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Deutsches Flusswanderbuch: Kanuführer für Deutschland

Deutsches Flusswanderbuch: Kanuführer für Deutschland

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Deutsches Flusswanderbuch: Kanuführer für Deutschland

Länge:
1.286 Seiten
6 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
31. Aug. 2018
ISBN:
9783937743851
Format:
Buch

Beschreibung

Die heimischen Gewässer sind nach wie vor das Lieblingsrevier der deutschen Kanuten. Zwischen Ostseeküste und Alpen gibt es eine Vielzahl paddelbarer Flüsse, Seen und Kanäle unterschiedlichen Charakters. Das Deutsche Flusswanderbuch gibt einen Überblick über die wichtigsten deutschen Paddelgewässer. Es verzeichnet jene Flüsse oder Flussabschnitte, die auf mindestens 15 km ganzjährig zu befahren sind. Das Spektrum reicht von der Mecklenburgischen Seenplatte über die großen Weitwanderflüsse Elbe, Weser, Rhein und Donau bis hin zu Wildflüssen wie Isar, Loisach und Enz. Auch Wanderflüsse wie Lahn, Sieg und Unstrut dürfen nicht fehlen.
Das Deutsche Flusswanderbuch, auch "Bibel des Kanufahrers" genannt, ist das Standardwerk für Kanutouren in Deutschland. Es folgt dem in einer Gesamtauflage von mehr als 300 000 verkauften Exemplaren bewährten Konzept der Gewässerführer des Deutschen Kanu-Verbandes: Unter Verzicht auf umfangreiche subjektive Beschreibungen gibt er einen systematischen Überblick über die rund 200 kanusportlich interessantesten Gewässer Deutschlands. Dabei werden Gewässercharakter und -schwierigkeiten, Gefälle sowie eventuelle Nutzungsregelungen beschrieben. Entlang einer genauen Kilometrierung werden günstige Ein- und Ausstiegsstellen, Wehre, Gefahrenstellen, aber auch Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten aufgeführt. Zur Lagezuordnung gibt es einen Kartenteil, der 31 vierfarbige Kartenausschnitte enthält.
In die aktuell vorliegende 27. Auflage wurden erneut zahlreiche Änderungen eingetragen, die sich etwa aufgrund von baulichen Veränderungen oder geänderten Befahrungsregelungen ergeben haben. Dutzende ehrenamtliche Mitarbeiter aus Reihen des Deutschen Kanu-Verbandes haben dazu beigetragen, dieses Werk zu dem wohl umfangreichsten und genauesten Kanubuch über Deutschland schlechthin zu machen.
Herausgeber:
Freigegeben:
31. Aug. 2018
ISBN:
9783937743851
Format:
Buch

Über den Autor


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Deutsches Flusswanderbuch - Kanu-Verlag

Übersichtskarten

Zeichen und Abkürzungen

Einführung

Die 27. Auflage des Deutschen Flusswanderbuches ist fällig. Erstmals ist diese Auflage aus der Gewässerdatenbank des Deutschen Kanu-Verbandes entstanden. In diese Datenbank wurde eine Vielzahl von Zuschriften eingearbeitet. Viele Beschreibungen wurden mit aktuellem Kartenmaterial überarbeitet. Die Befahrungsregelungen wurden aktualisiert. Der Bezug zum Internet wurde hergestellt.

Am Auswahlprinzip der beschriebenen Gewässer hat sich gegenüber der vorherigen Auflage nichts geändert. Es werden nur Flüsse bzw. Flussabschnitte beschrieben, die ganzjährig auf mindestens 15 km befahrbar sind. So bedeutet dies, dass nahezu sämtliche Kleinflüsse und auch die Oberläufe der größeren Gewässer nicht in diesem Buch enthalten sind. Diese werden in den verschiedenen Regionalführern erläutert. Das Deutsche Flusswanderbuch ist eben kein Buch für Kanuspezialisten, sondern es will die breite Masse der Kanufreunde ansprechen; sie finden in diesem Buch ein breites Betätigungsfeld.

Das Deutsche Flusswanderbuch beruht auf Informationen zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiter. Der Herausgeber und die Redaktion haben die zugesandten Unterlagen nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Gewähr für die Vollständigkeit kann aber nicht übernommen werden. Dies gilt insbesondere für die Situation an den Gewässern, da sich durch Baumaßnahmen laufend neue Veränderungen ergeben können. Daher zunächst die grundsätzliche Bitte: Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die im Text gemachten Angaben, sondern rechnen Sie stets damit, dass sich Änderungen ergeben haben können.

Der Herausgeber und die Redaktion haften daher nicht für Schäden, die aufgrund der im Deutschen Flusswanderbuch enthaltenen Informationen entstehen können. Daraus folgt aber auch eine zweite Bitte: Notieren Sie sich bitte alles, was Ihnen an Unstimmigkeiten auffällt, und melden Sie es an die Bundesgeschäftsstelle des DKV. Dazu steht Ihnen außer dem Postweg auch auf der Internetseite des DKV eine Eingabemaske zur Verfügung (www.kanu.de > Schnellsuche > Flussführer > Korrekturmeldung). Nur so kann sichergestellt werden, dass Fehler in den Beschreibungen bei der nächsten Auflage berichtigt werden können.

Gebrauch des Deutschen Flusswanderbuches

Zum Auffinden eines Gewässers werden mehrere Möglichkeiten angeboten. Ist der Name des Gewässers bekannt, genügt ein Blick auf das „Alphabetische Verzeichnis der Gewässer". Eine weitere Möglichkeit bieten die am Ende des Buches eingefügten Karten des Jübermann-Verlages. Hier ist für jedes beschriebene Gewässer die Seitenzahl angegeben. Die Flussbeschreibungen sind nach Stromgebieten geordnet. Innerhalb eines Stromgebietes werden die Flüsse nach ihrer geografischen Reihenfolge von der Quelle abwärts beschrieben.

In der einzelnen Flussbeschreibung wird als Überschrift der Flussname genannt. Wenn der Name mehrfach existiert, ist er mit einer in Klammern gesetzten Ergänzung genauer definiert. Darunter folgen Angaben zur Charakteristik des Flusses und in welches Gewässer er mündet. Außerdem wurde für jedes Gewässer, soweit bekannt, die Gewässerkennzahl angegeben. Die Gewässerkennzahl bzw. richtigerweise Fließgewässerkennziffer stellt eine Systematik aller Fließgewässer dar, die auch angibt, zu welchem Flusssystem das jeweilige Gewässer gehört-Beim Wanderfluss handelt es sich um ein Gewässer, das ohne besondere Schwierigkeiten zu befahren ist, auch mit Zweiern, vielfach auch über mehrere Tage als Gepäckfahrt. Oft müssen wir hierbei auf den Schiffsverkehr achten. Hierzu sollte das Kapitel „Fahrten auf Binnen - und Seeschifffahrtsstraßen" beachtet werden (siehe Seite 22).

Beim Kleinfluss ist mit Schwierigkeiten zu rechnen wie engen Kurven, Baum- und Strauchhindernissen, niedrigen Brücken, Stacheldrähten und zahlreichen Wehren. Es ist sinnvoll, diese Gewässer mit dazu geeigneten Booten zu befahren (siehe Seite 23). Das Befahren eines Wildwassers erfordert besondere Kenntnisse, siehe dazu das Kapitel „Fahrten auf Wildwasser" (siehe Seite 24).

Es folgt nun eine textliche Beschreibung des Flusses. Hier gibt es auch Hinweise zu den Befahrungsregelungengekennzeichnet. Da diese Befahrungsregelungen stetigen Veränderungen unterliegen, sollte der Benutzer dieses Gewässerführers sich im aktuellen DKV-Sportprogramm informieren oder noch aktueller im Internet über www.kanu.de. Es soll hier auch darauf hingewiesen werden, dass im Berichtigungsdienst für diesen Gewässerführer auf der Internetseite des DKV-Verlags Änderungen der Befahrungsregeln nicht geführt werden.

Sofern vorhanden, werden für die Befahrbarkeit Hinweise auf Pegel gegeben. Einige Pegel sind telefonisch abzufragen. Inzwischen hat sich jedoch die Pegelabfrage per Internet favorisiert. Auf www.kanu.de findet man in der Pegelliste dazu die erforderlichen Links.

Angaben zur Begleitung mit dem PKW und zum Versetzen der Fahrzeuge runden die textliche Beschreibung ab.

Die tabellarische Flussbeschreibung besteht aus 2 Spalten. Die linke Spalte beinhaltet die Kilometerangabe. Wenn bekannt, wurde auf amtliche Kilometerangaben zurückgegriffen. Diese findet man häufig als Schilder oder Merksteine am Fluss. Sie sind jedoch nicht immer vom Boot aus lesbar. Ansonsten wurden für die Kilometerangaben Karten zu Rate gezogen, wobei sich je nach Messmethode Abweichungen ergeben können, die jedoch kaum die Freude am Kanusport mindern. Die rechte Spalte gibt Erläuterungen zur jeweiligen Kilometerangabe. Angaben zur Orientierung sind die Ortsbezeichnungen, die zum schnelleren Auffinden fett hervorgehoben wurden. Ebenfalls der Orientierung dienen Brückenwerden der Verwendungszweck oder auch der Name der Brücke gekennzeichnet.

Flussverbauungen als Querbauten in den Fließgewässern sind im Allgemeinen ein Hindernis für die Befahrung. Sie gibt es als Wehre angezeigt. Auch andere Querverbauungen wie Sohlabstürze, Sohlgleiten oder Sohlrampen . Dabei sind etwaige Hinweise im Flussführer, die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten (evtl. Hindernisse, wechselnde Wasserstände), das Bootsmaterial und das eigene Können zu beachten. In jedem Falle ist eine vorherige Besichtigung des Wehres anzuraten. Bestehen nur geringste Zweifel, ist ein Umtragen des Bootes vorzuziehen. Die bequemste Art, ein Wehr zu überwinden, ist das Schleusen. Die Schleuse dargestellt. Sofern Betriebszeiten der Schleusen angegeben wurden, ist zu beachten, dass hier oftmals Änderungen erfolgen. Deshalb ist es empfehlenswert, sich aktuell zu informieren (www.elwis.de). Besondere Gefahren gekennzeichnet, z.B. durch das Tosbecken entstehende Walzen mit „gefährlicher Rücklauf".

. Die Bootshäuser , die man jedoch aus speziellen Reiseführern ergänzen sollte. Zu vielen Einträgen wurden die Koordinaten ermittelt und als Dezimalgrad eingetragen. Die Koordinaten ermöglichen sowohl die Suche in Karten als auch die Möglichkeit der Standortbestimmung am Gewässer mittels GPS.

Bei allem unbedingt bitte beachten: Es gibt ständig Veränderungen, und die eigene Verantwortung steht über den Angaben im Flussführer.

Zeltmöglichkeit

Das früher für den Kanuwanderer übliche freie Zelten, d.h. auf den Uferstreifen am Fluss, ist aus Naturschutzgründen nicht gerne gesehen und vielerorts grundsätzlich verboten. Es sollte daher allenfalls dann erfolgen, wenn ausnahmsweise ein offizieller Zeltplatz nicht erreicht werden kann. Die Zelt- und Campingplatzverordnungen in den einzelnen Bundesländern sind zudem nicht einheitlich. Allgemein kann gesagt werden, dass Zelten außerhalb der offiziellen Plätze nur mit Erlaubnis des jeweiligen Grundstückseigentümers möglich ist. Deutschland hat eine hohe Dichte an Zelt- und Campingplätzen, sodass ein wildes Zelten nicht erforderlich ist. Den DKV-Mitgliedern stehen außerdem eine Vielzahl von DKV-Kanustationen zur Verfügung (siehe Seite 16).

Schleusen

In diesem Gewässerführer gibt es einige Gewässer, die mit Schleusen ausgestattet sind. Es ist üblich, die Schleusungen zusammen mit der Berufsschifffahrt durchzuführen (Ausnahme: keine Schleusungen zusammen mit Tankschiffen und Gefahrgut!). Auf den kleineren Wasserstraßen mit nur geringem Schiffsverkehr werden zumeist Sportboote für sich geschleust. Um den Wasserverlust im Oberwasser gering zu halten, sind oftmals Schleusenzeiten in einem Zeitplan festgelegt. Die Benutzung der Schleusen ist gebührenfrei. Selbstbedienungsschleusen sind auf verschiedenen Wasserstraßen zu finden. Genaue Informationen über Schleusenzeiten finden Sie auch beim elektronischen Wasserstraßen-Informationssystem der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes unter www.elwis.de.

Unterlagen

Für das in diesem Gewässerführer beschriebene Gebiet gibt es ein reichhaltiges Angebot an Karten. Es wird darauf verzichtet, auf sie im Einzelnen zu verweisen. In den touristisch wichtigen Gebieten gibt es örtliche Gewässer- und Wanderkarten, die man sich an Ort und Stelle besorgen sollte. Auf den Seiten am Ende dieses Buches finden sich Übersichtsskizzen der beschriebenen Gewässer; sie sollen deren Auffinden erleichtern.

Aktualisierungen

Aktualisierungen zu dieser Ausgabe können Sie kostenlos unter www.kanu.de > Freizeitsport > Gewässer > Aktualisierung Gewässerführer herunterladen.

Der DKV – Interessenvertreter des Kanusports

Der Deutsche Kanu-Verband ist mit seinen 18 Landes-Kanu-Verbänden, den dort organisierten über 1.300 Kanu-Vereinen und ca. 120.000 Mitgliedern der mitgliederstärkste Kanu-Verband der Welt. Er und die Landes-Kanu-Verbände vertreten als Spitzenfachverband im Deutschen Olympischen Sportbund bzw. gegenüber den Landessportbünden alle Belange des Kanusports. Der Deutsche Kanu- kümmert sich in erster Linie ehrenamtlich um den Erhalt der naturnahen Gewässer, ohne die Kanufahren nicht möglich ist. Der DKV bemüht sich um Verhinderung oder Entschärfung gefährlicher und ökologisch bedenklicher Wasserbaumaßnahmen. Er setzt sich ein für den Bau von Wehrüberwindungsanlagen für Kanufahrer und die Wahrung ökologischer Belange.

DKV und Leistungssport

Der DKV ist im Bereich des Leistungssports der erfolgreichste deutsche Sportverband. Die Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes ist seit 1992 regelmäßig der erfolgreichste Teil der deutschen Mannschaft bei Olympischen Sommerspielen und erzielte von 1992 bis 2016 30 Olympiasiege im Kanu-Rennsport und Kanu-Slalom. Auch im Vergleich mit den anderen Kanu-Verbänden steht der DKV weltweit vorne.

Neben den beiden olympischen Disziplinen vereint der DKV Kanu-Wildwasserrennsport, Kanu-Marathonrennsport, Kanu-Drachenboot, Kanu-Polo, Kanu-Segeln, Kanu-Freestyle, Rafting, Ocean Canoe und Stand Up Paddling als Wettkampfdisziplinen, in denen der DKV zumeist Deutsche Meisterschaften austrägt und in denen unter dem Dach des Internationalen Kanu-Verbandes (ICF) Weltmeisterschaften durchgeführt werden.

Der DKV organisiert das Wettkampfwesen in den einzelnen Disziplinen und entsendet Nationalmannschaften zu internationalen Wettkämpfen. Zu den Aktivitäten des DKV gehören neben der Berufung und Betreuung der Kaderathleten in Lehrgängen durch verbandseigene Bundestrainer auch die Aus- und Fortbildung von Trainern und Kampfrichtern und die Festlegung von Wettkampfbestimmungen. Zudem setzt er sich aktiv für Dopingprävention ein. Als deutscher Spitzensportverband stellt der DKV auch die Finanzierung des Leistungssports sicher. Er koordiniert Bundestrainer, Bundesleistungsstützpunkte und bildet qualifizierte Übungsleiter aus.

DKV und Kanu-Freizeitsport

Die überwiegende Mehrzahl der Mitglieder des DKV betreibt Kanu-Freizeitsport. Es ist daher fast zwangsläufig, dass der DKV auf diesem Gebiet besonders viele Aktivitäten entfaltet. So bietet der DKV ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm im gesamten Bundesgebiet. Im jährlich neu erscheinenden DKV-Sportprogramm und in der Termindatenbank auf www.kanu.de sind mittlerweile weit über 800 Veranstaltungen aus dem Bereich des Kanu-Freizeitsports aufgeführt.

Der DKV gibt Tipps und Hinweise für ungewöhnliche Touren, Kontaktadressen zu Ausrüstern und Fachhändlern. Diese und die vielen weiteren Angebote des Deutschen Kanu-Verbandes, seiner Landesverbände und Vereine stehen für Freude am Kanusport. Im Rahmen des Kanu-Freizeitsports sind die folgenden Leistungen des DKV nicht nur für seine Mitglieder, sondern auch für den breiten Kreis der nicht organisierten Kanuten von besonderem Interesse.

DKV und seine Flussführer

Der DKV verfügt über ein weltweit einmaliges Flussführersystem. So können wir mit Stolz darauf hinweisen, dass nahezu alle kanusportlich nutzbaren Gewässer in Deutschland und im europäischen Ausland ausführlich beschrieben werden. Alle Flussführer sind wie das vorliegende Buch aufgebaut und enthalten alle wesentlichen sicherheits-, umwelt- und fahrtentechnischen Hinweise für den Kanusportler. Neben dem Deutschen Flusswanderbuch, das die wichtigsten deutschen Paddelgewässer enthält, sind bisher folgende Flussführer erschienen: Sieben Regionalführer für das Inland, nämlich für Baden-Württemberg, Ostdeutschland, Bayern Nord und Süd, Nordrhein-Westfalen, Nordwestdeutschland und Deutschland Mitte-West (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland); außerdem neun Auslandsführer für die Bereiche Österreich/Schweiz (Band 1), Südwesteuropa (Italien, Spanien, Portugal) (Band 2), Südfrankreich und Korsika (Band 3), Skandinavien (Band 4), Südosteuropa (Band 5), Nordfrankreich, Benelux (Band 6), Nordosteuropa (Band 7), Großbritannien, Irland (Band 8) sowie Donau und Nebenflüsse (Band 9).

Darüber hinaus bietet die neue DKV-Buchreihe „Top Kanu-Touren" die schönsten Kanustrecken einer Region mit einem ausführlichen Beschreibungstext, tollen Farbfotos, hochwertigen Gewässerkarten sowie detaillierten Sachinformationen. Bislang erschienen sind die Titel zu Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein/Hamburg, Berlin/Brandenburg und dem Oberrhein. Weitere Ausgaben sind in Planung.

DKV und seine Zeitschrift KANU-SPORT

Kein aktiver Kanusportler kommt um die Zeitschrift KANU-SPORT herum. Diese Zeitschrift wird monatlich vom Deutschen Kanu-Verband herausgegeben und kann von jedermann – also auch Nichtmitgliedern – abonniert werden. Die Zeitschrift deckt die ganze Vielfalt des Kanusports ab. Den Schwerpunkt bilden illustrierte Fahrtenberichte und Tourenvorschläge für Kanufahrten in Deutschland, Europa und der ganzen Welt mit hilfreichen Informationen. Außerdem bringt der KANU-SPORT Marktneuheiten, Veranstaltungshinweise sowie Artikel zu Themen wie Sicherheit, Umwelt und Gewässer oder Leistungssport. In seinem Service-Teil gibt es regelmäßig Informationen über neue Befahrungsregelungen oder etwa kurzfristig verhängte Sperrungen aus technischen Gründen. Die Zeitschrift KANU-SPORT ist über die DKV-Geschäftsstelle zu beziehen. Interessenten können dort auch ein kostenloses Probeheft anfordern. Weitere Informationen und die Möglichkeit der Online-Bestellung gibt es unter www.kanu-sport.com.

DKV und seine Leistungsabzeichen

Ähnlich dem Deutschen Sportabzeichen werden auch im DKV Abzeichen für besonders aktive Kanufahrer verliehen. So gibt es das Wanderfahrerabzeichen für erwachsene Mitglieder, dass in den Stufen Bronze, Silber und Gold vergeben wird. Für Vielfahrer, die 40.000 Fahrtenkilometer zurückgelegt haben, wurde das Globusabzeichen geschaffen. Auch im Bereich der Schüler und Jugendlichen gibt es ein Wanderfahrerabzeichen in den Stufen Bronze, Silber und Gold. Viele Landesverbände bieten darüber hinaus zusätzliche Möglichkeiten der Auszeichnungen an. Ausführliche Informationen sind in der DKV-Wandersportordnung aufgeführt, die unter www.kanu.de erhältlich ist.

DKV im Internet

Unter der einprägsamen Adresse „www.kanu.de ist der DKV im Internet vertreten. Der DKV bietet auf dieser Seite umfassende Informationen rund um den Kanusport. Von der Startseite aus gelangt der Nutzer zu den weiteren Menüpunkten „News, „Der DKV, „Freizeitsport, „Leistungssport, „Service und „Marketing" und kann Auskünfte aus seinem Interessensgebiet recherchieren.

Unter „News" besteht beispielsweise die Möglichkeit, Meldungen zu lesen, sich beim DKV-Newsletter anzumelden oder in der Downloadbank zu stöbern.

Im Bereich „Der DKV" gibt es allgemeine Informationen über die Tätigkeitsfelder des DKV und der Landes-Kanu-Verbände, darüber hinaus zahlreiche Adressen und Ansprechpartner und eine leistungsstarke Vereinssuche, die dem Besucher der Seite ermöglicht, einen passenden Verein in seiner Nähe zu finden. Unter Kartenansicht findet der Besucher eine Darstellung aller deutschen Kanu-Vereine im DKV.

Unter „Freizeitsport" gibt es zahlreiche aktuelle und grundlegende Informationen über Kanuwandern, Wildwasser, Küstenpaddeln, Sicherheit und Umwelt und Gewässer. Dabei gehören unter anderem die Pegelstände und Befahrungsregeln (in Gewässer) zur Pflichtlektüre unserer Kanuten, die sorgfältig ihre Fahrtenplanung vornehmen.

Im Leistungssportbereich findet sich eine Darstellung aller Sportarten, die im DKV wettkampfmäßig betrieben werden. Zwischen den olympischen Disziplinen Kanu-Rennsport und Kanu-Slalom sind zudem unsere Sportarten Kanu-Wildwasserrennsport, Kanu-Polo, Kanu-Drachenboot, Kanu-Segeln, Kanu-Freestyle, Kanu-Rafting, Kanu-Mehrkampf, Kanu-Outrigger/ Va´a, Kanu-Marathon und Stand-up-Paddling (SUP) näher erläutert.

Besonders umfangreich ist der Bereich „Service. Unter „Termine befindet sich beispielsweise eines der Highlights der Seite: Über die Termindatenbank lassen sich alle jährlich rund 1500 Freizeit-, Leistungssport- und Bildungsveranstaltungen anhand von selbst gewählten Suchkriterien abfragen. Darüber hinaus beantwortet der DKV im Bereich Service Fragen rund um Mitgliedschaften, Ausbildung und Service für Kanu-Vereine. Weiterführende Links helfen dem Kanuten, Ergebnisse zu recherchieren oder im Kanu-Forum mitzudiskutieren.

DKV-Fahrtenbuch

Nicht nur für die Teilnahme am DKV-Wanderfahrerwettbewerb ist das Führen eines persönlichen Fahrtenbuches wichtig. Auch wer keine Auszeichnung im Kanu-Wandersport erwerben möchte, kann sich mit Hilfe der Eintragungen im Fahrtenbuch auch noch nach Jahren seine schönsten Strecken schnell heraussuchen.

Einen besonderen Service bietet das elektronische Fahrtenbuch (eFB) unter www.kanu-efb.de: Hier können durch die Verknüpfung mit der Gewässerdatenbank schnell und einfach die passenden Ein- und Ausstiegsstellen gefunden werden; die zurückgelegten Strecken werden automatisch ermittelt. Registrierte DKV-Mitglieder können dort kostenlos die Flussbeschreibung eines Gewässers einsehen. Ein Grund mehr, Mitglied in einem Kanu-Verein zu werden und sich beim eFB kostenlos zu registrieren.

DKV und seine Pegeldienste

Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel ist für einen Kanusportler eine wichtige Größenordnung. Wer will schon feuchte Waldwege fahren oder Hunderte von Autokilometern umsonst unterwegs sein? Pegelinformationsdienste sind deshalb ein wichtiges Informations- und Steuerungssystem im Kanusport. Besonders hilfreich ist die Koppelung der aktuellen Pegelhöhe mit einer Richtgröße, im günstigsten Fall ein Mindestpegel und eine Flussstrecke, auf die sich die Pegelhöhe und damit die Befahrbarkeit beziehen. Mindestpegelmarken sind in der Regel nach sportlich-fahrtechnischen Gesichtspunkten ausgelegt, so dienen die Pegelinformationen nicht nur der Natur, sondern auch dem eigenen Fahrspaß. Informationen zu den Pegeldiensten finden Sie im jährlich neu erscheinenden DKV-Sportprogramm und im Internet unter www.kanu.de.

DKV und sein Verlag

Über die DKV-Wirtschafts- und Verlags GmbH erhalten Sie eine Fülle interessanter Fachliteratur, Gewässerkarten, die jährlich herausgegebenen Kanu-Kalender sowie natürlich die Flussführer. Die Flussführer und viele andere Verlagsartikel können DKV-Mitglieder zu ermäßigten Preisen bei der DKV-Wirtschafts- und Verlags GmbH bestellen. Fordern Sie den Verlagsprospekt an:

DKV-Wirtschafts- und Verlags GmbH

Postfach 10 03 15, 47003 Duisburg

0203/99759-0/-53, Fax: 0203/99759-61

E-Mail: info@dkvgmbh.de

Bestellungen sind auch über den Online-Shop unter

www.dkvgmbh.de_möglich.

Paddler-App „Canua"

Die von DKV mitentwickelte Smartphone-Anwendung „canua ist die erste speziell für das Kanuwandern entwickelte App. Canua unterstützt den Paddler bei der Planung, Durchführung und Auswertung seiner Touren und ermöglicht das Teilen der gepaddelten Routen mit anderen Kanuten. Die Planungsfunktion hilft Kanuten bei der Wahl der Strecke ihrer nächsten Paddeltour. Dabei können Flüsse per Texteingabe oder beim Scrollen durch eine Karte gesucht werden. Das Besondere dabei – alle kanusportlich relevanten Objekte sind dabei so eingezeichnet, wie sie auch in den DKV-Gewässerführern vorhanden sind: Ein- und Aussetzstellen, Wehre, Gefahrenstellen, Übernachtungsmöglichkeiten etc. In der App können Start- und Zielpunkte ausgewählt und die geplante Route beim Paddeln angezeigt werden. Zusätzlich können zu vielen Regionen optional einzelne Tourenvorschläge auf Basis der DKV-Reihe „Top Kanu-Touren erworben werden, die umfassend mit Bildern und ausführlichem Text über die ausgewählte Paddeltour informieren.

Gleichzeitig kann der Kanufahrer seine gepaddelten Fahrten aufzeichnen. Dabei werden die zurückgelegte Zeit und Strecke sowie die aktuelle Geschwindigkeit angezeigt und auf Wunsch auch akustisch ausgegeben. Fahrten können nach Beendigung ausgewertet, über Facebook geteilt und per Mail verschickt werden, die Tracks werden in der App gespeichert und können auch in das elektronische Fahrtenbuch (efb) übertragen werden. Dort kann man sie sich ansehen und bearbeiten und natürlich auch als Tour für die Fahrtenwertung übernehmen.

Die Nutzung der App ist bei bestehender Onlineverbindung kostenfrei. Wer die Gewässerdaten und Karten herunterladen will, um auch bei zur schwachem oder fehlendem Mobilfunknetz darauf zugreifen zu können, kann dies zu moderaten Gebühren regionsweise tun.

DKV-Kanu-Stationen, -Zeltplätze und -Ferienheime

Viele Vereine, die dem DKV angeschlossen sind, besitzen an ihren Bootshäusern Zeltmöglichkeiten. Soweit es die Platzverhältnisse zulassen, sind DKV-Mitglieder dort als Gäste willkommen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Vereine als „DKV-Kanu-Station" anerkannt, was an einem speziellen Schild zu erkennen ist. Sie erfüllen Kriterien wie etwa gute Anlandemöglichkeiten, ausreichend Platz für Kleinzelte, erreichbare sanitäre Einrichtungen wie Toiletten, Waschmöglichkeiten, Dusche und Trinkwasser sowie weitere Serviceleistungen.

DKV-Mitgliedern werden hier besonders günstige Übernachtungspreise angeboten. Bitte den DKV-Ausweis mitnehmen und natürlich auch die gültige DKV-Marke. Es empfiehlt sich, bei den Fahrtenplanungen vorher rechtzeitig mit den Kanu-Stationen Kontakt aufzunehmen. Ein vollständiges Verzeichnis der DKV-Kanu-Stationen ist über die Geschäftsstelle des Deutschen Kanu-Verbandes oder unter kenntlich gemacht.

Der DKV und die Landes-Kanu-Verbände betreiben an verschiedenen Orten des Bundesgebietes Heime und Zeltplätze speziell für Kanusportler. Auf allen DKV-Campingplätzen besteht mittlerweile die Möglichkeit, Kajaks und Canadier zu leihen. Interessenten an Dauerstellplätzen empfehlen wir, Kontakt mit den jeweiligen Obleuten aufzunehmen. DKV-Mitglieder können auf den DKV-Campingplätzen besonders günstig übernachten, da sie gegen Vorlage des gültigen Mitgliedsausweises hohe Ermäßigungen erhalten.

Der DKV-Zeltplatz und Ferienheim Edersee ist in schöner Lage an der Edertalsperre gelegen. Die Einrichtung existiert seit den 1930er Jahren und ist ständig ausgebaut und modernisiert worden. Neben den Dauerplätzen sind stets ausreichend Stellplätze für Zelte und Wohnwagen sowie Übernachtungsplätze im Heim vorhanden. Zur Versorgung des Platzes dient die „Fürstental-Klause", die alle notwendigen Lebensmittel und Getränke sowie Verpflegung einschließlich Mittagstisch anbietet.

Diese größte DKV-Einrichtung ist erreichbar über die A 44, Abfahrt Diemelstadt, danach über die B 252 – Diemelstadt Meringershausen – Höringshausen – Sachsenhausen – Oberwerbe – Basdorf. Aus Richtung Marburg B 254 über Frankenberg – Westhausen – Vöhl – Basdorf.

und Fax: 05635/202, Internet: www.dkv-campingplatz-edersee.de

DKV-Campingplatz Bodensee

Seit 1995 verfügt der DKV in Konstanz am Fohrenbühl über einen neuen modernen, hervorragend gelegenen Platz. Er bietet sich für Kanufahrten im Bereich Bodensee einschließlich der Nachbargebiete Schweiz und Österreich an und ist von Mai bis September geöffnet. Neben den modernen Sanitäreinrichtungen bietet er ein Versorgungsgebäude mit Restauration und Kiosk. Vom Bodensee aus ist der Platz - nur getrennt durch eine öffentliche Liegewiese - nach 100 m erreichbar.

Fohrenbühlweg 45, 78464 Konstanz, Tel.: 07531/33057

Website: www.dkv-camping.de, Verwalterin ist Karina Droste.

Mitgliedschaft im DKV

Eine wirkungsvolle Interessenvertretung für den Kanusport setzt voraus, dass möglichst viele Kanusportler Mitglied im DKV werden. Hierzu gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die nach wie vor einfachste Art der Mitgliedschaft ist die, einem Kanu-Verein beizutreten. Bei 1.300 Kanu-Vereinen in Deutschland ist auch in Ihrer Nähe ein für Sie geeigneter Verein. Insbesondere Vereine mit der Auszeichnung „Aktiver Kanu-Verein" bieten regelmäßige Angebote für ihre Mitglieder, sind aktiv im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und haben ein attraktives Veranstaltungswesen. Bei diesen Vereinen sind Neumitglieder besonders willkommen. Über die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Kanu-Verbandes vermitteln wir Ihnen gerne Adressen von für Sie geeigneten Kanu-Vereinen.

In den Vereinen treffen Sie am ehesten gleichgesinnte Kanusportler, mit denen Sie gemeinsame Fahrten planen und durchführen können. Oftmals verfügen Kanu-Vereine über ein reichhaltiges Sortiment vereinseigener Boote, so dass Sie unterschiedliche Bootstypen für unterschiedliche Gewässer ausprobieren können, ohne sich sofort ein neues Boot anschaffen zu müssen. Mit den Vereinsfahrtenprogrammen können Sie am schnellsten unter fachkundiger Anleitung die Gewässer in Ihrer näheren Umgebung oder ganz Deutschland kennen lernen. Gerade in den Vereinen wird das logistische Problem (Hin- und Rücktransport von Booten) gemeinsam am leichtesten und schnellsten gelöst. Darüber hinaus bieten die meisten Vereine die Möglichkeit, private Boote in den Bootshäusern zu lagern. Hervorzuheben ist auch, dass neben der Ausübung des Kanusports vielfach Ausgleichssportarten angeboten werden. Aber auch das gesellige Beisammensein wird nicht zu kurz geschrieben.

Eine Alternative zur Vereinsmitgliedschaft bietet die von jedem Landes-Kanu-Verband angebotene Einzelmitgliedschaft. Hier besteht die Möglichkeit, ohne Vereinsanbindung die Vorteile einer Mitgliedschaft in Anspruch zu nehmen. Eine Mitgliedschaft kann unter www.kanu.de > Service > Mitgliedschaft > Anmeldeformular direkt beantragt werden.

Als Mitglied im Deutschen Kanu-Verband erhalten Sie Flussführer, Karten und Lehrbücher des Deutschen Kanu-Verbandes beim verbandseigenen Verlag zu besonders günstigen Mitgliedspreisen. In ca. 900 Bootshäusern, davon ca. 300 DKV-Kanu-Stationen, besteht die Möglichkeit, bei Kanufahrten zu günstigen Mitgliedspreisen zu übernachten. Der Deutsche Kanu-Verband bietet seinen Mitgliedern ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm im gesamten Bundesgebiet. Zudem hat er für seine Mitglieder die Voraussetzungen für besonders günstige Bootsversicherungen oder Zusatzunfallversicherungen geschaffen.

Diese individuellen Vorzüge sind Grund genug, für einen relativ geringen Beitrag im Kanu-Verein oder als Einzelmitglied den Deutschen Kanu-Verband zu unterstützen. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich doch einfach an die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Kanu-Verbandes, bei der Sie entsprechendes Informationsmaterial erhalten.

Anschrift des Deutschen Kanu-Verbandes

Deutscher Kanu-Verband

– Bundesgeschäftsstelle –

Bertaallee 8, 47055 Duisburg

0203/99759-0, Fax: 0203/99759-60

Internet: www.kanu.de, E-Mail service@kanu.de

Ein aktuelles Verzeichnis aller Landes-Kanu-Verbände finden Sie im Internet unter www.kanu.de. Sie können die Adressen auch über die DKV-Geschäftsstelle erfragen.

Tipps und Hinweise zum Kanusport

Kanufahren ist leicht zu erlernen. Um sein Boot richtig zu beherrschen, braucht es aber einige Übung. Natürlich kann man versuchen, sich das Paddeln selbst beizubringen; dies ist aber die mühseligste Variante. Am besten ist das Kanufahren in der Gruppe im Verein zu erlernen. Viele Vereine bieten Kanu-Kurse für Anfänger an, die auch von Nichtmitgliedern besucht werden können. Termine und Adressen sind der Internetseite des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) unter www.kanu.de zu entnehmen. Daneben gibt es auch gewerbliche Kanuschulen oder Kanuanbieter mit entsprechenden Kursangeboten.

Welches Boot brauche ich?

Die Entscheidung für den Bootstyp richtet sich danach, für welchen Zweck das Boot eingesetzt werden soll. Grundsätzlich gibt es Kajaks und Canadier.

Canadier stammen aus Nordamerika und wurden von den dortigen Indianern zum Transport, zur Jagd und zum Fischfang genutzt.

Canadier werden sitzend oder kniend mit einem Stechpaddel gefahren. Die heutigen Wandercanadier eignen sich hervorragend für längere Touren auf Seen oder ruhigeren Flüssen, mit Gepäck und mit mehreren Personen. Deshalb werden sie gerne von Familien genutzt.

Kajaks haben ihren Ursprung bei den Eskimos. Es sind geschlossene Boote mit einer Sitzluke. Kajak-Fahrer sitzen in ihrem Boot und bewegen es mit einem Doppelpaddel vorwärts. Das Kajak ist der „Allround-Bootstyp" im Kanusport und wird in allen Bereichen verwendet – vom Seekajak für Großgewässer bis hin zum Wildwasserkajak.

Zu unterscheiden sind außerdem verschiedene Materialien. Die wichtigsten sind:

Polyethylen (PE), ein robustes, relativ weiches Material, das vor allem bei Wildwasserbooten eingesetzt wird, und glasfaserverstärkter Kunststoff (GfK), ein Material, das leicht, hart, aber relativ empfindlich ist, und besonders bei Touren- und Seekajaks zum Einsatz kommt. Es gibt aber auch Holzboote und zusammenlegbare Faltboote mit einer Gummi- oder Kunststoffhaut.

Für die meisten Einsteiger kommen vorrangig Touren- und Allround-Wildwasserboote in Frage, da sie einen breiten Einsatzbereich abdecken. Auf dem Markt sind über 1000 verschiedene Modelle erhältlich, konkrete Empfehlungen können an dieser Stelle daher seriöserweise nicht gegeben werden. Für eine umfassende Beratung sind die DKV-Kanu-Fachberater zu empfehlen. Die Adressen sind über die DKV-Internetseite www.kanu.de und die DKV-Geschäftsstelle erhältlich. Rat gibt es auch bei anderen Kanuten in einem Verein in Ihrer Nähe. Oft kann man hier auch Boote vor einem Kauf ausprobieren, so dass man sicherer sein kann, das richtige Boot anzuschaffen.

Sind Kanus teuer?

Die Preise für Kanus richten sich wie bei allen Gebrauchsgegenständen am Material und der Qualität aus. Deshalb sind für ähnliche Bootstypen unterschiedliche Preise zu zahlen. Zur groben Orientierung: Wildwasserkajaks gibt es ab ca. € 800, Tourencanadier ab ca. € 1 000.

Preiswerte Boote sind bei den zahlreichen Gebrauchtbootmärkten zu erwerben, deren Termine beim DKV zu erfahren sind. Vom Kauf unbesehener Boote (z.B. bei Internet-Auktionen) ist eher abzuraten, da Alter und Zustand bei Gebrauchtbooten eine wichtige Rolle spielen.

Wer mit dem Paddeln anfängt, muss sich aber nicht gleich ein Boot kaufen: Vielerorts kann man Boote mieten, und wer das Paddeln in einem Kanu-Kurs erlernt, bekommt dabei das Boot meistens gestellt. Und Mitglieder eines Kanu-Vereins können dort oftmals die unterschiedlichen Bootstypen ausprobieren, bevor sie sich für einen Typ entscheiden.

Welche Ausrüstung benötige ich?

Wer Kanusport regelmäßig ausüben will, braucht eine gewisse Grundausrüstung. Hierzu zählen – neben Paddel und passender Schwimmweste – z.B. Spritzdecke und Paddeljacke, um vor Spritzwasser geschützt zu sein, außerdem Kälteschutzkleidung sowie wasserdichte Behälter für den Transport von Ersatzkleidung im Boot. Besonders im Wildwasser zählen zur Ausrüstung auch Schutzhelm, Wurfsack und ein Erste-Hilfe-Päckchen. Für spezielle Reviere ist eine besondere Ausrüstung erforderlich. Der Fachhandel berät gerne, was jeweils geeignet ist.

Wo darf ich paddeln?

Grundsätzlich ist das Paddeln auf allen Fließgewässern in Deutschland erlaubt. Ausnahmen gelten auf Talsperren oder Wasserflächen in Parkanlagen bzw. in Erholungsgebieten. Zu beachten ist aber auch, dass es zahlreiche Befahrungsregelungen aus Naturschutzgründen gibt, die unbedingt zu beachten sind. Eine Liste der bekannten Befahrungsregelungen ist im DKV-Sportprogramm oder im Internet unter www.kanu.de veröffentlicht. Auf großen Gewässern mit Schiffsverkehr gelten besondere Verkehrsvorschriften. Infos dazu gibt es unter www.elwis.de. Vor Fahrtenbeginn ist eine genaue Information über die jeweils geltenden Vorschriften unerlässlich.

Ist Kanufahren gefährlich?

Gefährlich sind Natursportarten meist nur, wenn man sie nicht beherrscht oder eine Situation falsch einschätzt. Eine qualifizierte Ausbildung ist daher der beste Schritt für die eigene Sicherheit! Anfänger sollten die vorhandenen Gefahren im Wassersport nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders bei Hochwasser können Gewässer, die sonst unproblematisch sind, besondere Gefahrenstellen aufweisen.

Im Zweifelsfall sollte lieber auf eine Befahrung verzichtet werden, bevor man Gesundheit oder Leben aufs Spiel setzt.

An Wehren oder Schleusen ist besondere Vorsicht geboten. Vor der Befahrung eines Wehres sollte dieses unbedingt besichtigt werden! Im Zweifel sollte man sein Boot umtragen, um sich und mögliche Retter nicht in Lebensgefahr zu bringen!

Auch das Wetter sollte man im Auge behalten: Im Sommer können die Sonneneinstrahlung und die damit verbundene Ozonbelastung Probleme verursachen – und Sturm oder Gewitter haben schon mancher Fahrt ein plötzliches Ende bereitet. Und vor allem: Nichtschwimmer gehören nicht in ein Kanu.

Kennzeichnung der Kanus

Nach der Verordnung für die Kennzeichnung von Kleinfahrzeugen auf Binnenschifffahrtsstraßen und Landesschifffahrtsstraßen (gibt es nicht in jedem Bundesland) sind Kanus von der Führung eines amtlichen Kennzeichens befreit. Dennoch besteht auf allen Binnen- und Landesschifffahrtsstraßen die Verpflichtung, Boote zu kennzeichnen. Dazu muss der Bootsname von außen deutlich lesbar sein (es werden Buchstaben von 10 cm verlangt), zusätzlich sind Name und Anschrift des Eigentümers an einer erkennbaren Stelle fest im Bootsinneren anzubringen (entweder mit einem wasserfesten Stift oder mit einem angeschraubten Schild).

Unabhängig von dieser Regelung empfiehlt der Deutsche Kanu-Verband, alle Kanus – auch bei der Befahrung von kleineren Gewässern – in der o.a. Art und Weise zu kennzeichnen. Zusätzlich sollten die Boote der DKV-Mitglieder einen DKV-Stander in der Mindestgröße 30 mal 20 cm mit sich führen oder aber mit einem Abziehbild des DKV-Standers ausgerüstet sein.

Fahrten auf Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen

Auf Wasserstraßen, die von großen Güter- und Fahrgastschiffen befahren werden, bestehen besondere Gefahren für die Sportschifffahrt. Für alle Gewässer, die für die gewerbliche Schifffahrt zugelassen sind, sind besondere Ordnungen erlassen worden: Binnenschifffahrtsstraßenordnung, Landesschifffahrtsordnungen (gibt es nicht in jedem Bundesland) und Seeschifffahrtsstraßenordnung. Sie regeln ähnlich der Straßenverkehrsordnung den Verkehr auf den schiffbaren Gewässern der Bundesrepublik Deutschland. Sie enthalten detaillierte Bestimmungen zur Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schifffahrtsverkehrs.

Auch Kanu-Wanderer müssen sich über die wichtigsten allgemeinen Verhaltensregeln informieren. Kanufahrer sind, bezogen auf die Verhältnisse im Straßenverkehr, auf den Schifffahrtswegen ebenso gefährdet wie dort die Fußgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer. Es würde den hier zur Verfügung stehenden Raum übersteigen, alle wichtigen Regeln aufzuführen. Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion des Bundes hat auf einer sehr informativen Homepage alle wesentlichen Verhaltensregeln für Wassersportler aufgeführt. Wir empfehlen daher, dass sich Kanufahrer unter der Adresse www.elwis.de (dort unter Freizeitschifffahrt) ausführlich informieren. Gute Informationen enthält auch die Broschüre Sicherheit auf dem Wasser die vom Bundesverkehrsministerium herausgegeben wird und dort bezogen werden kann.

Fahrten auf Kleinflüssen

Kleinflüsse sind kleine Fließgewässer, die durch Breite und Wasserführung geeignet sind, den Kanuwandersport auszuüben. Vor Befahrung eines Kleinflusses muss der Einzelne oder bei Gruppen der Fahrtenleiter entscheiden, ob der vorgesehene Abschnitt an diesem Tage geeignet ist. Die Befahrung von Kleinflüssen erfordert immer eine besondere Aufmerksamkeit. Niedrige Brücken, Büsche, plötzliche Hindernisse wie umgestürzte Bäume oder Stacheldraht, scharfe Kurven mit kräftigen Kehrwässern, Wehre und Schwallstrecken verlangen eine gute Bootsbeherrschung und Reaktionsfähigkeit. Dies gilt in verstärktem Maße im Frühjahr oder nach starken Regenfällen und vor allem für die kleineren Mittelgebirgsbäche, die dann zu Wildwassern mit mittleren, manchmal auch höheren Schwierigkeitsgraden werden können. Alle Bootsarten und -typen können benutzt werden, jedoch sind in den Oberläufen wendige Boote besser geeignet, und Zweier müssen häufig weiter unterhalb eingesetzt werden.

Für die sonstige Ausrüstung gelten die weiter vorn gemachten Angaben, dazu sollte vor allem im Frühjahr stets ein Kopfschutz getragen werden. An Wehren gibt es die verschiedensten Konstruktionen, zerfallene Wiesen- und Mühlenwehre, die meist problemlos befahren werden können, Schrägwehre meist in Verbindung mit einer Mühle, moderne Betonanlagen mit Stahleinbauten. Zur Verringerung der Fließgeschwindigkeit bei begradigten Flussläufen werden häufig Sohlschwellen mit Fallhöhen ab etwa 30 cm eingebaut. Der senkrechte Wasserfall verursacht im Unterwasser eine kräftige Wasserwalze, die bei Befahrung einer solchen Stufe immer die Gefahr eines tödlichen Unfalles in sich birgt.

Fahrten auf Großgewässern

Touren im Küstenbereich der Meere, im Tidebereich der großen Flüsse und über große Seen (Bodensee) sind wie das Wildwasserfahren ein Spezialbereich des Kanuwanderns. Besondere kanusportliche Fertigkeiten, vor allem im Ausdauerbereich, und eine optimale Ausrüstung sowie Revierkenntnis sind zwingend notwendig. Raues Wasser mit Wind und Wellen muss sicher beherrscht werden. Eine Kenterung ohne 100-prozentige Fähigkeit zum Wiedereinstieg wäre fatal.

Wanderfluss

Die Fahrt geht über Seen, Stau- und längere Fließstrecken.

Schwierigkeiten: Im Allgemeinen leicht, bis WW I; einzelne schwierige Stellen sowie Wehre oder kurze unfahrbare Abschnitte müssen umtragen werden. Bei Kleinflüssen außerdem enge Kurven sowie Baum- und Strauchhindernisse.

Seen

Die Fahrt geht fast ausschließlich über Seen.

Schwierigkeiten: Bei ungünstiger Wetterlage kann die Fahrt sehr mühsam und auch gefährlich werden; kurze, meist leicht zu befahrende Fließstrecken zwischen den Seen; Umtragestellen an Wehren, Schleusen oder unfahrbaren Abfällen zwischen den Seen.

Fahrten auf Wildwasser

Das Befahren von Wildwassern übt einen besonderen Reiz aus, erfordert andererseits sehr gute kanusportliche Fähigkeiten, für die eine umfangreiche Ausbildung im Verein und/oder bei entsprechenden Wildwasserkursen erforderlich ist. Für die Bewertung der Schwierigkeiten eines Wildwassers hat sich inzwischen eine recht strenge Beurteilung durchgesetzt. Bei der Beschreibung der einzelnen Flüsse des vorliegenden Bandes wurde der Versuch unternommen, die Schwierigkeiten entsprechend der nachfolgenden Tabelle einzustufen, die von einer Kommission der ICF erarbeitet wurde. Die Tabelle basiert auf Pegelangaben, wobei die für jeden Schwierigkeitsgrad angegebenen „Normpegel" das Herzstück der Bewertung bilden. Die Tabelle enthält von links nach rechts die sechs Schwierigkeitsgrade, von oben nach unten ist sie aufgeteilt in

a) Sicht (aus der Perspektive des Kanufahrers)

b) Wasser

c) Flussbett

d) Beispiele.

Von links nach rechts gelesen zeigt die Tabelle deutlich die steigenden Schwierigkeiten. Die durch die Wasserverhältnisse und den Zustand des Flussbettes bedingten Schwierigkeiten lassen sich nicht scharf trennen und gehen vielfach ineinander über. Trotz dieser verhältnismäßig klaren Richtlinien für die Bewertung von Schwierigkeiten muss man sich darüber im Klaren sein, dass die im Textteil gemachten Angaben immer nur einen ungefähren Anhalt geben können. Dies hat mehrere Gründe: Die Angaben sind durchweg auf „Mittelwasser" bezogen, wenn möglich, wird dies durch eine Pegelangabe gestützt. Durch Änderungen des Pegelstandes ergeben sich ganz erhebliche Änderungen der Schwierigkeiten. Bei der Beurteilung spielt neben diesen objektiven, durch Wasserstand, Flusscharakter und Gefälle gegebenen Schwierigkeiten auch die subjektive Einschätzung eine ganz erhebliche Rolle, insbesondere dann, wenn eine Pegelangabe fehlt. Können, Tagesform, Erst- oder Mehrfachbefahrung desselben Flusses können die Bewertung stark beeinflussen.

Aus all diesen Gründen können die im Text gemachten Schwierigkeitsangaben nicht mehr sein als Hinweise, die keineswegs verbindlich sind, sondern lediglich eine ungefähre Vorstellung von der Schwierigkeit des betreffenden Gewässers vermitteln wollen. Alleinfahrten auf Wildwasser sind unbedingt zu vermeiden, empfehlenswert ist die Drei-Mann-Gruppe. Ein Wildwasserneuling sollte stets unter entsprechender Anleitung mit der ersten Schwierigkeitsstufe beginnen und erst nach deren völliger Beherrschung auf den nächsthöheren Schwierigkeitsgrad gehen. Wehre sind keine Wildwasser; sie werden daher auch nicht bewertet. Ihre Befahrung kann ganz leicht oder auch sehr gefährlich sein, vorherige Besichtigung ist fast immer anzuraten.

Zu WW I: unschwierig

Subjektive Fähigkeiten: Beherrschen von Grundschlag vorwärts und rückwärts, Konterschlag, Paddelstütze, Seilfähre vorwärts, Bogenschlag, Ein- und Ausschlingen. Bei längeren Strecken gutentwickelte Kraftausdauer.

Ausrüstung: alle Bootsarten, -typen und -klassen, feste Spritzdecke mit Schlaufen, Bootsleine bzw. Fangschlaufen am Boot, Auftriebskörper in Bug und Heck, evtl. Kälteschutz oder Kopfschutz je nach Wasser- und Witterungsverhältnissen.

Zu WW II: mäßig schwierig

Subjektive Fähigkeiten: siehe oben, zusätzlich Beherrschen von Seilfähre rückwärts, Paddelhang, von Ziehschlägen unter erschwerten Bedingungen wie starker Strömung und wenig Platz, Beherrschen der Kenterrolle in Übungssituationen. Nur für sportlich Trainierte, die bereits Wildwasser I gefahren sind, evtl. mit Führer.

Ausrüstung: nur vom Hersteller als WW-tauglich bezeichnete Boote, Kälteschutz, Rettungsweste und Kopfschutz, Rettungsleine und -sack.

Sicherung: Kenntnis im Umgang mit Rettungsleine bzw. -sack, Pegelvergleich.

Zu WW III: schwierig

Subjektive Fähigkeiten: siehe oben, gutes Beherrschen der Ziehschläge, insbesondere des S-Schlages, der Fahrtaktiken wie Ein- und Ausschlingen, Beherrschen der Bogenschlag- oder Paddelstützrolle im WW, zumindest auf einer Seite. Längere WW-Erfahrung und sportliches Training sind notwendig.

Ausrüstung: siehe oben, nur bestes Bootsmaterial, WW-Spezialboote mit großem Auftrieb und verstärktem Heck, Bug und Oberschiff, Rettungsgeräte siehe oben, jedoch für jeden Fahrer, Karabiner und Reepschnur für Brustgeschirr. Kenntnis in Seil- und Knotenkunde.

Sicherung: siehe oben, Vertraut sein im Umgang mit Seil, mit der Kombination „Mann – Seil – Boot und mit der „Bootskette. Fahrten nur in Gruppen.

Zu WW IV: sehr schwierig

Subjektive Fähigkeiten: siehe oben, sicheres Beherrschen aller Schlagkombinationen und Fahrtaktiken der Bogenschlagrolle. Sehr gut trainierter physischer Konditionszustand. Gute Vorbereitung durch Ortsbesichtigung, geologische Karten, Wetterlage und eigene Erkundung sowie Kontrolle der Vorbereitungsunterlagen vor Ort.

Sicherung: sicherer Umgang mit allen Rettungsgeräten, Fahrten nur in festen Mannschaften.

Zu WW V: äußerst schwierig

Subjektive Fähigkeiten: siehe oben.

Sicherung: siehe oben. Nur für Experten in Mannschaften.

Zu WW VI: Grenze der Befahrbarkeit.

Windstärken

Die Auswirkungen des Windes und seine Stärkegrade werden im Allgemeinen sehr unterschätzt. Für Kanufahrer kann auf einem Binnensee bereits bei Stärke 4 ein unangenehmer Wellenschlag herrschen. Über größere Strecken wird bei Seitenwind die sogenannte Abdrift einen erheblichen Mehraufwand an Kraft kosten; eine Steuereinrichtung ist deshalb sehr zu empfehlen. Wenn jedoch bei Stärke 6 – 7 auf den Wellen Schaumköpfe weithin sichtbar werden, sollte man nicht mehr ohne zwingenden Grund ins Boot steigen!

Bootstransport

Beim Bootstransport mit Bootsanhänger oder auf dem Autodach sind die Regeln der Straßenverkehrsordnung zu beachten. Es sollten nur eigens für den Bootstransport vorgesehene Dachträger und Befestigungsgurte verwendet werden. Besonders wichtig ist die zusätzliche Abspannung von Bug und Heck zur Stoßstange. Auch ist die vom Hersteller des Autos empfohlene Dachlast zu beachten. Boote, die mehr als 1 m bis höchstens 1,50 m nach hinten hinausragen, müssen durch eine quadratische rote Fahne oder ein Schild von 30 x 30 cm gekennzeichnet sein, bei Nacht durch ein rotes Licht. Nach vorn muss die Ladung mit der Vorderkante des Wagens abschließen.

Der Bootstransport mit der Bahn ist auch heutzutage noch möglich. Allerdings ergibt sich zunehmend die Schwierigkeit, dass Nebenstrecken eingestellt sind und kaum noch Züge mit Gepäckwagen verkehren. Nähere Einzelheiten hierzu bei den Informationsstellen der Deutschen Bahn AG.

Der Transport im Flugzeug ist eine interessante Variante für Fernreisen. Zerlegte Faltboote werden von vielen Fluggesellschaften zu akzeptablen Preisen transportiert. Auskünfte erteilen die Reisebüros und die Fluggesellschaften direkt; ein Preisvergleich lohnt.

Tipps für den Bootstransport

1.Für das Verladen der zu transportierenden Lasten ist der Fahrzeugführer verantwortlich.

2.Prüfen Sie die kraftaufnehmenden Verbindungsstellen am Fahrzeug. Sind sie geeignet, die zu erwartenden Kräfte aufzunehmen?

3.Ermitteln Sie die zulässige Dachlast. Ist die Dachlast (Dachgepäckträger, Kajakhalterung und Kajaks zusammen) kleiner/gleich als die in den Fahrzeugpapieren angegebene zulässige maximale Dachlast?

4.Verlassen Sie sich nicht auf ein stabiles Aussehen der Dachreling (Gebrauchtwagen). Ist die vorhandene Dachreling nur eine Zierde oder ist sie ausreichend mit dem Fahrzeug verbunden, um die Kräfte der Dachlast aufzunehmen?

5.Die Möglichkeiten für die Wahl eines Gepäckträgers sind groß. Meiden Sie sogenannte Universalträger, die für viele Autotypen geeignet erscheinen. Erwerben Sie den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Gepäckträger.

6.Prüfen Sie, ob zwischen Gepäckträger und dem Fahrzeug eine sichere Verbindung auch bei schlechten Straßenverhältnissen und starken Seiten- und Gegenwinden besteht.

7.Fragen Sie andere Sportkameraden nach ihren Erfahrungen beim Einsatz des gewählten Gepäckträgers. Machen Sie eine ausreichende Probefahrt ohne Last und prüfen dabei den bleibenden festen Sitz des Gepäckträgers.

8.Meiden Sie Gepäckträger, die ausschließlich kraftschlüssig wirken, sondern wählen Sie einen Träger, mit dem eine form- und kraftschlüssige Verbindung hergestellt werden kann.

9.Verteilen Sie die Last auf dem Gepäckträger gleichmäßig.

10.Verzurren Sie das Gepäck ausreichend fest, aber spannen Sie nur so fest wie nötig. Besonders bei der Verwendung von Zurrgurten mit sogenannten Spannratschen kann ein zu kräftiges Spannen zu Beschädigungen des Bootes führen.

11.Verzurren Sie das Boot möglichst zwischen Haltepunkten, die in der Nähe der Befestigung mit dem Pkw (Auflagepunkte des Gepäckträgers) liegen.

12.Achten Sie darauf, dass die Gurte unbeschädigt sind.

13.Achten Sie beim Spannen der Zurrgurte bzw. Seile darauf, dass sie nicht durch scharfe Kanten (z. B. Schrauben und Muttern des Gepäckträgers) beschädigt werden.

14.Wählen Sie eine ausreichende Länge des Zurrmaterials, um eine sichere feste Verbindung herzustellen.

15.Sichern Sie den Zurrgurt nicht nur mit einer Gurtklemme, sondern nachfolgend mit einer Verknotung.

16.Durch das bewusste Verdrehendes des Gurtes können lästige Resonanzgeräusche (Lärm durch Schwingungen) während der Fahrt vermieden werden.

17.Vermeiden Sie Zurrgurte mit Nietverbindungen, sie können an den Verbindungsstellen bei Belastung reißen.

18.Beachten Sie, dass einige Zurrmaterialien aus Naturfasern sich beim Nasswerden zusammenziehen, was zum Reißen an Verbindungsstellen, z. B. an Schnallen, führen kann und ein Lösen von Verknotungen verhindert.

19.Schließen Sie die Bootsluke mit einem Lukendeckel. Dadurch reduziert sich die Angriffsfläche für den Wind und der Kraftstoffverbrauch sinkt.

20.Sichern Sie lange Boote (z. B. K2, Rennboote) an der Spitze und am Heck gegen Hebelkräfte (böiger Wind und schlechte Straßen) mit einem zusätzlichen Verspannen zum Fahrzeug.

21.Benutzen Sie für die Befestigung der Kajaks zusätzliche mit dem Dachträger fest verschraubte Hilfsmittel wie Mittelstange, Kajakbügel für vertikale bzw. horizontale Bootslagerung.

22.Denken Sie beim Kauf eines Fahrzeugs bereits an den späteren Bootstransport. Je weiter die Dachträger auseinanderliegen, desto stabiler ist die Bootsauflage.

Grundlinien für natur- und landschaftsverträglichen Kanusport

Kanusport ist Natursport – kaum eine andere Sportart bietet die Möglichkeit, so vielfältige und unmittelbare Eindrücke in der Natur zu gewinnen. Kanusport muss aber natur- und landschaftsverträglich ausgeübt werden, damit auch zukünftige Generationen die Möglichkeit zum Naturerlebnis haben. Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) setzt sich in seiner Satzung und Praxis für den natur- und landschaftsverträglichen Kanusport ein. Im Rahmen seiner Aus- und Fortbildungsprogramme ist Umweltbindung ein wichtiger Aspekt. Insbesondere Fachübungsleiter/-innen und Fahrtenleiter/-innen werden angehalten, die entsprechenden Verhaltensempfehlungen an Sportlerinnen und Sportler weiterzugeben und auf deren Einhaltung zu achten.

Die Ausübung des Kanusports gilt als natur- und landschaftsverträglich, wenn Kanusportlerinnen und Kanusportler...

•sich rechtzeitig vor der Kanutour über die vorhandenen gesetzlichen Vorschriften und freiwilligen Vereinbarungen zum Schutz von Flora und Fauna informieren und diese beachten. Viele der gesetzlichen Regelungen wurden in Zusammenarbeit mit den Vertretern des Kanu-Verbandes und der Naturschutzverbände einvernehmlich aufgestellt. Ein vollständiges Verzeichnis der geltenden Bestimmungen für deutsche und europäische Gewässer findet sich im Internet unter www.kanu.de oder im jährlich neu erscheinenden DKV-Sportprogramm;

•die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft schätzen und achten, um gerade auch den Erlebnis- und Erholungswert in ihrem eigenen Interesse nicht zu schmälern;

•sich leise und rücksichtsvoll in der Natur verhalten und ausreichenden Abstand zu Wasserpflanzen, Ufervegetationen sowie Tieren auf und am Wasser halten;

•sich rechtzeitig über vor Ort vorkommende Tiere und Pflanzen informieren und ihr gesamtes Fahrverhalten so gestalten, dass diese nicht erheblich gestört oder dauerhaft geschädigt werden;

•möglichst umweltschonend anreisen (insbesondere durch Bildung von Fahrgemeinschaften oder Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel) und ausschließlich vorhandene Infrastrukturen (z.B. Ein- und Ausstiegsstellen, Lagerplätze, Zuwegungen und Parkplätze) in Anspruch nehmen, statt unberührte Natur zu nutzen;

•für die Übernachtung lokale Zeltplätze oder Gasthöfe aufsuchen und die Verpflegung vor Ort einkaufen. So profitiert auch die lokale Bevölkerung vom Kanusport und der persönliche Kontakt kann das Verhältnis zu Kanufahrern verbessern;

•Befahrungen nur bei ausreichendem Wasserstand vornehmen. Eine Übersicht der Pegelinformationen zahlreicher deutscher und europäischer Gewässer findet sich im Internet unter www.kanu.de oder im jährlich neu erscheinenden DKV-Sportprogramm;

•auf die Befahrung erkennbar übernutzter Gewässer verzichten und im Zweifel auf einzelne Kanutouren verzichten. Es ist selbstverständlich, dass Kleinflüsse nur in kleinen Gruppen und mit kleinen Booten befahren werden;

•weder Abfälle hinterlassen noch naturschädigende Materialien in der Natur verwenden;

•auf Umweltverschmutzungen (insbesondere stinkende Schmutzwassereinleitungen, Ölfilme oder wilde Müllkippen) in der Nähe von Gewässern achten und diese den lokalen Umweltbehörden oder dem DKV melden;

•auch andere Kanufahrer auf die Einhaltung dieser Grundlinien aufmerksam machen!

Weitere ausführliche Informationen über natur- und landschaftsverträglichen Kanusport erhalten Sie über den Deutschen Kanu-Verband.

Der DKV setzt sich seit vielen Jahren zusammen mit seinen Landes-Kanu-Verbänden für die natur- und landschaftsverträgliche Ausübung des Kanusports ein. Er ist der Verhandlungspartner mit Naturschutzbehörden und Naturschutzverbänden und erarbeitet mit diesen gemeinsame Lösungen für sensible Gewässer. Zudem vertritt er die politischen Interessen der Kanusportler bei anstehenden Gesetzesänderungen auf dem Gebiet des Naturschutzes oder des Wasserrechts. Um zu sachgerechten Vereinbarungen mit den zuständigen Ministerien zu kommen, hat er vielfach Gutachten zu möglichen Auswirkungen des Kanusports finanziert und erreicht, dass wasserbauliche Maßnahmen gleichermaßen dem Naturschutz und dem Kanusport dienen.

Umweltbildung spielt im DKV eine wichtige Rolle. In der Ausbildung von Trainern und Übungsleitern nimmt das Thema Umwelt einen erheblichen Rahmen ein. Zusätzlich werden in allen Landes-Kanu-Verbänden Ökologie-Kurse angeboten, die auch Nichtmitgliedern zugänglich sind und oftmals in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden oder Naturschutzverbänden Zusammenhänge zwischen Kanusport und Natur sowie die richtigen Verhaltensweisen vermitteln. Ein Besuch solcher Ökologie-Kurse sollte für jeden Kanufahrer selbstverständlich sein! Die Termine finden Sie im DKV-Sportprogramm oder auf der Homepage des DKV unter www.kanu.de.

Der DKV veröffentlicht jährlich im DKV-Sportprogramm eine aktuelle Liste der Gewässer mit den Befahrungsregelungen aus Naturschutzgründen. Es enthält darüber hinaus die Telefonnummern von Pegeldiensten für viele interessante Paddelgewässer. Sie erfahren damit den aktuellen Wasserstand vor der Abfahrt. Das Sportprogramm erhalten Sie gegen eine geringe Schutzgebühr über die Geschäftsstelle des DKV in Duisburg. Aktuelle Informationen über Befahrungsregelungen und Pegel sind auch auf der DKV-Internetseite www.kanu.de im Bereich „Freizeitsport > Gewässer" abzurufen. Außerdem sind alle für Kanu-Freizeitsportler reizvollen Flüsse und Seen im In- und Ausland mit ihren Naturschutzbezügen in den Flussführern des DKV beschrieben. DKV-Mitglieder können die Flussführer und weitere Kanu-Literatur direkt beim DKV zum Vorzugspreis bestellen.

Stromgebiet der Donau

Donau

Die Donau ist, nach der Wolga, mit einer Gesamtlänge von 2850 km (inklusive Quellflüsse) der zweitgrößte Strom Europas.

Die Quellflüsse Brigach und Breg bilden, aus dem Schwarzwald kommend, in Donaueschingen die Donau (km 2779,8). Sie durchbricht zunächst in ihrem landschaftlich schönsten Teil zwischen Geisingen und Sigmaringen die Schwäbische Alb, anschließend verläuft sie, landschaftlich immer noch sehr ansprechend, an deren Südrand.

In diesem Bereich finden sich sehr zahlreiche Wehre, die je nach Wasserstand z.T. fahrbar sind oder ohne allzu große Mühe umtragen werden können. Bei höherem Wasserstand ist jedoch Vorsicht geboten, da die als „befahrbar" angegebenen Wehre lebensgefährlich werden können (bereits mehrere Todesfälle). Eine Besichtigung ist in jedem Fall unerlässlich.

Der anschließende Abschnitt, von Ulm bis Ingolstadt, ist landschaftlich eintönig, von Auencharakter. Er ist durch mehrere große Stauanlagen mit davorliegenden Staustrecken weitgehend verbaut, das Umtragen der Wehre wird durch Kahnschleusen erleichtert. Das Befahren dieser Teilstrecke wird vielfach als nur wenig lohnend bezeichnet.

Sehr empfehlenswert ist das Befahren der Strecke Ingolstadt - Kelheim mit dem bekannten Donaudurchbruch von Weltenburg; in diesem Abschnitt sind bisher noch keine Verbauungen.

Ingolstadt ist auch seit 1969 der Startpunkt der jährlichen Internationalen Donau-Tour (TID). Das Interesse an dieser wohl größten und längsten Kanu- und Ruderwanderfahrt ist ungebrochen.

Ab Kelheim ist die Donau Bundeswasserstraße, letzter Abschnitt der Rhein-Main-Donau-Wasserstraße, mit Staustufen und Schleusen für die Großschifffahrt. Landschaftlich ist diese Strecke am Südrand des bayrischen Waldes wieder recht reizvoll. Es gelten die Vorschriften der Donau-Schifffahrts-Polizeiverordnungen. Die Brückendurchfahrten sind gekennzeichnet; ein auf der Spitze stehendes gelbes Quadrat bedeutet, dass dieses Joch von Berg- und Talfahrt benutzt wird, bei 2 gelben Quadraten ist die Durchfahrt für den Gegenverkehr gesperrt. Die Schifffahrt sucht sich, falls nicht durch Bojen und Baken ausdrücklich anders vorgeschrieben, immer den kürzesten Weg, d. h. es werden, besonders bei Bergfahrt, die Kurven stark geschnitten. Boote sollten stets hoch an das Ufer gezogen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sie durch den Wellenschlag der Schiffe beschädigt oder abgetrieben werden.

Von Straubing bis zur Staustufe Kachlet, oberhalb von Passau, verläuft das durch Ausbaupläne (Vilshofen) bedrohte, letzte größere Stück der frei fließenden Donau in Deutschland, eine sehr lohnende Paddelstrecke.

Hinweis: Selbstbedienungsschleusen nach der Benutzung immer auf Oberwasser bringen. Nachfolgende Paddler sind dafür bestimmt dankbar.

Donau (bis Ulm)

Donau (Ulm-Kelheim)

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