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Toni der Hüttenwirt 193 – Heimatroman: Warum sind wir uns begegnet?

Toni der Hüttenwirt 193 – Heimatroman: Warum sind wir uns begegnet?

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Toni der Hüttenwirt 193 – Heimatroman: Warum sind wir uns begegnet?

Länge:
107 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 17, 2018
ISBN:
9783740928346
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt.Toni, der Hüttenwirt liebt es ursprünglich. In Anna hat er seine große Liebe gefunden. Für ihn verzichtete Anna auf eine Karriere als Bänkerin im weit entfernten Hamburg. Jetzt managt sie an seiner Seite die Berghütte.

Ihre Serie hat Geschichte geschrieben. Die Idee dahinter hat exemplarischen Charakter. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Erfolgreiche Romantitel wie "Wenn das Herz befiehlt", "Tausche Brautkleid gegen Liebe" oder besonders auch "Irrgarten der Gefühle" sprechen für sich – denn sie sprechen eine ganz eigene, eine unverwechselbare Sprache.
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 17, 2018
ISBN:
9783740928346
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Toni der Hüttenwirt 193 – Heimatroman

Titel in dieser Serie (202)

Buchvorschau

Toni der Hüttenwirt 193 – Heimatroman - Friederike von Buchner

Toni der Hüttenwirt

– 193–

Warum sind wir uns begegnet?

Zwei Herzen wehren sich gegen die Liebe

Friederike von Buchner

»Guten Morgen, Herr Bürgermeister«, rief Gina aus der Teeküche des Rathauses. »Ich bringe gleich den Kaffee.«

Bürgermeister Fellbacher ging in seine Amtsstube. Dort war in der Besprechungsecke für zwei gedeckt. Auf dem Tisch stand eine Platte mit Kuchen. Fellbacher stutzte. Habe ich einen wichtigen Termin vergessen? Er rieb sich die Stirn, konnte sich aber nicht erinnern. Er schaute in seinem Terminkalender nach. Dort stand nichts drin.

»Gina, hast du vergessen, mir etwas zu sagen? Wer kommt denn heute?«, rief er laut.

Gina kam lächelnd herein, sie trug eine Kanne Kaffee.

»Ich will es mal so sagen: Ich habe den Termin kurzfristig eingeschoben. Setzen Sie sich, Herr Bürgermeister! Ich schalte nur noch den Anrufbeantworter ein und schließe die Tür ab.«

Jetzt verstand Fellbacher überhaupt nichts mehr.

»Gina, was soll das? Warum sperrst du zu, wenn jemand kommen will?«

Gina lachte laut. Ihr italienisches Temperament kam zum Vorschein. »Weil niemand hereinkommen muss! Ich bin doch hier, oder?«

Sie schenkte Kaffee ein und setzte sich. Bürgermeister Fellbacher nahm Platz und schaute Gina prüfend an.

»Ich muss in aller Ruhe mit Ihnen reden, Herr Bürgermeister. Also dachte ich mir, ich zwinge Sie dazu, mir zuzuhören. Nicht dass Sie die Angelegenheit wieder verschieben. Diese ewige Vertrösterei habe ich satt! Damit ist jetzt Schluss!«

Bürgermeister Fellbacher machte große Augen. Für einen Augenblick wurde es ihm heiß. Er hatte sogar Angst, Gina würde kündigen.

Als könnte sie seine Gedanken lesen, sagte sie: »Also, kündigen will ich nicht, damit Sie es wissen. Noch nicht, und das gilt auch nur, wenn sich jetzt etwas ändert.«

Bürgermeister Fellbacher wollte etwas einwenden. Aber seine Gemeindesekretärin hob die Hand und schnitt ihm das Wort ab.

»Jetzt rede ich! Es ist so, dass mir meine Arbeit gefällt. Ich mache sie wirklich gern. Ich vergesse Ihnen auch nicht, dass Sie das Spielzimmer eingerichtet haben und ich mein Kind mitbringen kann, wenn ich niemand habe, der aufpassen kann. Aber es ist viel Arbeit und außer mir gibt es niemanden für den ganzen Schreibkram. Dazu kommen die Briefe und die ganzen Kontakte mit den Partnergemeinden. Wie gesagt, das mache ich gern. Aber mehr geht nicht. Ich kann mich nicht auch noch um die Betreuung von Notfällen kümmern. Sicher bin ich nicht allein. Helene Träutlein unterstützt mich, aber als Haushälterin unseres guten Pfarrers Zandler hat sie genug eigene Aufgaben. Deshalb kann sie auch nicht immer einspringen, wenn mal wieder eine der Frauen absagt, obwohl sie versprochen hat mitzuhelfen. Dann muss ich Ersatz suchen oder selbst anpacken. Das geht einfach nicht mehr. Im Augenblick gibt es so viele Familien, die Hilfe brauchen. Martin und seine Frau tun auch schon eine ganze Menge. Aber es muss jemand her, des alles hauptberuflich erledigt. Warum verstehen Sie des net?«

»Gina, so ist des doch net. Sicher verstehe ich es, und ich bin dir dankbar, dass du des alles so schön machst. Bisher ging es doch reibungslos – und außerdem hilft meine Frau ebenfalls.«

»Ja, das stimmt. Aber Irene ist es auch zu viel. Sie sollten mal mit ihr sprechen.«

»Sie hat mir nichts gesagt«, sagte Fellbacher leise.

»Natürlich hat sie nichts gesagt, Herr Bürgermeister. Sie wird von sich aus auch nichts sagen. Sie denkt, es wäre ihre Pflicht, Sie zu unterstützen. Dagegen ist auch nichts zu sagen. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Entweder die Gemeinde Waldkogel tut sich, in Sachen Betreuung von Alten, Kranken und Familien in Not, mit Kirchwalden zusammen, oder die Gemeinde Waldkogel baut selbstständig eine Gemeindefürsorgestelle auf und stellt jemanden fest ein.«

Fritz Fellbacher aß ein Stück Apfelkuchen. Gina ließ ihm Zeit zum Nachdenken.

»Du hast mir in den letzten Wochen schon öfter gesagt, dass wir uns um Hilfe kümmern sollten. Es ist im Augenblick net einfach. Das gebe ich zu. So viele Leute und Familien, die Hilfe brauchen, gab es schon lange nicht mehr.«

»Das weiß ich. Was machen Sie jetzt, Herr Fellbacher? So kann es jedenfalls nicht weitergehen«, sagte Gina mit strengem Unterton in der Stimme.

Fellbacher rieb sich verlegen das Kinn.

»Mei, ich dachte, es geht schon irgendwie. Es war doch auch so, oder? Die Waldkogeler halten zusammen und packen an, wenn Not am Mann ist. Darauf können alle hier stolz sein.«

»Sicher, aber es kann trotzdem nicht so weitergehen. Es ist nämlich nicht nur ein vorübergehender Engpass, sondern es ist überhaupt kein Ende abzusehen«, sagte Gina entschieden. »Nachbarschaftshilfe ist eine Sache, Leute ständig auszunutzen eine andere, Herr Fellbacher. So kann es nicht weitergehen! Am besten wäre es, wir hätten jemand vor Ort.«

Fellbacher trank einen Schluck Kaffee.

»Also, jemand hier zu haben, der nur für die Waldkogeler da ist, ist die bessere Lösung. Aus Kirchwalden jemanden kommen lassen, des will ich nicht. Außerdem, wie würde des aussehen? Wir haben hier bisher immer alles ohne Hilfe aus der Kreisstadt gelöst.«

Gina nickte und aß ihren Apfelkuchen auf.

»Also gut, Gina, ich kümmere mich darum. Das verspreche ich dir. Natürlich kann ich eine Gemeindehelferin nicht aus dem Hut zaubern. Morgen werden wir noch keine haben und ich vermute, dass es auch nicht so schnell gehen wird. Zuerst muss der Gemeinderat zustimmen. Aber darin sehe ich keine Hürde. Zweitens, und des wird schwieriger, diese Gemeindehelferin muss zu Waldkogel passen. Sie muss etwas können und ein großes Herz haben. Sie muss mit den Waldkogelern klarkommen. Eine Fremde wird es schwer haben.«

»Das glaube ich nicht. Auch ich war eine Fremde, als ich hierherkam und auf dem Rathaus anfing. Wenn sie zupacken kann, dann wird sie schnell akzeptiert werden. Da bin ich voller Zuversicht.«

»Das stimmt schon, was du sagst. Doch ich kann nicht zaubern. Gina, lass mich und die Leute nicht hängen. Ich verspreche dir, jemanden zu suchen.«

»Sie wissen genau, dass weder ich, noch sonst jemand, Sie hängen lassen wird. Aber es muss wirklich etwas geschehen. Sie sollten sich mit Doktor Martin Engler besprechen. Er kennt vielleicht aus seiner Krankenhauszeit eine Krankenschwester, die dafür infrage käme. Oder seine Frau kennt eine ehemalige Kollegin, die eine neue Aufgabe reizt.«

»Das ist eine gute Idee, Gina. Ich werde mit Martin sprechen. Ich werde ihn gleich besuchen.«

Bürgermeister Fellbacher stand auf. Er ging zu seinem Schreibtisch und rief in der Praxis von Doktor Engler an. Die alte Schwanninger Bäuerin ging ans Telefon. Martin war unterwegs und machte Hausbesuche. Seine Frau besuchte hilfsbedürftige Familien. Fellbacher bat die alte Bäuerin, Martin zu sagen, er möge ihn gleich anrufen, noch vor der Sprechstunde.

Fellbacher setzte sich wieder. Er schaute Gina an.

»Bis wir jemand gefunden haben, bitte ich dich, weiter auszuhelfen. Wir machen des so: Das Büro hier im Rathaus ist nur jeden zweiten Tag am Vormittag geöffnet. In dringenden Fällen haben alle Waldkogeler meine Handy-Nummer. An den Tagen, an denen ich dich bitte hier zu sein, musst du nur zwei Stunden anwesend sein. Dann erledigst du den nötigsten Schreibkram. Wenn es nicht anders geht, dann stelle ich dafür eine Aushilfskraft ein. Es sind Ferien, und es gibt genug junge Madln, die nach dem Abitur nix zu tun haben, bis sie im Herbst zu studieren anfangen. Die können mit dem Computer umgehen und Briefe tippen.«

Gina nickte.

»Ja, das ist eine Lösung. Aber Sie sollten schnell jemanden finden.«

»Mei, Gina, du setzt mich ganz schön unter Druck.«

»Das muss manchmal sein, Herr Bürgermeister. Übrigens, Sie könnten auch mit anpacken.«

Fellbacher schaute Gina verwundert an.

»Wie soll ich das

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