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Sternentiger 4: Stahlfestung Edelweiss

Sternentiger 4: Stahlfestung Edelweiss

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Sternentiger 4: Stahlfestung Edelweiss

Länge:
165 Seiten
2 Stunden
Freigegeben:
Jul 6, 2018
ISBN:
9783864734939
Format:
Buch

Beschreibung

Im Frühjahr 1945 entdeckt das Geheime Geheimwissenschaftskommando des Reichs das Geheimnis der Zeitreise und bringt von einem Vorstoß in die Zukunft die Unterlagen zum Bau eines Raumschiffs sowie von Klonfabriken mit. Der Führer lässt in aller Eile den Fluchtkreuzer WELTRAUMSTURM bauen und begibt sich mit seinen letzten Getreuen auf den "vorläufigen taktischen Rückzug", wobei sie Klonduplikate von sich zurücklassen, um die anrückenden Feinde zu täuschen.
Nach 65 Jahren Tiefschlaf landet der WELTRAUMSTURM auf dem erdähnlichen Planeten Neu-Germanien, wobei leider alle kosmischen Daten der Erdheimat verloren gehen. Erst fünf Jahre später, genau auf den 125. Geburtstag des Führers am 20. April 2014, wird eine TV-Sendung von der Erde empfangen, offenbar eine Übertragung aus einer Irrenanstalt mitten im australischen Dschungel. Der Führer erleidet einen heftigen Tobsuchtsanfall, von dem er sich nicht mehr erholt. Auf seinem Sterbelager beauftragt er seinen Vertrauten, Generaloberst Julius Eberhard Konradin Strammer, die Erdheimat wiederzufinden, vom Joch der Verräter und – vor allem bolschewistischen - Feinde zu befreien und das Reich neu zu errichten.
Am 2.8.2014 bricht der Sternengeneraloberst, wie er sich nun nennt, mit dem mächtigen Raumschiff STERNENTIGER auf, die Erdheimat im Sternengewimmel der Galaxie zu finden und den Auftrag des Führers auszuführen – keine leichte Aufgabe, denn dessen verheerenden Tobsuchtsanfall fielen die gerade erst neu gewonnenen kosmischen Daten der Erdheimat erneut zum Opfer. Eher als geglaubt scheint man fündig zu werden, doch das Sonnensystem, das dem eigenen gleicht wie ein kosmisches Ei dem anderen, erweist sich als Trugwerk einer sterbenden Rasse, deren Sonne von jenen roten Kugelraumern zur Nova gezündet wurde, die, neben den Wracks grüner Ringraumschiffe, fast auf jeder Station der Suche angetroffen werden.
Die Ignasuur, wie sich die Fremden nennen, sind in der Lage, aus den Gedanken anderer Wesen deren geheimste Wünsche zu lesen und ihnen genau das suggestiv vorzugaukeln, um sie zu sich zu locken und ihnen den Lebenssaft zu rauben. Strammer und seine Männer gehen in ihre gemeine Falle und können in letzter Sekunde durch den "Verrat" des ignasuurschen "Orakels" dem grausamen Tod durch Auszehren entgehen.
Strammer setzt mit dem STERNENTIGER und dem übergelaufenen Orakel die Suche fort, wobei der Sternengeneraloberst bereits von einer "Mutantenwaffe" träumt, so wie er sie aus den ebenfalls aus der Zukunft mitgebrachten Heftchenromanen kennt, die der Führer mit großer Begeisterung verschlang. Im Sonnensystem AH-0002 wird der STERNENTIGER dann erstmals mit den roten Kugelraumschiffen konfrontiert und es stellt sich heraus, dass es sich um die "Friedenstruppen" des bolschewistischen Erzfeindes handelt. Wie es scheint, hat auch Stalin eine Zeitmaschine bauen lassen und nach dem feigen Sieg über das Reich Flotte um Flotte aus dem Boden gestampft, um die unterdrückten und ausgebeuteten Völker des Weltalls im Salventakt ihrer Strahlenkanonen zu befreien.
Einem von Strammer selbst angeführten Kommando gelingt es zwar nicht mehr, die gestaltwandlerischen Grr-Pff als dominierende Rasse des von ihnen "Schmalz" genannten Planeten vor der restlosen Befreiung zu retten, doch gelingt es, einen hohen Offizier der elenden Bolschewisten gefangen zu nehmen und unter der Wodkafolter zum Reden zu bringen. Strammer erlangt wertvolle Aufschlüsse über den Feind, seine Hoffnung, die kosmische Position der Erdheimat zu erfahren, erfüllt sich allerdings nicht. Unbeantwortet bleibt auch die Frage nach der mysteriösen ACHT, offenbar eine uralte Macht, die an vielen Orten ihre rätselhaften Spuren hinterlassen hat...
Freigegeben:
Jul 6, 2018
ISBN:
9783864734939
Format:
Buch

Über den Autor


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Sternentiger 4 - Horst Hoffmann

STERNENTIGER

Band 4

STAHLFESTUNG

EDELWEISS

von

HORST HOFFMANN

IMPRESSUM

STERNENTIGER

Herausgeber: ROMANTRUHE-Buchversand.

Cover: Romantruhe.

Satz und Konvertierung:

ROMANTRUHE-BUCHVERSAND.

© 2015 Romantruhe.

Alle Rechte vorbehalten.

Die Personen und Begebenheiten der

Romanhandlung sind frei erfunden;

Ähnlichkeiten mit lebenden oder

verstorbenen Personen sowie mit tatsächlichen

Ereignissen sind unbeabsichtigt.

Abdruck, auch auszugsweise,

Vervielfältigung und Reproduktion sowie

Speichern auf digitalen Medien zum

Zwecke der Veräußerung sind untersagt.

Internet: www.romantruhe.de

Kontakt: info@romantruhe.de

Produced in Germany.

Was bisher geschah:

Im Frühjahr 1945 entdeckt das Geheime Geheimwissenschaftskommando des Reichs das Geheimnis der Zeitreise und bringt von einem Vorstoß in die Zukunft die Unterlagen zum Bau eines Raumschiffs sowie von Klonfabriken mit. Der Führer lässt in aller Eile den Fluchtkreuzer WELTRAUMSTURM bauen und begibt sich mit seinen letzten Getreuen auf den »vorläufigen taktischen Rückzug«, wobei sie Klonduplikate von sich zurücklassen, um die anrückenden Feinde zu täuschen.

Nach 65 Jahren Tiefschlaf landet der WELTRAUMSTURM auf dem erdähnlichen Planeten Neu-Germanien, wobei leider alle kosmischen Daten der Erdheimat verloren gehen. Erst fünf Jahre später, genau auf den 125. Geburtstag des Führers am 20. April 2014, wird eine TV-Sendung von der Erde empfangen, offenbar eine Übertragung aus einer Irrenanstalt mitten im australischen Dschungel. Der Führer erleidet einen heftigen Tobsuchtsanfall, von dem er sich nicht mehr erholt. Auf seinem Sterbelager beauftragt er seinen Vertrauten, Generaloberst Julius Eberhard Konradin Strammer, die Erdheimat wiederzufinden, vom Joch der Verräter und – vor allem bolschewistischen - Feinde zu befreien und das Reich neu zu errichten.

Am 2.8.2014 bricht der Sternengeneraloberst, wie er sich nun nennt, mit dem mächtigen Raumschiff STERNENTIGER auf, die Erdheimat im Sternengewimmel der Galaxie zu finden und den Auftrag des Führers auszuführen – keine leichte Aufgabe, denn dessen verheerenden Tobsuchtsanfall fielen die gerade erst neu gewonnenen kosmischen Daten der Erdheimat erneut zum Opfer. Eher als geglaubt scheint man fündig zu werden, doch das Sonnensystem, das dem eigenen gleicht wie ein kosmisches Ei dem anderen, erweist sich als Trugwerk einer sterbenden Rasse, deren Sonne von jenen roten Kugelraumern zur Nova gezündet wurde, die, neben den Wracks grüner Ringraumschiffe, fast auf jeder Station der Suche angetroffen werden.

Die Ignasuur, wie sich die Fremden nennen, sind in der Lage, aus den Gedanken anderer Wesen deren geheimste Wünsche zu lesen und ihnen genau das suggestiv vorzugaukeln, um sie zu sich zu locken und ihnen den Lebenssaft zu rauben. Strammer und seine Männer gehen in ihre gemeine Falle und können in letzter Sekunde durch den »Verrat« des ignasuurschen »Orakels« dem grausamen Tod durch Auszehren entgehen.

Strammer setzt mit dem STERNENTIGER und dem übergelaufenen Orakel die Suche fort, wobei der Sternengeneraloberst bereits von einer »Mutantenwaffe« träumt, so wie er sie aus den ebenfalls aus der Zukunft mitgebrachten Heftchenromanen kennt, die der Führer mit großer Begeisterung verschlang. Im Sonnensystem AH-0002 wird der STERNENTIGER dann erstmals mit den roten Kugelraumschiffen konfrontiert und es stellt sich heraus, dass es sich um die »Friedenstruppen« des bolschewistischen Erzfeindes handelt. Wie es scheint, hat auch Stalin eine Zeitmaschine bauen lassen und nach dem feigen Sieg über das Reich Flotte um Flotte aus dem Boden gestampft, um die unterdrückten und ausgebeuteten Völker des Weltalls im Salventakt ihrer Strahlenkanonen zu befreien.

Einem von Strammer selbst angeführten Kommando gelingt es zwar nicht mehr, die gestaltwandlerischen Grr-Pff als dominierende Rasse des von ihnen »Schmalz« genannten Planeten vor der restlosen Befreiung zu retten, doch gelingt es, einen hohen Offizier der elenden Bolschewisten gefangen zu nehmen und unter der Wodkafolter zum Reden zu bringen. Strammer erlangt wertvolle Aufschlüsse über den Feind, seine Hoffnung, die kosmische Position der Erdheimat zu erfahren, erfüllt sich allerdings nicht. Unbeantwortet bleibt auch die Frage nach der mysteriösen ACHT, offenbar eine uralte Macht, die an vielen Orten ihre rätselhaften Spuren hinterlassen hat.

Und so geht die Suche weiter, Satz um Satz und von Sonnensystem zu Sonnensystem. Bis der STERNENTIGER mitten in eine Raumschlacht zwischen den roten Kugeln und den geheimnisvollen grünen Ringraumern gerät. Sternengeneraloberst Strammer erkennt die sich ihm hier bietende Chance, Verbündete im Kampf gegen die »Roten« zu finden und eine eigene Machtbasis aufzubauen. Es kommt zu einem erbitterten Kampf um die letzte Rückzugsbasis des Interstellaren Finanzrats, in dessen Verlauf und durch Einsatz der Ersten Geheimen Mutantenwaffe der Hohe Finanzrat gerettet und auf den STERNENTIGER gebracht werden kann. Strammer erhofft sich von ihm die erforderlichen Geldmittel zum Bau der STAHLFESTUNG EDELWEISS.

Das erste Kapitel:

ALARM IM MORGENGRAUEN

»Ich … habe eine Vision …«

Sternengeneraloberst Julius Eberhard Konradin Strammer zuckte so heftig zusammen, dass sein Persönlicher Adjutant, Sternenmajor Hermann Mühlenmeister, nicht rechtzeitig mit dem Rasiermesser ausweichen konnte und seinem Vorgesetzten einen tiefen Schnitt in die rechte Wange zufügte. Auch er war bei der täglichen Rasur in der Offizierswaschanstalt so sehr in die martialischen Klänge des Radetzkymarschs, von »Preußens Gloria« und der »Alten Kameraden« versunken gewesen, dass er das Heranschwappen des Orakels nicht bemerkt hatte.

Vor lauter Schreck zuckte Mühlenmeister ebenfalls zusammen und hätte mit dem frisch gewetzten Messer um ein Haar auch noch Strammers linken Nasenflügel verletzt. Er bereitete sich schon auf das unweigerlich auf ihn zukommende Donnerwetter vor, doch zu seiner grenzenlosen Erleichterung schien Strammer die Wunde gar nicht zu spüren. Seine Augen waren starr auf das Orakel gerichtet, jenes letzte überlebende Wesen aus dem Volk der Ignasuur, das rein äußerlich einem Mehl- oder Kartoffelsack glich. Darin war man sich noch immer nicht einig geworden, was vielleicht auch daran lag, dass das Orakel seine Körpergröße von etwa zwei bis etwa drei Meter variieren konnte, je nachdem, in welcher Stimmung es sich gerade befand.

»Du … hattest eine Vision«, schnaufte Strammer und verzichtete darauf, das Wörtchen »hattest« eigens durch Betonung hervorzuheben. Es war sinnlos, das Orakel über die grammatikalischen Feinheiten der deutschen Sprache belehren zu wollen. »Du hast wieder die Erdheimat gesehen. Beim letzten Mal wären wir um ein Haar in einem Schwarzen Loch gelandet, davor war es ein Sonnensystem mit acht Planeten und acht achteckigen Kontinenten auf der angeblichen Heimat. Noch davor haben einige gewisse Ignasuur uns durch hinterhältige Täuschung glauben gemacht, wir hätten die Erdheimat gefunden mit blonden Mädels, einer Marschkapelle, einem …«

»Ich sehe keine Sonne und keine Planeten«, unterbrach ihn das Orakel keck. »Ich sehe …«

Mühlenmeister tupfte vorsichtig das Blut von der Wange des Kommandanten, das sich mit dem schneeweißen Rasierschaum zu einer Art moderner, entarteter Kunst zu vermischen trachtete. Strammer merkte seltsamerweise immer noch nichts. Er schien die allmorgendlichen Auftritte des angeberischen Ignasuur immer noch ernst zu nehmen – vielleicht auch nur, um sich darüber aufzuregen.

»Lass mich raten«, knurrte Strammer. »Du siehst … sahst … eine Raumschlacht!«

»Nein«, sagte das Orakel. »Auch keine Raumschlacht.«

Mühlenmeister war der Verzweiflung nahe, denn das Bluten aus der Wange wollte und wollte nicht aufhören. Er tupfte sie abermals trocken und rührte mit dem Rasierpinsel neuen Rasierschaum an, trug ihn besonders dick auf und hoffte, dass er die Verletzung stopfte. Dabei entstand wieder ein Muster, das ihn zu faszinieren begann. Es sah aus wie eine Spirale.

»Keine Erdheimat, keine Raumschlacht«, schnauzte Strammer, ohne ein einziges Mal »Au!« gesagt zu haben. Er machte eine abweisende Handbewegung. Dann kannst du wegtreten, ich habe …«

»Ich sah … eine Flotte.«

Mühlenmeister sah, wie Strammers Adamsapfel zum Zeichen eines heftigen Schluckens ruckte. »Eine Flotte.«

»Eine Flotte«, bekräftigte das Orakel. Mühlenmeister versuchte sich vorzustellen, wie es wohl ausgesehen hätte, wenn es so etwas wie einen Kopf besessen und damit genickt hätte. »Eine riesige Flotte von waffenstarrenden Kampfschiffen, die …«

»Es ist gut!«, sagte Strammer. »In jedem zweiten von uns inspizierten Sonnensystem haben wir sie gesehen, die roten Terrorkugeln des elenden Bolschewistenpacks.«

»Ich sah keine roten Kugeln«, sagte das Orakel. »Ich sah … andere Schiffe. Große und stolze Schiffe, und ihre Farbe war nicht rot wie Blut, sondern grau wie Stahl. Grau wie unser Schiff, Herr Sternengeneraloberst. Und ihre Form …«

Mühlenmeister spürte, wie sich die Haltung seines Kommandanten schlagartig versteifte. Inzwischen begann er sich Sorgen zu machen. Auch wenn sich Strammer noch so auf den Mehl- oder Kartoffelsack mit den hellseherischen Fähigkeiten konzentrierte – irgendwann musste er doch merken, dass er an der Wange blutete wie ein angestochenes Schwein. Konnte es vielleicht sein, dass er an einer Empfindungsstörung litt? Er wusste, dass der Schiffsoberarzt, Sternengeheimrat Dr. Friedhelm Mertens, an einer Studie über die abnehmende Schmerzempfindlichkeit gefangener Bolschewisten unter dem Einfluss von Wodkaverhören arbeitete. Er war auch selbst Zeuge gewesen, als Strammer mit Igor-1 und Pjotr-3 einige solcher Verhöre persönlich geleitet hatte. Konnte es vielleicht sein, dass er …

»Ihre Form?«, sagte Strammer gefährlich leise und seine Augen verengten sich zu gespannten, bis ins Innere der Pupillen lauernden Schlitzen. »Wie ist ihre Form?«

»Hmmm«, machte das Orakel. »Also dazu müsste ich …«

Strammer seufzte und winkte es zu sich, wobei er zum Glück den Kopf nicht bewegte. Dann flüsterte er dem Seher der Ersten Geheimen Mutantenwaffe etwas in eine der rosa Sinneszellen, bis das Orakel am ganzen Sack die Farbe wechselte. »Wirklich?«

»Wirklich!«, sagte Strammer. Er merkte immer noch nichts und das war nun wirklich und wahrhaftig nicht mehr normal!

Das Orakel machte einen Schwapp zurück und gab einen Laut von sich, der sich für einen anständigen Menschen höchst unanständig anhörte, aber es musste wohl einem menschlichen Seufzen entsprechen.

»Die gewaltigen Raumschiffe, die ich in meiner Vision sehe …«

»Gesehen habe!«, versuchte Strammer mit letzter Verzweiflung, ihm anständige Grammatik beizubringen. Mühlenmeister nahm all seinen Mut zusammen und tupfte ihm von hinten mit dem Rasierpinsel auf die Nase – er zeigte keinerlei Reaktion!

»Sie sehen aus wie Panzerfäuste mit Flossen«, verkündete das Orakel fast feierlich.

Strammer schien wie erstarrt. Mühlenmeister gab ihm mit dem Schaft des Rasierpinsels einen leichten Schlag auf den Kopf. Nichts. Das war nun tatsächlich nicht mehr normal. Mühlenmeister dachte schon daran, mit seinem neuen mobilen Telefonapparat Sternengeheimrat Mertens zu alarmieren, als er sich mit der rechten Hand an der bewussten Stelle zu kratzen begann – ein erstes Lebenszeichen!

»Du meinst«, sagte Strammer und schluckte abermals tief. »Etwa so wie … der STERNENTIGER?«

Das Orakel rülpste zum Zeichen der Bestätigung.

»Und ihre Hoheitsabzeichen?«, fragte Strammer. Mühlenmeister hörte nur mit halber Aufmerksamkeit hin. Viel wichtiger war, ob sein Vorgesetzter auf weitere Reizungen reagierte. Er rührte neuen Rasierschaum an und wischte ihn ihm in die Nasenlöcher. Strammer nieste heftig, ein weiteres Zeichen seiner intakten Sinneswahrnehmung. Zu denken gab seinem Persönlichen Adjutanten allerdings, dass er nicht zu ihm herumfuhr und ihn anschnauzte: »Pass doch auf, du Trottel!«

Aber vor anderen Besatzungsmitgliedern duzte er ihn ja nicht. Da spielte er voll die Respektsperson und hasste es, wenn Mühlenmeister ihn mit »Julius« oder gar »Juli« ansprach, das durfte nur das Bordrechengehirn EVA, das sich eigentlich jeden Moment melden musste. Mühlenmeister liebte es, wenn er etwas tun konnte, das sein eitler Gockel von Vorgesetzter hasste. Er hatte einen diebischen Spaß daran, ihn mit seinem minzgrünen Nagellack und seinen sonstigen minzgrünen Sachen auf die Palme zu bringen, wie zum Beispiel nach der postwendenden Absetzung als Kommandant der Mutantenwaffe. Da hatte er es allerdings ein klein wenig zu sehr auf die Spitze getrieben und Strammers geballten Zorn zu spüren bekommen.

Mühlenmeister konnte ein Kichern kaum unterdrücken, als er an minzgrünen Rasierschaum dachte.

In seinen Gedanken konnte er als Erster Gedankenleser der Ersten Geheimen Mutantenwaffe auch nichts sehen, geschweige denn lesen, was Strammers ausbleibende Reaktion zu erklären vermochte. Sein Gehirn schien ausgefüllt von Bildern riesiger Raumflotten von Kampfschiffen, die dem STERNENTIGER glichen wie eine Panzerfaust der anderen. Vielleicht musste er einfach tiefer in sein Unterbewusstsein eindringen, doch dazu brauchte er Justus, Strammers – wie er meinte – treuen Dackelpinscher,

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