 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 15, 2017
ISBN:
9783945620434
Format:
Buch

Beschreibung

Als er erwachte, konnte er sich nicht an einen Albtraum erinnern – und doch lag er mit heftigem Herzklopfen im Bett. Er richtete sich mit einem Ruck auf und kämpfte gegen die aufsteigende Panik an.
Es ist nichts!, dachte er verzweifelt. Gestern gab es nicht die geringsten Anzeichen für einen Angriff.
Er hörte, wie das Bett knarrte, als Tish sich neben ihm bewegte. Gleich darauf verbreitete Tishs Leselampe einen warmen Schein im Zimmer.
Elliot De Vries blickte zu seiner Frau hinüber und versuchte zu lächeln...
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 15, 2017
ISBN:
9783945620434
Format:
Buch

Über den Autor


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Invasion der Friedensbringer - William Voltz

WILLIAM VOLTZ

INVASION

DER FRIENDENSBRINGER

Roman

WING Publishing

Cover

Über den Autor

Erster Teil

Zweiter Teil

Dritter Teil

Vierter Teil

Impressum

Über den Autor

William Voltz wurde am 28.Januar 1938 in Offenbach geboren. Er interessierte sich bereits in früher Jugend für Science Fiction, wurde Mitglied im SFCD und war Mitbegründer des SF-Clubs STELLARIS in Frankfurt.

William Voltz begann mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und auch ein Buch mit dem Titel STERNENKÄMPFER wurde veröffentlicht. Für seine Stories, die sich großer Beliebtheit erfreuten, bekam er im Jahr 1961 den »Besten Fan-Autor Preis«.

Sein Engagement ebnete ihm 1962 den Weg ins damals noch junge und kleine PERRY RHODAN - Team.

Bis zu seinem viel zu frühen Tod am 24. März 1984 schrieb der Autor nicht nur für diese und andere Serien, sondern veröffentlichte auch Serien unabhängige Romane und Kurzgeschichten.

Bookwire gab uns die Möglichkeit, diese William Voltz Veröffentlichungen als e-books anzubieten.

Erster Teil

1.

Als er erwachte, konnte er sich nicht an einen Albtraum erinnern – und doch lag er mit heftigem Herzklopfen im Bett. Er richtete sich mit einem Ruck auf und kämpfte gegen die aufsteigende Panik an.

Es ist nichts!, dachte er verzweifelt. Gestern gab es nicht die geringsten Anzeichen für einen Angriff.

Er hörte, wie das Bett knarrte, als Tish sich neben ihm bewegte. Gleich darauf verbreitete Tishs Leselampe einen warmen Schein im Zimmer.

Elliot De Vries blickte zu seiner Frau hinüber und versuchte zu lächeln. Ihr ovales Gesicht wurde von dunklem Haar umrahmt, das aufgelöst bis auf die Schultern hing. Tish besaß die Fähigkeit, aus tiefem Schlaf aufzuwachen und sofort hellwach zu sein. Ihre grauen Augen musterten ihn. In ihrem Gesicht stand die stumme Angst geschrieben, die auch ihn beherrschte.

Wir leben alle mit dieser furchtbaren Angst, dachte er.

»Ich habe geträumt«, sagte Elliot. Er wusste, dass der geschäftsmäßige Klang seiner Stimme sie kaum beruhigen würde. Sie kannte ihn viel zu gut, um nicht die unzähligen kleinen Anzeichen deuten zu können.

Elliot De Vries warf einen Blick auf die Uhr, sah, dass er in drei Stunden aufstehen musste und ließ sich wieder zurücksinken. Eigentlich seltsam, dass man ihm acht Stunden Schlaf gönnte und nicht von ihm verlangte, dass er auch die Nächte im Kontrollraum zubrachte.

»Auf die Dauer wirst du das nicht ertragen«, sagte Tish. Er hörte keinen Protest in ihrer Stimme, nicht einmal die Hoffnung, dass sich die Situation irgendwann ändern könnte.

»Es geht mir gut«, sagte er mechanisch. »Was ist schon dabei, wenn ich jeden Tag ein bisschen herumsitze und auf die Anzeichen eines Angriffs warte? Es ist nicht anders, als stünde ich an einer Haltestelle und würde den nächsten Bus erwarten.«

Der Vergleich ließ ihn lächeln, war er doch nur einer seiner zahllosen Versuche des Selbstbetrugs.

»Ich werde General Shane um Urlaub für dich bitten«, sagte Tish entschlossen. »Du bringst es einfach nicht über dich, ihm zu sagen, dass du mit den Nerven am Ende bist. Willst du warten, bis du zusammenbrichst? Shane muss doch wissen, dass du dann nichts mehr für sie wert bist.«

»Aber gewiss doch, Madam«, würde Shane sagen. »Natürlich bedarf Ihr Mann eines längeren Urlaubs. Sie müssen jedoch verstehen, dass wir während der augenblicklichen angespannten Lage in Asien nicht auf ihn verzichten können.«

Als wäre die Lage jemals anders als gespannt!, dachte Elliot ironisch.

»Warum schweigst du, Elliot?«, fragte Tish.

»Ich dachte daran, was General Shane sagen würde, wenn du um Urlaub für mich bitten würdest«, entgegnete er. Er beugte sich zu ihr hinüber und küsste sie auf die Stirn. »Ein Urlaub würde alles noch viel schlimmer machen. Die ganze Zeit über würde ich daran denken, dass diese Tage vergehen, dass ich danach wieder an meine Arbeit zurückkehren muss.«

Er hörte, wie ihr Atem heftiger wurde. Ihre plötzliche Erregung verwirrte ihn. Er hatte ihre Geduld immer bewundert, aber jetzt musste er erkennen, dass sie die Grenze ihrer Fähigkeit, alles mit scheinbarer Gelassenheit hinzunehmen, erreicht hatte.

»Warum fliehen wir nicht einfach von hier, Elliot?«, schrie sie.

Es war ein unsinniger Vorschlag. De Vries gestand sich jedoch ein, dass er schon oft an Flucht gedacht hatte. Aber er würde, auch wenn sich eine Möglichkeit dazu ergeben hätte, niemals die Flucht ergreifen.

»Wir gehen nach Europa«, sagte sie hastig. Erschreckt begriff er, dass sie bereits Pläne gemacht hatte, dass dieser absurde Gedanke schon fester Bestandteil ihres Denkens war. »Man würde nicht wagen, dich aus der neutralisierten Zone zu entführen, wenn du dort um Asyl gebeten hast.«

Wie immer dachte sie nur an die technischen Schwierigkeiten. Doch daran hatte sich De Vries bereits gewöhnt. Niemand, noch nicht einmal seine eigene Frau, schien zu begreifen, dass er seine Fähigkeiten nicht ablegen konnte wie einen Mantel.

»Niemand kann seinen eigenen Gedanken entfliehen«, sagte er und strich ihr sanft über das Gesicht. »Verstehst du nicht? Ich habe mich so daran gewöhnt, die Gegenseite zu beobachten, dass ich nicht mehr davon loskomme. Auch in Europa könnte ich mich davon nicht befreien.«

»So kann es nicht weitergehen«, sagte sie. »Du richtest dich zugrunde.«

Er hörte ihre Worte nicht, denn plötzlich begannen seine Hände so heftig zu jucken, dass er sie auf der Bettdecke reiben musste, um den Reiz zu vermindern. Er vermutete, dass dieses unangenehme Gefühl eine Folge seiner übersteigerten Nervosität war.

»Was ist?«, fragte Tish. »Hörst du überhaupt, was ich sage?«

Er starrte sie an, betroffen darüber, dass ihn ein Hautjucken so aus der Fassung bringen konnte.

Nachdenklich sagte er: »Es war kein Albtraum, der mich erwachen ließ. Es waren meine Hände. Der Juckreiz hat mich aus dem Schlaf gerissen.«

Er streckte seine Hände von sich und betrachtete sie, als sähe er sie zum ersten Mal.

»Sie sind rot vom Kratzen«, stellte Tish fest. »Ich werde Salbe auftragen. Wahrscheinlich hat dich irgendein Insekt gestochen.«

»Es ist schon vorbei«, sagte er aufatmend. Er fand es seltsam, dass ihn diese Sache so beschäftigte.

»Vielleicht«, meinte er unentschlossen, »sollte ich General Shane doch um Urlaub bitten.«

Er sah die Skepsis in ihren Blicken. In den vergangenen Jahren hatte sie gelernt, seine als Beruhigung gedachten Worte von seinen tatsächlichen Entschlüssen zu unterscheiden. Es musste eine bittere Lektion für Tish sein, zu erkennen, dass seine Entschlüsse immer gegen sie gerichtet waren, dass ihr nur die Worte blieben; Worte, die nichtssagend wirkten und immer mehr an Überzeugungskraft verloren.

»Tish«, murmelte er, »manchmal habe ich Angst.«

»Ich weiß«, sagte sie. »Ich fühle es.«

»Es ist sicher schlimm für dich, mit mir verheiratet zu sein«, sagte er.

Er hatte das nicht sagen wollen, weil er genau wusste, dass er damit nur ihren Widerspruch herausfordern wollte.

Sie presste ihren Kopf in das Kissen, als müsste sie vor irgendetwas Schutz suchen.

»Ich möchte, dass du meine Gedanken liest«, sagte sie dumpf.

»Tish!«, stieß er hervor. »Wir haben vor unserer Hochzeit ausgemacht, dass ich das niemals tun werde. Du kannst zwar nicht wissen, ob ich dich heimlich kontrolliere, aber ich versichere dir …«

»Nun los!«, unterbrach sie ihn.

In diesem Augenblick setzte der Juckreiz an seinen Händen wieder ein. Es dauerte nur ein paar Sekunden, aber es verwirrte ihn so, dass er sich, kaum dass es vorüber war, in ihre Gedanken einschaltete. Er tat es fast unbewusst, aber im gleichen Augenblick, als ihre Gefühle wie eine warme Flut in ihn eindrangen, wusste er, dass er schon immer gehofft hatte, eines Tages ihr Bewusstsein zu erschließen.

Was er fühlte, war bedingungslose Liebe. Er wurde rot vor Scham, als er spürte, dass ihre Zuneigung bis zur Selbstaufopferung gehen würde. Hastig zog er sich zurück und verschloss sich gegen ihre Gedanken.

»Ich wusste … ich wusste nicht«, stammelte er unbeholfen.

Sie tastete nach seinen Händen und drückte sie. Er fühlte Mitleid mit ihr, obwohl sie das sicher

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