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Der neue Landdoktor 67 – Arztroman: Wer hat gelogen?

Der neue Landdoktor 67 – Arztroman: Wer hat gelogen?

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Der neue Landdoktor 67 – Arztroman: Wer hat gelogen?

Länge:
106 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 17, 2018
ISBN:
9783740928230
Format:
Buch

Beschreibung

"Der neue Landdoktor" zeichnet sich gegenüber dem Vorgänger durch ein völlig neues Konzept aus. Es wird noch größerer Wert auf Romantik, Spannung und sich weiterdichtende, zum Leben erwachende Romanfiguren, Charaktere und Typen gelegt. Eines darf verraten werden: Betörend schöne Frauen machen dem attraktiven Landdoktor schon bald den Hof. Und eine wirkliche Romanze beginnt...

Tessa Hofreiter ist in vielen Romangenres mit großem Erfolg aktiv. Einen ihrer zahlreichen Höhepunkte bildete fraglos die Serie um "Das Chateau", die sich um ein französisches Weingut dreht. Immer populärer ist in jüngster Zeit "Der neue Landdoktor" geworden, der den Nerv einer wachsenden Lesergemeinde trifft. Der Stil dieser Schriftstellerin ist unverwechselbar.
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 17, 2018
ISBN:
9783740928230
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Der neue Landdoktor 67 – Arztroman - Tessa Hofreiter

Der neue Landdoktor

– 67–

Wer hat gelogen?

Der Rivale schreckt vor nichts zurück

Tessa Hofreiter

»Diese Ausflüge werde ich vermissen, Franca«, seufzte Anna und schaute über den Viktualienmarkt mit seinen bunten Obst- und Gemüseständen. »Vancouver ist leider zu weit weg, um sich mal kurz auf einen Kaffee zu treffen.« Sie bedauerte, dass sie in Zukunft ohne die junge Gynäkologin auskommen musste, die in den letzten Jahren die Geburtsabteilung an der Uniklinik Kempten geleitet hatte.

Franca war genau wie Anna eine Befürworterin der natürlichen Geburt und ließ den Hebammen viel Freiraum. Ob die Zusammenarbeit mit ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger ebenso reibungslos verlaufen würde, das musste sich erst herausstellen. Franca war immer Annas erste Adresse, wenn sie einer Patientin zu einer Klinikgeburt raten musste. Inzwischen waren sie eng befreundet, und ihr Shoppingtag in München, einmal im Monat, war zu einer liebgewonnenen Tradition geworden.

Wie immer waren sie durch die Fußgängerzone spaziert, hatten sich die Schaufenster der Modegeschäfte angesehen und waren durch die Kaufhäuser gegangen. Jetzt saßen sie in ihrem Lieblingscafé, hatten Weißwürste mit warmen Brezeln gegessen und sich danach einen Kaffee bestellt.

Das Café war mit alten Tischen und Stühlen unterschiedlicher Stilrichtungen liebevoll eingerichtet, die dicken Regalbretter an den Wänden mit altem Spielzeug und Geschirr vom Flohmarkt dekoriert. Obwohl eigentlich gar nichts in diesem Raum zusammengehörte, erschien doch alles wie eine Einheit, weil jedes Möbelstück, jede Tasse, jeder Teller und jedes Spielzeug eine Geschichte zu erzählen hatte. Leuchtend rote Kissen, weiße Decken auf den Tischen und der hausgemachte Kuchen hinter der Glasscheibe des Tresens sorgten für eine gemütliche Atmosphäre.

Anna und Franca saßen an einem Tisch direkt am Fenster und sahen auf den Markt, der bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt war.

»Du weißt schon, dass du das alles auch in Vancouver hättest kaufen können. Du musst das nun zusätzlich einpacken«, stellte Anna lächelnd fest.

Franca war dieses Mal mit weitaus mehr Tüten bepackt als sonst. Sie hatte Pullover, Schals, Handschuhe und dicke Socken für ihren Mann Georg und sich gekauft, weil sie sich auf den Winter in Kanada vorbereiten wollte. »Aber ich habe doch keine Ahnung, welche Qualität die Strickwaren dort haben«, entgegnete sie.

»Vancouver gehört zu den größten Städten Kanadas und besitzt internationales Flair. Du wirst dort alles bekommen, was du brauchst. Und was die Kälte betrifft, ich habe gehört, dass die Temperaturen dort auch im Winter selten den Gefrierpunkt erreichen.«

»Ja, ich weiß. Die Stadt liegt an einer Meeresströmung, die warmes Wasser aus Richtung Westen über den Pazifik bis an die Küste treibt.«

»Du bist also doch bestens über dein zukünftiges Zuhause informiert.«

»Noch ist es nicht mein Zuhause. Wenn ich diese Sachen dort drüben trage, dann ist es so, als hätte ich ein Stück Heimat bei mir.«

»Bereust du etwa deinen Entschluss?«, fragte Anna besorgt.

»Nein, das nicht. Die Klinik, in der ich als Oberärztin arbeiten werde, ist großartig, modern und mit allem ausgestattet, was den medizinischen Alltag erleichtert. Von unserer Wohnung aus sehen wir auf den Pazifik, was allein schon wirklich fantastisch ist. Und Georg wird Teilhaber einer der renommiertesten Anwaltskanzleien.«

»So ist es, und das klingt nach einer perfekten Zukunft.«

»Stimmt, das gebe ich zu. Aber ich werde meine Familie und meine Freunde vermissen.«

»Wir werden euch besuchen.«

»Hoffentlich, aber ich brauche trotzdem jede Menge Erinnerungen«, sagte Franca und zückte ihr Handy.

»Ein Selfie von uns?«, fragte Anna, als Franca ihren Arm ausstreckte und das Telefon hochhielt.

»Wie gesagt, ich sammle Erinnerungen«, sagte Franca und drückte auf den Auslöser. »Ich denke, es ist ganz gut geworden«, stellte sie fest, als sie das Foto betrachtete, das zwei hübsche junge Frauen zeigte. Anna mit ihrem dunklen Haar und den hellen grünen Augen und sie mit ihren kurzen blonden Haaren und den dunklen Mandelaugen. »Schickst du mir hin und wieder ein Foto, wenn du hier in der Stadt einkaufen gehst?«

»Versprochen.«

»Wie wohl ihr Kaffee auf Dauer schmecken wird?«, fragte Franca und nippte nachdenklich an ihrer Tasse. »Blaubeeren sind in Kanada äußerst beliebt«, sagte sie und schaute auf den Obststand, der direkt gegenüber dem Cafés stand. Neben roten und grünen Äpfeln, Melonen, Bananen, Pfirsichen, Johannisbeeren und Himbeeren, nahmen die Heidelbeeren eine große Fläche der Verkaufsfläche ein.

»Sie essen sie als Dessert oder auch zu deftigen Gerichten. Es gibt riesige Felder mit wilden Heidelbeeren. Die Kanadier lieben ihre Blaubeeren«, gab Anna ihr recht.

»Riesige Felder in einem riesigen Land.«

»Das du bald lieben wirst. So wie Sebastian und Emilia es tun.«

»Das ist etwas anderes. Emilia ist dort geboren, und Sebastian hat dort viele Jahre gelebt, bevor er die Praxis seines Vaters in Bergmoosbach übernommen hat, und er hat, nein, tut mir leid«, entschuldigte sich Franca. Es war ihr sichtlich unangenehm, dass sie dieses Thema angeschnitten hatte.

»Du kannst es ruhig aussprechen. Er hat dort die Liebe seines Lebens gefunden«, sagte Anna, als Franca innehielt.

»Aber jetzt gehört seine Liebe dir.«

»Ich hoffe es.«

»Was heißt, du hoffst es?«

»Ich habe dir doch von dieser Frau erzählt, die er in Wien getroffen hat, als wir zusammen den Ärztekongress besucht haben.«

»Monique, die Gynäkologin, die an derselben Klinik in Toronto gearbeitet hat wie er.«

»Richtig, Monique, die Hebammen für überflüssig hält und davon ausgeht, dass sie Sebastian irgendwann für sich gewinnen wird.«

»Er ist aber bei dir und nicht bei ihr.«

»Monique gehört zu diesen Frauen, die nicht locker lassen, wenn sie etwas haben wollen.«

»Manchmal müssen auch diese Frauen zurückstecken. Vermutlich hat sie sich längst getröstet, sonst wäre sie doch schon aufgetaucht. Du solltest dir über sie keine Gedanken machen. Eher über meine Nachfolge in der Klinik. Die Geschäftsleitung hat immer noch kein Wort darüber verloren, ob sie schon eine Entscheidung gefällt haben. Wie es aussieht, wird unser Chefarzt persönlich vorübergehend meine Aufgaben übernehmen. Eigentlich bin ich mit ihm immer gut ausgekommen. In letzter Zeit spricht er allerdings oft von Effizienz, Kostenersparnis und Gerätemedizin, das gefällt mir gar nicht.«

»Patienten wollen aber nicht mit Geräten sprechen, sondern mit Menschen. Das gilt für alle Stationen und erst recht für die Geburtshilfe. Oder sollen unsere Kinder demnächst mit der Hilfe von Robotern auf die Welt kommen?«

»Aus der Sicht der Kliniken wäre das sicher erstrebenswert. Keine Gehaltsforderungen, keine Ausfälle wegen Urlaub oder Krankheit.«

»Eine schöne neue Welt, die du da beschreibst, Franca«, sagte die junge Frau, die in diesem Moment das Café betrat.

Sie hatte ihr blondes Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden und trug eine Brille mit einem malvenfarbenen Rahmen, der in der Farbe genau zu ihrem knielangen Kleid passte.

»Hallo, Nele«, begrüßte Franca ihre Nichte, die Tochter ihres älteren Bruders Bertold, die in der Nähe wohnte und sich immer mit ihr und Anna traf, wenn sie zum Einkaufen in die Stadt kamen.

»Hallo, Tantchen«, sagte Nele und umarmte Franca.

»Tantchen? Das klingt, als wäre ich bereits jenseits der achtzig«, stöhnte Franca.

»Sorry, ist mir nur so herausgerutscht«, entschuldigte sich Nele.

»Schon gut, im Vergleich zu uns bist du ja auch fast noch ein Kind«, sagte Franca.

»Ein Kind? Ich bin dreiundzwanzig. Okay, du hattest deine Retourkutsche«, stellte Nele lachend fest. »Hallo, Anna.«

Sie begrüßte die Freundin ihrer Tante mit einer herzlichen Umarmung und setzte sich zu den beiden an den Tisch. »Michi, einen Kräutertee für mich, bitte!«, rief sie dem jungen

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