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Unter Wölfen: Die großen Western von Heinz Squarra, #21

Unter Wölfen: Die großen Western von Heinz Squarra, #21

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Unter Wölfen: Die großen Western von Heinz Squarra, #21

Länge:
162 Seiten
2 Stunden
Freigegeben:
27. Sept. 2018
ISBN:
9781386274117
Format:
Buch

Beschreibung

Auf der Jagd nach dem Gold der Dakoas wird der gesamte Stamm von Häuptling 'Weiße Feder' regelrecht abgeschlachtet, doch das Gold wird nicht gefunden. Es entstehen Legenden um einen Schatz, von dem man sagt, er sei verflucht. Andere Stimmen behaupten es gäbe ihn nicht. Doch eins wissen viele mit Gewissheit: Er bringt den Tod!

Einige Jahre später glauben Banditen auf eine heiße Spur gestoßen zu sein. Die Gier nach Reichtum macht sie zu gefährlichen Bestien, die gnadenlos über Leichen gehen. Sie entführen Bella, die einzige Überlebende aus dem Stamm der Dakota, die damals das Massaker überlebte und jetzt mit Bill Laarson verheiratet ist. Von ihr erhoffen sich die Banditen, dass sie ihnen den Weg zum Goldschatz der Indianer weisen kann. Wenn sie sich da mal nicht irren …

Freigegeben:
27. Sept. 2018
ISBN:
9781386274117
Format:
Buch

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Unter Wölfen - Heinz Squarra

Unter Wölfen

Heinz Squarra

Western

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

Korrektorat: Kerstin Peschel

© dieser Ausgabe 2018 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappentext:

Auf der Jagd nach dem Gold der Dakoas wird der gesamte Stamm von Häuptling ‚Weiße Feder‘ regelrecht abgeschlachtet, doch das Gold wird nicht gefunden. Es entstehen Legenden um einen Schatz, von dem man sagt, er sei verflucht. Andere Stimmen behaupten es gäbe ihn nicht. Doch eins wissen viele mit Gewissheit: Er bringt den Tod!

Einige Jahre später glauben Banditen auf eine heiße Spur gestoßen zu sein. Die Gier nach Reichtum macht sie zu gefährlichen Bestien, die gnadenlos über Leichen gehen. Sie entführen Bella, die einzige Überlebende aus dem Stamm der Dakota, die damals das Massaker überlebte und jetzt mit Bill Laarson verheiratet ist. Von ihr erhoffen sich die Banditen, dass sie ihnen den Weg zum Goldschatz der Indianer weisen kann. Wenn sie sich da mal nicht irren ...

ES BEGINNT 1876.

Noch einmal schwillt das Gewehrfeuer zu einem Inferno an, dröhnt gegen die Felswände und springt von ihnen zurück, um weit in die Prärie hinaus zu schallen. Noch einmal zucken die orangeroten Mündungsblitze durch die Nacht, und noch einmal ist das gellende Wiehern von Pferden und das Schreien getroffener Menschen zu hören.

Dann sinkt alles wie zu einem Flüstern herab und verstummt.

„Was ist denn nun?", knurrt einer der Soldaten, der eine frische Zentralfeuerpatrone in den Lauf seines Gewehres schiebt.

Lieutenant Laarson steht langsam auf.

„Es ist vorbei", erklärt er und schiebt sich aus der Deckung. Frei geht er auf das auseinandergerissene Feuer zu, um das erschossene Indianer und tote Pferde liegen.

Die Soldaten folgen ihm zögernd. Dort, wo der Lieutenant stehen bleibt, versammeln sie sich um ihn.

„Sergeant!"

„Sir?"

„Reiten Sie zu General Cook. Sagen Sie ihm, dass wir den vermutlich letzten Stamm der Mörder an General Custer gestellt und vernichtet haben."

„Ja, Sir", sagt der Sergeant, der sich wundert, wie müde die Stimme seines Vorgesetzten klingt. Dann wendet er sich ab und holt sein Pferd.

Bill Laarson geht weiter auf das Feuer zu. Ein kalter Schauer rinnt ihm über den Rücken, und seine Füße wollen stocken. Er fragt sich, warum alle Menschen hier draußen in diesem endlosen Land so brutal sind. Warum sie kämpfen, bis der Tod ihnen die Waffen mit Gewalt aus der Hand reißt. Was haben sie nun davon gehabt?

Sitting Bull, der sie in diesen Kampf trieb, ist nicht zu finden. Offenbar floh er, nachdem die Rache der weißen Männer für den grauenhaften Überfall auf Custers Regiment wie das Jüngste Gericht über die Dakotastämme hinwegfegte.

Bill Laarsons Gedanken werden jäh unterbrochen, als er das Mädchen neben dem Feuer sieht. Sie liegt dort wie tot, aber sie lebt. Ihre dunklen Augen, die ihm tief und unergründlich wie Bergseen entgegenleuchten, leben.

Laarson ist stehen geblieben und blickt sie gebannt an. Sie hat dunkles, fast schwarzes Haar, in das eine Schlangenhaut geflochten ist. Sie trägt ein Kleid aus weichem Hirschleder und hat Mokassins an den Füßen.

Er überlegt noch, wie er sich mit ihr verständigen könnte, als sie sagt:

„Vielleicht sollte man Ihnen zu diesem Sieg gratulieren, Lieutenant. Aber ich kann es nicht."

Die Augen des großen, wettergegerbten Mannes ziehen sich zusammen. Er blickt von ihr weg und im Kreise herum.

„Kommen Sie", sagt er rau.

Das Mädchen steht auf. Es ist mittelgroß und sehr schlank.

„Wieso verstehen Sie unsere Sprache?", fragt er belegt.

„Als ich zu diesem Stamm kam, war es fast genauso wie jetzt", entgegnete sie. „Nur waren es damals weiße Männer, die tot in der Prärie verstreut lagen.

„Sie ... gehören nicht zu den Sioux?", fragt er verblüfft, weil sie wie eine Indianerin aussieht.

„Nein, Wir waren auf dem Weg zum French Creek. Es ist schon sechs Jahre her. Damals wie heute war ich die Einzige, die es überlebte. ‚Weiße Feder‘ nahm mich zu sich. Vielleicht wissen Sie, was das bedeutet. Und vielleicht ist Ihnen auch klar, warum ich mich nicht darüber freuen kann, befreit zu werden. Übrigens lebt der Häuptling nicht mehr. Er ist auf dem Weg hierher gestorben. Vor vier Tagen. Sie kommen zu spät. „Zu spät?

„Ja. Die Armee will doch das Gold haben, das ‚Weiße Feder‘ angeblich aus der geheimnisumwitterten Bonanza holte, die er und sonst niemand kennen soll. Bitte, suchen Sie! Sie werden keine Unze finden!"

„Corporal Wister!"

„Sir?"

„Suchen Sie alles nach dem Gold ab. Sie kennen unseren Auftrag ja."

„Ja,! Sir." Owen Wister schiebt sich die Whiskyflasche in die Hosentasche. Als er an Laarson vorbeigeht, zieht der ihm die Flasche heraus und wirft sie ins immer noch schwelende, verstreute Feuer.

Wister knurrt unterdrückt.

„Sie wissen, dass ich etwas dagegen habe, sagt der Lieutenant. „Es ist weder für unser Kommando, noch für Sie persönlich gut. Nun suchen Sie! Owen Wister geht weiter.

„Kommen Sie, sagt Bill Laarson noch einmal zu dem Mädchen. „Ich bringe Sie nach Fort Kearney. Dort sehen wir weiter.

„Ich hatte angenommen, Sie würde nichts als das Gold interessieren."

„Ich hasse dieses Gemetzel, damit Sie es genau wissen."

Er geht mit ihr zur Felswand zurück und sieht zu seinen Soldaten hinüber, die verzweifelt nach dem Gold suchen.

„Wie heißen Sie?", fragt er das Mädchen.

„Früher hieß ich Bella Hooker. Die Indianer nannten mich anders, nachdem ich die dritte Frau des Häuptlings geworden war."

„Davon brauchen wir nicht zu reden. Es ist unwichtig. Was werden Sie nun tun?" Er blickt sie forschend von der Seite an, sieht, wie sich ihre hohe Stirn umwölkt und ihre Augen noch dunkler werden. Er kann sich denken, was sie bewegt. Sie wird überhaupt nicht wissen, was sie nun anfangen soll.

„Haben Sie niemanden mehr, zu dem Sie gehen könnten?"

Sie schüttelt den Kopf.

„Niemanden. Aber darum brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Irgendwie kommt jeder durch. Finden Sie, dass ich hübsch genug bin, um als Saloongirl landen zu können?"

Bill verschluckt etwas.

„Mein Vater hat eine kleine Ranch in Dakota, sagt er. „Wenn es Ihnen recht ist, bringe ich Sie zu ihm.

„Was soll ich dort?"

Bill weiß nicht, was er darauf antworten soll. Aber er denkt daran, dass er das Kommando zum Feuern gab und somit alles Leben auslöschte, was sie jahrelang umgeben hat. Und irgendwie fühlt er sich für sie verantwortlich. „Corporal!", ruft er schnarrend.

Owen Wister kommt zurück.

„Nichts, sagt er mit einem schiefen Blick auf das Mädchen. „Das verstehe ich nicht.

„Ich sagte doch schon, dass ‚Weiße Feder‘ das Gold nicht geholt hat. Gold bringt nur Unglück über die Menschen. Vielleicht hätte sich die Armee gar nicht für den kleinen Stamm interessiert, wäre nicht von dem Gold die Rede gewesen."

„Teilen Sie die Abteilung in zwei Gruppen ein, sagt Bill. „Die eine Hälfte reitet mit mir und Ihnen nach Fort Kearney. Sergeant Stone führt die andere Abteilung den Weg in die Black Hills hinauf, den die Dakotas herunterkamen. Vielleicht finden die Männer noch etwas.

„All right, Sir." Wister wendet sich ab und schreit seine Kommandos mit whiskyheiserer Stimme in die Nacht hinein.

Bill greift nach dem Arm des Mädchens und führt es zu den Pferden.

„Sie kommen mit uns ins Fort, bestimmt er. „Dort reden wir über alles noch einmal.

„Ich weiß nicht, was es noch zu reden geben könnte", erwidert sie abweisend.

„Bella, versuchen Sie nicht, mir etwas vorzumachen. Ich weiß, was Sie bewegt. Ihr Leben ist bis jetzt nichts als eine Kette von tragischen Unglücksfällen gewesen. Sie ändern nichts daran, wenn Sie jetzt in verräucherten Saloons für unrasierte, schmutzige und betrunkene Männer Lieder singen, die anrüchig sind und die Männer darauf schließen lassen, dass mehr von Ihnen zu erwarten sei."

GENERAL COOK HEBT DEN Kopf und schiebt Bills Entlassungsgesuch mit einer unwirschen Bewegung zur Seite. „Ich brauche Sie, Lieutenant", knurrt er.

„Zu was, Sir? Die Sioux sind geschlagen. Was noch lebt, wandert in die Reservationen. Sie haben mehr Soldaten, als Sie brauchen."

„Ich brauche hier oben fähige Offiziere, Lieutenant. Und dann ist noch etwas: Haben Sie darüber nachgedacht?"

„Mein Vater hat eine kleine Ranch und wartet auf mich, Sir. Was soll ich noch nachdenken?"

„Davon rede ich doch nicht. Ich meine das Mädchen. Wissen Sie nicht, was es zu bedeuten hat, wenn ein weißes Mädchen sechs Jahre bei den Indianern war? Wenn sie zur dritten Frau eines Häuptlings gemacht wurde? – Wissen Sie das nicht?"

„Ich weiß nicht, was sie dafür könnte, Sir", entgegnet Bill Laarson.

„Natürlich kann sie nichts dafür. Manche Menschen werden eben vom Schicksal hart geschlagen. Der eine so wie sie, der andere, indem er viel zu früh sterben muss. Ah, es gibt tausend Arten, für immer unglücklich zu werden. Aber wenn den einen eine Kugel trifft, so heißt das doch nicht, dass sich der neben ihm selbst eine Kugel in den Kopf jagen muss! Haben Sie jetzt begriffen?"

„Nein, Sir. Ich kann nicht einsehen, dass es für mich ein ausgesprochenes Unglück sein soll. Sie ist hübsch und ..."

„Hören Sie auf!, schnarrt der General. „Für einen Mann wie Sie gibt es viele hübsche Mädchen. – Aber natürlich ist es Ihre Sache. Soll ich das Gesuch wirklich annehmen?

„Ich bitte darum, Sir."

BELLAS DUNKLE AUGEN blicken traurig, als er zu ihr an die Hüttenwand tritt und über ihre Schulter hinweg auf die Palisaden und den Wachturm schaut.

„Er hat es angenommen", sagt er mit spröder, fremd klingender Stimme.

„Es tut dir leid, nicht wahr? Es war eine fixe Idee, die du noch oft bereuen musst. Übrigens darf ich nach dem Gesetz der Sioux gar nicht mehr heiraten. Eine Witwe darf das nicht."

„Lass diese Gesetze, Bella. Nein, ich bereue es nicht."

„Du willst mir einen Gefallen tun. Du fühlst dich irgendwie schuldig, ohne es tatsächlich zu sein. Bill, ich will nicht. Geh noch einmal zurück und sage dem General, dass du es zurückziehst."

Er greift nach ihrem Arm und zieht sie mit sich die breite Lagerstraße zwischen den Mannschaftshäusern der Soldaten hinunter. Er spürt ihren Widerstand, lässt aber nicht locker.

„Der Vater wird schon auf uns warten."

„Dein Vater wird entsetzt sein, wenn er alles erfährt!, sagt sie zornig. „Lass mich los, Bill, ich kann das nicht mitmachen!

„Mein Vater ist ein prächtiger Mann, Bella. Das wirst du noch feststellen." Als sie am Haus des Generals vorbei wollen, steht der auf der Schwelle.

„Miss Hooker, ich habe mit Ihnen noch etwas zu besprechen, sagt er. „Lieutenant, Sie können mit hereinkommen.

Bella geht hinter dem General, her. Bill folgt ihr. Cook zeigt auf einen Stuhl, und Bella setzt sich. Bill bleibt an die Wand

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