Finden Sie Ihren nächsten buch Favoriten

Werden Sie noch heute Mitglied und lesen Sie 30 Tage kostenlos
Narben der Täuschung: Lüge und Wahrheit

Narben der Täuschung: Lüge und Wahrheit

Vorschau lesen

Narben der Täuschung: Lüge und Wahrheit

Länge:
195 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 31, 2018
ISBN:
9783956835674
Format:
Buch

Beschreibung

Heerführerin Elenas steht in der alles entscheidenden Schlacht ihrem größten Feind gegenüber. Dastan Azad hat sie mit seinem Verrat nicht nur gedemütigt, sondern fast zu Grunde gerichtet. Sie hat sich geschworen, nichts unversucht zu lassen, ihm seinen Betrug so schmerzhaft wie nur möglich zu vergelten. Doch plötzlich muss sie sich nicht nur gegen einen Feind behaupten, sondern auch gegen jene, die sie einst zu ihren Verbündeten zählte. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt, der von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist. Dann geschieht das undenkbare und sie erhält die Gelegenheit, Dastan zu töten aber versagt erneut. Für diesen Fehler muss sie fast mit dem eigenen Leben bezahlen. Sie wird schwer verletzt in das feindliche Heerlager geschafft, ihre treusten Männer verhaftet und eingesperrt.
Durch eine Täuschung aber gelingt ihr mit ihren Kriegern die Flucht. Weder kann sie in Zarranien bleiben, noch nach Ashkolon zurückkehren, denn sie hat alles verloren, was für sie einst von Bedeutung war … Atamara ist der einzige Zufluchtsort, und kaum hat sie sich dort eingelebt, als die Bedrohung schon an ihre Türe klopft.
Aber Elenas hat einen letzten Trumpf in der Tasche. Dieser hat nicht nur die Macht, ihren Widersachern das Fürchten zu lehren, sondern die Grenzen eines ganzen Kontinents neu zu definieren …
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 31, 2018
ISBN:
9783956835674
Format:
Buch

Über den Autor

Suna Ervilia erblickte 1984 als Tochter eines Gastarbeiters, der in den 60-ern nach Deutschland kam, in Remscheid das Licht der Welt. Sie wuchs ohne Mutter in einem Fünf-Mann-Haushalt auf und hatte dementsprechend viel Zeit, besondere Situationen aus der Perspektive des anderen Geschlechts zu betrachten. Diese Einflüsse nutzt sie gerne und lässt sie in ihre Geschichten einfließen. ›Schwert des Verrats‹ ist der erste Roman und viele weitere sollen folgen, denn Schreiben ist ihre größte Leidenschaft. Heute lebt sie mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in München.


Buchvorschau

Narben der Täuschung - Suna Ervilia

24

Suna Ervilia

Narben der Täuschung

Lüge und Wahrheit

Roman

Für alle Liebenden …

Gottes Himmelreich …

Düvvens Berge getränkt in Blut.

Schwer weicht der letzte Atem im Tod.

Einst waren wir in Liebe gleich,

Jetzt brennt unsere Welt, groß ist die Not.

Düvvens Himmel verdunkelt sich.

Von eisiger Furcht gelähmt, verschlingt sie mich.

Einst scherzten und lachten wir,

Jetzt schwärzt tödliches Grauen unsere Sicht.

Noch heute suche ich dich, um zu finden,

Unlöslich dein Herz an meines zu binden.

Meine Hoffnung gilt dem nahen Jenseits,

Wenn wir uns in Gottes Himmelreich wiederfinden …

Suna E.

KAPITEL 1

»Der Mensch ist das beweglichste

aller Wesen.

Seine Stärke, Sein Unglück.«

(Elmar Schenkel)

-Elenas-

Denkst du, dass sie auf dein Angebot eingehen werden?«, fragte Audius, ohne seinen starren Blick von den drei Reitern vor uns abzuwenden. Diese kamen gerade aus der entgegengesetzten Richtung auf uns zu, um in der Vorverhandlungszone vorzusprechen. Ich sah ihn von der Seite an und schnaubte verächtlich.

»Ich hoffe doch sehr, dass sie das nicht tun werden. Wo bliebe denn der Spaß an der ganzen Sache?«, entgegnete ich und sah wieder nach vorne.

Die Hitze brannte gnadenlos auf die ausgedörrte Erde nieder, und ließ die Luft um uns herum flirren. Weit und breit standen weder Bäume noch andere Gewächse, deren Schatten ein wenig Kühle hätten spenden können. Typisch für diese wüstenähnliche Gegend, denn hier grenzte Düvven an das Feindesland Zarranien, das für seine fruchtlose und karge Landschaft bekannt war.

Seit zwei Jahrhunderten nun kämpfte dieses Reich schon gegen Durst und Trockenheit –Wasser war knapp. Doch daran waren sie letztendlich selber schuld. Hätte damals der Bruder des Königs Amun Te sich nicht gegen diesen aufgelehnt und die Reiche entzweit und geteilt, stünden wir jetzt nicht erneut vor einem Krieg. Dieser Thronstreit hatte in den letzten Jahrzehnten schon zu viele Menschenleben gekostet, und noch mehr würden heute ihr Leben lassen. Die meisten hatten den Tod nicht verdient, aber einigen wenigen wurde selbst die Aussicht auf die Verdamnis nicht gerecht. Zu diesen gehörte Dastan, der Feldherr der Zarranier. Er hatte sich, vor nicht allzu langer Zeit, als Sklave in mein Hauptlager einschleusen lassen, um an nützliche Informationen zu gelangen. Er hatte sich dadurch nicht nur Zugang zu den begehrten Dokumenten erschlichen, sondern auch in mein Bett. Diese Schmach überwog alles, was ich je hatte erdulden müssen, und das war nun auch der Grund, warum ich wünschte, dass sie meinen Vorschlag eines kampflosen Rückzugs nicht akzeptieren mögen. Dastans Verrat an mir und meinem Land war nur mit Blut reinzuwaschen – am besten mit seinem eigenen.

In angemessener Distanz zügelten wir unsere Tiere und hielten an. Vor uns die Feinde, in ihrer Mitte Dastan, den ich durch seine überragende Größe und die arrogante Haltung bereits von Weitem erkannt hatte. Der reich verzierte Schutzpanzer mit dem edelsteinbesetzten Schwertknauf, der aus seinem Rückengurt ragte, ließ ihn ganz wie den Heerführer erscheinen, der er war. Sein Aussehen hatte mich damals geblendet, mich blind gemacht für das Offensichtliche, das ich jetzt in aller Deutlichkeit erkannte. Die gebieterische Haltung, das stets erhobene Haupt hatte ich damals für Stolz und Loyalität seinem Land gegenüber gehalten, dabei war es weit mehr als das. Er war ein Anführer wie ich, und ein verdammt gerissener noch dazu.

Der Mann zu seiner Rechten musste Tebriik sein, Dastans Bruder und Stellvertreter, der mich so sehr hasste, dass er schon öfter als ich zählen konnte seine Assassinen auf mich gehetzt hatte, um meinem Leben ein Ende zu setzen.

Aber damit nun Schluss. Ich würde diesem niederträchtigen und hinterhältigen Pack das Leben aushauchen. Selbst auf diese Entfernung spürte ich Dastans stechenden Blick und hielt diesem stand, obwohl sich alles in mir dagegen sträubte. Bei dem Gedanken, dass er mir mein Geheimnis an den Augen ablesen könnte, wurden mir selbst im Sitzen die Knie weich. Wie von selbst legte sich meine Hand auf meinen Bauch und ich zog sie hastig zurück, als ich mir der unüberlegten Geste gewahr wurde. Niemals würde er erfahren, dass er mir außer Schmerz und Demütigung noch etwas hinterlassen hatte. Ein winziges Leben, klein wie ein Saatkorn noch, unschuldig und voller Hoffnung, ein Stern an meinem Horizont. Ein zartes Licht, das so schwach war, dass ein Windhauch reichte, um es auszulöschen. Es war ein unbezahlbarer Schatz, der nur mir allein gehörte, und ich hatte nicht vor, jemandem zu gestatten, es mir wegzunehmen. Außer meinen engsten Männern wusste niemand davon und ich würde mein Geheimnis wahren, solange es ging, und mich dann aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Aber bis dahin war ich die Herrin von Ashkolon.

Dastan beugte sich zu einem Reiter an seiner Seite und flüsterte ihm etwas zu, woraufhin dieser nickte und losgaloppierte. Audius und Timor wurden nervös und wollten schon zu den Waffen greifen, als ich mit der Hand ein Zeichen gab, damit sie Ruhe bewahrten. Angespannt beobachteten wir den einzelnen Krieger, der dicht vor uns schließlich sein Tier zügelte.

»Mein Herr bittet Euch um eine persönliche Unterredung, Heerführerin«, gab er die Nachricht seines Anführers weiter, und ich wunderte mich insgeheim über den freundlichen Ton seiner Stimme. Aber es war nicht nur die Art, wie er sprach, sondern auch die Wärme in seinen Augen, die mich zu kennen schienen. Fieberhaft überlegte ich, ob ich ihm schon einmal begegnet war, aber es fiel mir nicht ein.

Ich schüttelte das Unbehagen ab und lächelte kühl. »Ich wüsste nicht, was es außerhalb der Verhandlungszone zu besprechen gäbe. Sag deinem Herrn, ich biete ihm und seinen Männern einen unblutigen Rückzug an, und sag ihm auch, dass ich mein großzügiges Angebot kein zweites Mal unterbreiten werde. Wenn er ablehnt, besiegelt er euer Schicksal.«

Nach kurzem Zögern nickte er und wendete sein Tier, um in seine eigenen Reihen zurückzukehren. Timor beugte sich an mein Ohr. »Habt Ihr auch so ein eigenartiges Gefühl?«, flüsterte er mit gerunzelter Stirn.

Ich hob die Brauen und wartete, dass er sich erklärte. Er öffnete mehrmals den Mund und schloss ihn wieder, ohne etwas gesagt zu haben. »Ich weiß auch nicht«, gestand er unbehaglich und zuckte die Schultern.

»Was sagt dir dein Gefühl?« Sein Gespür für Gefahren hatte ich in den letzten Monaten wahrlich zu schätzen gelernt, so auch jenes meiner restlichen Schwertgenossen. Seit dem Tag, als Dastan den ersten Schritt ins Lager gesetzt hatte, hatten sie mir die Ohren blutig gequasselt, mich gewarnt, dass man ihm nicht trauen konnte, aber ich habe ihre Bedenken abgetan. Heute wusste ich, dass ihre Instinkte wesentlich besser funktionierten als meine.

»Hier stimmt etwas ganz und gar nicht«, sagte Timor nun. »Es kommt mir vor, als würden wir geradewegs in eine Falle laufen.« Unsicher schüttelte er abermals den Kopf, als verstünde er selber nicht genau, was ihn veranlasste, so zu denken.

Aus dem Augenwinkel beobachtete ich, wie Tebriik mit dem Boten, der sie soeben erreichte, die Köpfe zusammensteckte und in eine vertrauliche Diskussion verfiel. Dastan hingegen gab seinem nachtschwarzen Hengst die Sporen und ritt geradewegs auf uns zu. Als meine Krieger merkten, welches Ziel er anstrebte, zückten sie ihre Waffen und sprangen aus den Sätteln. Schützend stellten sie sich vor mich, bildeten einen lebendigen Schutzwall zwischen uns. Weit hinter mir wurden wütende Rufe aus dem bereitstehenden Heer laut und ich hob, Ruhe gebietend, die Hand. Sie mochten Dastan nicht trauen, aber ich war mir sicher, dass er mir körperlich keinen Schaden zufügen würde. Seine Stärken lagen ganz woanders, das hatte ich bitter erfahren müssen.

Die Hufe seines Pferdes kamen schlitternd zum Stehen und er warf mir einen wütenden Blick zu. »Ist es wirklich zu viel verlangt, wenn du mir einen kurzen Augenblick deiner Zeit einräumst?«, knurrte er durch zusammengebissene Zähne und sah mich an, als wäre meine Abweisung eine Ungeheuerlichkeit.

Ich stützte mich auf dem Sattelknauf ab und sah ihn abwartend an. »Wenn Ihr etwas zu sagen habt, dann nur zum Heerführer. Ich werde mich hüten, Eurem Bedürfnis nach einer Plauderei stattzugeben«, entgegnete ich gelassen.

Seine Züge wurden weicher und das Bernstein seiner Augen flüssig wie Gold, wie immer, wenn starke Gefühle in ihm tobten. »Tu bitte nicht so, als wären wir Fremde, Elenas. Alles, was ich möchte, ist ein kurzer Augenblick mit dir alleine«, bat er mich mit seiner tiefen Stimme, die mir die Haare zu Berge stehen ließ, aber ich riss mich zusammen. Sein Versuch, mich mit diesem brennenden Blick und seiner Samtstimme einzulullen, war nichts als vergeudeter Atem. Ich war nicht mehr die naive, leichtgläubige Elenas, die er an der Grenze zu Zarranien zurückgelassen hatte. Manche Fehler machte man eben nur einmal.

Langsam schüttelte ich den Kopf. »Ich kenne Euch nicht und verspüre auch nicht das Bedürfnis, dies zu ändern. Ihr habt mein gnädiges Angebot erhalten und sollt jetzt für Eure Mannen und Euer Reich das Für und Wider abwägen. Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit, also kommt rasch zu einer Entscheidung. Werdet Ihr kämpfen oder Eure Männer zurückziehen?«, drängte ich nun. Mein wachsamer Blick glitt zu Timor. Er sah aus, als würde er Dastan gleich mit seinem Langspeer durchbohren.

»Du weißt nicht, was dich und deine Männer erwartet, Elenas. Auch wenn du allen Grund dazu hast, mich zu verachten und kein Wort von dem zu glauben, was ich sage, so flehe ich dich an, hör mir zu!«, drängte er und beugte sich so weit im Sattel vor, dass sich Audius‘ Schwertspitze in seine Brust bohrte. »Glaube mir nur dieses eine Mal, wenn ich dir sage, dass ihr diesen Kampf nicht gewinnen könnt. Wir sind euch überlegen, und das in jeder Hinsicht«, beteuerte er und sah mich eindringlich an.

Zögernd nickte ich und wendete mein Pferd. »Wenn Ihr darauf besteht, dann soll es eben so sein«, entgegnete ich kühl. Seine Augen weiteten sich vor Überraschung. »Steckt die Waffen ein und schwingt euch in die Sättel«, befahl ich meinen Kriegern, und sie taten, wie ihnen geheißen. »Zarraniens Schwertarm weigert sich, kampflos aufzugeben. Also, Männer, wir haben eine Schlacht zu schlagen«, rief ich und sah, wie Dastan resigniert die Augen schloss.

Ich hatte ihm bereits den Rücken zugewandt, als seine Stimme mich einholte. »Es tut mir leid – alles, was geschehen ist und noch kommen wird. Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass mein Vergehen solch weittragende Folgen haben könnte.«

Kalt blickte ich zurück. »Jeder tote Krieger auf diesem Schlachtfeld geht auf Euer Konto, Heerführer. Ihr habt nicht nur mich verraten, sondern ein ganzes Reich. Ich hoffe, Ihr könnt damit leben.«

»Ich mag es heraufbeschworen haben, dass sich unsere Reiche jetzt hier gegenüberstehen, aber du hast die Macht, das Leben dieser Männer zu verschonen«, behauptete er dreist und fuhr hastig fort. »Zieh deine Krieger zurück und lass dein Schwert fallen. Ich schwöre bei allem, was mir heilig ist, weder dir noch deinen Männern wird ein Leid geschehen, Elenas«, versicherte er mit so viel Inbrunst, dass sich meine Züge ungewollt zu einer Grimasse verzerrten. Er war wahrhaftig ein Meister der Täuschung. Fast wäre ich geneigt, auf seine Finte hereinzufallen.

»Wie glaubhaft können Versprechungen und Schwüre sein, aus dem Mund eines Lügners?«, erwiderte ich kopfschüttelnd und gab meinen Begleitern ein Zeichen, sich zurückzuziehen.

KAPITEL 2

»Du kannst deine Schulden nicht mit Tränen bezahlen.«

(Jüdisches Sprichwort)

-Elenas-

Noch während wir zum Heer zurückkehrten, teilten wir uns auf. »Ich übernehme die linke Flanke«, beschloss Audius grimmig und wendete sein Pferd in diese Richtung.

»Gut, nimm Timor zur Unterstützung mit«, stimmte ich seiner Entscheidung zu, worauf beide ihren Tieren die Sporen gaben und lospreschten.

Beim Heer angelangt wies ich Santyx den anderen Flügel zu, was dieser nickend zur Kenntnis nahm und sein Tier wendete. »Raphan und Omlik sollen dir zur Hand gehen«, trug ich ihm auf und die auserwählten Männer hefteten sich an seine Fersen. Meine Augen folgten ihnen, bis sie ihre Positionen eingenommen hatten. Auf diese Entfernung wäre es nicht möglich gewesen, Santyx von den restlichen Kriegern zu unterscheiden, sodass er und Audius sowie meine engsten Männer kupferne Schutzhelme bekommen hatten, in denen sich nun das Licht der Sonne brach.

Ich würde mit Tribas und Daneel im mittleren Bereich bleiben, wo ich nicht nur beide Flanken, sondern auch Dastan im Auge behalten konnte. Er und sein feiger Bruder hatten ihre Pferde weit oben auf einen Hügel geführt und beobachteten das Geschehen aus sicherer Entfernung. Die feinen Herren wollten sich wohl selbst nicht die Hände schmutzig machen.

Der raue Ton von dutzenden Hörnern ertönte und ein Ruck ging durch das gegnerische Heer. Tausende Krieger stürmten daraufhin brüllend mit Schwertern und Langspeeren bewaffnet los, um sich auf uns zu stürzen. Bei diesem mächtigen Ansturm bebte unter Unicus Hufen die Erde, aber er rührte sich kaum unter mir.

Tribas und Daneel flankierten mich zu beiden Seiten, als ich den ersten Befehl gab. »Bogenschützen positionieren!«, rief ich, was die Redner in der ersten Reihe aus Leibeskräften brüllend weitergaben, damit es auch jeder im vierzigtausend Mann starken Heer hörte. Wie ein Echo hallte die erste Anweisung über das Schlachtfeld und wurde schließlich immer schwächer.

Die Bogenschützen positionierten sich in den ersten drei Reihen und zogen ihre Reflexbögen auf. Mit gestreckten Armen warteten sie auf ein Zeichen, damit sie ihre Pfeile abschießen konnten. Ich hob den Arm und hielt meinen Befehl so lange zurück, bis die Zarranier nah genug waren.

»Jetzt!«, brüllte ich, und zischend regnete die erste Salve auf die Feinde nieder. Die Männer, die getroffen waren, gingen zu Boden und die Folgenden stürzten über die Leiber. Doch dies hielt sie nicht lange auf und der Ansturm gewann erneut an Kraft. Ich hob meinen Arm und ließ den nächsten Pfeilhagel abfeuern. Auch dieses Manöver stellte nur eine kurze Ablenkung dar.

»Katapulte laden und feuern«, rief ich und schon flogen dutzende in Pech getränkte brennende Steingeschosse durch die Luft. An den Stellen, wo die Kugeln aufprallten, hinterließen sie riesige Blutlachen und gewaltige Gräben in der Erde, in die viele der vorderen Männer hineinfielen.

Man hätte meinen können, das würde die Entschlossenheit der Gegner ein wenig ins Wanken bringen, aber weit gefehlt. Noch besessener drangen sie auf uns ein. Plötzlich regneten Brandpfeile auf unserer Seite nieder und steckten die Gewänder der Männer, die unter den Schutzpanzern

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Narben der Täuschung denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen