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Perry Rhodan 2977: Die Kokon-Direktive: Perry Rhodan-Zyklus "Genesis"

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Perry Rhodan 2977: Die Kokon-Direktive: Perry Rhodan-Zyklus "Genesis"

Länge:
165 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Sep 6, 2018
ISBN:
9783845350776
Format:
Buch

Beschreibung

Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodan hat nach wie vor die Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln. Der Mann von der Erde, der einst die Menschen zu den Sternen führte, möchte endlich Frieden in der Galaxis haben.
Davon ist er in diesen Tagen des Jahres 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung allerdings weit entfernt: In der von der Superintelligenz ES verlassenen Milchstraße machen sich Boten anderer Superintelligenzen breit, ebenso alte Feinde von ES und neue Machtgruppen.
Eine dieser Machtgruppen ist der sogenannte Techno-Mahdi, der das Solsystem unter seine Kontrolle gebracht hat. Sein wichtigster Repräsentant nennt sich Adam von Aures und er scheint nach der völligen Unabhängigkeit von allen Hohen Mächten zu streben. Bei seinen Bemühungen hat er aber etwas ausgelöst, das den Untergang der Milchstraße nach sich ziehen kann: den Weltenbrand.
Im Solsystem kämpft Reginald Bull für die Freiheit und gegen den Techno-Mahdi. Dazu muss er den TERRANOVA-Schirm abschalten. Der erfahrene Raumfahrer ersinnt DIE KOKON-DIREKTIVE ...
Freigegeben:
Sep 6, 2018
ISBN:
9783845350776
Format:
Buch

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Perry Rhodan 2977 - Michelle Stern

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Nr. 2977

Die Kokon-Direktive

Reginald Bull gegen den Techno-Mahdi – das Solsystem soll befreit werden

Michelle Stern

Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Cover

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Offener Funkspruch 1328

1. Im Sol-Kokon: GOUBAR NANDESE

2. Gespensterstunde

3. Lichtspiele

4. Im Feuer

5. Kartentricks

6. Intuition

7. Plan B

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Impressum

PERRY RHODAN – die Serie

img2.jpg

Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodan hat nach wie vor die Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln. Der Mann von der Erde, der einst die Menschen zu den Sternen führte, möchte endlich Frieden in der Galaxis haben.

Davon ist er in diesen Tagen des Jahres 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung allerdings weit entfernt: In der von der Superintelligenz ES verlassenen Milchstraße machen sich Boten anderer Superintelligenzen breit, ebenso alte Feinde von ES und neue Machtgruppen.

Eine dieser Machtgruppen ist der sogenannte Techno-Mahdi, der das Solsystem unter seine Kontrolle gebracht hat. Sein wichtigster Repräsentant nennt sich Adam von Aures und er scheint nach der völligen Unabhängigkeit von allen Hohen Mächten zu streben. Bei seinen Bemühungen hat er aber etwas ausgelöst, das den Untergang der Milchstraße nach sich ziehen kann: den Weltenbrand.

Im Solsystem kämpft Reginald Bull für die Freiheit und gegen den Techno-Mahdi. Dazu muss er den TERRANOVA-Schirm abschalten. Der erfahrene Raumfahrer ersinnt DIE KOKON-DIREKTIVE ...

Die Hauptpersonen des Romans

Gucky – Der Mausbiber ist vor allem unterstützend tätig.

Reginald Bull – Der Aktivatorträger muss den TERRANOVA-Schirm von innen knacken.

Kaleb Barasi – Der Spiegelteleporter befindet sich eigentlich noch in Ausbildung.

Lephart Yutong – Ein Wissenschaftler könnte zum Bruchpunkt werden.

Lima Portomessa – Die Techno-Mahdistin kommandiert LORETTA-108.

Offener Funkspruch 1328

an die Zentrale von LORETTA-54:

Janna Debura

»Hi, mein Name ist Janna Evelyn Debura. Ich bin in der Eric-Manoli-Klinik in Terrania City geboren, zwölf Jahre alt und mache als Turnerin bei den Sternenholo-Shows in unserem Viertel in Dusthill mit. Vielleicht habt ihr mich schon mal im Regio-Trivid Dust-D gesehen. Ich war die ganz oben auf der Pyramide, weil ich die Leichteste bin.

Die Schule mag ich meistens, außer Mathematik und Sozialkunde, weil beides langweilig ist. Ich bin Klassenbeste in Sport und Astronomie.

Meine Mama ist Elora Debura. Sie fliegt immer nach drei Wochen weg, zur Sonne, lebt dann bei euch auf dem LORETTA-Tender und sorgt dafür, dass euch die Hyperzapfanlage nicht um die Ohren fliegt. Sie ist Technikerin. Eine verdammt gute!

Vor zwei Wochen war ihre Schicht vorbei, aber sie ist nicht nach Hause gekommen. Obwohl sie zu mir wollte, habt ihr sie dabehalten! Ich kann sie nicht erreichen, weil ihr jede Kommunikation blockiert. Ich weiß nicht mal, ob sie lebt, da könnt ihr gerne behaupten, es ginge ihr gut. Aber wie zum Halo soll ich euch trauen? Da glaube ich ja eher, dass ein Schwarzes Loch das Licht wieder ausspuckt!

Ihr sagt, es gäbe da eine geheime Invasion, besetzt mir nichts, dir nichts sämtliche Projektorschiffe um die Sonne, schaltet den TERRANOVA-Schirm ein und nehmt meinen Heimatplaneten gefangen, als ob euch das ganze Solsystem gehörte!

Keine Nachrichten rein oder raus. Kein Kontakt zum Rest der Liga. Totale Isolation.

Meine Freundin Biggi erreiche ich auch nicht. Die ist mit ihrer Familie vor Kurzem nach Jespers Welt umgezogen. Ich will wissen, was bei ihr los ist, ob sie schon so einen Maulwurfmenschen getroffen hat und wie die Zylindrion-Meisterschaften ausgegangen sind. Wie kommt ihr dazu, mir das zu verbieten? Geht's noch?

Und dann diese Sache mit der Invasion: Die war doch gar nicht echt! Virtuell, alternativ, erstunken und erlogen war das! Sowohl der Mist mit den gruseligen Aliens als auch mit der Solaren Residenz! Ihr denkt euch ständig neue Ausreden aus, damit ihr die Macht über die Tender behalten dürft, aber das sind nicht eure. Die gehören uns allen!

Mal ganz ehrlich: Hat der Techno-Mahdi eure Gehirne desintegriert oder was? Ihr seid Galaktiker! Wie könnt ihr die Tender einsacken und Tausende Gefangene machen? Warum nehmt ihr mir meine Mutter und Biggi weg? Ich habe euch nichts getan! Echt nicht! Ich kenne euch nicht mal! Wieso quält ihr mich?

Es geht mir schlecht. Die Sonne tut weh. Ständig dröhnt mir der Kopf, weil alles zu laut ist. Meine Fingerspitzen fühlen sich an, als könnte ich plötzlich Neutrinos spüren, und übergeben musste ich mich in der letzten Stunde zweimal. Ich weiß, alles wäre besser, wenn Mama mich festhalten könnte. Aber ihr behaltet sie bei euch wie einen genoptimierten Hamster!

Wollt ihr weiter Monster spielen oder wieder Galaktiker werden?

Gebt mir Mama zurück!«

1.

Im Sol-Kokon:

GOUBAR NANDESE

Es war der 7. Mai. Nicht, dass es ein besonderes Datum gewesen wäre, dafür hatte ich diesen Tag zu oft erlebt, aber die Zahl hing so schön weiß leuchtend vor mir in der Zentrale, wie das nur Holos können. Kein Vergleich zu unserem ersten Weltraumflug mit der STARDUST. Ich dachte immer seltener daran zurück, je älter ich wurde.

Sieben-Fünf-Fünfzehn-Zweiundfünfzig, las ich mir in Gedanken die Zahlenkombination dieses Tages vor.

Und es war Mittagszeit. Ich hatte Hunger. Toio würde grinsen, sie kannte das.

Reginald Bull, würde sie sagen, wie sie es oft gesagt hatte, mit jener Betonung, die unsere Tochter Shinae stets zum Kichern brachte, ohne Zellaktivator wärst du längst auseinandergegangen wie ein Hefekloß!

Na ja, zu etwas musste das Ding schließlich gut sein, was? Hunger schaltete er jedenfalls nicht aus, nur die Zellalterung.

Bald war es so weit. Aber zuerst ein optischer Check unseres Ziels.

Das Holo vor mir in der Zentrale wurde größer, zeigte den Tender LORETTA-108 schräg unter uns. Licht gleißte über die sechs Kilometer lange, kreisrunde Plattform, beschien den diskusförmigen Kernkörper und brachte die angeflanschte Kugelzelle zum Leuchten. Es brach sich auf ganz eigene Weise an der Ynkonit-Wabenverbund-Panzerung, breitete sich aus, als wäre der eingeschaltete Schutzschirm nicht vorhanden.

In der Mitte der Plattform saß ihr Herzstück, das im Takt einer unhörbaren Musik pulsierte: die Hypertron-Zapfanlage. Ein heller Strahl glitt von der Sonne darauf zu, sichtbar geworden durch einen Rückkopplungseffekt des eigentlichen Vorgangs, der einige Zehntausend Kilometer weit reichte.

Das Projektorschiff modifizierte einen Teil der natürlichen Hyperstrahlung, es entstanden Nanokristalle von blauweißer Farbe. Achtunddreißig Projektoren zogen sich in einer Nut an der Außenkante der Scheibe entlang, warfen die umgewandelte Energie auf die andere Seite der Plattform, bündelten sie zu einer Säule, ließen sie sich ausbreiten wie das Dach eines Gewölbes.

Die Erscheinung bildete zusammen mit dem Schiff im Kern einen Kreisel aus Weiß, Silber und Blau. Sie erinnerte mich an eine sich drehende Spindel.

Gemeinsam mit den verbleibenden 111 Tendern formte LORETTA-108 den TERRANOVA-Schirm, eine blauweiß-kristallin funkelnde, abgeplattete Sphäre von 28 Lichtstunden Durchmesser, deren äußere Schicht nichts hinein- oder hinausließ.

Wie ich dieses Funkeln und Glitzern einst begrüßt hatte, als er zum ersten Mal entstanden war! Der TERRANOVA-Schirm, der Schutzschild und das Wahrzeichen unseres Heimatsystems, die Hülle, die uns umgab, wenn Gefahr drohte, um jedem Feind den Weg zu versperren.

Dieses Mal befand sich der Feind aber im Innern des Schirms. Was uns einst behütet hatte, war zu einem Gefängnis in absoluter Schwärze geworden, einem Panzer, der uns umhüllte und erdrückte. Seit Jahrhunderten hatte ich mich nicht auf diese Weise eingeschlossen gefühlt. Am liebsten hätte ich mit den Geschützen der NANDESE auf den Schirm gefeuert, doch das würde nichts bringen.

Ich schaute auf die Daten des Holos vor meinem Sitz. Neben den Zahlenkolonnen lag eine Miniaturdarstellung des Inneren Solsystems. In ihm glühten wie rote Augen sämtliche Positionen der LORETTA-Tender, die gemeinsam den TERRANOVA-Schirm aufrechterhielten.

Fünf Millionen Kilometer trennten die Tender von Sol. Die Schiffe lagen innerhalb der Merkurbahn, dicht genug, um die Ausprägungen der veränderten Sonnenstrahlung deutlich zu spüren. Selbst mir setzte diese Nähe zu.

War das wirklich der Weltenbrand, vor dem uns das Atopische Tribunal hatte schützen wollen?

War das der Preis für die Freiheit?

»Wie weit sind wir?«, fragte ich Tonin Cavillaca.

Die Kommandantin zuckte zusammen, rang sich ein Lächeln ab. »Noch fünf Minuten bis zum Angriff, Bully. Die Wissenschaftler sind bei den Vorbereitungen. Anutida Siam will letzte Korrekturen vornehmen.« Sie schaute zur Seite, blinzelte. In ihre blauvioletten Augen trat ein gehetzter Ausdruck. »Diese verdammten Reaktoren ... Sie werden jeden Tag lauter.«

»Ich höre nichts.«

Ihr Lächeln wurde gequält. »Klar. Du bist schließlich Reginald Bull. Ein Aktivatorträger.«

Schwang da eine Spur Neid in ihrer Stimme mit? Nein. Sie sagte es nüchtern. Es war lediglich eine Feststellung. Wahrscheinlich wusste Tonin Cavillaca nicht mal, wie man Neid buchstabierte. »Wie klingt es denn?«

»Wie Kiesel, die jemand rhythmisch auf Beton fallen lässt.«

Eigentlich sollte niemand in der Zentrale die NUG-Schwarzschild-Reaktoren wahrnehmen können, doch seit die Hochsensibilisierung begonnen hatte, hörte sie fast jeder an Bord außer Gucky und mir. Quasi unsterbliche Aktivatorträger und Mutanten trafen die Auswirkungen des Phänomens deutlich schwächer als andere. Es machte mich nicht unbedingt beliebter.

Nein, es war keine Frage: Der Weltenbrand war da.

Und er führte zu einer Entzündung unserer selbst.

Ich warf der im Holo münzgroßen Sonne einen Blick zu, verfluchte ihr neuerdings so schmerzhaftes Licht, dass plötzlich und unerwartet zum Gegner geworden war. Während andere sich in Bunker unter die Erde verkrochen, waren wir hinausgeflogen, der Sonne und ihren peinigenden Strahlen entgegen, und tanzten nun im All, quasi in Spuckreichweite der Korona.

Was auch sonst? Hekéner Sharoun hatte seine Ankündigung nicht wahr gemacht. Schon vor zwei Wochen hatte er mir mitgeteilt, die Rückeroberung der LORETTA-Tender stünde kurz bevor. Zwei Wochen, in denen die Quintronen, die von der Sonne ausgingen, immer mehr zur Qual geworden waren.

Sharoun war Politiker. Er hatte mit den Techno-Mahdisten verhandelt, dem Wohlfahrtsrat paktiert, den einen oder anderen Vorteil herausgeschlagen und auf Zeit gesetzt. Einen Bürgerkrieg wollte er um jeden Preis verhindern. Dabei war die Stimmung von Anfang an gemischt gewesen. Kaum jemand hatte über den Aprilscherz gelacht, den der Techno-Mahdi am ersten April aus dem Hut gezaubert hatte: eine simulierte Invasion des Solsystems, angeblich verursacht von einer fremden Superintelligenz, doch daran

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