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Für jeden ein Stück Blei: Die großen Western von Heinz Squarra, #16

Für jeden ein Stück Blei: Die großen Western von Heinz Squarra, #16

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Für jeden ein Stück Blei: Die großen Western von Heinz Squarra, #16

Länge:
161 Seiten
2 Stunden
Freigegeben:
29. Juli 2018
ISBN:
9781386069270
Format:
Buch

Beschreibung

Clint Heath ist Kutscher bei der Wells Fargo. Diesmal scheint sein Auftrag recht leicht zu sein. Doch dieser Schein trügt, denn in Lead bekommt er eine Fracht, die es in sich hat, und sein Leben sowie das einiger anderer Leute von Grund auf ändern wird. Hier fängt sein Job an, richtig gefährlich zu werden – lebensgefährlich, denn eine Bande von Dieben und Verbrechern, denen man nachsagt, dass sie keine Gnade kennen und alles niederschießen, was ihnen in die Quere kommt, treibt in der Gegend ihr Unwesen und hat es auf seine Fracht abgesehen, doch sie sind nicht die Einzigen, von denen Gefahr ausgeht.

Und somit beginnt in Lead sein Weg durch die Hölle, an deren Ende der sichere Tod – vielleicht aber auch der Hauch eine Chance auf Leben steht, fragt sich nur für wen …

Freigegeben:
29. Juli 2018
ISBN:
9781386069270
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Für jeden ein Stück Blei - Heinz Squarra

Für jeden ein Stück Blei

von Heinz Squarra

Western

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

Korrektorat: Kerstin Peschel

© dieser Ausgabe 2018 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappentext:

Clint Heath ist Kutscher bei der Wells Fargo. Diesmal scheint sein Auftrag recht leicht zu sein. Doch dieser Schein trügt, denn in Lead bekommt er eine Fracht, die es in sich hat, und sein Leben sowie das einiger anderer Leute von Grund auf ändern wird. Hier fängt sein Job an, richtig gefährlich zu werden – lebensgefährlich, denn eine Bande von Dieben und Verbrechern, denen man nachsagt, dass sie keine Gnade kennen und alles niederschießen, was ihnen in die Quere kommt, treibt in der Gegend ihr Unwesen und hat es auf seine Fracht abgesehen, doch sie sind nicht die Einzigen, von denen Gefahr ausgeht.

Und somit beginnt in Lead sein Weg durch die Hölle, an deren Ende der sichere Tod – vielleicht aber auch der Hauch eine Chance auf Leben steht, fragt sich nur für wen ...

SOUTH DAKOTA 1877.

Die Postkutsche kommt auf der Höhe des Hügels zum Stehen. Clint Heath stellt den Fuß auf den langen Holzhebel der Bremse und die angespannte Haltung der Pferde an der Deichsel lockert sich.

Gunman Randy Power klemmt seine Winchester zwischen die Beine. Er faltet die Hände über den Lauf und legt das Kinn darauf.

Fast am Ende der langen Talsenke können sie die Stadt sehen. Dahinter hört das Büffelgras auf. Steil, grau und unnahbar steigen die Berge dort in die Höhe. Es sieht fast so aus, als sei Lead an die Black Hills angelehnt worden. „Ein selten schönes Land", sagte der Gunman versonnen, ohne den Fahrer anzusehen.

„Ich glaube, die Sioux wussten gar nicht, wie schön es in ihrer letzten freien Heimat ist. Nun gehört uns das Land, Clint." Er dreht den Kopf zur Seite und lächelt den großen, drahtigen Mann an.

„Schön und gefährlich, sagt Clint gedehnt. „Mein Vorgänger auf dieser Linie starb in den Stiefeln. Er schnalzt mit der Zunge und nimmt den Fuß vom Bremshebel.

„Was heißt gefährlich, brummt er. „Westlich des Mississippi ist es überall gefährlich. Aber wir haben keine Werte an Bord. Uns wird nichts geschehen. – Ich frage mich, ob sich die Fahrt wegen der zwei Säcke Briefe überhaupt lohnt.

„Wir wissen noch nicht, was es in Lead gibt, erwidert Clint. „Ich hörte von Deadwood, dass hier auch nach Gold gegraben wird.

„Es ist kaum der Rede wert. Ein Geldmann aus dem Osten hat eine Minengesellschaft gegründet. Er hat alles in seiner Hand; den Creek, der aus den Bergen kommt und alles rundum. Nur dort kann Gold sein, denn alles, was man hier findet, wurde im Laufe der Jahrtausende aus den Bergen heruntergespült."

Der Gunman spuckt nachdrücklich zur Seite und blickt dann wieder auf die Stadt, die langsam näher kommt.

RUS HALE IST EIN GROßER, kraftvoller Bursche mit einem breiten, satten Gesicht. Er hat kalte, stechende Augen und buschige Brauen, die über der Nasenwurzel zusammengewachsen sind.

Rus Hale nimmt das Teleskopfernrohr vom Auge und schiebt es mit einer knappen Bewegung zusammen. Er reicht es über die Schulter, Tom Fuller nimmt es ihm ab und schiebt es in die Satteltasche.

„Und?", fragte er.

„Es stimmt, murrte er. „Der Kutscher ist ein neuer Mann. Er mag ungefähr dreißig Jahre alt sein. An ihm ist nichts Außergewöhnliches. Die Information war gut. Ich schätze, wir haben mit ihm keine Schwierigkeiten.

„Und sonst?", forscht Fuller.

„Was sonst? – Der Gunman ist uns bekannt. Einmal hatte er Glück. Diesmal wird er Pech haben, hoffe ich. Reisende sind nicht in der Kutsche."

„In Lead könnten welche dazukommen", gibt Fuller zu bedenken.

„Yeah, könnten, Tom. – Hoffentlich solche, die ein paar Bucks mitbringen. – Du reitest jetzt nach Lead und lässt dir die Anzahlung geben. Sage ihm, dass er nicht den Versuch unternehmen soll, uns zu prellen. Wir würden ihn überall finden."

„All right, sagt Fuller und grinst in den Augenwinkeln. „Ich denke aber, er wird das wissen. Fuller steigt in den Sattel. Die Zügel des zweiten Pferdes lässt er zur Erde gleiten. Er schnalzt mit der Zunge und reitet davon.

Rus Hale greift nach den Zügeln seines Pintos. Er blickt dem Reiter nach, bis der im Büffelgras verschwindet. Da steigt er selbst auf und reitet nach Westen, den Bergen entgegen.

DIE KUTSCHE KOMMT VOR der Poststation inmitten einer Staubwolke zum Stehen.

Clint Heath schlingt die Zügel um den Peitschenhalter und klettert vom Bock. Er sieht einen mittelgroßen, grauhaarigen Mann, der aus dem Postoffice kommt. Der Mann mag etwa fünfzig Jahre alt sein. Er zeigt ein mürrisches Gesicht und der hängende Schnauzbart scheint seine schlechte Laune unterstreichen zu wollen.

„Das ist James Zattig, sagt der Gunman zu Clint. „Der Posthalter dieser Stadt. Für ihn ist die Entlassungsbescheinigung, die dir der Boss in Fort Sully gab.

Clint nickt und geht auf den Mann zu, der langsam und steif die Stufen vom Stepwalk herunterkommt.

„Sie sind ein Neuer, knurrt Zattig. Er gibt Clint seine schmale Hand und zieht sie schnell zurück. „Haben Sie meinen Entlassungsschein bei sich? Der Blick des Mannes gleitet von Clint ab und irrt durch die Türfenster in die Kutsche hinein.

„Ich habe ihn mit", sagt Clint und bringt das Papier aus der Tasche.

Zattig hat die Brauen gehoben.

„Wirklich? – Ich kann meinen Nachfolger nicht sehen."

„Er kommt in zwei Tagen. Er war mit seinen Vorbereitungen nicht fertiggeworden."

„Aha." Zattigs Gesicht scheint sich etwas aufzuhellen, nimmt aber nach wenigen Sekunden wieder den mürrischen Ausdruck an.

„Kommen Sie mit herein, brummt er. „Ich will Ihnen zeigen, was Sie morgen mitzunehmen haben. Sie müssen im Morgengrauen weiter, um die nächste Station bei Tageslicht zu erreichen. Ich will Ihnen das nicht alles in der Nacht vordemonstrieren. Er wendet sich ab und steigt die Stufen zum Stepwalk wieder hinauf.

In der Station ist es angenehm kühl. Es ist ein langer, niedriger Raum. Fast in der Mitte steht eine lange Theke, die den Raum in zwei Teile zerschneidet. Ganz hinten in der Ecke kann Clint einen Tresor sehen.

Zattig geht um die Theke herum. Auf der anderen Seite bleibt er stehen und räuspert sich. Seine Miene nimmt einen streng dienstlichen Ausdruck an. Er zeigt auf einen Sack, der prall gefüllt ist.

„Briefe für Fort Robinson, sagt er. Er dreht sich um und zeigt auf den Tresor. „Geld für Cheyenne. Vierzigtausend Dollar.

Clint fühlt, wie etwas seinen Rücken hinunterrinnt. Er weiß, dass erst in diesem Moment sein Job beginnt gefährlich zu werden.

„Das Geld gehört der Minengesellschaft, redet der Posthalter weiter. „Es lag hier in der Stadt in der Bank. Überschüsse und umgetauschtes Gold. Es soll zur Verwaltung der Mine nach Omaha. In Cheyenne nimmt Ihnen die Union Pazifik die Verantwortung ab. Bis dahin müssen Sie die Ohren steifhalten, junger Freund. Der Posthalter grinst plötzlich ein wenig. „Sie wissen sicher, wo Ihr Vorgänger geblieben ist, wie?"

„Man sagte mir, in den Black Hills", erwidert Clint belegt.

„Ganz richtig, nickt Zattig. „Er hat dort ein einsames Grab. Die Black Hills sind ein Gebiet, in dem sich kein Mensch auskennt, obwohl wir gewissermaßen die ersten Berge vor der Haustür haben. Ich will Ihnen keine Angst machen. Aber Sie sollten vorsichtig sein. Wenn Sie ohne das Geld aus den Bergen kommen, wissen Sie sicher, was man Ihnen sagen wird. Man wird Sie für unfähig erklären. So muss das wohl auch sein.

„Ich weiß. Was geht sonst noch mit?"

„Nur ein Passagier. Miss Stella Lou. Auch für sie sind Sie verantwortlich. – Wollen Sie das Geld zählen?"

Clint nickt.

„Ich will", sagt er.

Der Posthalter wendet sich um und geht steifbeinig auf den Tresor zu. Er bringt einen Schlüssel aus der Tasche und schiebt ihn ins Schloss. Knirschend dreht er sich. Der Posthaller bewegt das Handrad. Die Tür schwingt auf.

Zattig schleppt eine Kiste zur Theke und stellt sie darauf. Mit einem zweiten Schlüssel öffnet er das mächtige Vorhängeschloss und klappt den Deckel auf. In dem Stahlblechkasten sieht Clint Heath die Scheine liegen. Sie liegen in sauberen Bündeln.

Zattig leckt seine Finger mit der Zunge an und greift in den Kasten.

SIE HABEN DAS GELD gezählt. Clint stellt fest, dass es auf den Dollar stimmt. Er geht nun um die Theke herum und hilft dem Posthalter, den Kasten im Tresor zu verstauen.

Zattig legt auch den Schlüssel für das Vorhängeschloss mit in den Panzerschrank. Er schließt ab und geht zurück.

Clint folgt ihm.

„Eine Bande hat sich einen besonders gefürchteten Namen gemacht, sagt der Posthalter. „Ein gewisser Rus Hale soll sie anführen. Aber es ist anzunehmen, dass der Bursche von dem Geld nichts weiß. Vielleicht sind Sie gut beraten, wenn Sie die Ladung etwas tarnen. Die Banditen halten Postkutschen auch auf Verdacht an. – Und noch etwas, schießen Sie nicht gleich, wenn Sie irgendwo einen Hut auftauchen sehen. Meistens ist es so, dass einige der Banditen gut versteckt liegen und jede Minute schießen können – ins Leben! Das wäre dann alles.

Clint setzt seinen Namen unter die Quittung. Er wendet sich ab, als die Tür aufgeht.

Herein kommt ein schlankes Mädchen mit grünlichen Augen, einem schmalen Gesicht und rötlichen Haaren. Sie trägt ein einfaches Kattunkleid und Clint findet, dass es ihr sehr gut steht.

„Hey, sagt das Mädchen und lächelt Clint zu. „Wie ich sehe, sind Sie der neue Fahrer, Mister ...

„Clint Heath, sagt er etwas unsicher. „Gut, Mister Heath. Ich bin Stella Lou. Ich will morgen mit Ihnen nach Süden fahren.

Clint nickte. Er fragt sich, ob ihm dieser Fahrgast angenehm sein würde.

„Es sind auch vierzigtausend Dollar dabei, meint er. „Vielleicht sollten Sie auf die nächste Kutsche warten. „Warum?"

„Weil viel Geld immer ein gefährlicher Reisebegleiter ist. Sie wollen doch heil in Cheyenne ankommen?"

„Natürlich. Aber ich habe auch fünftausend Dollar bei mir. Sie dreht sich Zattig zu. „Ich will sie als Transportgut aufgeben.

„Sie sind verrückt, Stella, knurrte er. „Die Wells Fargo ist ein Transportunternehmen, aber kein Risikoabnehmer. Ich habe keine Befugnisse, die Haftung für Ihr Geld zu übernehmen. Sie hätten nicht so viel Reklame machen sollen, als Sie den Store verkauften.

„Es ging nicht anders. Ich brauchte einen Käufer. Schön, ich bringe mein Geld sicherlich auch selbst durch."

Sie wendet sich wieder an Clint und lächelt ihm zu. „Sie helfen mir doch dabei?"

„Ich werde es jedenfalls versuchen", gibt er zurück.

„Das ist schon etwas", meint sie und geht hinaus.

Clint nickt und steigt die Stufen hinunter. Er wendet sich dem Saloon schräg gegenüber

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