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Beruf und Alltag: Philosophisches
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eBook296 Seiten2 Stunden

Beruf und Alltag: Philosophisches

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Über dieses E-Book

Ein philosophisches Brevier im Jahr 2017? Wir befinden uns im 21. Jahrhundert und merken nicht, wie Moral, Instinkt, Idealismus, Lebensfreude, Charakterstärke, Mut immer mehr verlustig gehen. Sie sind nicht mehr prägend sondern nur noch Stafette.
Dekadenz, Gier, Neid, Egozentrik, Rauschsucht, Pöbelei, Untreue, Unehrlichkeit und Gewissenlosigkeit sind typische Ausprägungen, die unser täglichen Umgang mit anderen bestimmen. Gleichgesinnte Freunde sind selten geworden. Man ist Freund vom anderen, um noch etwas schnell mitzunehmen, bevor es der andere tut.
So treiben wir langsam Verfall und Verwahrlosung von Grundwerten entgegen, die in unserer Gesellschaft bereits Fuß gefasst haben. Nur noch die eigenen Tatkräfte stehen einem zur Verfügung, für sich zu sorgen und dem Leben einen Sinn zu geben. Die Chancen einer demokratisch sozial und fürsorglich ausgerichteten Gesellschaft ruhen nur noch auf den Schultern von allen Beteiligten, die bestimmen, ob der Verfall weiter zunimmt oder andere Wege einschlägt.
In diesem Buch wird auf leichte Weise zu einfachen Begriffen, Taten, Eigenschaften, Neigungen philosophiert, die alle ihren Platz in unserem Dasein haben.
SpracheDeutsch
HerausgeberAischab
Erscheinungsdatum3. Nov. 2017
ISBN9783946182412
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    Buchvorschau

    Beruf und Alltag - Joseph Kempgen

    sein.

    Prolog

    Ein Philosophisches Brevier im Jahr 2017? Wir befinden uns im 21. Jahrhundert und merken nicht, wie Moral, Instinkt, Idealismus, Lebensfreude, Charakterstärke, Mut immer mehr verlustig gehen. Sie sind nicht mehr prägend sondern nur noch Stafette.

    Dekadenz, Gier, Neid, Egozentrik, Rauschsucht, Pöbelei, Untreue, Unehrlichkeit und Gewissenlosigkeit sind typische Ausprägungen, die unser täglichen Umgang mit anderen bestimmen. Gleichgesinnte Freunde sind selten geworden. Man ist Freund vom anderen, um noch etwas schnell mitzunehmen, bevor es der andere tut.

    So treiben wir langsam Verfall und Verwahrlosung von Grundwerten entgegen, die in unserer Gesellschaft bereits Fuß gefasst haben. Nur noch die eigenen Tatkräfte stehen einem zur Verfügung, für sich zu sorgen und dem Leben einen Sinn zu geben. Die Chancen einer demokratisch sozial und fürsorglich ausgerichteten Gesellschaft ruhen nur noch auf den Schultern von allen Beteiligten, die bestimmen, ob der Verfall weiter zunimmt oder andere Wege einschlägt.

    In diesem Buch wird auf leichte Weise zu einfachen Begriffen, Taten, Eigenschaften, Neigungen philosophiert, die alle ihren Platz in unserem Dasein haben.

    Lesen Sie einfach selbst, was sich hinter manchem Begriff verbirgt und fragen Sie sich, ob Sie auch dieser Meinung wären. Sie sollen Hilfen erhalten, nicht nur den Wald sehen zu können, sondern auch die Einzelbäume, die den Wald überhaupt erst ausmachen können.

    Was wäre ein Wald, der nur aus Kahlschlag oder Baumleichen besteht? Na eben kein Wald mehr, oder?

    Alles ist gar nicht so weit entfernt, wie man annimmt. Es beginnt alles mit dem eigenen ersten Schritt, den jeder geht, dem ersten Gedanken, den jeder hat, dem ersten Wort, das jeder äußert.

    Wer A sagt, muss auch B sagen und so weiter, bis er bei Z anlangt, um zu wissen, was Zeit für ihn selbst bedeutet.

    Die Verlagsleitung

    A – ARBEITEN - ALLES

    AN SICH ARBEITEN

    Wer arbeitet, macht Fehler. Wer nicht arbeitet, macht keine Fehler und wer wenig tut, macht umso weniger! Dies mögen die am liebsten, die von Arbeit nicht viel halten oder am besten nur gerne anderen zusehen, wie sie arbeiten. Es gibt eine Menge Kollegen, Kolleginnen, Verwandte, Bekannte, Nachbarn, die so denken und danach handeln. Dabei ist es falsch, zu glauben, dass Arbeit schädlich ist. Arbeiten heißt immer wieder von neuem etwas angehen, vielleicht mal überdenken, neu machen oder einfach beiseitelegen. Arbeiten ist ein Prozess. Selbst Geld, das nicht arbeitet, wird wertlos. Ergo wird man auch selber wertlos, wenn man nichts tut.

    Wer arbeitet, macht Fehler – wer wenig arbeitet, macht umso weniger Fehler! Das mag noch stimmen. Aber das Fazit ist deutlich: Wer gar nicht arbeitet, begeht den größten Fehler – keine Bestätigung haben zu können, keine Anerkennung zu haben. Jeder Fehler hat auch eine positive Rückseite. Dies sollten gerade Führungskräfte und ihre Mitarbeiter mal bedenken. Ohne Auseinandersetzung funktioniert keine Teamarbeit. Ohne Fehler wird nie etwas richtig gemacht. Selbst Schachfiguren sind nur gut, wenn man mit ihnen arbeitet und dabei gut spielt!

    ABSICHTEN – ERSTENS, ZWEITENS, DRITTENS

    Wir müssen uns daran gewöhnen, dass wir stets gegen unsere eigene Bosheit ankämpfen sollen, abgesehen von der Bosheit des anderen Menschen. Wir führen sozusagen Krieg und die eigene Klugheit bedient sich unterschiedlicher Kriegslisten, um den Kampf erfolgreich beenden zu können. Nie tut sie das, was sie vorgibt, sondern versucht immer wieder zu täuschen. Vielleicht scheint es wie ein Luftgeschwader, wenn nicht immer wieder spontan etwas wirkliches Unerwartetes geschieht, stets darauf bedacht, das eigene Spiel zu verbergen. Absichten schimmern durch, um die Aufmerksamkeit des Gegners zu gewinnen, aber Vorsicht! Schnell ist dieser Absicht der Rücken gekehrt, um gerade dadurch siegen zu können, woran eben keiner gedacht hatte. Austricksen nennt man das Prinzip, das sich schnell zu erkennen gibt und dann den Kriegsverlauf etwas einseitig werden lässt. Die erste Absicht zieht vorüber, der Zwischensieg ist errungen, aber bei der zweiten Absicht, steht die Bosheit schon Gewehr bei Fuß, ja auch bei der dritten. Jetzt ändert die Bosheit ihr Spiel, um die List zu verschönern, und lässt das nicht erkünstelte als erkünstelt erscheinen. Der Betrug wird nun vollkommenste Aufrichtigkeit.

    Aber weit gefehlt, die Schlauheit wacht auf ihrem Posten, strengt ihren Scharfblick an und entdeckt die in Licht gehüllte Finsternis. So wird der Teufel entkleidet und bleibt schamlos am Ende allein. Jedes Vorhaben, das aufrichtig vorgegeben wurde, war umso trügerischer. Jedes dieser Vorhaben wird enthüllt und zum Fraße vorgeworfen.

    Und wer bedient sich daran? Die andere Seite wartet nur darauf, dem Teufel die letzte Ehre zu erweisen, um sich seiner Listen zu bedienen. ER hat überall Verehrer und Abtrünnige. Und so geht es fort.

    AUFMERKSAMKEIT

    Wenn wir geboren werden, versuchen wir, die Welt zu entdecken, zu erkennen, in uns aufzunehmen, um überhaupt unser Leben zu verstehen. Das ist Aufmerksamkeit pur, die dazu dient, unser Bewusstsein und Denken zu schulen. Aufmerksamkeit ist uns angeboren, verliert aber im Laufe des Lebens bedauerlicherweise den Stellenwert, den sie ursprünglich hatte. Die Konsequenzen wiegen schwer, denn der Verzicht der Aufmerksamkeit durch eigenständiges Denken und Reden bedeutet auch einen Verzicht auf bewusste Wahrnehmung und führt in einen Strudel der Achtlosigkeit.

    Aufmerksam sein heißt, sich dem anderen zu zuwenden, auszuwählen und sich erkennen zu geben. Ein aufmerksamer Mensch setzt sich aktiv mit seiner Umgebung auseinander, besitzt eine gesteigerte Wachsamkeit und wird nie müde, die Informationen zu verarbeiten. Alle Sinne können daran beteiligt sein und schärfen unser Denken und auch das damit einhergehende Handeln.

    Unterschiedliche Erfahrungen beruhen auf der Basis der Aufmerksamkeit und lassen sich im Laufe des Lebens steigern. Der aufmerksame Mensch lebt in dieser Welt und die Welt in ihm. Der achtlose Mensch nimmt am Leben nicht mehr teil. Es ist an der Zeit, diese ursprünglichen Kräfte wieder zu beleben und neu in Angriff zu nehmen. Selbst der Tod verlangt Aufmerksamkeit, dann das Sterben bekommt einen Sinn.

    ALLES

    Alles oder Nichts heißt es im Volksmund und doch weiß keiner, wie er das eine oder andere gebührend erreichen kann. Alles ist zumindest ein Inbegriff von Streben, das eine gewisse Kunst erfordert, sich geltend zu machen. Was ist dafür erforderlich? Weise zu sein als klug in sieben Jahren. Es ist die Kunst, mit einem Menschen friedlich fertig zu werden als mit dem ganzen Volke. Und dies erfordert graziles Management, dem Naturelement weiblicher Intuitionen.

    ANTIPATHIE ZÜGELN

    Der Umgang mit Menschen ist immer mit Gefühlen verbunden, die einem sagen, was man tun oder lassen kann. Und doch schiebt sich ein ausgezeichnetes Gefühl der Antipathie immer wieder in den Vordergrund, das immer vordergründig leiten will. Das Pendant hierzu ist die Sympathie. Beide - Sympathie und Antipathie sind wechselseitig. Sie wirken getrennt, sind aber voneinander abhängig, denn jede Antipathie benötigt eine gewisse Sympathie und umgekehrt. Antipathie wird Sympathie kaum ermöglichen.

    Dass das Aufeinander zugehen, weil man den anderen nett, sympathisch findet, immer einen Vorteil beinhaltet, ist ohne Zweifel für Führungsebenen eine notwendige Voraussetzung des gemeinsamen Verstehens. Antipathie aber grenzt aus und kann eine Führungsinitiative abrupt beenden. Und dennoch gibt ein antipathisches Verhältnis eine wichtige Information wieder. Es sind Dissonanzen da, die immer wieder einzubrechen drohen und somit Entwicklungen hemmen. Antipathie ist kein Ratgeber, aber ein wichtiges Erkennungsmerkmal, dem anderen nicht trauen wollen.

    ANGEMESSEN NACHFRAGEN

    Was es auch immer bedeutet? Stellen Sie ruhig Fragen, wenn Ihnen danach ist, mag mancher Vorgesetzte sagen. Wenn man diese Aufforderung ernst nimmt, gibt es am Anfang immer viele Fragen und auch später noch. Aber Fragen ist nicht gleich Nachfragen und so scheiden sich die Geister zwischen beiden Vorgehensweisen. Wer fragt, kann den anderen schnell vor den Kopf stoßen.

    Vorgesetzte neigen oft dazu, überzogen und anmaßend zu denken, wenn es um die eigene Karriere geht. Wenn ein neuer Mitarbeiter Fragen stellt, dann will er im Allgemeinen mehr wissen, Neues erfahren. Fragen als Dummheit oder Nichtkönnen auszulegen, ist schlichtweg eine gewollte Verhöhnung, um selbst zu glänzen und den anderen für blöd zu verkaufen. So kann der Mitarbeiter mit „gutem" Gewissen schlechter bewertet werden, als dieser in Wirklichkeit hätte bewertet werden müssen. So wird wieder einmal deutlich, dass offene, ehrliche Fragen nur noch zum Anlass genommen werden, den anderen auszugrenzen, statt ihn zu integrieren. Also sollte man nicht mehr direkt fragen, sondern nur noch wissentlich einfach nachfragen, um sein Interesse zu bekunden?

    Nachfragen ist ausschließlich dem Zweck gewidmet, dem anderen unter dem Bauch zu kitzeln und eine Information zu erhalten, die einem für den Moment genügt. Weitere Informationen kann man sich besser aus dem Internet ziehen. Da steht ja fast alles, das man wissen müsste. Und wozu brauche ich dann noch einen Vorgesetzten? Klar doch, um nachfragen zu können.

    ABHÄNGIGKEIT BEGRÜNDEN

    Ist es klug, Abhängigkeit zu begründen? Und wenn ja, welche sind damit gemeint? Den Götzen macht nicht der Vergolder sondern der Anbeter. Also wäre es klüger, nicht den Mitarbeitern dankbar verbunden zu sein sondern eher bedürftig. Sie sollen immer wieder auf einen selbst hoffen dürfen, als mit Dankbarkeit belohnt zu werden. Denn eines gilt: sich auf Dankbarkeit verlassen, ist reine Bauernart, denn der Bauer ist weit mehr vergesslich, als sich an Frondienste erinnern zu wollen! Wenn einer die Möglichkeit hat, Befriedigung zu finden, wird er auch gleich seiner Quelle den Rücken zuwenden. Wenn die Kuh gemolken wurde und dann keine Milch mehr gibt, ist sie überflüssig geworden. Sie steht dann im Weg. Also gilt es auch im Berufs- und Geschäftsleben: niemals alles geben und schon gar nicht mit Hingabe. Der andere muss sich merken, dass er einen dringend braucht – am besten immer – dann mit voller Hingabe, ohne etwas opfern zu müssen. Es darf nur der Schein der Hoffnung nicht trüben, dann hätte man ein Problem.

    AUSGANG IM AUGE BEHALTEN

    Ist es klug, strenge Maßstäbe im Umgang miteinander oder den Blick für das Ziel zu pflegen? Es ist sicher lobenswert, wer sein Ziel erreicht, aber die Missgunst wird steigen, wenn die Strenge dem Ziel entgegenstand. Ein gutes Ende übergoldet alles, wie sehr auch ein unpassender Weg dagegen sprechen wird. Die Kunst ist zu lernen, dem glücklichen Ausgang entgegen zu sehen und vielleicht in Kauf zu nehmen, dass normative Maßstäbe außer Acht gelassen werden, um dem Ziel näher zu kommen.

    AKZEPTANZ HEISST BESTÄTIGUNG

    Akzeptanz ist ein Substantiv von Akzeptieren, Annehmen, Anerkennen, Einwilligen, Billigen oder einfach mit jemandem oder etwas einverstanden sein. Aber es bedeutet nicht, dass die akzeptierte Sache dann mir angehört, sozusagen ein Bestandteil meinerseits ist. Genau das ist falsch, denn Akzeptanz bedeutet nur für den anderen Bestätigung, Echo, Wahrnehmung. Sie beinhaltet nur eine Zustimmung, ohne eine Qualität damit zu verbinden. Es heißt einfach nur, dass etwas oder der andere nicht abgelehnt

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