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Bis Er Jerusalem zum Ruhm der Erde macht

Bis Er Jerusalem zum Ruhm der Erde macht

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Bis Er Jerusalem zum Ruhm der Erde macht

Länge:
966 Seiten
13 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 23, 2018
ISBN:
9783752826692
Format:
Buch

Beschreibung

"O Jerusalem, Ich habe Wächter auf deine Mauern gestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht keinen Augenblick schweigen sollen. Ihr, die ihr den HERRN erinnern sollt, gönnt euch keine Ruhe! Und lasst auch Ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichtet, und bis Er es zum Ruhm auf Erden setzt!" (Jesaja 62,6f.)

Wie sehnt Sich Gott danach, dass Seine Gemeinde die Bedeutung dieses Seines Herzensschreis versteht! Und was ER da seit jeher schon immer vor hat!

Wer auch immer hinhört und Sein Wort unvoreingenommen an sich heranlässt, in dem wird ER die lebensverändernde Überzeugung wachsen lassen:
Es geht um alles. Um das innigste Verlangen, das der Vater seit jeher im Herzen trägt und unweigerlich zur Erfüllung bringen wird! Dem wird dämmern, dass es ALLES mit der Art und Weise zu tun hat, wie ER von Urzeiten her bestimmt hat, dass Sein großer Plan buchstäblich Realität wird: Sein Name geheiligt wird. Sein Reich kommt. Sein Wille geschieht: Wie im Himmel, so auf Erden. - Und zwar eben so, wie es bereits die Propheten beschreiben.

Israel spielte von jeher eine zentrale Rolle in JHWH's Heilplan und wird dies auch in Zukunft tun! Das zunehmend - sowohl im Natürlichen als auch geistlich - wiederhergestellte Volk wird der Bibel nach ein entscheidender Schlüssel dazu sein, dass Jesus tatsächlich in Herrlichkeit als König Seines gesamten, zusammengehörigen und in Ihm zuletzt vereinten Volkes wiederkommt, um mit ihm Seine Friedensherrschaft auf dieser Erde anzutreten.

In diesen Zeiten der Wiederherstellung ruft Jeschua Ha'Maschiach - der König der Juden - Seinen Leib zur Buße und Umkehr, wo dieser sich zu Unrecht von seinen Wurzeln losgesagt und entfremdet hat; Seinen Brüdern im Fleisch dabei Verachtung, Verurteilung und Gleichgültigkeit entgegengebracht hat anstelle von Wertschätzung, Liebe und Trost. In der Erkenntnis, dass wir nicht ersetzt haben, sondern lediglich aus Gnade mit hineingenommen, ja eingepfropft sind in das, was Gott mit Seinem Bundesvolk Israel begonnen hat und bald machtvoll zur Vollendung bringen wird.

www.RestoraZion.net
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 23, 2018
ISBN:
9783752826692
Format:
Buch

Über den Autor

Jürgen Erhard verließ 2009 auf einen klaren Ruf hin seinen Job als Bankkaufmann und übergab sich damit ganz der Führung und Versorgung Gottes; nach kurzem Theologiestudium diente er seitdem in verschiedenen Gebetshäusern und Gemeinden, u.a. in Augsburg, Kenia, Indien, Ägypten, Israel, Berlin und München. Traditionsgemäß gläubig aufgewachsen begann er - nach einer längeren Zeit der Abkehr vom Glauben und Suche nach Erfüllung in der Welt - in seiner Jugend aufgrund einer ernsthaften Sinn- und Lebenskrise, wieder entschieden nach Gott zu suchen. ... Und lernte daraufhin JESUS ganz neu als seinen persönlichen Retter und Herrn, Erlöser und Freund kennen. - In der gänzlichen Annahme dessen, dass ER am Kreuz den Preis bezahlt hat für all das, was ihm bis dahin unüberwindbar im Weg stand zur wahrhaften Versöhnung und echten, lebendigen Beziehung mit dem Schöpfer von Himmel und Erde. Er begann im Lesen der Heiligen Schrift zunehmend das wahre Wesen dieses Gottes zu erfassen - Der nahe ist, heilig, souverän und mächtig, zugleich jedoch unendlich liebender, barmherziger Vater und treu führender Hirte - und durfte in diesem Prozess ganz allmählich die Erfahrung der Taufe im Heiligen Geist machen.


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Buchvorschau

Bis Er Jerusalem zum Ruhm der Erde macht - Jürgen Erhard

Inhalt:

Hunger nach Verständnis

Das Herz

Anfänge

Seine Berufung bleibt bestehen

Erfüllte Prophetie

Was noch aussteht

Ungepredigte Wahrheiten

Kommende Zeitalter

Prophetische Wegpunkte

Dann wird ganz Israel gerettet

Anbruch Seines Reiches

Meine besondere Verwandtschaft

Jesus enthüllt

Schrecklich gescheitert

Israel vereint

Ein Messias - Ein Leib - Eine Braut!

Der erste große Bruch

Exkurs: Der Wert des Gesetzes

Fakten oder Verdrehung?

Islam enthüllt

Berufung zur Liebe, nicht zum Hass!

Bleibender Ruf zum Djihad

Geistlicher Kampf

Eine unvergleichliche Liebe

Gottes Einwohnung

Das Wort an Ezechiel

Der Gräuel der Verwüstung

Will Gott heute noch Opfer?

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!

Ein neuer Mensch aus Juden und Heiden

Dein Reich komme!

Vorgeschmack auf die Ewigkeit

Schrittweise Erfüllung von Prophetie in der Bibel

Von Rechtsprechung, einer Hochzeit und herrlichem Frieden

Schlüssel für Seine Wiederkunft

Geburtswehen der kommenden Gerechtigkeit

Fürchte Dich nicht!

Zuspitzung … Im Natürlichen und Geistlichen

Die enge Tür

Zu viel ist zu viel!

Verantwortung und Schicksalsentscheidung der Nationen

Diener der Juden

Einklang mit dem König

Botschafter, Tröster und Wächter

Ein Tal voller Knochen

...Dass Ich Meinen Geist ausgieße über alles Fleisch!

Einschub: Jesaja 19

Unsere Rolle in Seinem großen Werk

Hoffnung und Warnung

Voran, gelehnt an Ihn!

Anhang:

Prophetie von John Mulinde: Finsternis und Licht über Israel

Quellenverzeichnis

„ Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.

Sie (...) trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.

Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

Die Liebe hört niemals auf."

(1 Kor 13, 4-8)

Hunger nach Verständnis

Was hatte es mit Israel auf sich?

Diese Frage hatte sich mir schon früher immer mal wieder gestellt. Und die Zeit kam, in der Gott anfing, mir eine Antwort darauf zu geben, die mein Leben in Christus wahrlich noch einmal tiefgehend verändern sollte. Mir eine viel weitere Sicht und wunderbares, neues Verständnis über Sein großartiges Werk durch die Geschichte hindurch gab - von dem nicht zuletzt ich ein realer Teil sein durfte. Die das Alte Testament zum ersten Mal in meinem Herzen wahrhaft lebendig und relevant werden ließ, mir zu verstehen gab, dass es wirklich um eine einzige große Story geht!

Eine Bekannte fragte mich damals, ob ich in ihrer wöchentlichen Israel-Gebetszeit die Gebetsleitung übernehmen wolle. Im ersten Moment dachte ich: „Für Israel beten OK, aber eine halbe Stunde lang, jede Woche?"- Das erschien mir ganz schön viel. Auf der anderen Seite spürte ich im Geist eine große Zustimmung dazu und so sagte ich zu. Schon damals existierte eine leise Ahnung in mir, dass es hierbei um so viel mehr ging als ich bisher auch nur im Ansatz begriffen hatte. Ich wollte wirklich wissen, was es auf sich hatte damit und war bereit, ja bestrebt danach, mir vom Heiligen Geist zeigen zu lassen, wie Gott die Dinge sieht.

So bat ich in der ersten Gebetszeit einzig und allein darum, dass uns der Herr Sein Herz für Israel offenbart, uns Erkenntnis schenkt über die besondere Erwählung Seines Volkes und dessen Bedeutung für die vergangene, gegenwärtige und kommende Zeit.

Und Er tat es! … Wie sehr, wurde mir wieder einmal erst im Rückblick klar.

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich bin davon überzeugt, dass die Bedeutsamkeit und Relevanz des in diesem Buch behandelten Themas, insbesondere für die Zeit, in der wir leben, so ungleich viel höher ist, als es den meisten von uns auch nur im Ansatz dämmert.

Daher wage ich, über etwas zu schreiben, was selbst für mich vor einigen Jahren noch kaum irgendeine Bedeutung hatte! Jedoch viel weniger, weil ich es selbst für eine besonders gute Idee hielt oder mich persönlich darin verwirklichen will, als vielmehr, weil ich es als mein Mandat ansehe. Ich hatte nie im Voraus geplant, dieses Buch zu schreiben, sondern es entstand vielmehr aus einer geistlichen Last heraus, etwas aufs Papier zu bringen, was mir über längere Zeit hinweg immer tiefer aufs eigene Herz gelegt wurde. Nicht nur die Art, wie das passierte, lässt mich auf eine unmissverständliche Weise wissen und bezeugen: Ja, Gott ist dieses Thema sehr, sehr wichtig!

Das Resultat ist weniger eins zu eins absolut allgemeinverbindliche Theologie, als vielmehr die Ermutigung dazu, sich basierend auf dem Wort Gottes selbst an die Wahrheit heranzutasten, die, so fürchte ich, um Längen über das hinausgeht, was im allergrößten Teil der Gemeinde Christi darunter verstanden, darüber gedacht und gelehrt wird. - Was ohnehin meist leider so gut wie gar nichts ist. Da man es lieber dabei belässt, das Thema Israel irgendwie oberflächlich, symbolisch abzuhandeln; sich ja nicht zu viel damit beschäftigt, ja nicht zu tief hineingeht und ja nicht zu klar wird, um (vor den Leuten - nicht vor Gott!) „auf der sicheren Seite zu sein".

Doch es ist zu bedeutend dafür, als dass wir uns so etwas weiter leisten könnten!

Die klare Wahrheit fordert immer heraus, besonders wenn sie dem widerspricht, was jahrhundertelang der allgemein üblichen kirchlichen Lehre entsprach und es um ein geistlich derart umkämpftes Thema geht wie dieses hier! Aber es gibt tiefe und bedeutsame Ursachen dafür, warum das genau so ist, denen es gilt, auch im Folgenden auf den Grund zu gehen!

Dies hier ist in großen Teilen eine zeugnishafte Niederschrift über meine eigenen Erfahrungen und Offenbarungen aus Seinem Wort heraus, aus dem ein Großteil dieses Buches auch besteht. Welches in erster Linie lediglich wiederum auf genau dieses hinweisen will, es ins Licht stellen, verdeutlichen und Zusammenhänge darin aufzeigen will!

Ich hoffe, vor allem eines damit bewirken zu können: Nämlich Sie bzw. - als Bruder oder Schwester in Christus - Dich dazu einzuladen, Dich selbst zu öffnen für etwas, das der Herr bestimmt auch Dir ganz persönlich zeigen will und zu Seiner Zeit und auf Seine Weise sicherlich auch wird! Vorausgesetzt natürlich Du meinst es wirklich ernst, hast Hunger danach und erwartest auch, dass Er diesen stillt. Ich hoffe, Dir Sehnsucht geben zu können, Dich selbst mit dem Heiligen Geist auf eine Reise in noch größere Tiefen des Wortes, vor allem aber des Herzens Gottes zu begeben.

Dabei bitte ich Dich darum, Dich von nichts in diesem Text verwirren oder blockieren und somit abhalten zu lassen davon, das Allerwichtigste und Entscheidendste zu tun: Dich nämlich dem Herrn Selbst damit hinzugeben; mit all den Dingen, die Du verstehst oder auch nicht verstehst, die Dich ermutigen oder verwirren, die Du bestätigen kannst oder mit denen Du intuitiv vielleicht erst mal nicht ganz übereinstimmst.

Ich habe zuweilen auch so manche Randthemen angeschnitten, deren Auslegung schwierig sein mag und am Ende wohl meist gar nicht so entscheidend für uns! Jedoch nur, weil ich es ganz einfach überaus faszinierend finde, auf welch tiefgründige Art und Weise Gott Sein gigantisches Werk tut: Wie Er die Dinge seit jeher im Detail vorausbestimmt hat und alles auf Sein großes Ziel hin zusammenspielen lässt. Wie Er Seine Geschichte schreibt, die längst noch nicht zu Ende ist und welch gewaltige Verheißungen Er Seinem Volk Israel und damit verbunden auch uns noch gegeben hat.

Ich ermutige Dich deshalb, nicht an Nebensächlichem anzustoßen und damit in die Gefahr zu kommen, auch das Zentrale teilweise abzulehnen; sondern die grundsätzliche Wahrheit in alledem im Herzen anzunehmen, im Heiligen Geist zu erfassen und diese für Dich zählen zu lassen!

Lasst uns danach streben, eine geistliche Sicht auf die beschriebenen Dinge zu bekommen. Das ist nichts Schräges, Bizarres oder Verwerfliches (obwohl fahrlässiger und missbräuchlicher Umgang damit immer wieder ein schlechtes Bild darauf wirft), sondern das Normalste der Welt für uns Christen! Wir haben den Geist Gottes in uns, Der besser als irgendwer sonst über die Dinge Bescheid weiß und uns genau das verdeutlichen, offenbaren und bestätigen kann, was für uns persönlich wichtig ist.

Jesus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme" (Joh 10,27 ELB), so lasst uns hellhörig sein für diese Stimme, wie sie die Dinge für uns auslegt, sie bewertet, was sie für uns betont und welchen Umgang sie uns damit weist.

Ich werde vor allem beschreiben, wie Gott mich ganz persönlich in dieses Thema hineingeführt hat - obgleich natürlich auch ich von anderen Menschen mit inspiriert worden bin. Vieles ist gewiss subjektiv, aus meiner Auslegung heraus geschrieben. Ich beanspruche nicht das Mandat, dass komplett alles davon - abgesehen von den vielen eingefügten Schriftstellen, ganz einfach weil sie selbst am besten, klarsten und deutlichsten sprechen - immer die vollkommene, direkt von Gott stammende Wahrheit ist. (Das ist im Letzten ohnehin immer nur einzig und allein die Person Jesus Christus!)

Ich will lediglich eine Sichtweise beleuchten, die meiner Meinung nach dieser dem geschrieben Wort entspringenden Wahrheit am nächsten kommt.

Damit will ich natürlich nicht sagen, dass das Geschriebene nicht ernst zu nehmen ist und wir uns nur das als Wahrheit herauspicken sollten, womit wir eh traditionell übereinstimmen und was uns eh einleuchtet. - Zumal unsere gängige, weithin verbreitete, oberflächliche Vorstellung von vielem davon oft so weit entfernt ist von dem, was die Bibel uns darüber beschreibt und was darauf beruhend tatsächlich einmal geschehen wird.

Ich glaube vielmehr, dass dieses Thema viel zu wichtig und entscheidend für uns Christen ist, speziell in diesem besonderen Moment der Geschichte, dass wir es gar nicht zu ernst nehmen können! Dass es einfach viel zu heilig ist, als dass ich wagen würde zu behaupten, selbst schon alles komplett verstanden zu haben. Und will deshalb uns alle in erster Linie dazu einladen, mit einem offenen, lernbereiten, belehrbaren Herzen damit zum Herrn zu kommen und Seine Offenbarung zu suchen!

Es geht im Grunde eh nie darum, nur mit starrer, lebloser Theologie voll zu sein; allein mit Kopfwissen zu (denken, man könne) kontrollieren, was in der kommenden Zeit alles ansteht und geschehen wird; sondern vielmehr, ja im Grunde einzig und allein, um die enge, beständige, fruchtbare, durch und durch von Glauben und vor allem ganzherziger Liebe bestimmte Beziehung mit dem lebendigen Gott in der Person Jesus Christus! … Sowohl jetzt als auch in Ewigkeit!

Lasst uns nicht losgelöst von Ihm nach dem „Baum der Erkenntnis" streben, sondern am „Baum des Lebens" in lebendiger, intimer Beziehung mit Ihm, Dem Gegenwärtigen, allein danach streben, von Ihm uns das zeigen zu lassen, was Er uns in Seiner Weisheit, Liebe und Wertschätzung zu verstehen geben will; mit dem einzigen Ziel, in der reifen Liebe zu Ihm dadurch zu wachsen.

Das allein ist es, was zählt! Auch für Dich! - Nicht, dass Du alles verstehst, nicht, dass sich einfach alles sofort in ein Bild zusammenfügt (das wird es gewiss mehr und mehr, aber es sollte nicht das ultimative Ziel sein!), sondern dass Du Jesus dadurch tiefer kennenlernst, Ihn erfährst; vielleicht merkst: „Ja, da ist noch eine Seite an Ihm, die ich bisher gar nicht bewusst gesehen habe, aber die es wert ist, dass ich sie auch noch tiefer kennenlernen." … Ich bitte Dich, lass es Dir darum gehen!

Wenn Du wahrnimmst, dass Dich das Gelesene eher von Jesus wegführt als zu Ihm hin, dann hör besser auf; geh raus aus dem Kopf, rein ins Herz, in die Begegnung mit Ihm und höre offen und unvoreingenommen darauf, was Er Dir sagen will; was für Dich gerade wichtig ist; worauf Er Deinen Fokus lenken will, wie Du weitermachen sollst. Lehne Dich an Ihn, denn dort sind wir immer am richtigen Platz!

Er ist die Wahrheit, Er ist das Leben. Voll einer Liebe, die alles übersteigt, alles erfüllt und ausmacht. Er ist wahrhaft gütig, geduldig mit uns und vollkommen vertrauenswürdig.

Genauso wenn es um die Zukunft geht, die sowohl (vor allem!) Glorreiches als auch Herausforderndes bereithält: Wir brauchen zum Glück vor nichts zu erschrecken; es gibt keine Angst in Jesus, Seine vollkommene Liebe vertreibt jede Furcht. Niemand, der auf Ihn hofft, wird jemals zuschanden! Auch nicht Du oder ich. Wenn wir an Ihm ruhen, kann uns nichts in diesem Leben erschüttern.

Der Vater liebt uns, Er hat sich uns erwählt, Ihn durch Seinen Sohn zu kennen - in Dem Er Sich offenbart hat; uns die befriedigende Antwort auf die alles entscheidende, ins Herz aller menschlichen Sinnsuche treffenden Frage gegeben hat:

„Wer richtete alle Enden der Erde auf? Was ist sein Name und was ist der Name seines Sohnes? Weißt du das?" (Spr. 30,4 Schlachter 2000)

Unser ganzes Leben geht im Grunde darum, Ihn, Der eins ist mit dem Schöpfer von Himmel und Erde (vgl. Joh 10,30; 17,11)noch viel mehr kennenzulernen; ganz zu Ihm zu gehören!

...Vorausgesetzt wir glauben wahrhaft an Seinen Namen. Den schönsten, wundervollsten und mächtigsten überhaupt und wissen aus eigener Erfahrung im Herzen (bestätigt durch den Heiligen Geist, Den wir mit dem Glauben an Ihn, Der uns durch Sein Opfer am Kreuz mit Gott versöhnt hat, als ersten Anteil unserer ewigen Erlösung empfangen haben), was Petrus (der Jude Schimon) damals seinen Volksgenossen in Jerusalem von Wundern begleitet bezeugte, als er sprach:

„In keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen." (Apg 4,12) Derselbe Jesus ist es, Dessen weniger beleuchtete Seite auch dieses Buch zeigen soll.

Oh, Er hat alles gegeben für Dich und mich! Sieh, wie absolut, kompromisslos gut und barmherzig Er ist! Wie wert, dass wir Ihm jetzt vertrauen! Du kennst vielleicht erst einen winzigen Teil von Ihm, wie wir alle, aber ich ermutige Dich von ganzem Herzen, Dich diesem Jesus zu stellen! Und zwar Dem, Den die Bibel beschreibt und nicht nur dem engen, weichgewaschenen Bild von Ihm, das im Allgemeinen von Ihm vermittelt wird.

Du hast davon geschmeckt, wie Er ist, wie das Wort Gottes Ihn beschreibt, wie Du Ihn persönlich erlebt hast und weißt, dass Du Ihm vertrauen kannst! Du weißt, dass Seine Natur eine absolut gütige, sanftmütige und zutiefst liebenswerte ist!

Er wird Dich ganz persönlich führen in diesen Text hinein, wenn Du es zulässt; es Dir nicht in erster Linie darum geht, schnell zu erfassen, was hier für Thesen vertreten werden und somit auf der Verstandesebene bleibst, sondern indem Du Ihn bittest, Dich nah an Seinem Herzen auf eine Entdeckungsreise zu führen; damit Er Dir - anhand der Stellen aus Seinem Wort und mithilfe meiner Erläuterungen und Beschreibungen - das von Ihm Selbst und Seinen Plänen für diese Welt offenbart, was für Dich wichtig ist; wohinein Er Dich führen möchte. Nur so wird dieser Text Dir wirklich dienlich und gewiss zum Segen sein!

„Denn nur einer ist euer Lehrer, Christus" (Mt 23,10); Der uns durch Seinen wundervollen Heiligen Geist, in Dem wir Anteil an Ihm, der Wahrheit und der Fülle des Lebens haben, das unserem inneren Menschen lehrt, wozu unser Kopf meist erst später nachziehen kann! Preis Gott für dieses Geschenk, Das allein wahres Christentum ausmacht! Danke Heiliger Geist, danke Jesus, danke himmlischer Vater!

„Du hast mich durch deine Taten froh gemacht; Herr, ich will jubeln über die Werke deiner Hände. Wie groß sind deine Werke, o Herr, wie tief deine Gedanken!" (Ps 92,5f.)

Mögen wir noch viel tiefer und wahrhaftiger in diesen Lobpreis mit einstimmen können, wenn wir zunehmend erfassen, welch gewaltige, wundervolle Dinge Er vor hat. - Mit jedem von uns, aber auch im ganz Großen mit Seinem Leib und dieser Erde!

Ich bete, dass Er meine unvollkommenen Worte benutzt, um dies jedem einzelnen von uns ganz persönlich offenbar zu machen! Auf dass wir ergriffen werden, von Herzen staunen können und gänzlich hineingezogen werden in Seinen Eifer, dass Seine Pläne wahr werden!

Das Herz

Ich bin wohl kein typischer Theologe im allgemein verstandenen Sinne. Ich bin einer, der sein Leben lang auf der Suche war nach etwas, wofür es sich zu leben lohnt. Mein ganzes Schul- und Berufsleben hindurch war es vor allem eines, woran meine Motivation hing; was ich im tiefsten Herzen immer suchte, zutiefst ersehnte: Die Person zu finden, für die ich geschaffen bin und die wiederum für mich gemacht ist; die zu lieben ein Grund für mein Dasein ist.

Bevor ich Jesus und durch Ihn den Vater wahrhaftiger und tiefer kannte, war das allein das Mädchen, das ich suchte und schließlich in gewisser Hinsicht auch fand.

Als die Beziehung aber zu Bruch ging, war es dieser riesige offene Bruch, diese mich völlig ausfüllende Wunde, in die Gott hineinkam, um dieses Vakuum zu füllen und zwar in einer Weise und in einer Fülle, wie nur Er es tun kann. Jedoch immer nur so weit, wie ich es zuließ, mich stattdessen nicht durch Selbstmitleid, trotziger Anklage und Bitterkeit selbst verschloss - gegenüber dieser Liebe, die Sich nicht aufdrängt, aber realer ist als die Luft, die wir atmen, und der Schmerz, den wir fühlen. Ich weiß seitdem, wozu ich wirklich geschaffen bin: Nämlich Ihn zu lieben. Aber ich weiß auch, dass man die Frau seiner Jugend niemals vergessen kann, die Glut der Liebe immer weiter im Verborgenen schwelt.

Obwohl ich diesen Menschen seit Jahren nicht gesehen habe, weiß ich, dass ich sie immer auf besondere Weise lieben werde, immer bereit sein werde, ihr zu vergeben und sie auf eine gottgefällige Weise wieder anzunehmen, wohl nahezu egal, was sie mir jemals antun würde. Es ist sie, an die ich bis heute immer noch regelmäßig denke und die fortwährend einen einzigartigen Platz in meinem Herzen hat, obwohl dies aus Sichtweise der Vernunft betrachtet einfach nur lächerlich ist.

Gibt es andere Frauen, die meine Liebe mehr verdienen würden; die treuer, einfühlsamer, liebevoller, offener für Gott, vielleicht sogar schöner wären? Bestimmt. Aber die Liebe interessiert so etwas nicht. Sie ist nicht rational. Die Liebe vergisst niemals, sie ist ewig, sie lässt sich nicht auslöschen.

Die Kraft und Fähigkeit, ohne Erwiderung dieser Liebe leben zu können, im Frieden zu sein, ja glücklich, überaus hoffnungsvoll, dankbar und voller tiefem Trost, Geborgenheit und Zuversicht, entspringt für mich aus dem unermesslichen Glück, dass ich selbst von der allergrößten Liebe des Universums durch und durch erkannt, erwählt und geliebt bin! Von einem Gott, Der genau das, was ich beschrieben habe, ist!

Als Ersatz für das Vorherige? - Nein! Dieses war viel eher ein Anfang; ein kleines (wenn auch keineswegs unbedeutendes!) sichtbares Abbild der wahren Erfüllung dieses tiefen Bedürfnisses in mir, geliebt zu werden und zu lieben. Durch Denjenigen, Der sagt:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst." (Lk 10,27)

… Und zwar, weil Er genau das ebenso tut! Uns auf eben diese radikale Weise liebt!

Der gleichzeitig einlädt:

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht." (Mt 11, 28-30)

Man weiß nichts von diesem Gott, hat Ihn nicht annähernd, auch nur im Winzigsten begriffen, wenn man nie geliebt hat. (Mögen besonders alle, denen diese Worte etwas zu sentimental sind, eine überführende Ahnung davon bekommen!) Es ist diese lebendige, emotionale, immer von Herzen auf uns bedachte Person, Die weder ein abwägender Buchhaltergott, noch irgendeine neutrale Energie ist. Deren Schmerz und innerste Sehnsucht nach Liebe, ja das, was Sie im Innersten ausmacht, man wohl nie in der Tiefe begreifen kann, wenn man nicht dieses Verlassen-Werden, dieses Abgelehnt-, Verachtet-, Ignoriert- und Vergessen-Werden, in der eigenen Seele erlebt hat.

Oh, wir leben dafür, diesen Gott zurückzulieben, Der das mehr als alles andere ersehnt und von uns erhofft.

Dieses ganze Thema ist etwas, das nicht in erster Linie mit Verständnis im Kopf zu tun hat - die Dinge werden konkret ohnehin immer anders sein, als wir es erwarten oder fassen können! Jesus Christus ist lebendig und immer noch so verschieden von dem Bild von Ihm, auf das wir Ihn immer wieder beschränken wollen.

(Manche Leute mögen im Folgenden vielleicht einwenden, dass ich einfach meine Gefühle auf Gott projiziere, aber es ist so viel mehr als das! Und noch dazu gewiss kein Zufall, dass Er eben all dies in meinem Leben zugelassen hat.)

Wir können Gottes Natur niemals trennen von dem, wie Er selbst im ganz großen Bild (etwa Sein erwähltes Volk betreffend) mit Seiner auf Ihn hin gestalteten Schöpfung umgeht, an ihr handelt und diese zutiefst miteinbeziehend Seine Pläne erfüllen will.

Ich wage dabei mit Johannes zu behaupten: „Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe" (1Joh 4,8) und Sein unendlich leidenschaftliches Herz schreit nach Erwiderung von eben dieser! - So viel mehr noch als wir alle zusammen, die wir ebenso bedürftig nach Liebe, Bestätigung und Annahme von Ihm geschaffen sind.

Ich glaube, dass Er - obwohl von Seiner Natur her eigentlich zutiefst glücklich - trotzdem verletzt ist; dass da eine Wunde in Seinem Herzen ist, so groß, dass wir es in keinster Weise erahnen können, die immer noch offen ist.

Dass, wenn wir von Israel sprechen, es sich auch um Seine erste, in dieser Weise ganz einzigartige, große Liebe handelt. (Ohne natürlich behaupten zu wollen, Er hätte nicht auch schon vorher Menschen geliebt, oder würde nicht auch auf dieselbe Weise und mit derselben Intensität Seine übrigen Kinder lieben!)

Ich will mich nicht um theologische Kritiker scheren, Jesus tat es auch nicht, als Er Gott

als den Vater offenbarte. - Ich glaube, hier geht es um Gottes - ... ja Gottes... - „erste Liebe"! Die „Frau" Seiner Jugend, wenn man so will. Die Eine, die Er sich am Anfang erwählt hat. Die Er geliebt hat, die Er bis heute keinen einzigen, noch so kleinen Moment auch nur im Kleinsten, nicht im Geringsten vergessen hat, obwohl sie Ihn fortwährend verachtete und Er dementsprechend handeln musste. (Vgl. Jes 54, 6-8)

Oh, lasst uns erahnen und verstehen, es ist heiliger Boden, den wir hier betreten!

Natürlich liebt Gott jeden einzelnen Menschen; natürlich fühlt Er zu unserem großen Glück für jeden einzelnen von uns, die Er Sich von Anbeginn der Welt an für Sich auserkoren hat - ungeachtet davon, aus welcher Nation wir stammen -, mit eben solch einer Liebe! Aber nichts desto trotz bleibt da noch immer ein letzter Schmerz, der anders, der besonders ist. Und zwar weil Gott uns, die wir in Seinem Ebenbild geschaffen sind, eines gleich hat: Er liebt nicht rational, demokratisch, berechnend, sondern emotional, leidenschaftlich, verzehrend.

Viele Menschen, viele Völker sind womöglich wahrhaftiger, treuer, gerechter als dieses, das Er sich damals als Einziges unter allen erwählt hat. Und ja, Er wird jedem einzelnen von uns die völlige Gerechtigkeit zukommen lassen, die er verdient - dies liegt in Seiner Natur! Aber Seine Liebe ertrug es genauso wenig bei uns, dass Sünde letztlich diejenigen von Ihm abhält, die Er um jeden Preis will; die Er, koste es, was es wolle, ganz zu Sich gehörend bei Sich zu haben begehrt. - Und allein deshalb das Kreuz! Allein deshalb, dass Gott gesagt hat: „Ich bezahle! - Alles! Fertig, aus! Ich kann nicht anders! Meine Gerechtigkeit ist damit erfüllt! Basta! Aber diejenigen, die Ich bei Mir haben wollte, die es allein aus eigener Kraft niemals geschafft hätten, Meine ihnen gewiesenen Wege zu gehen, ohne dass Ich ihnen Selbst den Weg dazu freigemacht hätte (was im Letzten auf jeden einzelnen Menschen zutrifft, weil keiner vor dem absolut heiligen Gott gerecht ist! - Vgl. Ps 143,2), sind auf ewig Mein! Obwohl sie es aus sich heraus nicht verdient hätten! ...Aber Ich liebe sie. Ich liebe sie. Ich liebe sie. Sie waren es Mir wert."

Eines bleibt. Der eine Teil Seiner Braut, der schließlich für den Schluss aufgehoben ist. Der auf spezielle Weise noch aussteht.

Seelische Wunden heilen meist nur durch Beziehung; an genau dem Punkt, wo sie gerissen wurden. Diesen letzten, innersten, tiefsten Schmerz, der schon so lange in Seinem Herzen ist, kann nur dieser durch seine erwiderte Liebe heilen.

Doch wer würde es erkennen? Wer würde sich auch nur dafür interessieren? Wer würde es verstehen? Wer würde sich davor hüten, theologischen Beton in diese Wunde zu füllen, sie einfach wegzuerklären; sie mit Stahlplatten der Verleugnung und oberflächlicher Abtuung zuzudecken?

Sie stattdessen offen lassen; sich ihr stellen; sich selbst und alles dafür geben, dass sie geheilt wird?

Die Geschichte Israels - erzählt vom größten Vater und Liebhaber überhaupt...

„So spricht Gott, der Herr, zu Jerusalem:

Deiner Herkunft und deiner Geburt nach stammst du aus dem Land der Kanaaniter. Dein Vater war ein Amoriter, deine Mutter eine Hetiterin.

Bei deiner Geburt, als du geboren wurdest, hat man deine Nabelschnur nicht abgeschnitten. Man hat dich nicht mit Wasser abgewaschen, nicht mit Salz eingerieben, nicht in Windeln gewickelt. Nichts von all dem hat man getan, kein Auge zeigte dir Mitleid, niemand übte Schonung an dir, sondern am Tag deiner Geburt hat man dich auf freiem Feld ausgesetzt, weil man dich verabscheute. Da kam ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln; und ich sagte zu dir, als du blutverschmiert dalagst: Bleib am Leben!

Wie eine Blume auf der Wiese ließ ich dich wachsen. Und du bist herangewachsen, bist groß geworden und herrlich aufgeblüht. Deine Brüste wurden fest; dein Haar wurde dicht. Doch du warst nackt und bloß. Da kam ich an dir vorüber und sah dich, und siehe, deine Zeit war gekommen, die Zeit der Liebe. Ich breitete meinen Mantel über dich und bedeckte deine Nacktheit. Ich leistete dir den Eid und ging mit dir einen Bund ein - Spruch Gottes, des Herrn - und du wurdest mein.

Dann habe ich dich gebadet, dein Blut von dir abgewaschen und dich mit Öl gesalbt. Ich kleidete dich in bunte Gewänder, zog dir Schuhe aus Tahasch-Leder an und hüllte dich in Leinen und kostbare Gewänder. Ich legte dir prächtigen Schmuck an, legte dir Spangen an die Arme und eine Kette um den Hals. Deine Nase schmückte ich mit einem Reif, Ohrringe hängte ich dir an die Ohren und setzte dir eine herrliche Krone auf. Mit Gold und Silber konntest du dich schmücken, in Byssus, Seide und bunte Gewebe dich kleiden. Feinmehl, Honig und Öl war deine Nahrung.

So wurdest du strahlend schön und wurdest sogar Königin. Der Ruf deiner Schönheit drang zu allen Völkern; denn mein Schmuck, den ich dir anlegte, hatte deine Schönheit vollkommen gemacht - Spruch Gottes, des Herrn.

Doch dann hast du dich auf deine Schönheit verlassen, du hast deinen Ruhm missbraucht und dich zur Dirne gemacht. Jedem, der vorbeiging, hast du dich angeboten, jedem bist du zu Willen gewesen. Du hast deine bunten Gewänder genommen und dir an den Kulthöhen ein Lager bereitet und darauf Unzucht getrieben. Deinen prächtigen Schmuck aus meinem Gold und Silber, den ich dir geschenkt hatte, hast du genommen und hast dir daraus männliche Figuren gemacht, um mit ihnen Unzucht zu treiben. Deine bunten Gewänder hast du genommen und sie damit bekleidet. Mein Öl und meinen Weihrauch hast du vor sie hingestellt. Das Brot, das ich dir gab - mit Feinmehl, Öl und Honig nährte ich dich -, das hast du ihnen als beruhigenden Duft dargebracht [ja, so war es] - Spruch Gottes, des Herrn. (...) Bei all deinen Gräueltaten und deiner Unzucht hast du die Zeit deiner Jugend vergessen, in der du noch nackt und bloß und zappelnd in deinem Blut lagst. Nach all diesen schändlichen Taten - wehe, weh dir! Spruch Gottes, des Herrn - hast du dir auf jedem freien Platz ein Bett und eine Kulthöhe errichtet. An jeder Straßenecke hast du deine Kulthöhen errichtet, du hast deine Schönheit schändlich missbraucht, hast dich jedem angeboten, der vorbeiging, und hast unaufhörlich Unzucht getrieben. Du hast dich den Ägyptern, deinen Nachbarn mit dem großen Glied, hingegeben und mit ihnen unaufhörlich Unzucht getrieben, um mich zu erzürnen. (...)

Du warst keine gewöhnliche Dirne; denn du hast es verschmäht, dich bezahlen zu lassen. Die Ehebrecherin nimmt sich statt ihres Mannes fremde Männer. Jede Dirne bezahlt man; du aber hast all deinen Liebhabern Geschenke gegeben und sie bestochen, damit sie von überall kamen, um mit dir Unzucht zu treiben. Bei deiner Unzucht hast du es gerade umgekehrt gemacht wie andere Frauen: Dir lief niemand nach; du hast selbst bezahlt und dich nicht bezahlen lassen. So hast du es umgekehrt gemacht wie andere.

Darum, du Dirne, höre das Wort des Herrn! So spricht Gott, der Herr: Weil du deinen Körper schamlos entblößt hast bei der Unzucht mit deinen Liebhabern, mit all deinen abscheulichen Götzen, und weil du ihnen das Blut deiner Kinder hingegeben hast, deshalb will ich alle deine Liebhaber zusammenrufen, denen du gefallen hast, alle, die du geliebt hast, und auch alle, die du verachtet hast. Und wenn ich sie von allen Seiten bei dir zusammengerufen habe, dann entblöße ich vor ihren Augen deine Scham, damit sie deine Scham unverhüllt sehen. Ich spreche dir das Urteil nach den Rechtsvorschriften für Ehebrecherinnen und Mörderinnen, voll Zorn zahle ich dir heim mit Blut, Grimm und Eifersucht. Ich gebe dich in ihre Hand, damit sie dein Bett zerstören und deine Kulthöhen einreißen, damit sie dir deine Gewänder ausziehen, deinen prächtigen Schmuck wegnehmen und dich nackt und bloß daliegen lassen. Sie berufen eine Volksversammlung gegen dich ein, steinigen dich und hauen dich mit ihren Schwertern in Stücke. Sie werden deine Häuser anzünden und vor den Augen vieler Frauen das Urteil an dir vollstrecken. So mache ich deiner Unzucht ein Ende. Keinem wirst du mehr Dirnenlohn zahlen.

Wenn ich meinen Zorn an dir gestillt habe, wird meine Eifersucht aufhören, gegen dich zu wüten. Ich werde Ruhe haben und mich nicht mehr ärgern.

Weil du die Tage deiner Jugend vergessen und mich durch dein Treiben gereizt hast, darum lasse ich dein Verhalten auf dich selbst zurückfallen - Spruch Gottes, des Herrn. (...) So wahr ich lebe - Spruch Gottes, des Herrn: Deine Schwester Sodom und ihre Töchter haben es nicht so getrieben wie du und deine Töchter. Die Schuld deiner Schwester Sodom war, dass sie und ihre Töchter hochmütig waren, dass sie in Überfluss zu essen hatten und in sorgloser Ruhe dahinlebten, ohne den Elenden und Armen zu helfen. Sie wurden hochmütig und begingen Gräueltaten vor meinen Augen. Darum habe ich sie verstoßen, wie du selbst gesehen hast. Samaria hat nicht die Hälfte deiner Sünden begangen. Du hast mehr Gräueltaten verübt als sie beide zusammen und du lässt deine Schwestern gerecht erscheinen, sieht man auf all die Gräueltaten, die du begangen hast. Darum trag auch du deine Schande, die du deine Schwestern durch deine Sünden entlastet und abscheulicher als sie gehandelt hast; (...)

Aber ich will meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen. Du sollst dich an dein Verhalten erinnern und dich schämen, wenn ich deine älteren und jüngeren Schwestern nehme und sie dir zu Töchtern gebe, aber nicht deshalb, weil du den Bund gehalten hättest. Ich selbst gehe einen Bund mit dir ein, damit du erkennst, dass ich der Herr bin. Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast - Spruch Gottes, des Herrn." (Ez 16)

Anfänge

Wir starteten schließlich die anfangs erwähnte Gebetszeit für Israel. Dazu bekam ich tatsächlich ohne viel eigene Vorbereitung und Sorge darüber quasi ausnahmslos jede Woche - oft freilich ganz unscheinbar, aber dennoch zutiefst offensichtlich - besondere Bibelstellen bzw. Anliegen gezeigt; mit denen wir dann merklich von Seinem Geist geführt und bekräftigt - nur einen Funken Seiner Leidenschaft darin erahnend -, in die Fürbitte gingen. Es war so etwas von getragen! Seine Hand lag so spürbar auf allem. - Obwohl es natürlich beizeiten auch kleine Täler gab, wo es eben galt, im Glauben einfach treu dranzubleiben und der Versuchung von Entmutigung klar zu widerstehen; um danach lediglich noch entschlossener und bestärkter daraus hervor zu gehen.

Wir begannen mit der Meditation über die Erwählung des Volkes, angefangen bei Abraham: Dem Mann, mit dem der Ewige beschloss, in besonderer Weise Seinen Heilsplan zu beginnen. (Obwohl dieser im Grunde freilich schon direkt nach dem Sündenfall im Garten Eden begonnen hatte, wo Er versprochen hatte, dass ein Nachkomme Evas das Haupt des Feindes zertreten wird (vgl. Gen 3,15) - was schon die erste Enthüllung von Jesus als Retter und Messias war!)

Der künftige Stammvater Abraham war jemand, der in einer Zeit, in der der Rest der Welt - selbst seine eigene Familie - so kurz nach der großen Flut schon wieder tief in Götzendienst verfallen war, bereit war, Gott bedingungslos zu folgen.

Dieser schildert seinen Nachkommen später: „Jenseits des Stroms wohnten eure Väter von Urzeiten an [Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nahors] und dienten anderen Göttern. Da holte ich euren Vater Abraham von jenseits des Stroms und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan ziehen." (Jos 24,2f.)

ER versprach ihm damals: „Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen." (Gen 12,2f.)

Was für eine gewaltige Zusage! - Dass alle Völker der Erde durch ihn Segen erlangen werden. Und Gott den Segen für die Menschen um ihn herum wiederum davon abhängig macht, ob diese ihm wohlwollend gegenüberstehen; ihm Gutes wünschen und tun, oder aber nicht! Ist es nicht erstaunlich, wie sehr Sich schon damals der allmächtige Gott mit ihm identifizierte, ähnlich wie es gewöhnlich nur ein Vater bei seinem Sohn tut? Der Grund dafür mag freilich auch - jedoch nicht allein - gefühlsmäßige Zuneigung gewesen sein, sondern weit darüber hinaus, dass die Identität und das Schicksal dieses Mannes und seiner Nachkommen im Letzten untrennbar verbunden war (und ist!) mit den Plänen und Heilsabsichten dieses Gottes! - Nicht nur sie betreffend, sondern die ganze Welt! Nicht nur auf damals bezogen, sondern ebenso noch auf heute!

Es passt wohl nicht immer ganz in unser von Demokratie, Gleichheit und Humanismus geprägtes Denken und Verständnis, dass Gott wirklich Menschen erwählt, denen Er besonderen Segen, aber auch Verpflichtungen schenkt - aber Er tut es!

Und es widerspricht auch nicht dem Fakt, dass Er hundertprozentig gerecht ist und jeder, der nach Gerechtigkeit hungert und dürstet, am Ende vollkommen satt werden wird - weil auch dies in Seiner Natur liegt!

Selbst wenn Er für uns, die wir zu Ihm gehören, aus Gnade den Preis bezahlt; uns durch Sein eigenes Blut freikauft; aus Liebe Selbst für uns die Kosten übernimmt!

Er hat das Recht, Menschen zu erwählen, selbst von Sünde und Unreinheit frei zu machen (vgl. Jes 6,7) und für Sich auszusondern für den Zweck, den Er für sie bestimmt hat - und Er tut es die ganze Bibel hindurch! Es ist nun einmal so. Und jeder von uns, der das Privileg hat, auch darin mit eingeschlossen zu sein, indem er Seine Erlösung erfahren durfte und Ihn durch den Empfang des Heiligen Geistes persönlich kennen darf, ewige Beziehung mit Ihm pflegen darf (was so weit über Religion hinausgeht!), sollte nichts als überglücklich darüber sein!

Abram sprach Er damals in Bezug auf das Land Kanaan, sprich das spätere Israel, weiter zu: „Deinem Samen will ich dieses Land geben!" (Gen 12,7 Schlachter 2000)

Das hebräische Wort für „Same" kann hier übrigens auch in der Einzahl - zuallererst den Messias betreffend - verstanden werden, was ebenso durchaus der Wahrheit entspricht (vgl. Gal 3,16); zumal Jesus „in allem den Vorrang" hat. (Kol 1,18)

Gleichzeitig spricht der Vater nachfolgend immer wieder in solcher Weise von Abraham persönlich und seinem Samen, dass es (wie an weiteren Stellen, z.B. Ex 6,4 bzw. 6,8: „Ich übergebe es euch als Eigentum, ich, der Herr.") ganz eindeutig auch auf die natürlichen Kinder Abrahams bezogen ist, die Gottes Verheißung tragen.

So wiederholt Er mehrmals: „Das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinen Nachkommen für ewig." (Gen 13,15 ELB)

Selbst die Ausmaße davon machte Er genau klar: „An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat". (Gen 15,18) - Was noch viel mehr ist als das Land, das Israel bisher jemals besessen hat, und somit erst in Zukunft noch erfüllt wird!

Der Schöpfer der Welt versprach: „Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein. Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu Eigen und ich will ihnen Gott sein. (...) Alles, was männlich ist unter euch, muss beschnitten werden. Am Fleisch eurer Vorhaut müsst ihr euch beschneiden lassen. Das soll geschehen zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch." (Gen 17, 7-11)

Gott klärte hier also in einem bedingungslosen und ewigen Bund die Frage, wem dieses Land gehört, das bis zum heutigen Tag so umkämpft ist!

„Seine Nachkommen", die dieser Bund betrifft, werden später konkret auf Isaak und dann Jakob - also Israel! - bezogen. (Vgl. Gen 17, 19-21: „Deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihn Isaak nennen. Ich werde meinen Bund mit ihm schließen als einen ewigen Bund für seine Nachkommen. Auch was Ismael (der als Stammvater der Araber gilt und auf den sich darüber hinaus die Muslime allgemein berufen!) angeht, erhöre ich dich. Ja, ich segne ihn, ich lasse ihn fruchtbar und sehr zahlreich werden. (...) Meinen Bund aber schließe ich mit Isaak"; Gen 21,12: „Nach Isaak sollen deine Nachkommen benannt werden.", Gen 22,2: „Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak...")

Dessen Berufung ging konkret auf seinen Enkel Jakob (Israel) weiter, als Isaak ihn segnete, unter anderem mit den Worten:

„So gebe dir Gott vom Tau des Himmels (...) Völker sollen dir dienen und Völkerschaften sich vor dir niederbeugen! Sei Herr über deine Brüder, und vor dir sollen sich niederbeugen die Söhne deiner Mutter! Die dir fluchen, seien verflucht, und die dich segnen, seien gesegnet!" (Gen 27,28f. ELB)

So gilt auch beständig fortwährend für seine Nachkommen, dass jeder gesegnet wird, der sie segnet; aber auch jeder, der sie wörtlich „gering achtet" (was auch schon beinhaltet, sie und ihr Schicksal z.B. einfach nur leichtfertig, spöttisch oder abfällig zu verachten; ihnen in arrogant-überheblicher, vielleicht lediglich oberflächlich über sie richtender Ignoranz gegenüberzustehen bzw. unbehelligt und teilnahmslos zuzusehen, wenn ihnen vernichtendes Unheil droht), „bitterlich verflucht" wird! - Heute ebenso wie damals! Auch für uns und unsere Nationen immer noch tiefste Relevanz besitzend!

Die von den Propheten gegebene Zusage, dass die Völker tatsächlich einmal (in demütiger Anerkennung von Gottes gerechter, teils so umgekehrter Ordnung) Israel besondere Ehre und Dienst erweisen werden (vgl. Jes 49,22f; 60, 9-14), wird zwar sicherlich erst dann zur Fülle wahr werden, wenn Sein Volk als Ganzes aufrichtig zu Ihm umkehrt und Seine Absichten mit dieser Erde zunehmend zur vollen Erfüllung gelangen; doch mögen unsere Nationen im Hinblick auf das Kommende genauso schon jetzt eben dies tun und dadurch gleichzeitig für sich selbst überreich diesen Seinen verheißenen Segen erlangen!

Wie zuvor schon Abraham, sagt Gott auch Israel zu: „Durch dich und deine Nachkommen werden alle Geschlechter der Erde Segen erlangen." (Gen 28,14)

Und schon heute könnte dies nicht zutreffender sein, wenn wir uns vorstellen, dass wir Christen aus allen Nationen der Erde ohne dieses Volk keine Erlösung von Sünde und Tod hätten! Keine Heilige Schrift, nichts dergleichen!

Aber sogar im Natürlichen ist die Welt massiv gesegnet worden durch Israel: Der Anteil an Wissenschaftlern (wie z.B. Albert Einstein, Jonas Salk - Entdecker des Polio-Impfstoffes, der Millionen Menschen weltweit vor Lähmung und Tod bewahrt hat, oder Stanley Mazor - Mitentwickler des Mikroprozessors) und Erfindungen, die aus Israel bzw. dem jüdischen Volk stammen, ist unvergleichlich hoch!

(Interessanter Weise kommen lediglich wir Deutschen dem ein wenig nach.)

Die Welt hat ihnen unheimlich viel zu verdanken, nicht nur im medizinischen, technologischen und landwirtschaftlichen Bereich!

Juden haben prozentual weit mehr Nobelpreise erhalten als Menschen aus allen anderen Nationen! (Fast hundertmal so viel wie der Weltdurchschnitt!¹ Und beispielsweise mehr als zehnmal so viel als alle Menschen muslimischen Glaubens zusammengenommen, obwohl die jüdische Bevölkerung zahlenmäßig nicht einmal ein Hundertstel von ihnen ausmacht!² - Dies nur einmal zur rein faktischen Veranschaulichung!)

Bleibende Bedeutung der Landverheißung

Auch bezüglich des Landes erneuerte der Herr Persönlich Seine Zusage an Jakob, dem Er dabei einen neuen Namen gab:

„Gott erschien Jakob noch einmal nach seiner Rückkehr aus Paddan-Aram und segnete ihn. Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob. Dein Name soll jedoch nicht mehr Jakob lauten, sondern Israel soll dein Name sein. Er gab ihm also den Namen Israel. Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Sei fruchtbar und vermehre dich! Ein Volk, eine Schar von Völkern soll aus dir hervorgehen, Könige sollen deinen Lenden entstammen. Das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und auch deinen Nachkommen will ich es geben." (Gen 35, 9-12)

Auf oberflächliche Weise kannte ich schon vorher all diese Stellen, aber in dieser Zeit wurde mir ganz neu bewusst, was Gott da eigentlich tat: Wenn Er einen ewigen Bund schließt, dann weiß Er, was Er da tut und wozu Er es tut! Dann meint Er es auch genau so, wie Er es sagt, und steht auf ewig dazu!

- Wie könnten wir das jemals anzweifeln oder wagen zu verdrehen?

Mich faszinierte, wie für unser heutiges Verständnis besonders es war, dass der Allmächtige Seine Heilsgeschichte mit der Menschheit maßgeblich damit begonnen hat, dass Er Sich einem einzelnen Mann offenbarte und Er diesem und seinen Nachkommen auf ewig einen Flecken Land - nämlich Israel - zugeteilt hat! - Sollte dies etwa belanglos sein? Könnte es zugleich ebenso heute, wenn es um die Landfrage für Israel geht, sein, dass es speziell für uns Christen alles andere als belanglos ist, wie wir dazu stehen?

Es muss nicht zwangsläufig darum gehen, dem jetzigen „Israel" einfach immer gleich unter allen Umständen und auf dem nächstbesten Weg das unbeschränkte Anrecht auf das gesamte biblische Land einzuräumen. (Obwohl Gott eben dies letztlich real mit Seinem Volk vorhat! - Wozu es jedoch erst einmal noch so viel mehr an innerer Herzensveränderung und letztlich sicherlich sogar Seines Eigenen mächtigen Eingreifens bedarf!)

Wenn man den modernen Staat Israel aber grundsätzlich allzu sehr vom biblischen „Israel" trennt, dann ist das sehr gefährlich und man muss sich ernsthaft fragen: Wann hat das Volk der Juden (aus dem der Großteil des Staates ja besteht) in Gottes Augen denn jemals aufgehört, „Israel" zu sein? Wir werden im Folgenden noch sehen, wie viele der Verheißungen - im Negativen wie im Positiven - genau für diese Nachkommen Jakobs bis in unsere Zeit hinein in beispielloser Offensichtlichkeit wahr geworden sind!

Fast wie damals den religiös-frommen Menschen, als Jesus im Fleisch vor ihnen stand, ist es heute anscheinend in überaus ähnlicher Weise vielen Christen fast ein wenig zu real, natürlich und fassbar, wie Gott Seine jahrtausendealten Zusagen auf einmal so wirklich ganz konkret wahr werden lässt! Wie bei ihnen sucht man auch bei uns nach Ausreden, warum dies unmöglich tatsächlich Sein Werk sein kann. (Vgl. Joh 7, 27; 41f.)

Selbst was dabei die Art und Weise der Aufrichtung des Staates betrifft:

Nicht alles am Zionismus muss Gottes Willen entsprechen, obgleich er an sich sehr wohl zutiefst von Ihm gewollt sein kann! Unser Vater benutzt mitunter unperfekte Menschen bzw. Menschengruppen und Systeme, um Seinen Willen zu erfüllen - im Grunde sogar ausnahmslos die ganze Weltgeschichte hindurch!

Das beste Beispiel dafür ist - abgesehen vom biblischen Volk Israel - die (gewiss nicht immer würdig Jesu Leib darstellende) Kirche bzw. Gemeinde selbst, inklusive Dir und mir! Ebenso wie weiter David, den Gott von Herzen geliebt und auf ewig gesegnet hat, obwohl Er nicht immer all seine Methoden für gut befunden hatte. (Vgl. 1Chr 22,8: „Du hast viel Blut vergossen und schwere Kriege geführt. Du sollst meinem Namen kein Haus bauen, denn du hast vor meinen Augen viel Blut zur Erde fließen lassen.")

Oder wie Er den Kapitalismus, der sicherlich nicht in allem Seinem Willen und Seinen Wegen entspricht, benutzen kann, um ein Land im Natürlichen zu segnen.

Auf die grundsätzliche Absicht bezogen, die Nachfahren Israels wieder im eigenen Land zu sammeln, ist Gott Selbst womöglich der größte „Zionist" überhaupt! (Ebenso wie auch schon Abraham, Joschua (der die Verheißung erfüllte und dabei sogar denselben Namen wie der Messias bekam! - Vgl. Num 13,16), Esra, Nehemia und andere in früherer Zeit.) - Wenn auch die Art und Weise, wie dies konkret geschah, gewiss nicht in jedem einzelnen Fall und Detail immer Sein Wohlgefallen hervorgerufen haben muss! - Weil in dieser jetzigen, gefallenen, von bösen Mächten durchdrungenen Welt eben noch nicht immer in allem Sein Wille geschieht. - Um den wir deshalb aufgefordert sind, zu bitten! (Vgl. Mt 6,10) Wilfried Gotter, Geschäftsführer der Sächsischen Israelfreunde, schreibt:

Dieser säkulare Staat Israel ist ja noch nicht das »Endprodukt« der Verheißungen Gottes, er ist aber der »Rohling«, aus dem Gott etwas Wunderbares entstehen lässt. Das Volk und die Institutionen Israels waren damals, zur Zeit des Paulus, genau wie heute, so sündig wie der Rest der Welt! Aber Israel befindet sich in einem Prozess der Umformung. Dieses Formen bereitet sowohl Israel als auch Gott Schmerzen. Es sind die Geburtswehen vor dem Kommen des Messias."³

(Natürlich ist der heutige Staat in so vielem noch überaus weit entfernt von Gottes Reich und Seiner Gerechtigkeit! Absolut klar!

Andererseits ist er interessanter Weise zumindest der einzige weltweit, dessen Haupt z.B. in einer UN-Vollversammlung die Bibel zitiert oder eine klare Position einnimmt, wenn es darum geht, auf die Gefahren islamistischer Regime hinzuweisen u.Ä.)

Würde es somit auch bei der Frage, welches Land Israel allgemein bzw. konkret zusteht, um Dinge gehen, welche die Meinung der UN und das, was uns in den Medien über das ganze Thema vermittelt wird, unendlich weit übersteigen?

Prinzipiell vergessen wir Menschen dabei so oft, dass Gott in Wahrheit auch ein gerechter Richter ist; Der selbst damals schon, bei der ersten Landeinnahme, dieses Land vor allem deshalb aus der Hand anderer Völkern entriss, weil deren Bosheit und Sünde zu diesem Zeitpunkt ein Maß erreicht hatte, das ER einfach nicht länger tolerieren konnte.

Dementsprechend sagte Er Abraham lange Zeit vorher für seine Nachkommenschaft zu:

„Erst die vierte Generation wird hierher zurückkehren; denn noch hat die Schuld der Amoriter nicht ihr volles Maß erreicht." (Gen 15,16)

Er gab Israel also nicht eher das Land, als dessen bisherige Einwohner aufgrund ihrer grässlichen Rebellion gegen Ihn und Seine Ordnungen endgültig jeden Anspruch darauf verloren hatten und Er schlichtweg einzugreifen hatte. - In dem Fall eben durch Sein Volk. So waren weder damals Gottes Wege ungerecht, noch sind sie es heute, wenn Er grundsätzlich das jüdische Volk wieder in diesem ihren ursprünglichen Land leben lassen will.

Der Kern von allem

Mir eröffnete sich im Fortgang noch einmal ganz neu, was es im Grunde von Anfang an war, das Gott wollte:

Nämlich ein Volk, das Ihm gänzlich gehört, das Ihn verherrlicht!

Zu dem jetzt gnädiger Weise auch ich durch Jesus gehören durfte, aber das Er zuallererst und immer noch in der Nachkommenschaft eines einzelnen Mannes auserwählt hatte.

(Wobei es zu allen Zeiten, selbst damals schon beim Auszug aus Ägypten, nie nur um fleischliche Kriterien allein ging und immer schon ebenso Fremde sich diesem Volk angeschlossen hatten, eingefügt wurden und ebenbürtig dazugehörten. - Vgl. Ex 12,38 ELB:

„Es zog aber auch viel Mischvolk mit ihnen hinauf...")

Nachdem Er dieses Volk weiter in gewaltiger Weise aus der Sklaverei befreit und daraufhin von Seiner mächtigen Gegenwart begleitet durch die Wüste geführt hatte, sprach Er am Sinai schließlich folgende zutiefst entscheidenden Worte zu Mose:

„Das sollst du dem Haus Jakob sagen und den Israeliten verkünden: Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan habe, wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe. Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet ihr unter allen Völkern mein besonderes Eigentum sein.

Mir gehört die ganze Erde, ihr aber sollt mir als ein Reich von Priestern und als heiliges Volk gehören". (Ex 19, 3-6).

Was für ein Privileg, aber auch für eine Verantwortung! - Die für uns heute in Christus immer noch genau dieselbe ist: Abgesondert für Gott zu sein, Ihm zu gehören! Sie sind dabei wie die Erstlingsfrucht, die Gott für sich unter allen Nationen erwählt hat, wobei noch so, so viele andere Menschen folgen sollten.

Selbst für die heutigen Nachfahren Israels sind diese Worte noch zutiefst relevant, da sie im Grunde für die Ewigkeit bestimmt sind; sie Gott damals schon in der Absicht gesprochen hat, Sein Königreich auf dieser Erde aufzurichten, was in der Fülle erst noch kommen wird! Und ihre Rolle darin, obgleich sie (im Kern der Bedeutung, rein auf die natürliche Nachkommenschaft bezogen) nur einen Bruchteil aller Geretteten ausmachen, wird dennoch auch dann noch eine ganz Entscheidende sein!

Dabei sollten wir durchaus verstehen:

Dies alles war eine emotionale Angelegenheit für Gott, als dieses Volk aus Ägypten auszog! Ganz sicher nicht einfach nur Mittel zum Zweck, weil Er halt irgendeinem Volk Sein Gesetz geben musste und sie zum Beispiel für den Rest der Welt machen wollte - das auch, klar! Aber bei Weitem nicht allein!

Es war der liebende Blick eines Ehemannes, Der zum ersten mal ein ganzes Volk (bestehend aus ca. 3 Millionen Menschen! - Vgl. Ex 12,37) für Sich abgesondert hatte; „hierher zu Sich gebracht hatte". Dem Er Sich offenbarte; das im Vertrauen auf Ihn ging, Seine Versorgung, Seine Bewahrung, selbst Seine Wunder.

In dem Er eine Angetraute für Ihn sah. Das diese innerste, tiefste Sehnsucht in Ihm nach einem heiligen Volk, das Ihn gläubig als Gott anerkennt, ehrt und erhebt, Ihm vertrauensvoll folgt und in enger, unmittelbarer, liebender Gemeinschaft mit Ihm lebt (alles als Grundlage dafür, einmal Sein Königreich hier auf Erden aufzurichten!), womöglich zum ersten Mal in dieser Weise tief berührt hat. Ihm vielleicht zum ersten Mal einen kleinen, aber ganz realen Vorgeschmack darauf gegeben hat, wie Seine letztendliche Braut einmal aussehen wird!

Er Selbst zeugt davon; jedoch verbunden mit dem unfassbaren Schmerz über ihre spätere Abwendung von Ihm:

„Ich denke an deine Jugendtreue, an die Liebe deiner Brautzeit, wie du mir in der Wüste gefolgt bist, im Land ohne Aussaat." (Jer 2,2)

„Wie sich der Gürtel den Hüften des Mannes anschmiegt, so wollte ich, dass sich das ganze Haus Juda mir anschmiegte - Spruch des Herrn -, damit es mein Volk und mein Ruhm, mein Preis und mein Schmuck wäre. Sie aber haben nicht gehorcht." (Jer 13,11) „Vergisst wohl eine Jungfrau ihren Schmuck oder eine Braut ihren Schleier? Mein Volk aber vergisst mich seit endlos langer Zeit." (Jer 2,32)

„Unheilbar steigt Kummer in Mir auf! Mein Herz ist krank in mir. (...) Dass doch Mein Haupt Wasser wäre und Mein Auge ein Tränenquell, dann wollte Ich Tag und Nacht die Erschlagenen der Tochter Meines Volkes beweinen. Hätte ich doch eine Herberge in der Wüste! Dann könnte ich mein Volk verlassen und von ihm weggehen. Denn sie sind alle Ehebrecher, eine Rotte von Treulosen. Sie spannen ihre Zunge als ihren Bogen, im Lügen und nicht in der Wahrheit sind sie stark im Land. Denn sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit, Mich aber erkennen sie nicht, spricht der Herr." (Jer 8,18; 8,23-9,2 ELB)

Diese Worte kommen aus dem Herzen eines verschmähten Liebhabers, Der mit Seinen Gefühlen ringt! Der dieses Volk liebte, das Er in Seinem Willen auserwählt hatte und immer noch auserwählt hat! - In ähnlicher Weise, wie auch Dich und mich!

Bünde für die Ewigkeit

Später war es David, ein echter Mann nach Seinem Herzen (vgl. 1Sam 13,14), dem Gott - obwohl eigentlich dieser Ihm einen Tempel bauen wollte - zusagte, dass vielmehr Er ihm ein Haus bauen wird (vgl. 2Sam 7,11) und versprach:

„Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben." (2Sam 7,16)

Was für ein Vorrecht, dass Gott den Thron eines Menschen dazu bestimmt hat, auf ewig Bestand zu haben! Um darauf letztlich Selbst durch Seinen Sohn zu herrschen! (Vgl. Jes 9,6)

Denn es war nicht nur Salomo, auf den das folgende Versprechen an David bezogen war:

„Wenn deine Tage erfüllt sind und du zu deinen Vätern gehst, dann werde ich einen von deinen Nachkommen, einen von deinen Söhnen, als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen. Er wird für mich ein Haus bauen und ich werde seinem Thron ewigen Bestand verleihen. Ich will für ihn Vater sein und er wird für mich Sohn sein. Meine Huld will ich ihm nicht entziehen, wie ich sie dem entzogen habe, der vor dir König war. In meinem Haus und in meinem Königtum werde ich ihm ewigen Bestand verleihen; sein Thron wird für immer bestehen bleiben." (1Chr 17, 11-14)

Das ganze Wort deutete auch schon direkt auf Jesus hin, den Sohn Gottes, Der dem Vater den wahren Tempel bauen würde, aufgebaut aus lebendigen Steinen, die wir sind - in Einheit mit Ihm! Dessen Herrschaft auf ewig bestehen wird!

Schon über Salomo heißt es, er setzte sich „als König auf den Thron des Herrn." (1Chr 29,23) - Sprich nicht irgendeinen menschlichen Thron, sondern den JHWH"'s!

" - ausgesprochen vermutlich JAHWEH oder JEHOWA - das ist der Name Gottes, der 6828 mal im Alten Testament vorkommt, dort meist mit „HERR übersetzt wird und in etwa bedeutet: „Ich bin Der Ich bin; wobei die Juden diesen Namen bis heute aus Ehrfurcht nicht aussprechen.)

... Den einst Jesus in wahrhaftiger Weise einnehmen soll!

Erst später ging mir zunehmend auf, dass all diese Bünde keineswegs willkürlich oder nur auf die damalige Zeit bezogen waren, sondern eine tiefe, bleibende Bedeutung für Gott haben! - Denn „der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen, die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten." (Ps 33,11)

Dass sie alle zutiefst und direkt damit zu tun haben, wie Er am Ende Sein Königreich hier auf Erden errichten will! Sie alle bereits Seiner grundtiefen Sehnsucht entsprangen, dass Sein Reich kommt, Sein Wille geschieht, wie im Himmel, so auf Erden!

Schon Abraham gab Er das Land, welches Er Sich als besonderes Zentrum dafür erwählt hatte (das Er auch weiter fort in der Bibel immer wieder „Sein Land" nennt - vgl. Lev 25,23; 2Chr 7,20; Jes 14,25; Jer 2,7; Ez 36,5; Joel 4,2) und machte mit ihm, seinem Sohn Isaak, dessen Sohn Jakob und dessen Nachkommen den Bund, dass Er auf ewig ihr Gott (sprich ihr König!) sein soll. (Vgl. Gen 17, 7-14; 35,11f.; Jer 24,7; 31,1)

Durch Mose bestätigte Er, dass sie die Teilhaber dieses Reiches sein sollten, Sein Volk, Sein „besonderes Eigentum", „ein Reich von Priestern und als ein heiliges Volk" (vgl. Ex 19,5f.), das in Jesus später auf alle Gläubigen erweitert wurde; indem Er uns ebenso „gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater." (Offb 1,6 ELB)

Mit dem Gesetz machte Er die Grundsätze klar, auf denen das Reich beruht; sowie die Bedingungen, daran Anteil haben zu können.

- Wobei sie allein durch dieses an sich freilich noch nicht vor Gott wahrhaft gerecht (-fertigt) werden konnten; wozu es absolut nötig war, dass ein Neuer Bund aufgerichtet wird, für den Jesus später den Weg freigemacht hat! (Vgl. Jer 31, 31-34; Lk 22,19f.)

David schließlich machte Er zu einem gewissen Vorreiter; zu einem - zumindest in bestimmten Hinsichten - veranschaulichenden Beispiel, das einen Schatten auf Sein kommendes Königtum vorauswerfen sollte.

(Ebenso wie die darauffolgende Friedensherrschaft Salomos, wobei nicht nur dessen Name schon auf den kommenden wahren Friedenskönig Jesus hinweist. - Vgl. 1Kön 10,23-25 ELB: „So war der König Salomo größer als alle Könige der Erde an Reichtum und an Weisheit. Und die ganze Erde suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die Gott in sein Herz gegeben hatte. Und sie brachten jeder sein Geschenk...")

Er sagte David dabei zu, dass ein Nachfolger von ihm auf ewig auf diesem seinem Thron herrschen wird! - Was der Engel Gabriel später direkt auf Jesus bezieht. (Vgl. Lk 1,32f.) … Der auf ewig König über das Haus Israel sein soll und letztlich über die ganze Erde herrschen wird, auf der Gott zunehmend Sein Reich errichten will.

Dem Er verheißt:

„Ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum." (Ps 2,8)

Und über Den weiter prophezeit ist:

„Er wird Recht verschaffen den Gebeugten im Volk, Hilfe bringen den Kindern der Armen, er wird die Unterdrücker zermalmen. (...) Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.

Er herrsche von Meer zu Meer, vom Strom bis an die Enden der Erde. Vor ihm sollen seine Gegner sich beugen, Staub sollen lecken all seine Feinde. (...) Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen. (...) Glücklich preisen sollen ihn alle Völker und in ihm sich segnen." (Ps 72, 4; 7-11; 17)

Denn Gott sandte Seinen Sohn, um „seines heiligen Bundes zu gedenken, des Eides, den er Abraham, unserem Vater, geschworen hat". (Lk 1,73 ELB)

Und Er wird den Plan auch vollenden, den Er von Anfang an im Sinn hatte; den Er durch Seine Geschichte hindurch verfolgte, Stück für Stück an Seine Erwählten offenbarte und durch diese beständig weiterführte.

Der sich mit Jesu Wiederkunft schließlich in gewaltiger, ungesehener Weise auf einer ganz neue Ebene erfüllen wird!

So war es auch mein Fürbittanliegen, dass ganz Israel heute in der Tiefe erkennen darf, wozu es wahrhaft berufen ist und in die Fülle davon hineinkommt! Im Letzten natürlich vor allem, indem sie Ihn erkennen, Der der Weg dazu ist: Ihr Messias Jeschua! Der siegreiche „Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross aus der Wurzel Davids" (Offb 5,5), wie Ihn einer der 24 Ältesten vor dem Thron Gottes im Himmel nennt.

Seine Berufung bleibt bestehen

Obwohl sich mir, besonders zu Beginn, immer wieder neue Fragen aufwarfen, formte sich mit der Zeit ein immer klareres Bild, das spürbar mithilfe des Heiligen Geistes Stück für Stück zusammengesetzt wurde. Die Intensität und Salbung, die ich im kommenden Jahr immer wieder auf der Gebetszeit vernehmen durfte, ließ mich lediglich erahnen, wie groß die Last und Sehnsucht Gottes dafür sein muss, dass wir als Braut Seines Sohnes ein Verständnis und eine Liebe für Seine Geschwister dem Fleisch nach bekommen; in deren geistlichen Wurzelstock wir ja ganz und gar eingepflanzt sind; an deren Segen und an deren Erbe wir gleichwertigen Anteil haben dürfen.

Dass uns klar wird, dass sie immer noch Gottes auserwähltes Volk sind und die Verheißungen, die Er ihnen durch die Propheten und Jesus Selbst gegeben hatte, (natürlich!) immer noch gültig sind.

Entgegen der falschen Lehre der „Ersatztheologie", die die Kirche über Jahrhunderte so sehr geprägt hat und dies zum Teil bis heute tut! Die besagt, dass Israel aufgrund ihrer Ablehnung Jesu nun dauerhaft von Gott verworfen wäre und wir, die Gemeinde, sie einfach ersetzt hätten. Die Flüche zwar komischerweise weiterhin für sie Bestand hätten, der zugesprochene Segen und die Verheißungen, die Gott ihnen durch die Propheten (auf ewig!) gegeben hatte, jedoch ab jetzt nur noch irgendwie symbolisch für die Kirche gelten würden.

- Was sich einfach als unhaltbar entlarvt, wenn man sich ernsthaft und unvoreingenommen, mit offenem, hörbereitem und gläubigem Herzen mit der Bibel auseinandersetzt!

Allein wenn wir uns die folgenden Worte ansehen, wo Gott sogar schon vorhergesagt hat, dass gewisse Menschen - wie wir heute sehen, tragischer Weise oftmals sogar diejenigen, die sich eigentlich zu Ihm bekennen und zu Seinen Gläubigen zählen - eben dies einmal sagen werden! Im Buch Jeremia spricht Er:

„Hast du nicht bemerkt, was diese Leute reden: Die beiden Stammesverbände (→ sprich Juda und das von ihm damals geteilte restliche Israel!), die der Herr erwählt hatte, hat er verworfen!, und wie sie mein Volk verachten, sodass es in ihren Augen kein Volk mehr ist?

So spricht der Herr: So gewiss ich meinen Bund mit dem Tag und mit der Nacht und die Ordnungen von Himmel und Erde festgesetzt habe, so sicher werde ich auch die Nachkommen Jakobs und meines Knechtes David nicht verwerfen; aus seinen Nachkommen werde ich die Herrscher über die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs nehmen. Denn ich werde ihr Geschick (wörtlich: „Exil"!) wenden und mich ihrer erbarmen." (Jer 33, 24-26)

Könne man es überhaupt noch deutlicher sagen als hier der Ewige und Wahrhaftige Selbst?

Der damit erklärt: „Nein, ich habe Mein Volk Israel - die Nachkommen Jakobs - nicht verworfen und werde es auch niemals tun!"

Auch wenn sie lange unter Seinem Gericht waren, es würde irgendwann die Zeit kommen (und alles weist darauf hin, dass wir heute schon mitten in den Anfängen dieses Prozesses stehen!), wo Er Sich wieder Seines Volkes erbarmt und es wieder annimmt!

Schon von ganz zu Beginn an, als sie noch

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Rezensionen

Was die anderen über Bis Er Jerusalem zum Ruhm der Erde macht denken

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