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Merry Christmas in Modane! Weihnachtsroman

Merry Christmas in Modane! Weihnachtsroman

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Merry Christmas in Modane! Weihnachtsroman

Länge:
155 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 9, 2015
ISBN:
9783955732295
Format:
Buch

Beschreibung

Ist dieses Jahr bereit für den Weihnachtszauber? In der Modane-Freundes Clique erleben drei Paare die Magie der vorweihnachtlichen Zeit - jedes Paar findet seinen eigenen ganz persönlichen Weg zum Glück! Wege, die nicht unterschiedlicher sein könnten…denn dieses Jahr kommt alles anders... Lasst Euch verzaubern vom diesem weihnachtlichen, magischen Kurzroman – mit einer riesen Portion Liebe!

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Freigegeben:
Nov 9, 2015
ISBN:
9783955732295
Format:
Buch

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Merry Christmas in Modane! Weihnachtsroman - Vivien Johnson

Verlages

1. Adventswochenende

Théo und Marie

Marie

»Ma petite? Wir müssen endlich los.« Gott, wie ich es hasste, wenn er mich stresste.

»Ich komme sofort«, rief ich, kämmte noch einmal schnell durch meine Haare, rannte die Treppe hinunter, warf mir Schal und Winterjacke über und folgte den beiden hinaus zum Auto.

»Dass du immer so lange brauchst, wenn wir was vorhaben«, meckerte Théo drauf los und ich war kurz davor, ihm an die Gurgel zu springen. Das war doch jetzt wohl nicht sein verdammter Ernst, oder? Ich schaute ihn wütend an.

»Es wäre vielleicht schön gewesen, wenn du nicht die ganze Zeit vor dem Fernseher gehockt hättest. Dann hätte ich mich nicht alleine um Samira kümmern müssen und wir wären nicht so spät losgekommen.«

»Ja, schieb die Schuld jetzt nur wieder auf mich.« Er schüttelte mit dem Kopf und fuhr aus der Einfahrt.

Ich ignorierte ihn jetzt. Eigentlich war die Weihnachtszeit besinnlich, doch irgendwie brachte sie bei Théo und mir eine Seite zum Vorschein, die wir beide nicht leiden konnten.

Heute wollten wir nach Grenoble, um die Weihnachtsgeschenke für Samira und unsere Freunde zu besorgen. Dass es wieder einmal bei mir auf dem letzten Drücker geschah, war einfach, dass es für mich jedes Jahr so plötzlich kam. Und anscheinend war Théo nicht viel anders, was das Thema anging.

»Ich würde nachher gerne noch ein wenig alleine durch das Einkaufszentrum bummeln, wenn du verstehst, was ich meine.« Ich nickte und fand die Idee gut. Denn ich hatte auch für ihn kein Geschenk und auch keine Ahnung, was ich ihm schenken wollte.

Théo

Es machte mich fertig, dass wir im Moment beide so reizbar waren, und auch Samira spürte das. Wir waren nur noch im Dauerstress. Die Firma spannte mich ein, Marie hatte einen Haufen an Aufträgen und dann war da auch noch Samira, um die wir uns kümmern mussten.

Meine und ihre Eltern hatten sich schon vorab für die Weihnachtstage angekündigt und würden am vierten Adventswochenende eintrudeln.

Ich fuhr die Auffahrt zu Gabriel und Pauline hoch, die sich bereit erklärt hatten, auf Samira aufzupassen, wenn wir ihnen die Geschenke für Amélie mitbringen würden.

Samira gluckste auf dem Rücksitz. Sie war mit Amélie des Öfteren zusammen.

Ich hielt vor der Haustür und die beiden traten heraus und winkten uns fröhlich zu.

»Hier ist die Liste. Es sind nicht viele Dinge, aber dann müssen wir nicht extra noch mal los«, sagte Gabriel, als wir in den Flur traten.

»Ist doch kein Problem, wir bekommen das schon hin.« Ich lächelte ihn an, doch sein Blick verriet mir, dass ich ihn nicht täuschen konnte.

»Alles in Ordnung bei euch?«, fragte er mich und ich nickte.

»Ja, ja, alles im Lot.« Er sah nicht wirklich überzeugt aus, aber da Marie zu mir meinte, dass wir losmüssten, war das Thema erledigt.

Schweigend saßen wir nebeneinander im Auto. Marie schaute sich die Landschaft an, die an uns vorbeiflog, und ich konzentrierte mich auf den Verkehr.

»Was ist nur im Moment los mit uns?«, fragte Marie und schaute mich dabei an. Traurigkeit lag in ihrem Blick und auch ich konnte sie vollkommen nachempfinden.

»Ich habe keine Ahnung.« Ich griff nach ihrer Hand und schweigend legten wir den Weg nach Grenoble zurück.

Marie

Die Gefühle, die in mir wüteten, brachten mich durcheinander. Ich wusste nicht, ob das gerade alles zu viel für mich war. Die Arbeit, dann dass wir uns kaum noch sahen, Samira. All das wirkte sich auf unsere Beziehung aus.

Ich wollte mich nicht mit Théo streiten, doch irgendwie brachte ein Satz den nächsten und schon waren wir dabei, uns beinahe anzuschreien.

Dass er seine Hand auf meine legte, war seit Tagen das Erste an Zuneigung, was wir voneinander spürten, und in dem Moment merkte ich wieder, wie sehr ich ihn doch liebte, wie sehr ich ihn vermisste.

Keiner von uns hatte damit gerechnet, dass es so schwierig werden würde. Dass die Firma ihn so einspannte, er immer öfter nach Paris musste, um dort in Meetings zu stecken.

Und irgendwie wurmte es mich inzwischen sehr, dass er dabei immer bei Louise wohnte. Ich wusste, dass ich mir keine Gedanken machen musste, doch irgendwie tat ich das ganz automatisch und das war ein weiterer Punkt, der mich störte.

Ich würde ihn jedoch nie darauf ansprechen. Das würde nur etwas Weiteres sein, weshalb wir uns streiten würden, und das wollte ich vermeiden.

Ich seufzte und Théo schaute mich von der Seite an, ich schüttelte nur mit dem Kopf. Ich hatte mir das mit uns ein wenig anders vorgestellt. Wir waren vor ein paar Wochen noch dabei gewesen, unsere Hochzeit zu planen, doch im Moment war es nicht möglich, daran zu denken.

Ich konnte nur hoffen, dass wir das wieder hinbekommen würden.

Die Fahrt nach Grenoble verging schnell. Théo hatte seine Hand erst im Stadtverkehr von meiner genommen und ich hatte dieses gute Gefühl sehr genossen.

Nun hielt er auf dem Parkplatz, schaute mich an und lächelte.

»Ich liebe dich, Marie«, sagte er mit leiser Stimme und mir ging trotz unserer ganzen Probleme das Herz auf.

»Ich liebe dich so sehr, dass es mir wehtut, dass wir im Moment diese Probleme haben. Ich würde gerne den Abend hier in einem Hotel mit dir verbringen. Ich denke, dass es das ist, was wir beide brauchen.«

Ich schaute ihn mit großen Augen an.

»Und was ist mit Samira?«, fragte ich.

»Wenn wir Gabriel und Pauline fragen, wären die beiden die Letzten, die Nein sagen würden.« Ich war vollkommen geplättet von seiner Idee und nickte. Auch ich hatte in den letzten Tagen darüber nachgedacht, dass wir vielleicht einfach mal wieder herausmussten und uns das eventuell helfen würde.

Also stimmte ich ihm zu, während er die Nummer der beiden wählte.

Gabriel antwortete sofort, dass es kein Problem sei. Er meinte, wir sollten uns die Zeit nehmen und wenn wir erst morgen Abend wiederkommen würden.

Anscheinend hatten sie uns doch mehr angemerkt, als wir dachten.

Théo

Ich freute mich, dass Marie die Nacht mit mir in einem Hotel verbringen wollte.

Die Idee kam mir während der Fahrt und ich wollte es ihr unbedingt vorschlagen. Man spürte einfach, dass die Situation an uns beiden zu sehr nagte und solange Samira bei uns war, würden wir nie wirklich zur Ruhe kommen können.

Wir gingen in das Einkaufszentrum, kauften die verschiedenen Dinge für Freunde und Familie ein und trennten uns nach drei Stunden.

Ich hatte noch keine wirkliche Ahnung, was ich Marie schenken sollte, doch irgendwas Schönes würde sich bestimmt finden lassen. Eines war klar. Ich wollte sie auf jeden Fall verwöhnen.

Ratlos schlenderte ich durch das Kaufhaus und blieb vor einem gehobenen Modegeschäft stehen. Ein langes dunkelblaues Abendkleid mit Strassbesatz hing in dem Schaufenster und ich konnte den Blick nicht davon wenden.

An Marie würde das einfach nur traumhaft aussehen und ich wollte sie unbedingt darin sehen. Doch ihr einfach nur ein Kleid schenken?

Nein, das kam für mich auf keinen Fall infrage. Doch in dem Moment hatte ich eine Idee, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen wollte. Also ging ich los und suchte nach dem nächsten passenden Geschäft, um sie umsetzen zu können.

Marie

Ich blieb stehen und fing an, mich im Kreis zu drehen. Ich hatte so überhaupt keine Ahnung, was ich Théo noch schenken sollte.

Wir Frauen hatten schon etwas geplant, was wir die Woche machen wollten, und darauf freute ich mich schon sehr. Doch das war mir einfach nicht genug.

Ich wollte, dass Théo endlich mal wieder das machen konnte, was ihm gefiel. Spaß, Spannung und vielleicht auch ein wenig Nervenkitzel.

Ich drehte mich ein letztes Mal, als mein Blick bei einem Sportgeschäft hängen blieb. Ich dachte kurz daran, ob ich auch mir diese Idee antun wollte. Wie oft hörte man von Unfällen, die nicht gerade glimpflich ausgingen.

Doch Théo konnte nun mal ein Adrenalinjunkie sein, auch wenn man ihm das so auf Anhieb nicht anmerken würde. In einer ruhigen Minute hatte er mir einmal erzählt, was er gerne mal machen würde.

Ich beschloss, dass ich ihm genau diesen Wunsch erfüllen würde. Es würde schon alles gut gehen, ich musste nur meine schlechten Gedanken verdrängen, dann würde das funktionieren.

»Hast du alles bekommen?«, fragte Théo mich, als wir uns an einem Café trafen.

»Ja, und du?« Er nickte. Ich versuchte, an den Taschen zu erkennen, was er eingekauft hatte, doch ich konnte nirgends ein Emblem erkennen.

Ich schmollte innerlich. Ich war einfach ungeduldig.

»Hast du dir denn ein Hotel ausgesucht?«, horchte ich nach und er grinste mich an.

»Ich habe sogar schon gebucht. Lass dich einfach überraschen.« Ich sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an und er fing an zu grinsen. Er wusste genau, wie ich das hasste.

Aber in dem Moment der Zweisamkeit waren der Streit von heute Morgen und die Probleme der letzten Tage wie verflogen. Wir spaßten wieder miteinander herum und ich freute mich regelrecht auf den Abend.

Ich nahm seine Hand und lächelte ihn an.

»Dann überrasch mich mal.«

Théo

Ich war wirklich gespannt, wie Marie das Hotel gefallen würde, was ich ausgesucht hatte.

Gemeinsam fuhren wir dorthin und sie betrachtete die Straßen von Grenoble, die wie jede Stadt zu Weihnachten einfach toll beleuchtet war.

Schließlich hielt ich vor einem wundervollen Fünfsternehotel und Marie bestaunte es erfreut.

»Das ist doch viel zu viel für eine Nacht«, meinte sie, doch ich zuckte mit den Schultern und drehte mich nach dem Parken zu ihr um.

»Wir hatten in den letzten Tagen und Wochen einfach viel zu wenig Zeit für uns beide und das würde ich gerne nachholen. Ich will dich immer noch heiraten und du bist die Frau meines Lebens, ma petite. Auch wenn die letzte Zeit verdammt schwierig für uns war und man vielleicht nicht immer den Eindruck hatte.«

Sie schaute mich mit großen Augen an.

»Mir erging es doch nicht anders. Ich habe einfach Angst, dass wir diese schwierige Zeit nicht überstehen.«

Ich seufzte, beugte mich vor und hauchte ihr einen Kuss auf den Mund.

»Wir werden das auf jeden Fall schaffen. Mach dir da keine Gedanken.« Sie nickte und küsste mich erneut.

»Und jetzt lass mich endlich das Zimmer bestaunen, was du für uns gebucht hast.«

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