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Fürstenkrone 122 – Adelsroman: Der Weg in die Heimat

Fürstenkrone 122 – Adelsroman: Der Weg in die Heimat

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Fürstenkrone 122 – Adelsroman: Der Weg in die Heimat

Länge:
106 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
5. Juni 2018
ISBN:
9783740930608
Format:
Buch

Beschreibung

Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.

Baron von Bernhausen lehnte lässig an einer der dicken Säulen, die die Decke des großen Festsaales von Lichtenfelde trugen. Nachdenklich zog er an seiner Zigarette und sah den tanzenden Paaren zu. Sein ganz besonderes Augenmerk galt der schönen jungen Komtesse von Hugendorff. Wie ihr goldblondes Haar in dem Licht der kostbaren Kristalleuchter schimmerte. Wie leicht sie im Arm ihres Tänzers über das Parkett glitt! Wie betont einfach und doch so wirkungsvoll ihr Kleid war, dessen zarte Fliederfarbe so wunderbar gegen ihr blondes Haar abstach.Der nächste Tanz muß mir gehören! dachte Bernhausen und drückte den Rest seiner Zigarette in einen der kleinen vergoldeten Aschenbecher. Unauffällig begab er sich in die Nähe der Komtesse, und kaum hatte die Kapelle die ersten Takte zum nächsten Tanz begonnen, als er sich auch schon vor ihr verneigte."Komtesse, Sie sehen bezaubernd aus. Ja, ich möchte sagen, Sie sind die Königin dieses Festes", erklärte er in seiner schmeichelnden Art, in der er den Damen Komplimente zu machen pflegte.Verenas Wangen überzogen sich mit einem rosigen Hauch. Konnte sie ihren Ohren noch trauen? Königin dieses Festes hatte er sie genannt! Er, der elegante und von vielen heimlich verehrte Baron von Bernhausen machte ausgerechnet ihr solch ein Kompliment! Sie lächelte glücklich, ihr Herz schlug schneller, und ihre Augen verrieten nur zu deutlich, daß es dem Mann entgegenschlug, der ihr diese Worte gesagt hatte.Bernhausen hatte mit einiger Verwunderung die Veränderung bemerkt, die mit der Komtesse vorgegangen war. Sprachen ihre Augen nicht eine deutliche Sprache? Konnte er nicht darin lesen, daß dieses hübsche Mädchen in ihn verliebt war? Bernhausen richtete sich unwillkürlich gerade auf.
Herausgeber:
Freigegeben:
5. Juni 2018
ISBN:
9783740930608
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Fürstenkrone 122 – Adelsroman - Charlotte Berg

Fürstenkrone – 122 – Der Weg in die Heimat

Fürstenkrone

– 122–

Der Weg in die Heimat

Wie Komtess Verena endlich wieder glücklich wurde ...

Charlotte Berg

Baron von Bernhausen lehnte lässig an einer der dicken Säulen, die die Decke des großen Festsaales von Lichtenfelde trugen. Nachdenklich zog er an seiner Zigarette und sah den tanzenden Paaren zu. Sein ganz besonderes Augenmerk galt der schönen jungen Komtesse von Hugendorff. Wie ihr goldblondes Haar in dem Licht der kostbaren Kristalleuchter schimmerte. Wie leicht sie im Arm ihres Tänzers über das Parkett glitt! Wie betont einfach und doch so wirkungsvoll ihr Kleid war, dessen zarte Fliederfarbe so wunderbar gegen ihr blondes Haar abstach.

Der nächste Tanz muß mir gehören! dachte Bernhausen und drückte den Rest seiner Zigarette in einen der kleinen vergoldeten Aschenbecher. Unauffällig begab er sich in die Nähe der Komtesse, und kaum hatte die Kapelle die ersten Takte zum nächsten Tanz begonnen, als er sich auch schon vor ihr verneigte.

»Komtesse, Sie sehen bezaubernd aus. Ja, ich möchte sagen, Sie sind die Königin dieses Festes«, erklärte er in seiner schmeichelnden Art, in der er den Damen Komplimente zu machen pflegte.

Verenas Wangen überzogen sich mit einem rosigen Hauch. Konnte sie ihren Ohren noch trauen? Königin dieses Festes hatte er sie genannt! Er, der elegante und von vielen heimlich verehrte Baron von Bernhausen machte ausgerechnet ihr solch ein Kompliment! Sie lächelte glücklich, ihr Herz schlug schneller, und ihre Augen verrieten nur zu deutlich, daß es dem Mann entgegenschlug, der ihr diese Worte gesagt hatte.

Bernhausen hatte mit einiger Verwunderung die Veränderung bemerkt, die mit der Komtesse vorgegangen war. Sprachen ihre Augen nicht eine deutliche Sprache? Konnte er nicht darin lesen, daß dieses hübsche Mädchen in ihn verliebt war? Bernhausen richtete sich unwillkürlich gerade auf. Warum sollte sie nicht in ihn verliebt sein? dachte er selbstbewußt. Er war zwar nur ein Baron, hatte dafür aber eine ausgezeichnete Figur und ein ansprechendes Gesicht. Warum also sollte er sein Glück nicht versuchen bei der Komtesse? Eine Heirat mit der reichen Tochter des Grafen von Hugendorff war doch nicht zu verachten.

Bernhausen war kein Mann, der einen Entschluß auf die lange Bank schob, so begann er gleich damit, das kleine Herz der Komtesse noch mehr in Verwirrung zu bringen. Er zog sie mit sanfter Gewalt näher zu sich heran, so daß ihr Haar dicht vor seinem Gesicht schimmerte. Er streifte mit den Lippen ganz behutsam über die kleinen Locken.

»Verzeihen Sie mir, Komtesse, ich war unbeherrscht«, flüsterte er dicht an ihrem Ohr, so daß sie seinen warmen Atem wahrnahm.

Verena hielt die Augen geschlossen und hatte den Kopf beinahe wie unbeabsichtigt an Bernhausens Schulter gelehnt. Für sie war die Umwelt versunken. Sie erlebte ein Märchen, das sie schon so oft geträumt hatte und das nun so plötzlich Wirklichkeit geworden war.

Die letzten Töne der Tanzmelodie verklangen. Verena sah zu ihrem Partner auf. Was sollte nun kommen? Würde er sie zurück an ihren Platz bringen und sich verabschieden? Oder…?

Bernhausen war ein Frauenkenner. Er las in Verenas Augen wie in einem offenen Buch.

»Es ist sehr schwül hier im Saal, Komtesse. Wollen wir ein bißchen frische Luft schöpfen?«

Verena nickte nur. Sie wagte nicht, jetzt in Bernhausens Augen zu sehen. Sie fürchtete, unter seinen Blicken erneut zu erröten.

Clemens bot ihr den Arm und führte sie hinaus auf die Terrasse. Sie stiegen die breite Treppe hinab zum Park und gingen langsam die gepflegten Wege entlang.

Vor dem kleinen Schloßteich, der mitten im Park lag, machte Clemens halt.

»Sehen Sie, Komtesse, wie klar das Wasser ist! Die Sterne spiegeln sich in ihm wider.«

Er wandte den Kopf und sah sie an. Wie ein Rausch kam es über ihn. Sie ist schön! dachte er, unsagbar schön! Ich muß sie besitzen! Sie muß mein werden! Er legte den Arm um ihre Schulter und zog sie zu sich heran. Mit der Linken hob er ihr das Kinn leicht hoch, um ihr besser in die Augen sehen zu können. Und diese Augen verrieten ihm ihre Liebe.

Da beugte er sich über ihr Gesicht und küßte sie auf den Mund. Ihre Lippen fühlten sich kühl und rein an. Verena wehrte sich nicht. Sie lag ganz still in seinen Armen.

Vielleicht hat sie niemals einen Mann vor mir geküßt? Nein, bestimmt hat es noch keinen Mann gegeben, der dieses herrliche Mädchen lieben durfte, wußte Clemens plötzlich ganz genau, und die Freude darüber machte ihn schier trunken. Immer fester preßte er die schlanke Gestalt an sich, und immer heißer wurden seine Küsse, bis Verena sich mit sanftem Nachdruck aus seinen Armen befreite.

»Wir müssen zurück«, mahnte sie leise. »Mama könnte mich sonst vermissen.«

»Ja, verzeih, du hast recht, Verena.«

Clemens legte den Arm um sie.

»Bald hat diese Heimlichkeit ja ein Ende, Verena. Am liebsten möchte ich noch heute mit deinem Vater sprechen.«

»Nein, nein, Clemens. Bitte, warte noch ein paar Tage. Ich möchte meine Eltern erst vorbereiten.«

»Ganz, wie du es bestimmst, Liebste«, fügte sich Clemens. Ihm war diese Verzögerung recht, denn so konnte er sich auf das zu erwartende Kreuzfeuer, das der Graf bei seiner Werbung sicherlich mit ihm anstellen würde, genügend vorbereiten.

*

Graf von Hugendorff sah von seiner Arbeit auf.

»Ach, Sie sind es, Johann. Nun, was gibt es?« fragte er ohne jede Neugier.

Johann reichte dem Graf ein silbernes Tablett über den Schreibtisch.

»Der Herr bittet um eine Unterredung. Es sei sehr dringend, sagte er.«

Graf Hugendorff blickte ein wenig ärgerlich auf die Visitenkarte. Wer wagte es, ihn schon so früh am Morgen mit einem Besuch zu belästigen?

Doch als er den Namen des Besuchers las, verfärbte er sich. Er schluckte, hüstelte verlegen, um vor Johann Zeit zu gewinnen.

Was sollte er tun? Er hatte diesen unbequemen Besucher heute noch nicht erwartet, er konnte seinen Forderungen nicht nachkommen.

»Ich bin nicht zu sprechen, Johann«, sagte er dann entschlossen.

Hugendorff erhob sich, zog eine Zigarette aus seinem vergoldeten Etui und zündete sie an.

Wie lange wird er sich noch abweisen lassen? dachte er hoffnungslos. Vielleicht kommt er schon morgen zurück? Was soll dann werden?

Hugendorff war zum Fenster gegangen, um zu sehen, wie der unangenehme Besucher abfuhr.

Noch war nichts zu sehen. Er schien sich Zeit zu lassen.

Hugendorff wandte den Kopf zur Tür. Hatte es nicht soeben geklopft?

»Herein!« rief er ungehalten.

Johann kam zurück. Sein Gesicht war eine Mischung zwischen Schuldbewußtsein und Angst vor dem, was nun kommen würde.

»Was gibt es denn nun schon wieder, Johann?« fragte er ärgerlich.

»Der Besucher…«

Weiter kam Johann nicht, denn schon erschien eine zweite Gestalt hinter dem bejahrten Diener, klein und untersetzt, die listigen winzigen Augen bewegten sich unruhig und schienen dauernd auf der Suche nach etwas Neuem zu sein, das zu besitzen es sich lohnte.

»Sie müssen schon entschuldigen, mein lieber Hugendorff. Mich können Sie natürlich nicht einfach durch den Diener abweisen«, begrüßte er den Grafen und gab Johann ein deutliches Zeichen, den Raum zu verlassen.

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