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Herkules 300 Reformation 500: Jubiläumspredigten

Herkules 300 Reformation 500: Jubiläumspredigten

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Herkules 300 Reformation 500: Jubiläumspredigten

Länge:
85 Seiten
59 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 12, 2018
ISBN:
9783752855562
Format:
Buch

Beschreibung

In der Reihe Kasseler Predigten erscheint der sechste Band mit 12 Jubiläumspredigten zu 300 Jahre Herkules und 500 Jahre Reformation.

1517 entfachen Martin Luthers Thesen die Reformation. 1717 erhebt sich der Herkules über Kassel. 500 und 300 Jahre später erleben beide weltweit und als Welterbe Jahr und Jahr neue Beachtung.

Die Predigtreihen Herkules 300 und Reformation 500 mit Predigten von Martin Becker, Lars Hillebold, Markus Himmelmann, Jonathan Stubinitzky und Astrid Thies-Lomb sind stärkenden Typen und Texten auf der Spur; unter Herkules' Keule und auf der Wilhelmshöher Kanzel.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 12, 2018
ISBN:
9783752855562
Format:
Buch

Über den Autor

geb. 1956 in Eschwege, ev. Theologe, Liedermacher, Studium in Göttingen und Tübingen, seit 2001 an der Christuskirche, Kassel-Bad Wilhelmshöhe.

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Buchvorschau

Herkules 300 Reformation 500 - Martin Becker

für

Astrid

Dietlinde

Markus

Martin

INHALTSVERZEICHNIS

Fünfzehn17. Siebzehn17. Zwanzig17

Herkules und Jesus: Religion erfahren

Vom Halbgott und vom Menschensohn

Lars Hillebold

Ruhend über der Stadt

Markus Himmelmann

Fest im Blick

Martin Becker

Arbeiten am Oktogon und im Weinberg

Astrid Thies-Lomb

Kreuz statt Keule

Jonathan Stubinitzky

Renoviert und reformiert

Astrid Thies-Lomb

Reformation: Mehr als ein Thesenanschlag

Reformation für Kinder

Martin Becker

Reformation im Abendmahl

Lars Hillebold

Reformation mit Sprache

Astrid Thies-Lomb

Reformation und Musik

Martin Becker

Reformation der Herzen

Martin Becker

Reformation der Reformation

Martin Becker

Autorin und Autoren

Fünfzehn17. Siebzehn17. Zwanzig17

Am 30. November 1717 wird als Krönung des Bergparks der Herkules fertiggestellt. 300 Jahre später thront „der grüne große Mann da oben recht stabil über der nordhessischen Metropole. Inzwischen hat Herkules einen Grund mehr, sich stolz und stark zu präsentieren. Der Bergpark Wilhelmshöhe ist „Welterbestätte und insofern in einem Munde mit dem Kölner Dom, der Museumsinsel in Berlin, mit der Freiheitsstatue in New York, dem Eiffelturm in Paris und der Chinesischen Mauer. Das Welterbekomitee begründete seinerzeit, dass der Herkules als Krönung des Parks technisch und künstlerisch die anspruchsvollste Großskulptur der frühen Neuzeit sei. An keinem anderen Ort der Welt sei jemals eine am Hang gelegene Parkarchitektur mit vergleichbaren Ausmaßen und einer technisch so vollkommenen Wasserarchitektur ausgestattet worden wie in Kassel.

Am 31. Oktober 1517 beginnt die Geschichte der Reformation, die mit der Person Martin Luthers untrennbar verbunden ist. Martin Luther legte - unter anderem - mit seinen 95 Thesen den Grundstein für die reformatorische Bewegung, die als Erneuerung der „einen" Kirche gedacht war und sich dahin entwickelte, dass eine neue Kirche entstand, die evangelische. Luthers 95 Thesen zum Ablass wurden am 31. Oktober 1517 als Beifügung an einen Brief an den Erzbischof von Mainz und Magdeburg, Albrecht von Brandenburg, erstmals in Umlauf gebracht. Da eine Stellungnahme Albrechts von Brandenburg ausblieb, gab Luther die Thesen an einige Bekannte weiter, die sie kurze Zeit später ohne sein Wissen veröffentlichten und damit zum Gegenstand einer öffentlichen Diskussion im gesamten Reich machten.

In Kassel feierten wir 2017 beides: Herkules 300 und Reformation 500. Jedes dieser beiden Jubiläen war der Kirchengemeinde Bad Wilhelmshöhe Anlass für eine Predigtreihe. Es war unsere Form „öffentlicher Diskussion", wenn man das für eine öffentliche Rede, die eine Predigt sein will, heute noch sagen kann.

Im Laufe der Entstehung dieses sechsten Bandes der Kasseler Predigten endete meine Zeit als Gemeindepfarrer in Wilhelmshöhe. Insofern soll dieser Band den Wilhelmshöher Kolleginnen und Kollegen gewidmet sein, die sich der Rede auf der Kanzel im besten Sinne des Wortes „verschrieben" haben. Neben den Pfarrerinnen und Pfarrern sind dies ebenso die Lektorinnen und Prädikanten, die das Wort ergreifen. Ich wünsche der Christuskirche weiterhin ihre Predigtkultur und Sonntagsreden, die zur Diskussion werden. Dafür, dass dieses Buch möglichst fehlerfrei erscheint, hat in bewährter Weise Eckart Henningsen gesorgt.

Kassel-Bad Wilhelmshöhe

im August 2018 Lars Hillebold

Predigtreihe

Herkules und Jesus

Religion erfahren

Lars Hillebold

Vom Halbgott und vom Menschensohn

Eröffnungspredigt zur Predigtreihe Herkules

Vatikan - erste Szene

Der alte Kardinal im Vatikan näherte sich in der Sixtinischen Kapelle Michelangelos Christusbild. Die hohe Wand, deren Himmelsblau auf jeden Betrachter wie ein Luftstrom wirkte. Christus, der thronende Weltenrichter, zog ihn in seinen Bann in zunehmender Angst, je länger man diesem Anblick aus der Ferne standhielt. War dieser muskulöse Titan, dessen erhobene Rechte jeden Goliath zu Boden schlagen konnte, war dies der auferstandene Christus, der Menschensohn, wie ihn die Kirche lehrt? War dieser starke Held ein Abbild jenen Mannes, der in der Bergpredigt die Worte fand: Selig sind die Armen im Geist, denn ihrer ist das Himmelreich? Selig die Trauernden und die Sanftmütigen, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Die Barmherzigen.

Der Kardinal stutzte. Jahrhunderte lang wurde Christus in Sanftmut und Milde dargestellt. Von zeitloser, edler Gestalt. Würdig und bärtig und heilig. Aber dieser Christus hatte nicht mal den Anschein eines gnädigen Gottes. Der starrte unnachsichtig zur Erde. Verweigerte dem nach oben blickenden Betrachter den Blick in die Augen. Er war gewaltig, nackt und schön in seiner Muskelkraft wie ein griechischer Gott. Allein sein äußerliches Schönsein verriet Göttlichkeit, ein donnernder Zeus, ein wuchtiger Herkules, die Keule in der Hand statt Brot und Wein. So thronte er über Welt und Stadt.

Religion über Kassel

Seit 300 Jahren wacht ein griechischer Halbgott über dieser Stadt. Und keiner regt sich auf. Und keiner beschwert sich, dass dieses religiöse Symbol tagein tagaus die Religionsfreiheit der Kasseler Bürger verletzt. Nach einer Beschwerde von Eltern aus Bayern befanden in den 90er Jahren die Verfassungsrichter, dass die Anbringung eines Kreuzes in den Räumen einer staatlichen Pflichtschule gegen das Verfassungsprinzip verstößt, wonach es den Bürgern zu überlassen sei, welche religiösen Symbole sie anerkennen und welche nicht.

Wenn Kinder tagein tagaus unter einem Kruzifix sitzen müssen, werde die Religionsfreiheit verletzt, entschieden damals die deutschen Verfassungsrichter. Diese Entscheidung allerdings hatte damals so gut wie keine praktischen Konsequenzen. Bayern fand verfassungsrechtlich gangbare Wege, um die Kreuze in den Klassen hängenzulassen. Dennoch

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