Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Nur $9.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Die Bronzemänner

Die Bronzemänner

Vorschau lesen

Die Bronzemänner

Länge:
130 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Sep 1, 2018
ISBN:
9781386012245
Format:
Buch

Beschreibung

Die Bronzemänner

Unheimlicher Roman von Cedric Balmore

Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten.

Ray Guthrie wird von seiner reichen und schönen Klientin Gloria Aldington nach Gloster House bestellt. Bei einem unwetterartigen Regen macht er sich dorthin auf den Weg. Als er dort ankommt, stellt er zu seiner Verwunderung fest, dass die mannshohe Bronzefigur nicht mehr auf ihrem Sockel steht. Doch noch denkt sich Ray nichts dabei. Als er jedoch an der Haustür nach dem schweren Messingklopfer greift, trifft ihn etwas an der Schläfe, knallhart und brutal, und schickt ihn in die Bewusstlosigkeit ...

Freigegeben:
Sep 1, 2018
ISBN:
9781386012245
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Die Bronzemänner

Mehr lesen von Cedric Balmore

Buchvorschau

Die Bronzemänner - Cedric Balmore

Die Bronzemänner

Unheimlicher Roman von Cedric Balmore

Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten.

Ray Guthrie wird von seiner reichen und schönen Klientin Gloria Aldington nach Gloster House bestellt. Bei einem unwetterartigen Regen macht er sich dorthin auf den Weg. Als er dort ankommt, stellt er zu seiner Verwunderung fest, dass die mannshohe Bronzefigur nicht mehr auf ihrem Sockel steht. Doch noch denkt sich Ray nichts dabei. Als er jedoch an der Haustür nach dem schweren Messingklopfer greift, trifft ihn etwas an der Schläfe, knallhart und brutal, und schickt ihn in die Bewusstlosigkeit ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author /Cover Tony Masero

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekkerde

postmaster@alfredbekkerde

Die Hauptpersonen des Romans:

Helen Gregg — Studiert die Chronik von Gloster House und entdeckt dabei ein furchtbares Geheimnis.

Ray Guthrie — Stolpert ahnungslos in ein tödliches Verhängnis und wird mit den Werkzeugen des Satans konfrontiert.

Gloria Aldington — Heiratet einen Mann, der es nur auf ihr Geld abgesehen hat, und muss erleben, wie er ein Opfer der Bronzemänner wird.

Inspektor Pritcher — Gelangt zu der erschütternden Feststellung, dass sich nicht jeder Mord vor einem ordentlichen Gericht sühnen lässt.

1

Es regnete in Strömen . Ray Guthrie hatte in der Dunkelheit Mühe, den Weg zu erkennen. Er tappte immer wieder in tiefe Pfützen. Ihm schien es so, als hätte sich etwas an der Umgebung verändert. Er blieb stehen und wandte den Kopf. Das Wasser, das sich auf seiner Hutkrempe angesammelt hatte, wurde durch die jähe Bewegung in seinen Kragen gelenkt. Ray spürte kaum, dass es ihm in den Hals lief. Er war sowieso klatschnass. Eine Wagenpanne kurz vor dem Erreichen seines Zieles hatte ihn zu diesem Fußmarsch genötigt.

Er war nur noch wenige hundert Meter von Gloster House entfernt. Das Denkmal, das die Zufahrt zu dem alten Herrensitz flankierte, hatte sich verändert. Die mannshohe Bronzefigur war von ihrem Sockel verschwunden. Ray Guthrie hielt sich nicht lange mit der erstaunlichen Entdeckung auf; vermutlich hatte man das Standbild abmontieren lassen und zur Restauration von Altersschäden in eine Spezialwerkstatt geschickt.

Er hastete weiter. Eine Windböe peitschte ihm den Regen ins Gesicht.

Ray Guthrie war mit zweiunddreißig Jahren ein durchtrainierter, sehr sportlicher Typ, aber das bedeutete keineswegs, dass er Trimmübungen dieser Art schätzte. Er zerquetschte einen Fluch zwischen den Zähnen und ließ sich von der Vorstellung trösten, dass ihn nur noch wenige Minuten von dem Zusammentreffen mit Gloria Aldington trennten. Er hielt sie für die schönste Frau, die er kannte.

Ray Guthrie war nicht so vermessen, zu glauben, dass er bei ihr eine Chance hatte. Gloria Aldington war eine Millionenerbin und gehörte zum Jetset, zum Exklusivzirkel der Superreichen. Schon deshalb schien festzustehen, dass Gloria für ihn, den Kleinstadtanwalt, kaum ein echtes Interesse aufbringen konnte.

Trotzdem oder gerade deshalb machte es Ray Spaß, mit diesem Mädchen zu sprechen. Es genügte ihm eigentlich schon, ihre strahlende Schönheit gelegentlich mit seinen Blicken verschlingen zu dürfen.

Er lebte seit einem Jahr in der Grafschaft. Nach ein paar Betriebsunfällen und persönlichem Ärger hielt er es für angeraten, seine Praxis in London aufzugeben. Anfangs hatte er die landschaftliche Schönheit und den gemächlicheren Lebensrhythmus der Provinz als wohltuend empfunden, aber seit geraumer Zeit machte ihn seine Umgebung nervös. Sie gab seiner Vitalität und seiner Intelligenz keine Chancen zur Entfaltung.

Ray Guthrie stoppte erneut. Ihm schien es so, als hörte er Schritte hinter sich. Obwohl die jagenden Wolkenfetzen am Himmel einigermaßen deutlich zu erkennen waren, ließ sich das am Boden klebende, mit Büschen und Bäumen zu einer Einheit verwachsene Dunkel nicht mit den Blicken durchdringen.

Die Schritte waren verstummt. Sie hallten in Ray nach. Sie waren schwer und klatschend gewesen und konnten nur von einer Person mit besonderem Körpergewicht und einiger Unbeweglichkeit erzeugt worden sein.

Ray schritt weiter, eher langsam als schnell. Seine Sinne waren geschärft. Er hatte keine Angst, er war nur verwundert.

Angst wäre in dieser Gegend auch fehl am Platz gewesen. Im letzten Jahr hatte es in der Grafschaft keine nennenswerten Fälle von Kriminalität gegeben, einen Mord aus Eifersucht ausgenommen. Aber natürlich war nicht auszuschließen, dass Landfahrer oder reisende Diebe beabsichtigten, die Regennacht als Deckmantel für einen Raubzug zu nutzen. Gloster House war randvoll mit wertvollen Möbeln, Bildern und Teppichen gefüllt. Allerdings musste derjenige, der an diese Schätze herankommen wollte, eine aufwendige Alarmanlage überwinden.

Ray stoppte zum dritten Mal. Mit ihm verstummten die Schritte, die er zu hören meinte.

Ein Echo?

Er ging weiter, er hatte genug von diesen absurden Unterbrechungen. Möglicherweise hatte man ihn bereits abgeschrieben und rechnete nicht länger damit, dass er der telefonisch erfolgten Besuchsaufforderung Folge leistete.

Es war fast dreiundzwanzig Uhr. Die Notiz, die seine Sekretärin ihm auf dem Schreibtisch hinterlassen hatte, hatte nur wenige Worte enthalten.

„Bitte noch heute Abend Gloster House in dringender Angelegenheit aufsuchen. Rückruf nicht erforderlich. Helen."

Helen war eine Perle. Mit 43 Jahren war sie alles andere als attraktiv und rein äußerlich einer verstaubten Jungfrau nicht unähnlich, aber sie besaß eine brillante Auffassungsgabe und war ebenso loyal wie tüchtig.

Ray stieg die breite Freitreppe zum Eingangsportal hinauf und legte sich in Gedanken einige passende Worte zurecht. Zum einen musste er sein spätes Kommen erklären, und zum anderen musste er sich dafür entschuldigen, dass er seinen Klienten wie ein durchnässter Pudel gegenübertrat.

Er hatte keine Ahnung, was man von ihm wollte. Er betreute nur einen Teil der Familieninteressen, und zwar diejenigen, die sich mit Gloster House und den damit verbundenen Liegenschaften befassten. Testaments und Vermögensfragen wurden von dem Familienanwalt in London erledigt.

Ehe Ray nach dem schweren Messingklopfer griff, drehte er sich nochmals um. Der Regen klatschte ihm ins Gesicht und machte es ihm unmöglich, auch nur die Hand vor seinen Augen zu sehen. Ihm war, als bedrohe ihn etwas, oder als flöge etwas auf ihn zu. In einem Reflex riss er den linken Arm hoch, winkelte ihn vor das Gesicht, aber die Bewegung kam zu spät. Ihn traf etwas an der Schläfe, knallhart und brutal. Sein Bewusstsein wurde von einer schmerzhaften Explosion erhellt, dann stürzte es ebenso plötzlich in den scheinbar endlos tiefen Schacht der Bewusstlosigkeit.

Gloria Aldington hatte das untere Ende der Treppe erreicht, die die große, düstere Halle mit dem Obergeschoss verband. An einem Schränkchen unweit der Tür stand James, der Butler. Er war damit beschäftigt, einen Strauß künstlicher Blumen zu ordnen.

„Was war das?", fragte Gloria und blieb stehen. Sie trug ein schulterfreies Kleid mit knöchellangem Rock. Der dunkle Samt hob die makellose Glätte ihrer gebräunten Haut deutlich hervor und sorgte für einen reizvollen Kontrast.

Der Butler wandte sich mit fragend hochgezogenen Brauen um.

„Da ist jemand an der Tür", sagte Gloria. Sie war weizenblond und trug das Haar ziemlich kurz. Ihr klares Gesichtsoval wurde von den riesigen, blaugrauen Augen und einem üppig schwellenden Mund beherrscht.

„Ich habe nichts gehört, sagte James und fummelte unwillkürlich an dem winzigen Hörgerät herum, das in seinem linken Ohr steckte. „Der Türklopfer war es jedenfalls nicht.

„Sehen Sie nach, bitte", sagte Gloria und zog wie fröstelnd die Schultern hoch. Die Angst, die sie schon seit Wochen begleitete, verdichtete sich immer mehr. Gloria glaubte zu wissen, dass ihr in dieser Nacht und in diesem Haus ein neuer Höhepunkt beschieden sein würde.

James, ein Mann von knapp sechzig Jahren, der wie der Prototyp aller Butler wirkte und mit seinem weißen Haar, seinem hohen Wuchs und seinem würdevollen Gehabe zuweilen bis hart an die Grenze des Lächerlichen geriet, öffnete die

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Die Bronzemänner denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen