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Beauty und Glamour: Mein Geheimnis für außergewöhnliche Schönheit

Beauty und Glamour: Mein Geheimnis für außergewöhnliche Schönheit

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Beauty und Glamour: Mein Geheimnis für außergewöhnliche Schönheit

Bewertungen:
5/5 (1 Bewertung)
Länge:
798 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 7, 2016
ISBN:
9783961210145
Format:
Buch

Beschreibung

Dita von Teese ist längst viel mehr als "nur" der sexy Burlesque-Star, der sich in einem riesigen Martini-Glas räkelt – sie ist zur wahren Stil-Ikone geworden. Ob bei ihren Shows, auf dem roten Teppich oder in Fashion-Magazinen, für Dita Von Teese ist Schönheit Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.

In diesem Buch verrät sie ihre Beauty-Geheimnisse und gibt Tipps sowohl für den Alltag als auch für exzentrische, glamouröse Auftritte. Dabei wird jeder Aspekt von Fashion über Make-up bis hin zur Frisur abgedeckt. Zusätzlich sind Workouts enthalten, die die weibliche Figur perfekt in Form bringen, sowie Ditas Tipps für eine umwerfende
Ausstrahlung. Eine Vielzahl hochwertiger Farbfotos gibt darüber hinaus immer wieder Einblicke in die persönliche Geschichte des Stars.

Beauty und Glamour ist die Schönheitsbibel für all die Frauen, die das Beste aus dem machen möchten, was die Natur ihnen mitgegeben hat.
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 7, 2016
ISBN:
9783961210145
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Beauty und Glamour - Dita Von Teese

geht.

Teil 1

Hautsache

Als der englische Dichter Sir Thomas Overbury im Jahr 1613 in einem Gedicht schrieb: »All die fleischliche Schönheit meines Eheweibes ist nur oberflächlich«, zielten diese Worte auf die Affäre eines Freundes mit einer verheirateten Countess. Er gefährdete damit seinen Einfluss bei Hofe als Günstling des Königs, ganz zu schweigen vom privilegierten Leben am königlichen Hof.

Die Schönheit der Gräfin als oberflächlich zu bezeichnen erwies sich allerdings als größter Fehler. Der gesellschaftlich aufstrebende Dichter landete im Londoner Tower und nur sechs Monate später auf einem Friedhof der Stadt. Seine Worte, insbesondere dass Schönheit nur oberflächlich ist, leben aber weiter.

Abgesehen von Kommentaren über wahre Schönheit, die von innen kommt, die vor und nach Overbury (er starb jung und gut aussehend im Alter von 32 Jahren) gesagt und geschrieben wurden – die Tatsache bleibt: Eine schöne äußere Hülle und damit eine schöne Haut ist wichtig. Deshalb ist Hautpflege wichtig. Sich ihr am besten zweimal täglich zu widmen gehört zum Besten, was man für Schönheit und Gesundheit tun kann. Wer sich nicht um seine Haut kümmert, erhält im Laufe der Jahre irgendwann die Quittung, und dann bringen selbst der funkelndste Lidschatten und der leuchtendste Lippenstift die Haut nicht mehr zum Strahlen. Wie der persönliche Stil ist auch schöne Haut keine Frage des Geldbeutels.

Gesicht

Ich werde häufig gefragt, welche Produkte ich verwende. Das ist die überflüssigste Frage der Welt. Meine Haut ist nicht Ihre Haut. Unsere Haut würde nicht gleich aussehen, wenn wir dieselben Produkte verwenden würden. Wenn Sie Hautprobleme haben, sollten Sie zum Hautarzt gehen. Das ist besser, als 50 Hautcremes auszuprobieren und auf ein Wunder zu warten.

Ich weiß, dass es schwierig ist, all den Hochglanzwerbungen mit retuschierten Models zu widerstehen. Zugegeben, auch ich liebe das Gefühl und den Duft einer teuren Gesichtscreme. Auch wenn ich toll finde, wie sich diese kostspieligen Mittelchen anfühlen, gibt es viele günstigere Optionen, die jeder kompetente Hautarzt gutheißen würde. Die Ergebnisse sind der beste Beweis: Meine Mutter schwört auf Olay, Rose greift zu Eucerin Q10, einer Crème für sensible Haut mit Lichtschutzfaktor. Beide Frauen haben tolle Haut.

Produkte mit organischen oder natürlichen Inhaltsstoffen habe ich lange gemieden, weil ich sie zu alternativ fand und mir das Luxusgefühl fehlte, das ich bei meinem Beauty-Ritual brauche und das – seien wir ehrlich – mit ein Grund ist, warum wir so viel Geld für die schicken Tiegel ausgeben. Retinol und Sonnencreme bleibe ich zwar weiter treu, aber viele konventionelle Schönheitsprodukte sowie alle Haushaltsreiniger und Co. habe ich durch natürliche und Bioprodukte ersetzt. Letztlich geht es im Leben immer um das natürliche Gleichgewicht.

Ich wechsle zwischen drei Produkten von Éminence Organic: Coconut Age Corrective Moisturizer, Apricot Calendula Nourishing Cream und Linden Calendula Treatment Cream für die Nacht (die ich auch als Maske auftrage). Ich liebe außerdem das Rosehip Oil Antioxidant von Trilogy und die Rosentagescreme von Dr. Hauschka. Rose und ich sind außerdem Fans von Kokosöl. Es wirkt antimykotisch, antioxidativ und antibakteriell und ist ein idealer Make-up-Entferner. Es ist zudem ein wirkungsvoller Conditioner für Kopfhaut und Haare und mit seinen Feuchtigkeit spendenden Eigenschaften eine gute Rasiercreme. Achten Sie darauf, dass das Produkt Bioqualität besitzt und kalt gepresst ist. Im Biosupermarkt kostet ein Halbliterglas nur etwa zehn Euro.

Geld, das man nicht hat, für einen Tiegel voll Hoffnung auszugeben wird Ihre Haut oder Ihr Leben nicht verändern. Tägliche Hautpflege dafür schon. Es gibt viele Mittel und Möglichkeiten, für die man sich nicht in den finanziellen Ruin stürzen muss. Sie haben in diesem Leben nur ein Gesicht, einen Körper, und Sie können es nicht genießen, ohne sich wohlzufühlen. Sich wohlzufühlen aber beginnt mit der Haut. Hautpflege sollte daher zu Ihrer zweiten Natur werden und zu einer täglichen Gewohnheit wie Zähneputzen (das Sie ebenfalls mindestens zweimal täglich machen sollten).

Rita Hayworth war eine beliebte Werbefigur für Kosmetikprodukte, wie in dieser Werbeaufnahme um das Jahr 1940.

Welcher Hauttyp sind Sie?

Ein einfacher und bewährter Test: Drücken Sie ein Blotting Paper (alternativ Reispapier oder Linsenreinigungspapier) auf das gereinigte, trockene Gesicht. Ist die Haut fettig, bleibt das Papier haften. Fällt es ab, ist die Haut trocken.

Der Hauttyp wird durch die Aktivität der Talg produzierenden Drüsen und diese wiederum durch Ernährung, Medikation, Stress und Gene bestimmt. Entsprechend dem Hauttyp sollte nun die Pflege aus Reiniger, Toner, Tages- und Nachtcreme ausgesucht werden.

Normal: Weder trocken noch fettig, die Haut ist glatt und hat einen gesunden Glanz.

Trocken: Verminderte Talgproduktion bedeutet weniger Feuchtigkeit und Fett. Die Haut ist dünn und neigt zu Flecken und feinen Falten.

Fettig: Erhöhte Talgproduktion, oft erweiterte bzw. verstopfte Poren, Neigung zu Unreinheiten.

Sensibel: Selbst die tägliche Reinigung kann die Haut reizen und zu Flecken, juckendem Hautgefühl oder anderen Reaktionen führen. Solche Irritationen können durch hypoallergene, unparfümierte Produkte vermieden werden.

Mischhaut: Zeigt sich meist in einer eher fettigen T-Zone von Stirn, Nase und Kinn und trockener Wangen- und Augenpartie.

Die tägliche Show

Ob zu Hause in L. A. oder auf Reisen – meine Morgentoilette läuft immer gleich ab. Zwischen Zähneputzen und Frühstück (das ich nie auslasse) widme ich mich meinem Gesicht:

Spritzen Sie sich zuerst etwas warmes Wasser ins Gesicht. Es darf nicht zu kalt oder zu heiß sein, denn durch den Temperaturschock können feinste Blutgefäße (Kapillaren) platzen.

Verwenden Sie eine etwa erbsengroße Portion milden und seifenfreien Reinigungsschaum. Nicht nur in Frankreich gilt: Seife sollte nur vom Hals abwärts mit der Haut in Kontakt kommen! Achten Sie aber auch auf den Ölgehalt in Gesichtsreinigern: Zu viel kann die Poren verstopfen, zu wenig kann sie austrocknen. Wählen Sie also das passende Produkt für Ihren Hauttyp. Lassen Sie die Finger von Reinigern, bei denen die Haut hinterher spannt. Dies kann ein Anzeichen für Überreinigung sein oder dass der Reiniger zu aggressiv ist und besser zum Waschbeckenputzen geeignet ist.

Tragen Sie den Reinigungsschaum in sanft kreisenden Bewegungen von unten nach oben auf das Gesicht auf. Dadurch werden der Haut mehr pflegende Substanzen zugeführt, die Durchblutung der Gesichtshaut wird gefördert und insbesondere die Hautelastizität verbessert. Außerdem werden so auch tote Hautzellen sanft abgetragen. Nicht rubbeln, sonst drohen Hautschäden oder -irritationen!

Spülen Sie den Schaum mit reichlich warmem Wasser ab, da Rückstände die Poren verstopfen können. Tupfen Sie die Haut mit einem sauberen, weichen Handtuch ab. Auch hier kann starkes Reiben die Haut irritieren und schädigen.

Gesichtswasser (Toner) ist optional. Alkohol, egal ob im Cocktail oder Toner, trocknet die Haut nur aus. Ihr Toner sollte deshalb alkoholfrei sein, dafür idealerweise aber Glykol- oder Alphahydroxisäure enthalten. Sie verfeinern die Poren und beugen eingewachsenen Haaren vor.

Eine Feuchtigkeitspflege hingegen ist nie optional. Während manche Hauttypen weniger zusätzliche Feuchtigkeit brauchen (unreine oder fettige Haut), können andere nie genug davon bekommen (wie reife oder trockene Haut). Greifen Sie zu einer Feuchtigkeit spendenden, antioxidantienreichen Tagescreme, oder tragen Sie sofort nach der Reinigung ein Feuchtigkeitsserum auf. Vergessen Sie Hals und Dekolleté dabei nicht!

Und bevor Make-up auf das Gesicht kommt: Sonnenschutz verwenden! Ich trage nach der Tagescreme eine Sonnencreme mit mindestens LSF 20 auf Gesicht, Ohren, Hals, Arme und Hände auf (mehr dazu auf Seite 30).

Kein Hype, sondern Hilfe

Von jungen Frauen und Männern mit Hautproblemen werde ich immer wieder gefragt, wie meine Haut nur so perfekt sein kann. Dabei ist meine Haut nicht perfekt, ich arbeite nur daran. »Findet einen guten Hautarzt«, ist mein Rat dazu. Bevor nun der Einwand kommt, wie teuer das sicherlich ist, sollten Sie einmal überlegen, wie viel Geld Sie für ein Paar Schuhe oder eine überteuerte Wundercreme ausgeben würden. Damit können Sie sich allenfalls kurzfristig belohnen, Ihr Gesicht haben Sie aber ein Leben lang. Die einzige Möglichkeit, seine Haut zu verändern, ist, sie medizinisch analysieren zu lassen und sich einen guten Dermatologen zu suchen. Wie bei Produkten bedeutet gut jedoch nicht gleich schick oder berühmt.

Über ein Jahr lang ging ich zu einem Promi-Hautarzt in Beverly Hills, der nicht ganz billig war. Ich habe eine sehr empfindliche Haut und einige Allergien. Dieser Arzt diagnostizierte bei mir Rosazea (Kupferfinnen), eine entzündliche Hauterkrankung. Er verschrieb mir ein teures Mittel nach dem anderen, die alle zu seiner eigenen Hautpflegeserie gehörten. Ich fühlte mich wie bei einem Laborexperiment. Zusätzlich zahlte ich für Laserbehandlungen und spezielle Gesichtsanwendungen, doch nichts schlug an. Ich ging aber weiter zu ihm und jedesmal habe ich ein anderes bekanntes Gesicht im Wartezimmer gesehen. »Er muss einfach gut sein«, redete ich mir deshalb ein. Meine Haut verschlechterte sich immer mehr und mit ihr meine Laune. Ich dachte: Dieser Dermatologe ist so berühmt, seine Patienten sind so schön und seine verschriebenen Produkte so teuer, also muss das Problem bei mir liegen. Ich habe diesem Dermatologen sogar noch geglaubt, als er mir verkündete, dass ich mit meinem Hautproblem wohl leben müsse.

Über diese sündteure Prognose verärgert, habe ich mich an den Hautarzt gewandt, den ich aus meiner Jugend in Orange County kannte. Ich hatte mich von dem ganzen Zirkus um den medienerfahrenen Arzt blenden lassen. Meine Mutter erinnerte mich schließlich an meine Wurzeln. Nur eine Autostunde südlich von L. A. hat Dr. Ronald W. Cotliar eine Praxis und zufällig auch eine weitere direkt in L. A. Wenn man nach seinen Qualifikationen geht, so müsste er eigentlich ebenfalls berühmt sein (siehe unser Interview mit ihm in diesem Kapitel). Aber ihm ist sein Fachbereich wichtiger, und er kümmert sich lieber um seine Patienten, als dass ihm Prominenz viel bedeuten könnte. Dr. Cotliar diagnostizierte, dass ich keine Rosazea hatte, sondern eine leichte Hautirritation. Diese kam nicht zuletzt von den vielen schicken Produkten, die mir der Hollywood-Doktor verschrieben hatte. Dr. Cotliar gab mir daher ein anderes Rezept. Innerhalb eines Monats waren meine Hautprobleme verschwunden und kamen nie wieder. Die Moral von der Geschichte? Finden Sie einen Arzt, dem Ihre Krankenversicherung egal ist und der sich um Ihre Haut kümmert, statt Ihnen die neuesten Crèmes und Anwendungen aufzuschwatzen.

Ob mit den eigenen Händen oder unter professionellen Händen: Massagen fördern die Durchblutung, erhöhen die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff, verbessern das Hautbild und tun einfach unglaublich gut — das scheint auch Jean Harlow zu bestätigen.

Rosige Zeiten

Ein Peeling (oder Exfoliant) ist der beste Freund Ihrer Haut. Sie wird dadurch rosig und glatt, weil tote Hautschuppen dabei entfernt, die Durchblutung der Haut und damit die Sauerstoffversorgung der Hautzellen gefördert und die Collagenproduktion angeregt werden. Außerdem können Pflegesubstanzen so besser aufgenommen und die Poren gereinigt werden, um Pickeln und Mitessern vorzubeugen. Das Peeling sollte möglichst sanft sein.

Zunächst werden dafür die Poren durch warmes Wasser oder Wasserdampf geöffnet. Wenden Sie nach der Reinigung ein für Ihren Hauttyp geeignetes Peeling an, oder Sie nehmen dafür einfach einen Waschlappen. Zwar sollen abgestorbene Hautzellen überall vollständig abgetragen werden, aber gehen Sie dabei bitte sanft vor! Die Haut an den Oberschenkeln kann so empfindlich sein wie am Hals. Waschen Sie das Peeling mit reichlich Wasser ab, und vergessen Sie danach nie eine Feuchtigkeitspflege, damit Ihre Haut nicht austrocknet. Normale bis fettige Haut kann bis zu viermal die Woche gepeelt werden, trockene oder empfindliche Haut maximal zweimal.

EIN ARZT UNSERES VERTRAUENS

Dr. med Ronald W. Cotliar

Dr. Ronald Cotliar, Professor für Dermatologie und Pädiatrie an der David Geffen School of Medicine der Universität von Kalifornien in Los Angeles, kümmert sich um meine Haut. Dr. Cotliar ist kein Promi, aber ein VIP in meinem Buch, auf dessen Einschätzung sich Erwachsene und Kinder verlassen.

Dr. Cotliar redet gerne über Haut. Deshalb haben Rose und ich ihn an der Universität zu einem Gespräch getroffen.

Dr. Cotliar: Was ist das Geheimnis schöner Haut? Eine entscheidende Rolle spielen natürlich die Gene. Aber es gibt auch Dinge, die wir alle tun sollten: die Sonne meiden, nicht rauchen und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Unabhängig von der Hautfarbe – ganz egal, ob Sie nun der kaukasische, negroide oder asiatische Typ sind – gilt immer dieselbe Regel: Hydration und Lubrikation – feucht halten und eincremen.

DVT: Hilft es, viel Wasser zu trinken, um die Haut feucht zu halten?

Dr. C.: Nein, wenn das der Fall wäre, müsste ich Olivenöl trinken. Aber durch Wasser fühlen wir uns besser. Wasser erreicht die Haut nur auf Zellebene. Wenn Sie in tropischen Regionen sind, fühlt man sich feucht oder gar nass, sobald man nach draußen geht. Der Grund ist jedoch nicht die Hitze, sondern weil die Luftfeuchtigkeit so groß ist.

RA: Ich liebe diese Seren, die mir meine Kosmetikerin für die Zeit bis zum nächsten Besuch mitgibt. Was ich daran so toll finde, ist, wie frisch sich meine Haut damit anfühlt.

Dr. C.: Denselben Effekt können Sie für viel weniger Geld mit den Seren von Neutrogena erreichen. Ich habe jedes Serum auf dem Markt bei mir zu Hause, aber das Neutrogena-Serum hat eine wirklich gute Wirkung. Von Neutrogena gibt es auch eine Feuchtigkeit spendende Augencreme für die Nacht.

DVT: Was empfehlen Sie als Pflege für die Nacht?

Dr. C.: Tragen Sie vor dem Schlafengehen ein Anti-Falten-Produkt auf, wenn möglich mit Retinol. Es baut die Haut auf, sodass mehr Collagen gebildet wird. Morgens sollten Sie immer auch einen Sonnenschutz auftragen.

DVT: Wir lieben Gesichtsanwendungen. Wer liebt es nicht, mit duftenden Produkten massiert zu werden? Aber ich weiß nicht, ob meine Haut dadurch wirklich besser aussieht …

Abends abschminken

Dirty Drinks, Dirty Talk, Dirty Dancing … Alles schön und gut, aber mit einem schmutzigen Gesicht ins Bett? Nie im Leben!

Es soll ja tatsächlich Ladys geben, die es lustig finden und damit angeben, wenn sie am nächsten Morgen mit ihrem Gesichtsabdruck auf dem Kopfkissen aufwachen. Pfui!

Egal, wie wild, feuchtfröhlich und lang der Abend war – ich schminke mich vor dem Schlafengehen immer ab. Ich wüsste nicht, wann ich je eingeschlafen wäre, ohne die Reste eines Abends vorher abzuwaschen. Das käme mir einfach nicht in den Sinn. Ich wische sogar meinen Freundinnen mit einem Make-up-Entfernertuch übers Gesicht, wenn sie zu müde sind, um sich noch die Mascara zu entfernen. Was immer Sie bevorzugen, um sich abzuschminken: Das Mittel Ihrer Wahl sollte sanft sein. Reiben ist nicht gut für die Haut. Und als Pflege danach? Nehme ich eine Nachtcreme (ohne Sonnenschutz) wie Linden Calendula Treatment Cream von Éminence oder ein nährendes Gesichtsöl wie Soin d’Arôme à la Rose von Darphin. Sie können es auch einmal mit reinem Vitamin E oder Biokokosöl versuchen. Zwei- bis dreimal die Woche verwende ich zudem verschreibungspflichtiges Retinol. Es gibt aber auch reichlich frei verkäufliche Produkte mit wirksamer Retinolkonzentration wie CeraVe.

Dr. C.: Man fühlt sich einfach gut nach einer Gesichtsbehandlung. Die Haut ist durch den Massageeffekt praller. Es gibt Behandlungen wie Mikrodermabrasion oder mit Vitamin C und Salicylsäure. Für mich ist das Schnickschnack. Ich finde es weder gut noch verteufle ich es. Ich habe einige Patienten, die es machen lassen und es toll finden.

DVT: Ich erinnere mich an eine TV-Dokumentation über Facelifts. Darin hieß es, das Beste zur Vermeidung von Falten sei, die Haut einfach gut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Dr. C.: Das ist das Geheimnis gegen Falten: die Haut mit Feuchtigkeit versorgen.

RA: Die Kosmetikindustrie ist ein milliardenschweres Geschäft und beruft sich oft auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Was halten Sie davon?

Dr. C.: Wenn Sie in ein Kaufhaus gehen, was finden Sie im Erdgeschoss? Kosmetik. Warum? Kosmetik wirft pro Quadratmeter mehr Umsatz ab als Handtaschen oder Schuhe. Stecken Sie eine attraktive Frau in einen weißen Laborkittel, klassifizieren Sie ein Produkt als medizinische Kosmetik, und preisen Sie es als »Falten reduzierend« oder »Teint auffrischend « an. Und mit wem wird das Produkt beworben? Mit jungen Models, für die es noch gar nicht infrage kommt. Der wissenschaftliche Ansatz ist dabei meistens gleich null.

DVT: Ich rate immer dazu, für eine wissenschaftlich fundierte Lösung zu einem Dermatologen zu gehen.

Dr. C.: Wählen Sie immer einen Arzt mit einer Praxis, die nicht mit Postern und Plakaten für Produkte und Behandlungen für die Haut zugepflastert ist. Der Arzt braucht keine eigene Pflegelinie oder einer Praxis voller Lasergeräte. Ein guter Hautarzt weiß, wohin er Sie für solche kosmetischen Behandlungen schicken muss. Stellen Sie ihm folgende Frage: »Wenn ich Ihre Frau/Ihre Mutter/Ihre Schwester wäre, wen würden Sie mir empfehlen?« Es ist außerdem ratsam, sich einen Dermatologen mit Verbindungen zu einer Universität zu suchen. Aber natürlich gibt es auch da schlechte Ärzte.

RA: Deshalb gehe ich nach wie vor zu meiner Kosmetikerin Olga Lorencin-Northrup von Kinara Spa. Sie hat ihre eigene Linie, zwingt sie aber keinem auf. Sie sagt: »Das brauchst du nicht. Kauf einfach, was sich gut anfühlt und wirkt.« Deshalb vertraue ich ihr.

Dr. C.: Guter Tipp. Oder machen Sie es wie Dita: Egal, ob sie auf der Bühne oder bei ihrer Hautpflege ist – sie lässt sich nicht von Meinungen beeinflussen, die keine fundierte Basis haben. Deshalb sollte sie ein Vorbild sein. Sie hat eine tolle Haut, die schönste Haut in Hollywood!

RA: Ich glaube, da haben Sie sie gerade sprachlos gemacht!

Schönheitsschlaf

Schlaf ist sehr wichtig. Wer nicht genug schläft, schadet seiner Haut und seiner Gesundheit und ist weniger leistungsfähig. Abgesehen davon, lassen sich dunkle Augenringe auch mit dem besten Concealer irgendwann nicht mehr abdecken. Wer der Welt übermüdet entgegentritt, kann keinen Glamour versprühen. Die Lösung ist einfach: Nur sieben Stunden schlafen, und schon sind Sie schöner! Ein tiefer Schlummer sorgt nicht nur für Frische und gute Laune, sondern ist auch sehr wichtig für ein funktionierendes Immunsystem und schöne Haut. Schlaf ist ein toller Luxus, aber er kostet nichts.

Vornehme Blässe

Früher war ein heller Teint ein Schönheitsideal und Statussymbol der Oberschicht und Reichen, da sie keine harte Arbeit im Freien verrichten mussten. Manchmal wurde dabei aber auch nachgeholfen, was fatale gesundheitliche Folgen haben konnte: Die Griechen und Römer wandten beispielsweise kreide- und bleihaltige Pasten an, um ihre Haut aufzuhellen, und riskierten dabei eine schleichende Bleivergiftung. Aber auch andere Mittel wurden verwendet, um Haut zu bleichen. Während die Alkaloide und Säuren in Zitronensaft und Löwenzahn nur abgestorbene Zellen entfernten, erwiesen sich andere »Tinkturen« zur Hautaufhellung als tödlich. Arsen und Quecksilber sind hochtoxisch und schädigen Blut, Knochenmark und Leber. Machen Sie es also nicht wie Madame Pompadour. Greifen Sie lieber zu Sonnencreme!

Königin Elisabeth I. entschied sich für die bessere Methode: Um einen durchscheinenden Porzellanteint zu simulieren, zeichneten sich die englische Königin und ihre Hofdamen feine blaue Linien auf die Haut, um Venen nachzuahmen. Sie waren auch die Ersten, die Sonnenschirme mit sich führten. Ich habe eine ganze Sammlung von Sonnenschirmen. Einige meiner Lieblingsstücke habe ich für wenig Geld auf dem Flohmarkt oder in Asialäden gekauft.

Sonnenschutz

Hübsche Sonnenschirme, glamouröse Hüte und Sonnencreme mit hohem LSF gehören zu meinem täglichen Sonnenschutz. Sonne und Wärme zu genießen, vor allem am Meer, das so blau wie Saphir und so klar ist, dass man die korallenrot lackierten Fußnägel sehen kann, sind ein herrliches Urlaubsvergnügen. Für Haut und Gesundheit kann es aber auch gefährlich werden.

Ich gehe nie ohne Sonnenschutz vor die Tür, nicht einmal wenn es bewölkt ist. Egal, was der Wetterbericht sagt, schädliche UV-Strahlen gibt es bei jedem Wetter. Greifen Sie zu einer Sonnencreme, die entweder Mexoryl oder Helioplex – chemische Stabilisatoren, die die Wirkung eines Sonnenschutzes verlängern – und natürlich UVA- und UVB-Filter enthalten. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto länger ist der Schutz vor UV-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen. Aber, wie Dr. Cotliar bestätigt, hat alles seine Grenzen. LSF 30 blockiert 97 Prozent der UVB-Strahlen, ein noch höherer LSF aber niemals 100 Prozent. Wer sich sehr lang im Freien aufhält, sollte den Sonnenschutz immer wieder auffrischen. Dies sollte mindestens alle zwei Stunden und jedes Mal nach dem Schwimmen geschehen, da keine Sonnencreme zu 100 Prozent wasserfest ist.

Einzig nach Sonnenuntergang ist kein Sonnenschutz mehr nötig. Dann sollten Sie die Sonnencreme abwaschen und eine Feuchtigkeitspflege auftragen. Wenn Sie abends ausgehen, tragen Sie eine Pflegecreme ohne LSF als Make-up-Unterlage auf.

Zu welchem LSF ich greife? In letzter Zeit ist es eine leichte Feuchtigkeitscreme oder Foundation mit LSF 20. Fürs Gesicht mag ich die leichte, nicht fettende Textur von Sarah McNamara Miracle Skin Transformer mit LSF 20 oder MDSolarSciences Mineral Tinted Crème mit LSF 30. Mein Favorit aus der Drogerie ist RevitaLift Miracle Blur mit LSF 30 von L’Oréal. Rose schwört auf Eucerin Daily Protection LSF 30 Moisturizing Face Lotion.

Wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin, greife ich zu einem höheren LSF. Für meine Schultern, Arme und alle exponierten Hautpartien unterhalb des Halses bevorzuge ich die unparfümierte seidige Textur von MD SolarSciences Mineral Screen Lotion LSF 40 und CeraVeSunscreen Broad Spectrum LSF 50. Viele wasserfeste, nicht fettende Sonnenöle oder -sprays (wie L’Oréal Sublime Sun Advanced Sunscreen Oil Spray oder Coppertone ClearlySheer Beach & Pool Spray) sind praktisch, vor allem für dunklere Hauttypen, weil sie im Gegensatz zu vielen anderen Sonnenschutzmitteln keinen weißlichen Film auf der Haut hinterlassen.

Tragen Sie Sonnencreme immer 15 Minuten vor Verlassen des Hauses auf. Vergessen Sie zudem nicht, regelmäßig nachzucremen. Ich mahne aus sehr schmerzhafter Erfahrung: Aus einem frühmorgendlichen Ausflug auf einen Antikmarkt wurde eine ganztägige Schatzsuche. Der hohe Lichtschutzfaktor, den ich morgens auf Arme, Dekolleté und Beine aufgetragen hatte, war natürlich längst nicht mehr wirksam. Am nächsten Tag stattete ich Dr. Cotliar einen Besuch ab, weil ich aussah wie ein Hummer. Ich habe ganz schön etwas zu hören bekommen! Und dabei hatte ich nur einige Monate vorher bei einer Hautkrebsvorsorge-Kampagne meines Freundes Marc Jacobs mitgemacht. Es dauerte Wochen, bis der Sonnenbrand ganz abgeklungen war. Seitdem habe ich immer Sonnencreme im Auto oder der Handtasche dabei und frische sie regelmäßig auf. Dr. Cotliar empfiehlt zum leichteren Auftragen Sonnensprays.

Als der Schwarz-Weiß- durch den Farbfilm abgelöst wurde, wollten auch Stars wie Joan Crawford (hier bei einem Bad unter der kalifornischen Sonne im April 1933) schön gebräunt sein.

Nicht so heiß

Falls es doch so weit kommt, geht es in erster Linie darum, die Entzündung zu lindern. Der beste Entzündungshemmer ist ein Aspirin oder, falls notwendig, kühle Kompressen. Hilfreich sind auch kühlende Bäder und Pflegecremes von Aquaphor, Eucerin oder hochwertiges reines Aloe-vera-Gel. Aber Achtung: Nicht alle Aloe-Produkte sind gleichermaßen geeignet. Wie Dr. Cotliar betont, sind die meisten nicht naturrein, sondern stecken voller synthetischer Duftstoffe oder anderer Substanzen, die die Haut noch weiter reizen können. Wenn Sie Aloe vera nicht frisch schneiden können, können Sie sie im Reformhaus oder einem Biokosmetikladen in Reinform kaufen.

Bronzemedaille

Mein blasser Teint wird oft als retro bezeichnet. Ich habe mich sogar schon einmal gestritten, weil behauptet wurde, dass früher niemand braun gebrannt gewesen wäre. Breits im Jahr 1923 schockierte Coco Chanel die feine Gesellschaft an der Côte d’Azur, als sie ihrer milchig weißen Haut auf dem Deck ihrer Jacht ein Sonnenbad gönnte. Von da an war eine ordentliche Bräune fast schon ein Statussymbol. Beides – Sonnenbräune und die schicke Urlaubsregion – waren etwa elf Jahre später, als F. Scott Fitzgerald in Zärtlich ist die Nacht die Schönen und Reichen an der Cote d’Azur beschrieb, sehr angesagt. Aber erst das Aufkommen des Farbfilms in Hollywood im selben Jahrzehnt führte dazu, dass auch viele Leinwandstars eine gesunde Bräune haben wollten. Ganz vorne mit dabei war Joan Crawford. Für ihren ganzjährig sonnengeküssten Look verließ sich Crawford nicht nur auf die Natur, sondern trug auf Gesicht und Körper eine dunkle Foundation auf. Dieser Look prägt zusammen mit Schnappschüssen angesagter Matinée-Stars beim Sonnenbaden an riesigen Pools in schicken Anwesen bis heute das Bild des glamourösen Kaliforniens. Es dauerte nicht lange, bis auch viele Kinofans diesem Bild nacheiferten – und das alles vor der Erfindung der ersten Selbstbräunungslampe für den Hausgebrauch im Jahr 1946 und der Erfindung des Bikinis. Ich staune immer wieder, wenn jemand glaubt, Bettie Page wäre blass gewesen. Diese Frau liebte es, in der Sonne zu sein, und auf vielen Bildern ist sie tief gebräunt. Ein gutes Beispiel sind auch Technicolor-Bilder der talentierten Fotografin Bunny Yeager.

Zwei der schönsten Exzentrikerinnen: die mexikanische Schauspielerin Dolores del Rio (1937) und die chinesisch-amerikanische Schauspielerin Anna May Wong (1932)

Aber das war damals. Nach dem, was wir heute über die schädliche Wirkung von zu viel Sonnenstrahlung wissen, ist der glamouröseste Look von heute ein natürlicher Hautton. Es gibt schließlich auch diverse hellhäutige Leinwandikonen unter der Sonne, die der Bewunderung und Nachahmung wert sind: von der alabasterhäutigen Anna May Wong über Carmen Miranda und Dolores del Rio bis hin zu Dorothy Dandridge. Aber bitte versuchen Sie jetzt nicht, Ihre Haut aufzuhellen! Ich helle meine Haut nicht auf. Ich werde das zwar oft gefragt, aber ich mache es definitiv nicht. Schon der Gedanke daran schreckt mich ab.

Natürlich brauchen wir alle Sonnenlicht, damit unser Körper ausreichend Vitamin D produziert. Wenn es Ihnen aber um gebräunte Haut geht, greifen Sie lieber zu Selbstbräuner und lassen das Sonnenbad weg. Alle Hauttypen, von Porzellanweiß bis hin zum tiefsten Braun, brauchen eine passende Pflege. Sonnenschäden verursachen Pigmentflecken, Falten und Schlimmeres. Es ist nie zu spät, um Sonnencreme auf Gesicht, Ohren, Hals, Dekolleté, Schultern, Arme, Handrücken, überhaupt alle Stellen, die der Sonne ausgesetzt sind,

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