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Fürstenkrone 121 – Adelsroman: Der letzte Fürst von Stolzenfels
Fürstenkrone 121 – Adelsroman: Der letzte Fürst von Stolzenfels
Fürstenkrone 121 – Adelsroman: Der letzte Fürst von Stolzenfels
eBook106 Seiten1 Stunde

Fürstenkrone 121 – Adelsroman: Der letzte Fürst von Stolzenfels

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Über dieses E-Book

Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.

Als Katja die Tür aufschloß, wunderte sie sich ein wenig, weil Kurt ihr nicht wie sonst entgegenkam. Aber wahrscheinlich hatte er sich so sehr in seine Zeitungslektüre vertieft, daß er sie gar nicht hatte kommen hören.
Kurt König stand kurz vor dem Staatsexamen und war in den letzten Wochen sehr nervös gewesen.
Katja, die als Sekretärin in einer großen Industriefirma arbeitete, hatte das in den vergangenen Wochen mehr als einmal unliebsam zu spüren bekommen. Aber da sie ihn liebte, war sie auch geduldig mit ihm.
Sie öffnete die Tür zu seinem Appartement, das er bescheiden als Junggesellenbude bezeichnete, und erstarrte. Da beugte sich
Kurt, ihr Kurt, gerade über ein Mädchen, das sie nur allzu gut kannte, und küßte es. Es war Angelika Vossen, ihre Freundin und Kollegin.
Kurt und Angelika mußten wohl gespürt haben, daß sie nicht mehr allein waren. Sie fuhren auseinander und starrten Katja erschrocken an.
Angelika faßte sich als erste. Sie lachte, knöpfte sich aufreizend langsam ihre durchsichtige Bluse zu und sagte mit ihrer rauchigen Stimme:
"Jetzt weißt du es also."
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum29. Mai 2018
ISBN9783740930332
Fürstenkrone 121 – Adelsroman: Der letzte Fürst von Stolzenfels
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    Buchvorschau

    Fürstenkrone 121 – Adelsroman - Irene von Velden

    Fürstenkrone – 121 – Der letzte Fürst von Stolzenfels

    Fürstenkrone

    – 121–

    Der letzte Fürst von Stolzenfels

    Als er für sein Töchterchen eine Mutter suchte ...

    Irene von Velden

    Als Katja die Tür aufschloß, wunderte sie sich ein wenig, weil Kurt ihr nicht wie sonst entgegenkam. Aber wahrscheinlich hatte er sich so sehr in seine Zeitungslektüre vertieft, daß er sie gar nicht hatte kommen hören.

    Kurt König stand kurz vor dem Staatsexamen und war in den letzten Wochen sehr nervös gewesen.

    Katja, die als Sekretärin in einer großen Industriefirma arbeitete, hatte das in den vergangenen Wochen mehr als einmal unliebsam zu spüren bekommen. Aber da sie ihn liebte, war sie auch geduldig mit ihm.

    Sie öffnete die Tür zu seinem Appartement, das er bescheiden als Junggesellenbude bezeichnete, und erstarrte. Da beugte sich

    Kurt, ihr Kurt, gerade über ein Mädchen, das sie nur allzu gut kannte, und küßte es. Es war Angelika Vossen, ihre Freundin und Kollegin.

    Kurt und Angelika mußten wohl gespürt haben, daß sie nicht mehr allein waren. Sie fuhren auseinander und starrten Katja erschrocken an.

    Angelika faßte sich als erste. Sie lachte, knöpfte sich aufreizend langsam ihre durchsichtige Bluse zu und sagte mit ihrer rauchigen Stimme:

    »Jetzt weißt du es also.«

    Katja hätte gern etwas Niederschmetterndes von sich gegeben, etwas, was die beiden vor ihr in Grund und Boden hätte verschwinden lassen. Sie bewegte die Lippen, aber sie brachte keinen Ton hervor. Kurt erhob sich. Katja wurde sich schmerzlich bewußt, wie unwahrscheinlich gut er aussah. Aber dann brachte sie es doch fertig, ihn kühl anzusehen, obwohl niemand ahnen konnte, wie unendlich schwer ihr das fiel.

    »Es tut mir leid, Katja, ich wollte nicht, daß du es auf eine so unschöne Weise erfahren solltest. Ich – ich habe auch keine Erklärung dafür, obwohl ich verzweifelt danach suche.«

    »Es ist vielleicht besser, wenn du das nicht tust, Kurt. Mit Erklärungen kann man das wohl auch nicht aus der Welt schaffen.«

    Sie nestelte an ihrer Handtasche und zog den Schlüssel zu seinem Appartement hervor.

    »Hier ist dein Schlüssel. Ich nehme an, du hast jetzt eine andere Verwendung dafür.«

    Sie wandte sich um. Da kam Kurt mit ein paar schnellen Schritten auf sie zu, ergriff ihren Arm und sah sie bittend an.

    »Was hast du vor, Katja?«

    »Nach Hause gehen, was sonst. Ich möchte gern allein sein. Ich denke, das ist wohl verständlich, nicht wahr?«

    »Ja, schon, aber... Ich möchte nicht, daß du jetzt in deiner Kopflosigkeit eine Dummheit machst.«

    »Mach’ dir deshalb keine Sorgen. Ich glaube nicht, daß ich eine Dummheit machen würde. Deinetwegen nicht, ganz sicher nicht. Das wärest du gar nicht wert, lieber Kurt.«

    Sie riß sich von ihm los und machte auf dem Absatz kehrt. Mit weichen Knien ging sie die Treppe wieder hinab und stand gleich darauf wieder im Nebel, der sich noch mehr verdichtet hatte in der kurzen Zeit, die sie bei Kurt gewesen war.

    Unwillkürlich sah sie auf die Uhr. War wirklich nicht mehr als eine Viertelstunde verstrichen, seit sie in Kurts Appartement getreten und Angelika in seinen Armen gefunden hatte? Es wollte ihr scheinen, als wär seither schon eine endlos lange Zeit vergangen.

    Sie zuckte zusammen, als sie ihren Namen rufen hörte. Kurt war also geschmacklos genug, sie zurückrufen zu wollen, solange Angelika noch in seinem Appartement war. Sie erinnerte sich schlagartig an Angelikas triumphierende Miene, und dann stieß sie sich von der Hauswand, an die sie sich angelehnt hatte, ab und rannte davon.

    »Bleib doch endlich stehen, Katja! So kannst du nicht gehen. Wir müssen uns doch aussprechen!« hörte sie Kurts Stimme. Sie klang ein wenig gedämpft. Aber wahrscheinlich kam das durch den Nebel, der mittlerweile so dicht geworden war, daß sie kaum noch etwas erkennen konnte.

    Katja drückte sich gegen eine Hauswand und wartete. Aber es blieb alles still. Kurt schien eingesehen zu haben, daß es zwecklos war, sie in diesem Nebel einzuholen.

    Aber dann rannen, ohne daß sie sie aufhalten konnte, die Tränen über ihr Gesicht. Katja lief los. Sie wollte sich verkriechen. Sie wollte allein sein in ihrer hübschen kleinen Wohnung, eine Schlaftablette nehmen und sich ins Bett legen, damit sie nicht mehr denken mußte.

    Katja ging wie eine Träumende über die Straße. Der Fahrer des langgestreckten Wagens bremste verzweifelt. Aber obwohl er kaum Geschwindigkeit gehabt hatte, gelang es ihm nicht mehr, Katja auszuweichen. Der Nebel war einfach viel zu dicht, als daß er sie noch frühzeitig genug hätte erkennen können.

    Es gab einen dumpfen Laut, als Katja von dem einen Kotflügel erfaßt und zu Boden geschleudert wurde. Sie kam nicht mehr dazu, auch nur einen Schrei auszustoßen. Sie blieb reglos liegen. Alles tat ihr weh. Sie sehnte sich nach einer erbarmungsvollen Ohnmacht, aber sie war nur ein klein wenig benommen.

    Unsicher blickte sie zu dem großen Schatten, der vor ihr aufgetaucht war und sich zu ihr niederbeugte. Sie sah ein männliches Gesicht vor sich und hörte wie aus weiter Ferne eine tiefe, warme Stimme fragen:

    »Sind Sie verletzt? Oder ist alles in Ordnung?«

    »Ich – ja, ich glaube schon. Danke!«

    Sie wollte sich aufrichten und erheben, aber das konnte sie nicht. Sie war wie gelähmt. Wahrscheinlich kam das durch den Schock. Katja wußte es nicht.

    Da spürte sie, wie zwei kräftige Hände sich unter ihre Achseln schoben und sie aufrichteten. Und wenig später trug der hochgewachsene Mann sie zu seinem Wagen, der sie beiseite geschleudert hatte.

    Sie seufzte leise, als sie in das warme Innere des Wagens geschoben wurde und auf einem weichen Sitz landete. Sie wandte leicht

    den Kopf mit dem herrlichen dunklen Haar zur Seite, als der Fremde auf der anderen Seite einstieg. Er legte einen Arm auf ihre Rückenlehne und beugte sich ein wenig vor. Im Wagen herrschte ein angenehmes Dämmerlicht. Man kam sich wie abgeschirmt von draußen vor.

    Katja wußte nicht, wie sehnsüchtig und schmerzlich das Lächeln war, das ihren sehr blassen Mund umspielte.

    »Sind Sie wirklich in Ordnung?« fragte der Mann mit seiner weichen Stimme und sah sie besorgt an.

    Katja nickte und griff sich an den Kopf, der plötzlich zu schmerzen begann. Gleichzeitig fühlte sie, daß ihr schwindlig wurde.

    »Natürlich sind Sie nicht in Ordnung. Man sieht es Ihnen deutlich an. Ich werde Sie jetzt erst einmal zu einem Arzt bringen, und dann werden wir weitersehen.«

    »Nein!« Katja faßte unwillkürlich nach seiner Hand, die auf dem Lenkrad gelegen hatte. »Nein, bitte nicht, ich möchte nicht zu einem Arzt. Alles, was ich brauche, ist erst einmal Ruhe. Dann gehen auch die Kopfschmerzen vorüber. Ich – bitte, ich möchte nach Hause.«

    Sie blickte in ein braungebranntes Gesicht mit den hellen Augen, der geraden Nase und dem kantigen Kinn. Dem Fremden sah man an, daß er energisch und erfolgreich war. Er sah sehr gut aus.

    »Also schön. Ich werde Sie jetzt nach Hause bringen. Aber Sie müssen es sich gefallen lassen, daß ich mich morgen nach Ihnen erkundige. Wollen Sie mir Ihre Adresse sagen?«

    Katja nannte sie ihm und lehnte sich seufzend zurück. Es tat gut, hier zu sitzen und ihn neben sich zu wissen. Es ging etwas ungemein Zuverlässiges von ihm aus, etwas, das sie nicht zu beschreiben vermocht hätte. Aber es war etwas, was angenehm auf sie wirkte und auch sehr beruhigend.

    Endlich stoppte er vor dem Appartementhaus, in dem Katja ihre kleine Wohnung hatte, und ging um den Wagen herum, um ihr beim Aussteigen behilflich zu sein.

    Er legte wie selbstverständlich einen Arm um ihre Schultern und führte sie zur Haustür. Dort nahm er ihr den Schlüssel aus der Hand und schloß

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