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Sophienlust 262 – Familienroman: Endlich ein neues Zuhause
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Sophienlust 262 – Familienroman: Endlich ein neues Zuhause
eBook113 Seiten1 Stunde

Sophienlust 262 – Familienroman: Endlich ein neues Zuhause

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Über dieses E-Book

Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.

Henrik von Schoenecker war so aufgeregt, wie schon lange nicht mehr. Den anderen Kindern erging es genauso.
"Ob auch ein Kettenkarussell dabei ist?", fragte Heidi.
"Klar." Fabian nickte. "Auf jedem Jahrmarkt ist ein Kettenkarussell."
"Es heißt nicht Jahrmarkt, sondern Sommerfest", korrigierte Pünktchen.
Henrik winkte ab.
"Ist doch wurscht, wie es heißt. Hauptsache, es ist alles da, was zu einem Jahrmarkt gehört. Ich freue mich am meisten auf die Geisterbahn.
"Mit der Geisterbahn fahre ich nicht", erklärte die kleine Heidi.
"Es ist aber gar nichts dabei", sagte Pünktchen. "Von außen sieht es viel gruseliger aus, als es ist."
Heidi blieb trotzdem skeptisch.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum29. Mai 2018
ISBN9783740930387
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    Buchvorschau

    Sophienlust 262 – Familienroman - Bettina Clausen

    Sophienlust – 262 – Endlich ein neues Zuhause

    Sophienlust

    – 262–

    Endlich ein neues Zuhause

    Schaffen Ariane und Heidelinde den Sprung in ein anderes Leben?

    Bettina Clausen

    Henrik von Schoenecker war so aufgeregt, wie schon lange nicht mehr. Den anderen Kindern erging es genauso.

    »Ob auch ein Kettenkarussell dabei ist?«, fragte Heidi.

    »Klar.« Fabian nickte. »Auf jedem Jahrmarkt ist ein Kettenkarussell.«

    »Es heißt nicht Jahrmarkt, sondern Sommerfest«, korrigierte Pünktchen.

    Henrik winkte ab.

    »Ist doch wurscht, wie es heißt. Hauptsache, es ist alles da, was zu einem Jahrmarkt gehört. Ich freue mich am meisten auf die Geisterbahn.

    »Mit der Geisterbahn fahre ich nicht«, erklärte die kleine Heidi.

    »Es ist aber gar nichts dabei«, sagte Pünktchen. »Von außen sieht es viel gruseliger aus, als es ist.«

    Heidi blieb trotzdem skeptisch.

    »Gleich nach dem Mittagessen fahren wir los«, sagte Vicky. »Hoffentlich dürfen wir den ganzen Nachmittag auf dem Rummelplatz bleiben.«

    »Wir dürfen«, bestätigte Nick, der Älteste in der Kinderschar, fast schon ein junger Mann. »Tante Ma hat’s versprochen.«

    Else Rennert, von den Kindern Tante Ma genannt, war die Leiterin des Kinderheims Sophienlust. Sie unterhielt sich in ihrem Büro eben mit Schwester Regine. Die Kinderschwester sollte als Aufsichtsperson mit auf den Jahrmarkt gehen.

    Nach dem Essen hielt Else Rennert eine kurze Ansprache. »Ihr bleibt alle zusammen, hört ihr?«

    Die Kinder versprachen es.

    »Ihr tut, was Schwester Regine von euch verlangt. Sie hat auch die Kasse und bezahlt alles. Absondern darf sich niemand. Nick, du hilfst bitte mit bei der Beaufsichtigung.«

    »Mach ich, Tante Ma.«

    »Dürfen wir den ganzen Nachmittag bleiben?«, wollte Henrik wissen.

    »Ja, aber nur, wenn es keinen Ärger gibt. Schwester Regine kann den Besuch jederzeit abbrechen und euch zurückbringen, wenn sie das für richtig hält.

    Auf dem Hof, vor dem Herrenhaus von Sophienlust, wartete schon der rote Kleinbus. Aufgeregt redeten die Kinder durcheinander, während sie einstiegen.

    »Hoffentlich wird es nicht zu anstrengend für Sie«, meinte die Heimleiterin.

    Schwester Regine schüttelte den Kopf. »Bestimmt nicht. So groß ist der Rummelplatz ja nicht. Und außerdem habe ich die Kasse. Die Kinder müssen also zu mir kommen, wenn sie fahren oder sich etwas kaufen wollen.«

    »Na, dann viel Spaß«, sagte Else Rennert und winkte den Kindern zu, die schon im Bus saßen.

    Der Chauffeur wartete hinter dem Steuer. Als Schwester Regine ihm zunickte, fuhr er los.

    Auf einem freien Platz am Rande von Maibach hatten die Schausteller ihren kleinen Vergnügungspark aufgebaut. Daneben war ein Parkplatz. Dort stiegen die Kinder aus.

    »Um sechs hole ich euch wieder ab«, sagte der Chauffeur. »Viel Spaß!«

    »Langsam«, mahnte Regine, als Henrik und Fabian gleich losrennen wollten. »Habt ihr vergessen, dass wir beisammenbleiben wollen?«

    »Ich mache den Schluss und passe auf, dass wir niemanden verlieren«, erklärte Nick.

    Lautsprechermusik übertönte die Unterhaltung. Schwester Regine blieb vor einem Stand mit Losen stehen.

    »Wer möchte ein Los haben?«

    Alle wollten ein Los haben. Die Kinderschwester bezahlte, und die Kinder durften in den großen Topf greifen.

    »Letztes Jahr habe ich mit einem Los einen kleinen Teddybär gewonnen«, erinnerte sich Heidi.

    Henrik hatte sein Los schon geöffnet.

    »Eine Niete!«

    »Ich auch.« Pünktchen trat zu dem Papierkorb.

    »Bei mir steht etwas drauf«, rief Vicky. Sie gab dem Mann am Stand ihr Los und bekam eine hübsche Papierrose.

    Fabian hatte einen Tennisball gewonnen und Nick eine Pfeife. »Genau das Richtige«, meinte er. »Wenn ihr mich pfeifen hört, dann wisst ihr, dass ihr kommen sollt.«

    Sie schlenderten weiter. Beim nächsten Stand kaufte Schwester Regine jedem Kind einen Luftballon. Nick wollte jedoch keinen.

    »Nimm einen und gib ihn mir«, bat Henrik seinen Halbbruder.

    »Also gut.« Nick ließ sich einen grünen Ballon geben.

    »Einen roten«, rief Henrik. »Gib ihn zurück und verlange einen roten!«

    »Rutsch mir den Buckel runter«, schimpfte Nick. »Dauernd willst du etwas anderes.« Aber er tauschte dann doch den Luftballon um.

    »Jetzt habe ich einen grünen und einen roten«, freute sich Henrik.

    »Da vorn ist das Kettenkarussell«, rief Heidi. »Wer fährt mit?«

    Alle fuhren mit. Alle außer Nick. Der große hübsche Junge stand neben Schwester Regine und winkte, als die Sessel des Karussells in die Luft stiegen.

    Heidi quietschte vor Vergnügen, aber es war auch ein bisschen Angst dabei.

    »Was interessiert dich denn?«, fragte Schwester Regine.

    Nick drehte sich um. »Das da drüben. Die Steilwandfahrer auf dem Motorrad. Ich habe so was noch nie gesehen.«

    »Ich auch nicht«, gab die Kinderschwester zu. »Letztes Jahr waren die nicht hier.«

    »Nein.«

    Nicks Blick blieb an der Geisterbahn hängen und an einem kleinen Mädchen, das gelangweilt neben der Kasse stand.

    Die Kreise der Sessel an den langen Ketten wurden kleiner und kleiner, bis das Karussell stand. Die Kinder stiegen aus.

    Heidi als Letzte. »Können wir nicht noch einmal fahren?«, bettelte die Kleine.

    »Später«, sagte Schwester Regine. »Jetzt gehen wir erst mal weiter und schauen, was es noch alles gibt.«

    An einem Stand gab es Zuckerwatte. Daran konnte Vicky nicht vorbeigehen. Schwester Regine kaufte für die Mädchen Zuckerwatte. Die Buben wollten lieber kandierte Früchte haben. Nur die Kinderschwester und Nick entschieden sich für gebrannte Mandeln.

    »Nicht da lang«, rief Henrik, als Schwester Regine abbiegen wollte. »Zuerst zur Geisterbahn, bitte!«

    »Ist doch wurscht«, meinte Pünktchen.

    »Es ist nicht wurscht«, widersprach Henrik ihr eigensinnig.

    »Der Klügere gibt nach«, murmelte Pünktchen und steckte ihr Gesicht in die Zuckerwatte.

    Nun gingen sie also zur Geisterbahn. Schauerliches Geheul kam aus dem Lautsprecher. Über dem Eingang tanzte ein Totenschädel, daneben fletschte ein Krokodil die Zähne.

    »Ich gehe da nicht rein«, erklärte Heidi und griff nach der Hand der Kinderschwester.

    »Brauchst du auch nicht, Heidi. Du kannst hier bei mir bleiben.« Laut fragte Schwester Regine: »Wer will Geisterbahn fahren?«

    »Ich!«, rief Henrik als Erster.

    Die Mädchen entschlossen sich nur zögernd.

    »Ihr Angsthasen«, frotzelte Henrik.

    »Los«, sagte Pünktchen. »Beweisen wir ihm, dass wir keine Angst haben.«

    Sie gingen mit zum Eingang. Alle außer Heidi und Schwester Regine wollten fahren, sogar Nick.

    »Wenn du willst, setze ich mich neben dich und halte dich fest«, sagte Nick zu Heidi.

    Die Kleine schüttelte jedoch ängstlich den Kopf.

    »Lass sie«, sagte die Kinderschwester und legte ihren Arm um Heidis Schultern.

    Das kleine Mädchen, das Nick zuvor schon gesehen hatte, stand noch immer neben der Kasse. Neugierig beobachtete es die Kinder. Als alle eingestiegen waren, kam es zu Heidi und fragte: »Magst du nicht fahren?«

    »Nein.«

    »Aber die Geister tun dir nichts. Die sind alle bloß aus Pappe.«

    Misstrauisch schaute Heidi das fremde Mädchen an. »Woher weißt du das denn?«

    »Ich habe sie angefasst.«

    »Du hast …, das glaube ich nicht. Du schwindelst.«

    »Bestimmt nicht«, sagte das Mädchen, das nur ein bisschen größer war als Heidi. »Wenn du willst, zeige ich es dir. Komm!«

    »Nein«, sagte Heidi erschrocken. »Ich will doch die Geister nicht anfassen.« Nicht einmal sehen wollte sie diese Biester.

    Die anderen kamen zurück und berichteten aufgeregt, wie dunkel und wie gruselig es gewesen war. Henrik wollte unbedingt noch einmal fahren.

    »Später«, sagte Schwester Regine. »Jetzt gehen wir erst mal weiter. Es gibt noch mehr zu sehen.«

    Bedauernd schaute das fremde Mädchen den Kindern nach. Als sich Heidi umdrehte, winkte es. Heidi winkte zurück. Dabei

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