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Eloah: Kein Himmel: Eloah (Deutsche), #1

Eloah: Kein Himmel: Eloah (Deutsche), #1

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Eloah: Kein Himmel: Eloah (Deutsche), #1

Länge:
332 Seiten
9 Stunden
Freigegeben:
Sep 18, 2018
ISBN:
9781622531530
Format:
Buch

Beschreibung

Könnte die Ankunft Eloahs, eines Lehrers der Elohim, die Multiversentheorie der Quantenphysik beweisen? Kann er einen Atomkrieg aufhalten, der die Erde und alle mit dem Planeten verbundenen Paralleluniversen zerstören würde?

Aus der Kritik des bekannten Autoren Seeley James: "Seine [Allens] Kenntnisse der Bibel, der Ereignisse des ersten Jahrhunderts, der Quantenphysik und aktueller Wissenschaft ist bemerkenswert. Die Geschichte ist fantasievoll und interessant. Er fesselt selbst skeptische Leser bis zum Ende. Er leistet bessere Arbeit als Dan Brown."

Die Elohim, eine fortgeschrittene menschliche Art eines Paralleluniversums der Erde, schicken ihren besten Lehrer, Eloah, zu unserer Realität zurück, um die wahrscheinliche nukleare Zerstörung unserer und ihrer Realität zu verhindern. Eloah, bestürzt darüber, dass seine Lehren von vor zweitausend Jahren verzerrt und misinterpretiert wurden, ist entschlossen, die Zerstörung der Welt aufzuhalten und die wahre Geschichte unserer Evolution zu erzählen. Er teilt ebenfalls dem Papst ein uraltes Geheimnis mit, das eine völlige Restrukturierung der Katholischen Kirche bewirken könnte.

Kann ein überzeugter Atheist seine Überzeugungen ändern? Jack Schmidt, ein Sergeant Major der Special Forces außer Dienst, ist ein international erfolgreicher Blogger und überzeugter Atheist. Eloah stellt seine Welt auf den Kopf. Mit der Hilfe von Dr. Elizabeth Washburn (seiner Gefährtin in vielen vergangenen Leben) fängt er an, an ein Leben im Jenseits zu glauben.

Der erste schwarze Papst hat eine uralte und schockierende Geschichte. Der erst kürzlich gewählte Papst Johannes Paul II, Sebastian Smythe, muss sich seiner ersten Krise entgegenstellen, der Zweiten Ankunft Jesu Christi. Wie wird er mit diesem monumentalen Ereignis umgehen? Wie wird er mit der Offenbarung umgehen, die ihm Eloah überbringt, die Schockwellen durch die gesamte Christenheit schicken und seinen persönlichen Glauben erschüttern wird?

Wiedergeburt - Wahrheit oder Allegorie? Kate Barrows, eine Filmstudentin an der American University in Washington, hat sich nie in ihrem Körper wohlgefühlt. Sie treibt ziellos umher, sucht...etwas, als sie Eloah trifft. Was sie über ihr vergangenes Leben mit ihm erfährt, erschüttert ihre Welt, während es sie in ein neues Abenteuer schickt, das sich nur wenige vorstellen können.

Aus einer Kritik von Reading Glass Reviews: "Zusammenfassung: Das Schreiben ist exzellent, die Ausführung ist exzellent, die Geschichte ist in einem guten Tempo erzählt und die Figuren sind glaubwürdig und man kann sich mit ihnen identifizieren. Respekt an den Autor für solch ein fiktionales Werk, das sofort intellektuell stimulierend ist und beim Lesen viel Spaß macht."

Evolved Publishing präsentiert den ersten packenden und fesselnden Teil der Eloah-Serie religiöser Verschwörungsthriller.  Fans von Dan Browns Sakrileg werden ihn sicher lieben. [DRM-frei]

Bücher von Lex Allen:

  • Eloah: Kein Himmel (Buch 1)
  • Eloah: Keine Hölle (Buch 2)
  • Eloah: Kein Religion (Buch 3)
  • Boomer [Veröffentlichung Ende 2019]

Weitere tolle Bücher von Evolved Publishing:

  • Kubrick's Game von Derek Taylor Kent
  • The Seekers-Serie von David Litwack
  • Forgive Me, Alex von Lane Diamond
  • A Point Thriller-Serie von Jeff Altabef

Freigegeben:
Sep 18, 2018
ISBN:
9781622531530
Format:
Buch

Über den Autor

I was asked to provide a first-person “bio” here. I’ve always had difficulty writing about myself, especially something that comes across witty or endearing. So, as it’s been said, “Just the facts, ma’am (sir).” I am a twenty-one year Army veteran, a twenty-two year Department of Defense civilian veteran, a semi-professional musician, and a writer of lies… good lies, fun lies that I hope you, the reader, will find entertaining. I self-published my first book in 2011, and in 2015 I signed on with Evolved Publishing. I’m a family man, married for thirty-five years to the love of my life. She and I have two sons and three grandchildren. I am a Texas expatriate, living in Germany, from which my wife and I travel… a lot!


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Buchvorschau

Eloah - Lex Allen

Urheberrechte

www.EvolvedPub.com

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ELOAH: KEIN HIMMEL

Eloah: Buch 1

Zweite Auflage*

Urheberrechte © 2016 Lex Allen

Cover Art Urheberrechte © 2016 D. Robert Pease

*Die ursprüngliche erste Auflage wurde 2011 von Lex Allen im Eigenverlag veröffentlicht und im Jahre 2016 eingestellt.

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ISBN (EPUB Version): 1622531531

ISBN-13 (EPUB Version): 978-1-62253-153-0

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Redakteurin: Becky Stephens

Innendesign: Lane Diamond

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eBook Lizenzhinweise:

Kein Teil dieses Buches darf ohne schriftliche Erlaubnis in irgendeiner Weise benutzt, reproduziert oder weitergegeben werden, außer bei kurzen Zitaten in kritischen Artikeln und Rezensionen oder in Übereinstimmung mit Bundesgesetzen über eine angemessene Verwendung. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses eBook wir nur zu Ihrer persönlichen Verwendung lizenziert. Es darf nicht weiterverkauft oder an andere Personen weitergegeben werden. Falls Sie dieses Buch mit jemandem teilen möchten, kaufen Sie bitte weitere Ausgaben für jeden Nutzer. Falls Sie dieses Buch lesen und es nicht gekauft haben oder es nicht für Ihre alleinige Nutzung gekauft wurde, schicken Sie es bitte an Ihren eBook-Händler zurück und kaufen Sie bitte eine eigene Ausgabe für sich. Danke, dass Sie die harte Arbeit dieses Autors respektieren.

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Ausschlusshinweis:

Dies ist ein fiktives Werk. Namen, Charaktere, Orte und Handlung sind Produkte der Fantasie des Autors oder diese wurden vom Autor fiktiv benutzt.

ZUSÄTZLICHER INHALT

Wie bieten Ihnen am Schluss dieses Buches, Sie die ersten vier Kapitel des nächsten Buchs dieser fesselnden Buchserie von Lex Allen genießen, ELOAH: KEINE HÖLLE.

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Oder besorgen Sie sich das vollständige eBook beim Händler Ihres Vertrauens. Die Links dazu können Sie hier finden:

Lex Allen bei Evolved Publishing

Bücher von Lex Allen

ELOAH

Die Vorgeschichte als Kurzgeschichte: Eloah: The Druids

1) Eloah: Kein Himmel

2) Eloah: Keine Hölle

3) Eloah: Keine Religion

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www.LexAllenBlog.Wordpress.com

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Was Leser über ELOAH: KEIN HIMMEL sagen:

„Nach dem gigantischen Erfolg von Dan Browns ‚Sakrileg‘ vermute ich, dass jeder Autor es lieben würde, mit diesem Bestseller-Autor verglichen zu werden, ganz zu Schweigen vom Einlösen eines seiner Honorarschecks! Und bei ‚Eloah: Kein Himmel‘, dem ersten Band von Lex Allens neuer Eloah-Reihe, die so ziemlich im gleichen Genre angesiedelt ist, sind solche Vergleiche sowohl passend als auch unvermeidlich. Ein Science-Fiction/Fantasy-Thriller mit religiösen Motiven, der den Leser bei einer Jagd nach lange vergessenen oder niemals von den ursprünglichen Figuren gekannten Geheimnissen auf eine Reise um die ganze Welt mitnimmt - und alle diese Figuren werden uns auf dem Weg vorgestellt." ~ Guy Teague

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„Durch meine christliche Erziehung fühle ich mich zu Debatten um die heilige Bibel hingezogen: Kreationismus gegen Evolutionstheorie, Wissenschaft gegen Religion usw. Glaubensgrundsätze spielen eine zentrale Rolle in meiner Weltsicht, obwohl ich nicht sehr gebildet über die Heilige Schrift sprechen kann, daher finde ich fiktionale Diskussionen (á la Dan Brown) höchst verlockend. Warum sollte man auch nicht alles in einer Geschichte verpacken, so wie es auch die Bibel und die heiligen Schriften aller Religionen tun? ... Und schon tritt Lex Allen auf den Plan. In KEIN HIMMEL befasst sich Allen mit der Rückkehr von Jesus Christus in der heutigen Zeit, nicht um uns zu erretten, sondern um schmerzliche Irrtümer der Vergangenheit zu korrigieren und der Entwicklung der Menschheit eine neue Richtung zu geben. Die Geschichte ist höchst unterhaltsam und spricht Leser aller Glaubensrichtungen an." ~ Adrienne LaCava

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„Diese Geschichte beginnt im Kleinen. Ein kleines Geheimnis. Vier Charaktere, die alle an etwas Schwelendem, Seltsamen beteiligt sind. Aber was ist es? Sie wissen es nicht. Du weißt es auch nicht. Aber du möchtest es herausfinden. Und dann bewegt sich die Geschichte hin zur ersten Enthüllung (sehr überzeugend) und sie wird plötzlich um einiges größer. Sowohl was Umfang, als auch Tiefe angeht. ... Der einzige Grund, den ich mir denken könnte, dass dieses Buch einer gewissen Art von Leser nicht gefallen könnte ist, dass sein übergreifendes Thema, und auch der grundlegende Antrieb der Geschichte alles, was ein streng gläubiger religiöser Mensch vielleicht im Herzen trägt, herausfordert. Ich bin zufälligerweise Agnostiker (und tolerant allen Religionen gegenüber), so dass mich diese Seite der Geschichte überhaupt nicht gestört hat. Das meiste, worüber bezüglich organisierter Formen von Religion hier nachgedacht wird, ist richtig und kann vermutlich von gläubigen Menschen, die Religion vom Glauben an Jesus Christus trennen können, akzeptiert oder zumindest verstanden werden." ~ Reading Glass Reviews

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„Dieser Roman beginnt mit einer Notiz des Autors, die alles ganz klar macht: Wenn du ein religiöser Mensch bist, ist das nicht das richtige Buch für dich. Wenn du etwas gegen Bücher hast, die das Christentum oder die Existenz Gottes bestreiten, dann leg dieses hier weg. Falls du es als fiktives Werk akzeptieren und dich ihm mit Offenheit nähern kannst, garantiere ich dir, du wirst es sehr genießen." ~ Zeece Lugo

Notiz des Autors

Bevor ich aus der Gehirnwäsche, die mir durch meine Eltern, Bekannten und Lehrer auferlegt wurde aufwachte und meinem daraus folgenden Abschied aus der Kirche und von allen religiösen Dingen, fragte ich mich oft, ob Jesus vielleicht eher ein außerirdischer Besucher unseres Planeten gewesen sein könnte als der Sohn Gottes.

Leben Außerirdische unter uns? Könnten Außerirdische oder Wesen, die die Fähigkeit besitzen, menschliche Gestalt anzunehmen, seit unerdenklichen Zeiten zwischen ihrer und unserer Welt hin und her reisen - zu unserer Realitätsebene? Es gibt mehrere Zeitperioden - oder Zeitalter - zu denen die Menschheit riesige Sprünge hinsichtlich ihrer Entwicklung, ihrer Entdeckungen und ihres Erfindungsreichtums machte. Könnten Außerirdische diese Entwicklungswellen in Wissenschaft und Philosophie beeinflusst haben?

Ich glaube schon.

Heidelberg, Deutschland

Lex Allen

Widmung

Für diejenigen, die es wagen, sich das Unmögliche vorzustellen, die unkonventionell denken, die infrage stellen, was sie gelernt haben und was ihnen gesagt wurde, die verstehen, dass jede große Lüge ein Fünkchen Wahrheit in sich trägt und dass nichts ist, wie es scheint.

~~~

Für diejenigen, die verstehen, dass die grundlegenden Lehrsätze der Humanität - Liebe, Wahrheit, Mitgefühl und soziales Miteinander - die hauptsächlichen Zutaten für ein glückliches Leben sind.

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Lebe um zu lieben - Liebe das Leben

Inhaltsverzeichnis

Titelseite

Urheberrechte

ZUSÄTZLICHER INHALT

Bücher von Lex Allen

Notiz des Autors

Widmung

Einführung

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Vorschau: Eloah: Keine Hölle von Lex Allen

Danksagung

Über den Autor

Mehr von Evolved Publishing

Vorschau: Kubrick‘s Game von Derek Taylor Kent

Einführung

„Stell dir vor, es gibt keinen Himmel,

Das ist einfach, wenn du es versuchst,

keine Hölle unter uns und über uns nur der Himmel..."

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„Stell dir vor, es gibt keine Staaten, das ist doch nicht schwer. Nichts, wofür man tötet oder stirbt, und auch keine Religion..."

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John Lennon

(9. Oktober 1940 - 8. Dezember 1980)

Kapitel 1

„Die Welt ist nun ein anderer Ort. Denn der Mensch hält in seinen sterblichen Händen die Macht, alle Formen der menschlichen Armut und alle Formen des menschlichen Lebens auszulöschen."

- John F. Kennedy

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Köln, Deutschland

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Jack sah den Bettler, sobald er um die Ecke Mühlenbachstraße/ Heumarktgasse bog.

Der Mann machte ein Nickerchen und lag dabei halb an der Wand von Scott‘s Pub. Umgedreht und neben ihm lag ein alter zerbeulter Filzhut und ein verblichenes Schild lehnte an ihm. Auf dem Schild stand: „Bitte eine Spende". Entweder war der Mann alt, oder das Leben, das er geführt hatte, einschließlich seines aktuellen Mangels an Unterkunft und Hygiene, ließ ihn so wirken. Mehrere Plastiktüten neben ihm enthielten höchstwahrscheinlich alles, was er besaß.

Das Scott‘s Pub befand sich in der Kölner Altstadt, einem eiförmigen, 20 Häuserblocks großen Stadtteil am Ufer des Rheins, der von der modernen Innenstadt umgeben wurde. Die Kneipe trug den Namen sowohl des Inhabers als auch seiner Nationalität - Scott, der Schotte.

Jack, der weder Einheimischer noch Tourist war, war schon oft nach Köln gereist und das Scott‘s Pub war sein Lieblingswasserloch, wenn er in der Stadt war. Vier Tage waren seit seines letzten Besuchs vergangen. Er freute sich schon auf ein entspannendes Kölsch und ein angenehmes Gespräch mit Scott, einem alten Freund, bevor er zu seinem Hotel zurückkehren und an seinem Blog weiterarbeiten wollte.

Er sah noch einmal zu dem alten Bettler hin. Jack hatte schon bessere Schilder mit flehenderen Aufschriften gesehen, aber er hatte ein weiches Herz für solche Leute. Während des Kampfs um Mogadischu, Somalia, im Jahre 1993 hatte ihm ein einbeiniger Bettler das Leben gerettet, als er sich zwischen Jack und einen Scharfschützen bewegte. Der Bettler hatte sich die Kugel eingefangen und war sofort gestorben.

Manche Menschen würden nur zu den niedergeschlagenen Obdachlosen sehen und mit erhobenen Nasen weitergehen. Andere würden in weitem Abstand um einen Bettler herumgehen und wegsehen, während sie vorbeigingen. Und natürlich gab es auch die Wenigen, die anhalten und dem faulen Bastard sagen würden, er solle seinen Arsch bewegen und sich einen Job suchen.

Jack gehörte zu keiner dieser Gruppen, da er glaubte, dass niemand grundlos an einen solchen Punkt in seinem Leben kam. Er kannte die Geschichte dieses alten Mannes nicht, aber er war sicher, dass es eine traurige war, und zumindest für den Bettler als Rechtfertigung seiner gegenwärtigen Situation diente. Seit dem Zwischenfall in Somalia hielt Jack immer an und entsprach den Bitten um Hilfe. Er trug nur zu diesem Zweck immer Kleingeld in seiner Tasche.

Er sah sich dieses Mal dazu veranlasst, mehr zu geben, und zog ein Bündel Euroscheine aus seiner Tasche. Dennoch wollte er keine Zwanzig-Euro-Note in den Hut werfen, wo sie, während der Bettler schlief, gesehen und gestohlen werden konnte. Stattdessen beugte er sich vor und drückte sie in die Hand des alten Mannes, bis er spürte, wie sich die Finger des Mannes um seine schlossen. Überzeugt dass der Mann das Geld in seiner Faust hatte, straffte sich Jack und betrat den Pub.

***

Der Bettler spürte das Papier in seiner Hand, öffnete aber erst seine Augen, als sein Wohltäter die Bar betrat. Er blinzelte durch seine verschwommenen Augen das zerknitterte Geld an und ein kleines Lächeln brach seine ausgetrockneten Lippen auf. Er lehnte seinen Kopf zurück, schloss seine Augen und stopfte den Schein in eine seiner viele Jackentaschen.

Der alte Mann setzte sich einige Zeit später ruckartig auf und durchsuchte seine Taschen. Er fand den zerknitterten Euroschein, glättete ihn, und hielt ihn hoch und von sich weg, sodass seine Augen ihn genau sehen konnten. Zwanzig Euro...was hatte es mit den zwanzig Euro noch mal auf sich? Er rang darum, sich wieder zu erinnern, an die Signifikanz des Geldes, und er brauchte mehrere Sekunden, bevor er sich an den Mann erinnerte, den er drei Tage zuvor getroffen hatte.

Er packte seine Plastiktaschen zusammen und näherte sich der Tür des Pubs, zögerte jedoch. Der große Schotte hatte ihn in den letzten Tagen schon so oft weggejagt. Aber der Mann, der ihm die zwanzig Euro gegeben hatte, der Mann, den er treffen musste, befand sich drinnen. Er durfte sich nicht vom gefürchteten Schotten aufhalten lassen.

***

„Jack! Schön, dich zu sehen, Kumpel."

Jack winkte und schlenderte zum entgegengesetzten Ende der Bar, seinem gewohnten Platz, wo sie eine Biegung machte und an die Wand grenzte, was noch Platz für einen einzigen Barhocker bot. Er lächelte, als Scott ihm ein großes Kölsch vorsetzte. Er liebte das helle, hopfenreiche Bier, das in Köln gebraut wurde.

„Hey, Scott. Er sah sich um. „Nicht viel los für einen Freitagabend.

Die einzigen Gäste waren ein Pärchen an einem Tisch in der anderen Ecke und zwei Männer an der Bar.

Scott winkte ab. „Aye, aber es ist noch früh. In ein paar Stunden ist es hier voll, denke ich. Sag, du hast dich doch in der Stadt herumgetrieben, oder?"

Jack konnte nur grinsen. Es hatte eine Zeit lang gedauert, sich an Scotts Dialekt zu gewöhnen, und obwohl er immer noch nicht jedes Wort verstand, konnte er die Lücken jetzt aber gut genug füllen, um den Sinn ausmachen zu können.

Er nahm einen kleinen Schluck des bitteren Bieres. „Hab mir nur die Sehenswürdigkeiten angesehen, Material gesammelt, nichts Besonderes."

„Hab gedacht, du hättest 'ne Laddie kennengelernt und die letzten Tage mit ihr rumgemacht." Scott blinzelte groß und komisch mit den Augen.

„Laddie war ein Kerl, weißt du."

„Ein Kerl sagst du?"

„Sicher. Laddie, der Hund im Lassie-Film, der Collie... Das waren alles Rüden."

„Ach..." Scott winkte ab und drehte sich immer noch lachend um, um zu sehen, wer gerade den Pub betreten hatte.

***

Der Bettler stand in der Tür, sein Kopf und seine Augen schossen in jede Ecke des Raums, als ob er nach jemandem suchte. Er sah Jack direkt an und blinzelte, als ob seine Augen im düsteren Licht des Raums versagen würde, und ging mit einem breiten Lächeln auf seinem Gesicht auf ihn zu.

Das Lächeln verschwand, als Scott schrie. „Hey, was machst du hier? Hab ich dir nicht gesagt, du sollst meinem Pub fernbleiben? Hau schnell ab, sonst schmeiß ich dich hochkant raus!"

Scott hatte all die Jahre hart an seinem guten Ruf unter den Einwohnern der Stadt und den tausenden an Touristen, die jedes Jahr Kölns Altstadt besuchten, gearbeitet. Seiner Ansicht nach war der Penner ein schwarzer Fleck auf diesem Ruf. Er hatte den Bettler in den letzten Tagen mehrmals verjagt, aber der alte Mann kam immer wieder zurück.

Scott war ein großer, muskulöser Mann und, da er ein ziemlich typischer Schotte war, besaß er einen starken Akzent, einen sarkastischen Sinn für Humor und eine tiefe, beständige Liebe zum Scotch. Sein Temperament war jedoch eine andere Sache. Es dauerte lange, Scott auf die Palme zu bringen, aber der Bettler hatte diese Grenze schon überschritten, und es war höchste Zeit, diesen Bastard zu verjagen - dieses Mal für immer.

***

Heinz blieb wie angewurzelt stehen. Er starrte mit Augen, die so geweitet wie Untertassen waren, die massive Gestalt des Wirts an. Er verstand die Sprache nicht, aber er erkannte den Tonfall des Riesen, der ihn anschrie, so wie jedes Mal, wenn er ihn verjagt hatte. Er war immer vor einer solchen Situation gegangen, aber war auch immer kurze Zeit später wieder zurückgekommen.

Aber nicht dieses Mal. Er würde nicht wieder den Schwanz einziehen und wegrennen. Nicht, wenn der Mann, den er treffen musste, endlich gekommen war.

Der bärtige Berserker war so anders als der sanftmütige Mann, der ihm den Brief gegeben hatte, den er überbringen sollte. Der sanftmütige Mann hatte ihn auf einer Ebene erreicht, von der er nicht einmal gewusst hatte, dass er sie überhaupt besaß. Wenn er sich auf solche Art und Weise hätte ausdrücken können, hätte er gesagt, dass der sanftmütige Mann seine Seele berührt hatte. Der Mann hatte Wärme, Wohlbefinden und eine Leidenschaft in Heinz entfacht, wie er es nur ein einziges Mal zuvor in seinem Leben erlebt hatte - als er sich zum ersten und einzigen Mal verliebt hatte. Er war achtzehn Jahre alt gewesen.

Giselle war einundzwanzig gewesen und ihr Tod bei einem Autounfall hatte Heinz zutiefst erschüttert - so sehr, dass das Trinken, um seinen Kummer zu ertränken, an die Stelle des Lernens getreten war. Innerhalb weniger Jahre wurde er von der Schule geworfen, ein hoffnungsloser Alkoholiker. Er hatte seit er Mitte zwanzig gewesen war auf der Straße gelebt und ein Mangel an vernünftiger Ernährung oder Hygiene, zusammen mit zu vielen Zigaretten und all dem Schnaps, hatten seinen Körper und sein Gehirn zu Grunde gerichtet. Mit achtundvierzig konnte er locker als siebzig durchgehen.

Jedoch waren seine Erinnerungen an Giselle und ihre Liebe niemals gestorben. Tief in seinem verkümmerten Gehirn behielt er diese Liebe wie einen Schatz in seiner Erinnerung und nährte sich davon.

Vor drei Tagen hatte ein sanftmütiger Fremder diese selben alten Gefühle in ihm geweckt - Gefühle einer großen und unvergänglichen Liebe. Und dass er sich nun an diese Erfahrung erinnerte verlieh ihm Kraft. Er hatte versprochen, Jack den Brief zu übergeben, dessen Name er auf dem Brief gesehen hatte, und nichts würde ihn davon abhalten, sein Versprechen zu halten, nicht einmal dieser Bär von einem Schotten.

Er ließ seine Taschen zu Boden fallen, zog seine Jacke am Saum zurecht und machte seine Füße bereit, loszurennen. Er sah dorthin, wo Jack saß, schätzte die Entfernung ab und sobald der Schotte vor Wut kochend um die Ecke der Theke kam, schoss er auf Jack zu.

Der Schotte, anscheinend schockiert von Heinz unverfrorener Zurschaustellung von Respektlosigkeit und Mut, blieb abrupt stehen und sah mit offenem Mund zu, wie sich Heinz hinter Jack versteckte. Als Heinz seinen Kopf hinter Jacks Schulter hervorstreckte und den Schotten durch seine verdorbenen Zähne hindurch angrinste, stieg der Zorn wieder in ihm auf und er ging mit großen Schritten und hochrotem Kopf auf ihn zu.

***

Jack erhob eine Hand: „Moment, Scott. Ich geb ihm einen aus und dadurch wird er zu einem normalen Gast. Wie wär‘s damit?"

Er wartete nicht auf Scotts Antwort. Er lehnte sich um die Ecke der Bar herum, zog einen Hocker näher zu sich heran und sah über seine Schulter, während er auf das Polster des Hockers klopfte.

Er sagte auf Deutsch: „Hier, nimm diesen Hocker, mein Freund."

Der alte Mann kam hinter Jack hervor, behielt jedoch Scott im Auge.

Jack legte eine Hand auf die Schulter des Mannes. „Was möchtest du?"

Der Bettler deutete mit einem schmutzigen Finger auf Jacks Kölsch.

Jack sah zu Scott und zog seine Augenbrauen hoch.

Scotts Verhalten zeigte, dass er das nicht mochte, aber vielleicht wollte er auch seinen Freund nicht kränken. Er murmelte leise und ging zum Zapfhahn, um das bestellte Bier zu zapfen.

Scott stellte das Getränk vor den alten Mann, sah Jack an und sagte: „Ah, ich finde das nicht gut, Jack. Ein einziges verdammtes Bier und danach ist es höchste Zeit für ihn. Verstehen wir uns, Kumpel?"

Jack nickte und als Scott zum entgegengesetzten Ende der Bar zurückging, widmete er seine Aufmerksamkeit dem Bettler, der gerade in dem Moment seinen ersten Schluck des kalten Gebräus nahm.

Jack sprach ihn wieder auf Deutsch an. „Du bist ein ziemliches Risiko eingegangen, hier reinzukommen. Du musst mir nicht wegen des Geldes danken, weißt du."

Der Bettler hielt den zerknitterten Zwanzig-Euro-Schein in einer Hand hoch und zeigte mit der anderen Hand auf Jack und danach auf sich selbst.

Jack verstand, dass der Mann zeigen wollte, wer ihm das Geld gegeben hatte und nickte, fragte sich jedoch, warum der alte Mann nichts sagte. „Kannst du nicht sprechen, mein Freund?"

Der alte Mann sah zu Boden und schüttelte den Kopf. Er kramte in seinen Jackentaschen herum, zog eine eingerissene verblichene Karteikarte heraus und gab sie Jack.

Ich kann nicht sprechen. Ich habe Krebs und mein Kehlkopf wurde entfernt.

Darunter stand der Name des Mannes, Heinz Schumacher, und darunter der Name eines Sozialarbeiters zusammen mit der Adresse eines großen Krankenhauses in Köln.

Während Jack den Zettel las, nahm der alte Mann den zerlumpten Schal von seinem Hals und zeigte auf eine Narbe. Sobald Jack sie gesehen hatte, zog er den Schal wieder an und sah sich um, um zu schauen, ob noch jemand anderes sie bemerkt hatte.

„Das tut mir leid für dich, Heinz." Jack wusste nicht, was er sonst zu dem Mann sagen sollte.

***

Heinz zuckte mit den Schultern. Leugnung und Phasen des Selbstmitleids waren ein Teil der Vergangenheit und er hatte sein Schicksal akzeptiert. Er wusste, die Ärzte hatten nicht alle Krebszellen entfernen können, egal, ob sie es zugaben oder nicht.

Er lächelte Jack an und dachte darüber nach, wie zwei Fremde ihm so sehr geholfen hatten - zuerst der sanftmütige Mann und nun Jack. Als er an den sanftmütigen Mann dachte, kramte Heinz nochmals in seinen Taschen herum.

***

Verwirrt nippte Jack an seinem Kölsch und sah zu, wie Heinz einen abgenutzten Umschlag aus seinem Mantel hervorzog und ihn in Jacks Richtung schob, lächelnd und mit dem Kopf nickend.

Jack nahm den Umschlag, zog eine abgenutzte Seite hervor, faltete sie auf und hielt sie ins düstere Licht der Bar.

Hallo, Jack Schmidt...

Schockiert sah Jack Heinz an. „Wo hast du das her?"

Der Mann konnte nicht antworten. Er lächelte, unberührt vom plötzlichen Wechsel in Jacks Verhalten, und nickte weiter mit dem Kopf, während er auf den Umschlag und dann wieder auf Jack zeigte.

Jack widmete seine Aufmerksamkeit wieder der Notiz. Die Worte waren auf Englisch geschrieben und brachten eine natürliche und sorgfältig ausgeführte Handschrift zum Vorschein.

Du kennst mich nicht, aber ich würde mich sehr freuen, wenn ich mich am Samstag in der Frühmesse im Kölner Dom vorstellen dürfte. Ich bin sicher, du wirst einiges interessantes Material für deinen Blog entdecken.

Jack starrte Heinz einen Augenblick lang an und rief dann über den Wirt: „Hey, Scott, bringst du mir bitte etwas zum Schreiben?"

Scott runzelte die Stirn, zog aber eine Schublade hinter der Bar heraus.

Während er nach Papier suchte, zog Jack einen Stift aus seiner Jackentasche. Scott brachte ein Blatt Papier und Jack legte es vor Heinz und gab ihm den Stift.

Jack hielt den Brief hoch. „Wo hast du das her?"

Als Heinz den Stift in die Hand nahm und etwas kritzelte, versuchte Jack das Rätsel zu lösen, wer diese Notiz geschrieben haben könnte. Was aber noch merkwürdiger war: Warum gab sie der Verfasser einem alten Bettler, der ihn nicht kannte. Wie konnte er sicher sein, dass der alte Kerl sie übergeben würde, oder dass Jack überhaupt hier auftauchte?

Der alte Mann drehte das Blatt zu Jack und er las:

Der sanftmütige Mann.

„Wie hat dieser sanftmütige Mann denn ausgesehen?"

Heinz dachte einen Augenblick nach, schrieb ein einzelnes Wort und hielt dann inne.

Jacks Gedanken wirbelten schneller herum, als der alte Mann reagieren konnte. „Vergiss es, sagte er. „Was hat der Mann gesagt, als er dir den Umschlag gegeben hat?

Heinz schrieb abermals.

Als er schrieb, dachte Jack näher über die Nachricht nach. Wer auch immer das geschrieben hatte, wusste, dass er einen bekannten Blog über organisierte Religion schrieb. Der Blog drehte sich, um genauer zu sein, um das Thema, wie organisierte Religion eine auf Angst basierende Machtstruktur aufgebaut hatte, die Gesellschaften jahrhundertelang beherrschen konnte.

In seinem Blog schrieb Jack über fehlinterpretierte Bibelverse, oder wie

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