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Liebe vergisst man nie! Roman

Liebe vergisst man nie! Roman

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Liebe vergisst man nie! Roman

Länge:
148 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
May 8, 2015
ISBN:
9783955732448
Format:
Buch

Beschreibung

Luk, der einfühlsame Bruder von Catherine ist Single. Seit einem Ereignis vor ein paar Jahren, will er von der Liebe und seinem eigenen Glück nichts mehr wissen. Doch die Rechnung hatte er ohne seine Schwester gemacht, denn die engagiert Cheyenne - eine erfolgreiche Hochzeitsplanerin in Pensacola. Die beiden sind sich nicht unbekannt, haben eine gemeinsame Vergangenheit. Cheyenne hat ein Geheimnis, von dem sie Luk - dem sie nie wieder begegnen wollte - nichts erzählt hatte. Bis zu einem ereignisreichen Tag vor einer Giraffe...

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Freigegeben:
May 8, 2015
ISBN:
9783955732448
Format:
Buch

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Liebe vergisst man nie! Roman - Vivien Johnson

dich.

Kapitel 1

Luk

Erschöpft ließ ich mich nach der Arbeit bei meiner Mutter am Küchentisch nieder und legte meinen Kopf in die Hände.

Wieder einmal hatte mein Chef mir einen Scheidungsfall aufgedrückt, ich konnte es langsam nicht mehr sehen. Als Anwalt hatte ich mir weit mehr erhofft. Was hatte ich nur falsch gemacht, um mit so etwas gestraft zu werden?

Wie sollte ich mich so je wieder auf die große Liebe einlassen, wenn ich tagtäglich mit kaputten Ehen zu tun hatte, in denen es darum ging, wie viel Geld die Frau von ihrem Mann bekam und was mit dem Haus passierte?

Ob sie Kinder hatten? Das war denen vollkommen egal, das war für die oberreichen Schnösel, die sich von uns vertreten ließen, eher zweite Priorität.

„Hattest du wieder einen anstrengenden Tag?", fragte meine Mutter und ich nickte nur.

„Ich verstehe nicht, warum du immer noch in dieser Kanzlei arbeitest, Junge. Sie tut dir nicht gut und das merke ich jedes Mal, wenn du herkommst." Ich seufzte.

„Weil es gutes Geld bringt, Mom." Sie schüttelte mit dem Kopf.

„Ich dachte eigentlich, dass dein Vater und ich dich anders erzogen hätten, Luk. Aber ich scheine mich geirrt zu haben", setzte sie noch schnippisch hinterher.

„Mom, ich weiß genau, was Vater und du mir beigebracht haben. Doch ein bisschen mehr auf der Kante zu haben, schadet nicht. Vor allem, da Jonathan mir gerade mein Haus entwirft."

Sie setzte sich zu mir und nahm meine Hände in ihre.

„So sehr ich dich auch liebe, mein Junge. Du musst mehr an dich selbst denken und der Job in dieser Kanzlei ist nichts für dich. Du bist noch jung, suchst eventuell nach der großen Liebe. Da kannst du doch nicht tagtäglich kaputte Ehen vertreten. Und keiner weiß das so gut wie du." Ich nickte, doch ich wollte nur das Thema wechseln.

Jedes Mal, wenn ich hier war, fing meine Mutter davon an und es nervte mich.

„Haben Jonathan und Catherine schon eine Hochzeitsplanerin?", versuchte ich sie abzulenken und sie war sofort Feuer und Flamme.

Seit Jonathan meiner Schwester Catherine im letzten Jahr den Antrag gemacht hatte, gab es in meiner Familie eigentlich nur noch dieses Thema. Und ich war froh, es einsetzen zu können, damit ich nicht über meine Probleme reden musste.

Cheyenne

Gehetzt packte ich meine Sachen zusammen und mein Telefon klemmte schon zwischen Ohr und Schulter.

Durch meinen Job als Eventmanagerin, in dem ich mich in den letzten vier Jahren ziemlich etabliert hatte, kam einiges in meinem Leben zu kurz. Mit meinen 28 Jahren hatte ich keinen Mann an meiner Seite und lebte fast noch zu Hause.

Doch ich konnte auch stolz darauf sein und fragte mich immer wieder, wie ich das gemeistert hatte.

Anscheinend hatte es irgendwie funktioniert, ich war erfolgreich und vor allem hochzeitswütige Pärchen buchten mich.

Ein weiterer Grund, warum ich heute einmal wieder zu spät kam.

In einer viertel Stunde würde ich es nicht von einem Ende der Stadt zum anderen schaffen.

„Hey Mom", sagte ich, als meine Mutter Allison ans Handy ging.

„Du schaffst es wieder nicht?", fragte sie und ich hörte das Lächeln in ihrer Stimme. Ja, ohne meine Eltern wäre ich mehr als nur aufgeschmissen gewesen.

„Leider nein. Ich bin aber spätestens in einer halben Stunde bei euch. Versprochen." Meine Mutter schnaubte am Telefon.

„Ich habe dir beigebracht, dass du nichts versprechen sollst, was du nicht halten kannst. Wir kriegen das schon hin, mach dir keine Gedanken. Geh doch auch mal wieder etwas trinken mit deinen Freunden, das hast du schon lange nicht mehr gemacht."

Ja, aus gutem Grund. „Ich weiß noch nicht. Ich melde mich später."

Und doch wusste ich schon jetzt, dass ich das Angebot meiner Mutter nicht annehmen würde. Ich würde zu ihnen fahren und den Abend in meiner Doppelhaushälfte verbringen. Nicht mit Frauen in meinem Alter, die verzweifelt den Mann ihrer Träume suchten.

Nein, da war ich heraus. Und das seit etwas über fünf Jahren, als ein Anruf mein Leben veränderte. Danach hatte ich nie wieder einen Mann an mich herangelassen.

Ich setzte mich in meinen Wagen, startete den Motor und fuhr die Strecke nach Hause.

Luk

„Die beiden haben aber auch nur Pech, was das angeht. Catherine kann sich endlich voll um die Hochzeit kümmern, Sophie ist aus dem Gröbsten raus – zumindest was das Stillen betrifft – und dann finden sie einfach keine Hochzeitsplanerin. Ich hoffe wirklich, dass der Termin heute geklappt hat."

Meine Mutter sprach seit einer Viertelstunde von der Hochzeit meiner Schwester und ich hörte gespannt zu. Auch mich interessierte dieses Thema, auch wenn ich wusste, dass es bei mir nie so weit kommen würde.

„Das wird schon schiefgehen", erwiderte ich und trank den letzten Schluck Wasser, gerade als Catherine und Jonathan durch die Terrassentür kamen. Klein-Sophie lag in ihrer Babyschale.

„Oh, wer kommt denn da?", sagte meine Mutter gleich ein paar Oktaven höher, als sie meine Nichte sah. Ich verzog angewidert mein Gesicht.

„Hallo Mom, hey Luk", begrüßte Catherine uns, nahm jeden einmal in den Arm, Jonathan schlug in meine Hand ein.

„Kommt, setzt euch." Meine Mutter war sofort Feuer und Flamme, wenn sie für ihre erste Enkeltochter da sein konnte. Ich musste zusehen, dass ich hier nachher wegkam, sonst könnte ich mir anhören, dass sie von ihrem älteren Sohn noch keine bekommen hatte.

„Wie lief der Termin?", fragte meine Mutter an die beiden gewandt, obwohl ihre ganze Aufmerksamkeit Sophie galt, die in ihren Armen lag und vor sich hin gluckste.

„Sehr gut. Wir haben sie engagiert. Jonathan hat sie durch eine Angestellte gefunden, die superzufrieden mit ihrer Hochzeit war, die sie organisiert hat. Wir haben heute schon über einige Vorstellungen gesprochen und sie hat sofort ein paar Ideen eingebracht, die uns gefielen. Ich denke, dass sie das sehr gut machen wird", erzählte Catherine uns, während sie an den Kühlschrank ging und für sich und Jonathan ein Wasser holte.

„Na endlich. Hat ja auch lange genug gedauert", erwiderte ich und die beiden nickten erleichtert.

„Du kannst dir gar nicht vorstellen, was uns vorhin für eine Last von den Schultern gefallen ist. Auch wenn Susan und Amy das nicht zugeben, brauchen die beiden mich in der Firma und ich muss unbedingt wieder anfangen. Wenn ich dann neben Sophie noch eine Hochzeit planen würde, würde das garantiert in die Hose gehen."

Wir unterhielten uns noch kurz, als ich aufstand und nach Hause wollte. Morgen erwartete mich immerhin ein neuer Tag mit weiteren kaputten Ehen.

„Ach, Luk. Am Wochenende können wir endlich mit dem Möbelpacken anfangen. Hättest du Zeit?", fragte Jonathan mich, bevor ich aus der Tür verschwand.

Das Haus war jetzt endlich so weit, dass die drei einziehen und ihr neues Leben dort beginnen konnten. Im Garten sollte auch die Hochzeit stattfinden.

„Klar, lass uns noch mal telefonieren", antwortete ich und verabschiedete mich von allen, meinen Vater fand ich in der Garage, in die er sich immer zurückzog, wenn es ihm zu viel wurde.

„Willst du nicht dein Enkelkind begrüßen?", scherzte ich und er knurrte mich nur an.

Seitdem er Anfang dieses Jahres seinen Job aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen musste, ging es ihm nicht mehr wirklich gut. Er war einfach nicht ausgelastet.

„Dad", fing ich an und ging auf ihn zu.

„Luk, ich will nichts mehr davon hören. Ja, ich weiß, dass es deine Schwester gut meint und ich dort vielleicht auch wirklich helfen könnte. Ich bin noch nicht so weit, in Ordnung?" Ich seufzte und hob entschuldigend meine Hände, drehte mich um und fuhr nach Hause.

Catherine, Susan und Amy hatten ihm angeboten, bei ihnen in der Walker Inc., einem etablierten Bauunternehmen, anzufangen. Sie brauchten unbedingt jemanden, der sie bei der Bauleitung und den Kosten unterstützte. Durch seine Erfahrung in einem Hochbauunternehmen wäre er perfekt, doch immer noch wehrte er sich strikt dagegen.

Cheyenne

„Danke, Mom", sagte ich, als ich mich am Abend mit ihr auf die Terrasse setzte.

„Du arbeitest zu viel", stellte sie fest und ich nickte.

„Ja, aber trotzdem muss ich unseren Lebensunterhalt verdienen." Ich trank einen Schluck Wein, den meine Mutter mit herausgebracht hatte.

„Ich weiß, mein Kind. Doch trotzdem möchte ich, dass ihr ein vernünftiges Leben führt." Ich nickte, Tränen sammelten sich in meinen Augen.

„Ich würde es ja auch so gerne. Aber was soll ich denn machen?" Ich schüttelte meinen Kopf und wusste nicht mehr weiter. Manchmal war es auch einfach zum Verzweifeln.

„Trete kürzer, lehne auch mal einen Auftrag ab. Du hast kein Privatleben mehr. Jeden Abend bist du hier, nur um auf dem Sofa oder mit deiner alten Mutter auf der Terrasse zu sitzen, und triffst dich nicht mehr mit deinen Freunden. Du hast keinen Mann mehr mit nach Hause gebracht." Ich wusste, dass sie sich nur Sorgen machte.

„Mom, ich werde mich garantiert nicht wieder auf einen Mann einlassen. Du weißt, was damals geschehen ist." Sie nickte.

„Trotzdem ist es das Beste in deinem Leben", erwiderte sie leise und ich konnte nur lächeln. Ja, da hatte sie recht.

Ich atmete tief durch, genoss den Duft nach Sommer, der in der Luft lag und mir damit ankündigte, dass eine arbeitsreiche Zeit beginnen würde.

„Ich gehe ins Bett", sagte ich zu meiner Mutter und stand auf.

„Ich hab dich lieb, mein Kind. Egal, wie dein Weg weitergehen wird", versicherte sie mir und drückte mich einmal an sich.

„Danke", kam es von mir und ich musste die Tränen zurückhalten.

Ich ging durch die Terrassentür, schloss sie hinter mir und atmete erst einmal tief durch. Ich wusste, dass sie recht hatte. Ich musste ausgehen und anfangen zu leben. Diese Erfahrung hatte

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