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Bolthar, der Wikingerfürst Band 3: Odin oder Jahwe
Bolthar, der Wikingerfürst Band 3: Odin oder Jahwe
Bolthar, der Wikingerfürst Band 3: Odin oder Jahwe
eBook103 Seiten1 Stunde

Bolthar, der Wikingerfürst Band 3: Odin oder Jahwe

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Über dieses E-Book

Bolthar sammelt ein Heer um sich mit einem einzigen Ziel: Die Vernichtung der Stadt Brønderslev und der damit verbundenen Bestrafung seiner abtrünnigen Tochter Fringa und des christlichen Häuptlings der Stadt, Garpur. Doch er ahnt nicht welche tödlichen Gefahren dabei auf ihn warten, welche Hindernisse er und seine Mannen zu bewältigen haben, bevor er endlich seinen verhassten Feinden gegenübersteht …

SpracheDeutsch
HerausgeberBEKKERpublishing
Erscheinungsdatum19. Okt. 2018
ISBN9781386414728
Bolthar, der Wikingerfürst Band 3: Odin oder Jahwe
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    Buchvorschau

    Bolthar, der Wikingerfürst Band 3 - Tomos Forrest

    Bolthar, der Wikingerfürst Band 3: Odin oder Jahwe

    VON TOMOS FORREST

    IMPRESSUM

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © Roman by Author

    © Cover: 123 RF mit Steve Mayer, 2018

    Created by Thomas Ostwald mit Jörg Martin Munsonius, 2018

    Lektorat: Kerstin Peschel

    © dieser Ausgabe 2018 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Klappentext:

    Bolthar sammelt ein Heer um sich mit einem einzigen Ziel: Die Vernichtung der Stadt Brønderslev und der damit verbundenen Bestrafung seiner abtrünnigen Tochter Fringa und des christlichen Häuptlings der Stadt, Garpur. Doch er ahnt nicht welche tödlichen Gefahren dabei auf ihn warten, welche Hindernisse er und seine Mannen zu bewältigen haben, bevor er endlich seinen verhassten Feinden gegenübersteht ...

    1.

    Dumpfe, schwere Töne zogen über das Wasser und schienen direkt aus dem grauen Nebel zu kommen, der den Nordmännern schon seit Stunden die Sicht auf die Küste nahm. Bei den ersten, wie von Ferne grollenden Donnerschlägen richteten sich die Männer auf den Ruderbänken auf und lauschten. Der Nebel war so dick, dass sie kaum den Bug ihres Langschiffes ausmachen konnten, wo die mächtige Gestalt Bolthars aufragte. Der Fürst schien in seiner Haltung erstarrt zu sein. Breitbeinig stand er dort und spähte in den dichten Nebel hinaus, während graue Schleier an ihm vorbeizogen und die Konturen seines Körpers auf unwirkliche Weise verwischten. Schon vor einiger Zeit hatte sich Bjor geschüttelt, nachdem er Bolthar eine Weile beobachtet hatte, und seinem Nachbarn zugeraunt:

    „Er sieht aus wie Vidar, der schweigsame Ase. Diese Fahrt wird uns direkt nach Hel, das Reich der Toten bringen. Ich habe seltsame Träume gehabt!"

    Sein Nachbar verzog den schmalen Mund, der zwischen seinem dichten, schwarzen Bartgestrüpp kaum auszumachen war, zu einem höhnischen Grinsen.

    „Vidar? Neffe des Odin? Der wäre mir aber kein Grund zum Fürchten, Bjor! Ich würde mir mehr Gedanken um Hermod machen, der dort auf seinem Hengst Sleipnir herangejagt kommt!"

    Den zweiten Teil seiner kurzen Antwort musste er herausbrüllen, um sich noch verständlich zu machen. Mit weit aufgerissenen Augen starrte Bjor auf die Nebelwand, die sich plötzlich vollkommen verändert hatte. Für einen kurzen Moment glaubte er tatsächlich, Hermod, einen der Söhne Odins, auf dem fürchterlichen Pferd über das Wasser reiten zu sehen. Der Nebel hatte sich gewandelt, war aus der geballten, grauen Masse plötzlich zu dicken Schwaden zerteilt, die sich zu formen schienen.

    Bjor war nun vollkommen sicher, dass ihr Ende gekommen war, als ihm Bolthar plötzlich einen Befehl ins Ohr brüllte. Sein Kopf flog herum und starrte in das grimmige Gesicht ihres Anführers, sofort befolgte er instinktiv den erteilten Befehl, den alle Männer im Langboot ausführten. Es ging um ihr Leben, denn dort jagte kein Gott auf einem mystischen Pferd heran, sondern eine riesige Welle, die ständig zu wachsen schien und sich bedrohlich vor ihnen auftürmte.

    „Rudert!, brüllte Bolthar mit Stentorstimme durch die Winde, die mit dieser Erscheinung aufgekommen waren. „Rudert um euer Leben!

    Dann war die unheimliche Welle heran, und das Langboot wurde wie von der Faust eines Riesen gepackt, hoch hinauf gehoben und schien kurz in der Luft zu schweben, bevor es mit rasender Geschwindigkeit in das Wellental hinunterfuhr. Die Männer hielten sich an den Rudern fest, stemmten sich gegen die brachiale Gewalt, die sie zu zermalmen drohte, und mit unglaublicher Stärke prasselten Wassermassen auf sie herunter, die ihnen den Atem nahmen und sie gleich darauf in einen Abgrund rissen.

    Noch einmal packte die Riesenhand zu, stemmte das Schiff erneut hoch hinauf, nur, um es noch tiefer in die kochenden Wasser zurückzuschleudern. Diesmal schien es direkt auf den Meeresgrund zu gehen. Bjor schluckte Wasser, und das Rauschen drang in seine Ohren, löschte jedes andere Geräusch aus und erwirkte eine seltsame Veränderung in ihm.

    Das ist der Weg ins Reich der Toten!, zuckte es ihm durch den Kopf. Und keiner von uns fällt im Kampf. Das bedeutet einen sehr langen Weg bis zur Totengöttin Hel, der Königin des Todes. Keine der Walküren würde sie nach Walhall führen. Das war ausschließlich den Kriegern vorbehalten, die im Kampf starben.

    Doch Bjor machte sich bereit. Er hatte keine Angst vor der Todesgöttin, denn sie waren schon seit vier Wochen auf Viking und hatten beinahe täglich eines der Küstendörfer überfallen und deren Verteidiger getötet. Es hatte auch unter den erfahrenen Kriegern Tote gegeben, obwohl Bolthar nur die besten Krieger in sein Langboot zum Viking eingeladen hatte. Doch die Zeiten waren nicht mehr wie früher, die Dörfer jetzt meistens befestigt und die Männer alle bewaffnet.

    Eine weitere Wasserwand brach über dem Boot zusammen und schien alles unter sich zu begraben. Bjor legte seine Hand um den Griff des Sax-Schwertes und wartete ab, was nun geschehen würde. Den Hund Garm an der Einfahrt in die Höhle, die schließlich zum Reich der Königin des Todes führte, würde das Nächste sein, was er erblicken würde. Doch plötzlich umgab ihn tiefe Schwärze, und seine Schwerthand entkrampfte sich.

    Irgendwann kam der Augenblick, als Bjor tief Luft holte. Er musste husten, denn noch immer hatte er Wasser in der Nase, das während seiner lang anhaltenden Ohnmacht nicht vollständig abgelaufen war. Verwundert hob er den Kopf und sah sich um. Das Langschiff bewegte sich nicht mehr, war aber gut halbvoll Wasser gelaufen. Die Männer lagen teils über den Ruderbänken, teilweise auch im Wasser, und schienen sich jetzt alle nach und nach wieder zu erheben.

    „Auf die Beine mit euch, ihr wollt doch wohl nicht im hellen Sonnenschein noch lange schlafen!"

    Die Stimme Bolthars donnerte über ihre Köpfe, und die eben noch willenlosen Körper erfüllten sich erneut mit dem Kampfgeist, der das Erscheinen der Nordmänner an den Küsten zu einem Fiasko für deren Bewohner werden ließ. Die Ersten sprangen auf die

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