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Krimi Doppelband #31 Attentat in der Klinik - Tatort Paracelsus Klinik

Krimi Doppelband #31 Attentat in der Klinik - Tatort Paracelsus Klinik

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Krimi Doppelband #31 Attentat in der Klinik - Tatort Paracelsus Klinik

Länge:
287 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 4, 2018
ISBN:
9781386708513
Format:
Buch

Beschreibung

Krimi Doppelband #31


 

Dieses Buch enthält folgende Krimis:


 

A.F.Morland: Attentat in der Klinik

A.F. Morland: Tatort Paracelsus-Klinik

Die hübsche und engagierte Krankenschwester Lydia Fersten fällt Harun, dem Sohn des Scheichs, sofort auf, und er verliebt sich in sie. Er bittet den Chefarzt, Dr. Richard Berends, Lydia seinem Vater, der sich in der Wiesen-Klinik einem Gesundheitscheck unterzieht, zur Seite zu stellen, um sie dadurch öfter zu sehen. Lydia verfällt seinem Charme und verliebt sich ebenfalls in ihm. Doch sie kommen beide aus verschiedenen Welten. Wird diese Liebe eine Zukunft haben? Währenddessen ist in der Wiesen-Klinik ein Attentäter unterwegs, den Scheich zu töten...

Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 4, 2018
ISBN:
9781386708513
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Krimi Doppelband #31 Attentat in der Klinik - Tatort Paracelsus Klinik - A. F. Morland

Publisher

Krimi Doppelband #31

Dieses Buch enthält folgende Krimis:

A.F.Morland: Attentat in der Klinik

A.F. Morland: Tatort Paracelsus-Klinik

DIE HÜBSCHE UND ENGAGIERTE Krankenschwester Lydia Fersten fällt Harun, dem Sohn des Scheichs, sofort auf, und er verliebt sich in sie. Er bittet den Chefarzt, Dr. Richard Berends, Lydia seinem Vater, der sich in der Wiesen-Klinik einem Gesundheitscheck unterzieht, zur Seite zu stellen, um sie dadurch öfter zu sehen. Lydia verfällt seinem Charme und verliebt sich ebenfalls in ihm. Doch sie kommen beide aus verschiedenen Welten. Wird diese Liebe eine Zukunft haben? Währenddessen ist in der Wiesen-Klinik ein Attentäter unterwegs, den Scheich zu töten...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author/ COVER FIRUZ ASKIN

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Attentat in der Klinik

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 111 Taschenbuchseiten.

Die hübsche und engagierte Krankenschwester Lydia Fersten fällt Harun, dem Sohn des Scheichs, sofort auf, und er verliebt sich in sie. Er bittet den Chefarzt, Dr. Richard Berends, Lydia seinem Vater, der sich in der Wiesen-Klinik einem Gesundheitscheck unterzieht, zur Seite zu stellen, um sie dadurch öfter zu sehen. Lydia verfällt seinem Charme und verliebt sich ebenfalls in ihm. Doch sie kommen beide aus verschiedenen Welten. Wird diese Liebe eine Zukunft haben? Währenddessen ist in der Wiesen-Klinik ein Attentäter unterwegs, den Scheich zu töten...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Sie trafen sich in Abu Dhabi am Persischen Golf: Halef Mudji, der Mörder, und Ibn Achbar, der machthungrige Neffe des Scheichs von Yanba.

Es war heiß und stickig in dem Lokal, und dicke Rauchwolken hingen über den Tischen. Auf einer kleinen Tanzfläche zeigte eine nicht mehr ganz junge Bauchtänzerin ihre Kunst. Ihre rhythmischen Bewegungen glichen einer Schlange, waren geschmeidig und verführerisch. Sie tanzte sehr oft bis nahe an den Tisch der beiden Männer heran, denn Halef Mudji war ein attraktiver Mann mit schwarzem Haar und tiefschwarzen, glänzenden Augen, und es ärgerte sie, dass er ihr keine Beachtung schenkte. Sie konnte nicht wissen, dass ihn Frauen nicht interessierten, wenn er mit jemandem über Geschäfte redete, und genau das war der Grund, weshalb er sich hier eingefunden hatte.

Er war Ibn Achbar als zuverlässiger Mann empfohlen worden. Nicht billig, jedoch sein Geld wert, und so einen Mann brauchte Achbar, denn er witterte seine Chance.

Das Emirat Yanba grenzte an diesen Staat, und Ibn Achbar fand, dass dort der falsche Mann regierte.

Sein Onkel Rashid Achbar war vor zwanzig Jahren an die Macht gekommen, und Ibn Achbar vertrat die Ansicht, dass es bei der damaligen Machtübernahme nicht korrekt zugegangen war. Sein Vater, Rashid Achbars älterer Bruder, hätte die Führung des Landes übernehmen müssen, doch er hatte verzichtet. Zum Wohle des Volkes, wie es allgemein geheißen hatte, denn angeblich war Rashid Achbar der bessere Politiker.

Ibn Achbar ließ das nicht gelten. Er lebte in der Überzeugung, dass Yanba nach dem Tod seines Vaters ihm gehören müsste, doch sein Onkel würde ihm den Platz an der Spitze niemals überlassen.

Zwanzig Jahre hatte man ihn um das, was ihm rechtmäßig zustand, betrogen, fand er, und er war der Meinung, dass zwanzig Jahre reichten.

Verschiedener Differenzen wegen hatte Ibn Achbar Djeha, die Hauptstadt von Yanba, vor zwei Jahren verlassen. Aber er hatte Freunde und Verbündete, die jederzeit bereit waren, ihn bei einem Staatsstreich zu unterstützen. Man hatte ihm etliche Pläne unterbreitet, die darauf abzielten, seinen Onkel zu entmachten. Er hatte sie alle verworfen, weil sie ihm nicht sicher genug erschienen.

Zwei Jahre lebte er nun schon im freiwilligen Exil, und sein Herz war voller Bitterkeit und Hass. Er liebte das Volk von Yanba nicht, wie es sein Onkel tat. Er wollte es nur beherrschen und wissen, dass die Reichtümer des Emirats ihm gehörten. Ihm, dem rechtmäßigen Oberhaupt.

Die Bauchtänzerin neigte sich vor ihrem Tisch weit zurück und schüttelte die nackten, wohlgerundeten Schultern. Halef Mudji griff mit gelangweilter Miene nach seinem eisgekühlten Mangosaft und trank.

Ibn Achbar wartete, bis sich die Tänzerin entfernt hatte, dann sagte er: „Endlich ist meine Zeit gekommen. Du wirst Rashid Achbar für mich aus dem Weg räumen. Damit erweist du dem Volk von Yanba einen sehr großen Dienst."

Mudji lächelte kalt.

„Das Volk von Yanba interessiert mich nicht. Keinen Finger würde ich rühren, wenn du nicht bereit wärst, meinen Preis zu bezahlen."

„Eine Million US Dollar. Das ist sehr viel Geld."

„Niemand zwingt dich, das Geschäft mit mir zu machen. Ich habe meinen Preis."

„Und ich habe ihn akzeptiert."

„Weil du weißt, dass ich erstklassige Arbeit leiste, sagte Mudji. „Bei mir ist Rashid Achbar bestens aufgehoben.

„Du kriegst die Hälfte der vereinbarten Summe im Voraus, den Rest, nachdem ich die Macht übernommen habe."

Mudji nickte. „Einverstanden."

Ibn Achbar grinste. „Du hast großes Vertrauen zu mir."

„Du bist ein Ehrenmann", sagte der Berufsmörder.

„Ich könnte dich nach dem Mord an meinem Onkel um einen Kopf kürzer machen lassen."

„Warum solltest du das tun?", fragte er.

„Um vor meinem Volk besser dazustehen."

Mudji griff wieder nach seinem Glas.

„Ich habe keine Bedenken. Du wirst bezahlen. Auf mein Schweizer Bankkonto. Und ich werde Yanba sehr lange fernbleiben."

Ibn Achbar lachte rau.

„Du traust mir also doch nicht so ganz."

„Vorsicht ist die Mutter der Weisheit, erwiderte Halef Mudji. „Wann soll es geschehen?

„So bald wie möglich. Ich habe genug vom Warten. Ich will endlich haben, was mir gehört."

„Ich begebe mich morgen nach Djeha und treffe die Vorbereitungen", sagte Mudji, doch damit war der Neffe des Scheichs nicht einverstanden. Er schüttelte den Kopf.

„Es darf nicht in Djeha geschehen. Du wirst meinen Onkel töten, wenn er außer Landes ist."

„Hat er die Absicht, Yanba in absehbarer Zeit zu verlassen?"

Ibn Achbar nickte. „Er wird sich mit seiner Familie nach Europa begeben."

„Ein offizieller Staatsbesuch? Das würde meine Arbeit erschweren."

„Er reist privat nach Deutschland, scheint kein Vertrauen zu den eigenen Ärzten zu haben, will sich anderswo gründlich untersuchen lassen."

„Gibt es einen Grund dafür?"

„Er ist sechzig Jahre alt und der Meinung, sein Volk müsse von einem gesunden Staatsoberhaupt regiert werden. Sollte man ihm in Deutschland diese völlige Gesundheit nicht bescheinigen, würde er die Regierungsgeschäfte seinem Sohn Harun übergeben, und dazu darf es nicht kommen."

„Wenn ich Rashid Achbar töte, rückt sein Sohn doch automatisch nach."

Es funkelte grausam in Ibn Achbars Augen.

„Mein Cousin wird es nicht wagen, nach Djeha zurückzukehren und mir die Macht streitig zu machen. Der Schmerz über den Tod seines geliebten Vaters wird ihn zerbrechen. Er wird nicht mehr geeignet sein, die Geschicke eines Staates zu lenken."

„Du sprichst von ihm, als wäre er ein Feigling und ein Weichling. Ich würde mich an deiner Stelle vor diesem Mann in Acht nehmen. Das Volk liebt ihn, und er hat in verschiedenen Situationen Mut und Entschlossenheit bewiesen."

„Er ist keine so starke Persönlichkeit wie sein Vater. Rashid Achbar stützt ihn. Wenn ich ihn dieses Halts beraube, wird er stürzen."

„Es wäre besser, wenn ich ihn ebenfalls töten würde", sagte Halef Mudji nüchtern.

Doch Ibn Achbar winkte ab.

„Das ist nicht nötig. Du konzentrierst dich auf meinen Onkel. Sobald Rashid Achbar tot ist, kehre ich nach Djeha zurück. Dann wird nach zwanzig Jahren endlich der richtige Achbar über das Volk von Yanba regieren. Harun wäre verrückt, wenn er nach Hause käme. Ich würde ihn des Hochverrats bezichtigen und öffentlich hinrichten lassen. Das weiß er."

„Du hast dir sehr viel vorgenommen", sagte Mudji grinsend.

„Ja..., sagte Ibn Achbar gedehnt. „Und es wird mir gelingen. Rashid Achbar muss sterben - in Bergesfelden. Höre weiter meinen Plan ...!

2

Blond, hübsch und blauäugig war Lydia Fersten. Ein ungemein sympathisches Mädchen von knapp zwanzig Jahren, modern gekleidet und ansteckend quirlig. Sie war noch nie in der Wiesen-Klinik gewesen, deshalb hatte sie sich das große Gebäude schon draußen sehr beeindruckt angesehen, und nun staunte sie drinnen über die spürbar angenehme Atmosphäre. Manche Krankenhäuser sind nüchtern und unpersönlich, haben das Flair von Operationsfabriken, von Fließbandbehandlung und Computertherapie. In der Wiesen-Klinik stand der Mensch im Vordergrund, und alles, was um ihn herum passierte, war in erster Linie auf ihn und sein Wohlbefinden abgestimmt.

Dr. Richard Berends, der Chefarzt, stand auf dem Standpunkt, die Klinikatmosphäre dürfe den Patienten nicht deprimieren, sondern müsse mit dazu beitragen, dass er so rasch wie möglich wieder gesund wurde.

Lydia Fersten fragte den Pförtner nach dem Weg zu Dr. Berends und bekam eine ausführliche Auskunft. Als sie wenig später aus dem Lift trat, sah sie den Chefarzt. Ihr Vater hatte ihn ihr beschrieben, deshalb erkannte sie ihn sofort. Er war ein Mann, zu dem man auf Anhieb Vertrauen fasste, groß, sportlich, aufrichtig und seriös. Eine echte Persönlichkeit war der Leiter der Wiesen-Klinik, das spürte Lydia gleich. Er hatte eine Ausstrahlung, über die nur außergewöhnliche Menschen verfügen, und Lydia erkannte jetzt schon, dass sie keinen besseren Entschluss hätte fassen können. Es war richtig gewesen, hierher zu kommen.

Dr. Berends war nicht allein. Er unterhielt sich mit einem jungen Kollegen.

„Haben Sie eine Elektrophorese und eine Untersuchung der Knochenmarkzellen vorgenommen?", wollte der Chefarzt soeben wissen.

„Ja", sagte der junge Arzt.

Lydia Fersten blieb stehen und wartete, bis der Mediziner auf sie aufmerksam wurde.

„Und?", fragte der Chefarzt.

„Die Anzeichen deuten auf eine Makroglobulinämie hin. Da es sich um eine seltene Erkrankung handelt, habe ich keine Erfahrung damit. Ich habe Lymphdrüsenschwellungen, Milz- und Lebervergrößerung und Blutarmut festgestellt."

„Es ist bekannt, dass dieses Leiden, das erst in höherem Lebensalter auftritt, und bei dem es sich um eine Neubildung des lympathischen Systems handelt, von unterschiedlicher Bösartigkeit sein kann."

Der junge Arzt nickte. „Die Patientin ist neunundsiebzig Jahre alt. Welche Therapie schlagen Sie vor, Dr. Berends?"

„Wir werden die Patientin in den nächsten Tagen sehr genau beobachten."

Der junge Mediziner schaute den Leiter der Wiesen-Klinik überrascht an. „Ist das alles?"

„Die Krankheit zählt zu den Paraproteinämien und verläuft häufig ohne Behandlung gutartig mit einer Dauer von zehn und mehr Jahren, Herr Kollege. Eine Therapie mit Zytostatika wäre nur bei einem rasch fortschreitenden Fall angezeigt."

„Ich verstehe, sagte der junge Arzt. „Vielen Dank, Dr. Berends.

Als er sich umwandte und ging, wurde der Chefarzt auf Lydia Fersten aufmerksam. Sein intelligenter Blick huschte rasch an ihr auf und ab, aber es war ihr nicht unangenehm. Es gab Männer, die versuchten auf diese Weise herauszufinden, welche Chancen sie hatten. Bei Dr. Berends hatte Lydia dieses Gefühl nicht. Er begegnete bestimmt allen Menschen mit diesem wachen Interesse. Ein kleines, verlegenes Lächeln huschte über ihr apartes Gesicht.

„Ich bin Lydia Fersten."

„Fräulein Fersten, sagte der Chefarzt herzlich und streckte ihr die Hand entgegen. „Ihr Vater erzählte mir, Sie wären hübsch. Ich muss feststellen, er hat gelogen. Sie sind nämlich eine ausgesprochene Schönheit. Kommen Sie mit in mein Büro! Seine aufrichtige Herzlichkeit machte es Lydia leicht, ihre Hemmungen über Bord zu werfen. Er machte sie mit seiner Sekretärin Veronika Baier bekannt und führte sie in sein Büro, in dem er ihr zunächst einmal Platz anbot.

„Möchten Sie etwas trinken?", erkundigte er sich. Veronika Baier stand abwartend in der Tür.

„Kaffee vielleicht?", fragte Dr. Berends.

„Danke ja", sagte Lydia, und die Sekretärin zog sich für kurze Zeit zurück.

Dr. Berends wollte hören, wie es Lydias Vater ging.

„Großartig", sagte sie.

„Meine Frau und ich sprechen noch sehr oft von ihm."

„Das tut Vater auch. Sie beide haben großen Eindruck auf ihn gemacht", sagte die blonde Besucherin.

„Genau wie er auf uns. Charlotte und ich haben ihn bewundert. Er ist von einem beeindruckenden Pioniergeist beseelt."

„Das Blut eines Abenteurers fließt in seinen Adern."

„O ja, das kann man sagen."

Mit einem Motorrad, das sich Lydias Vater eigens für diesen Zweck gekauft hatte, fuhr er kreuz und quer durch Norwegen. Oft war er tagelang allein und hauste in einem primitiven Zelt, obwohl er sich bei seinem Einkommen wesentlich mehr Luxus hätte leisten können, denn er war Manager eines großen Kölner Hotels. In Haugesund hatte das Arztehepaar den unternehmungslustigen Kölner kennengelernt.

„Andere steigen für immer aus, ich nur für sechs Wochen, hatte er gesagt. „Danach kehre ich in die Tretmühle des Alltags zurück und freue mich auf die nächste große Reise. Wohin die gehen wird, weiß ich noch nicht. Vielleicht ins tibetanische Hochland.

Charlotte und Richard Berends verbrachten eine amüsante Zeit mit ihm. Er sprach häufig und mit sehr viel Liebe über seine Tochter, die diplomierte Krankenschwester war und eine Stellung suchte, die sie ausfüllte. Trotz seiner guten Verbindungen war es ihrem Vater bisher nicht gelungen, etwas Passendes für sie zu finden.

Der Zufall brachte die Entscheidung. Dr. Berends sagte, für eine tüchtige, ambitionierte Krankenschwester wäre in der Wiesen-Klinik immer ein Platz frei, und Lydia solle sich mit ihm in Verbindung setzen.

Als der Chefarzt mit seinen Frau aus Norwegen zurückkehrte, läutete zwei Tage später in seinem Büro das Telefon, und Lydias Vater war am anderen Ende. Er fragte, ob das Angebot noch Gültigkeit habe, und der Chefarzt bejahte die Frage.

„Lydia wird sich melden", sagte daraufhin Albert Fersten, und einen Tag später rief tatsächlich seine Tochter an.

Und nun war sie hier.

Veronika Baier brachte zwei Tassen Kaffee. Lydia nahm ihn wie der Chefarzt mit Milch, aber ohne Zucker.

Sie wies auf ihre Aktentasche.

„Wenn Sie meine Zeugnisse sehen wollen ..."

„Die kann sich später Schwester Hanna, die Oberin, ansehen, sagte Dr. Berends und nahm einen Schluck vom heißen Kaffee. „Ihr Vater hat mir versichert, dass Sie sehr tüchtig sind, und ich halte ihn für einen sehr objektiven Menschen. Er würde es nicht behaupten, wenn es nicht stimmte. Nicht einmal bei seiner eigenen Tochter.

„Sie haben recht. Die Wahrheit geht meinem Vater über alles, und er legt im Berufsleben äußerst strenge Maßstäbe an."

„Genau wie ich, sagte der Arzt. „Ich finde, wir sind es unseren Patienten schuldig, unser Bestes zu geben.

„Dazu bin ich jederzeit bereit", sagte Lydia Fersten.

„Ich bin sicher, wir werden sehr gut miteinander auskommen", meinte Dr. Berends.

Das Telefon unterbrach die Unterhaltung. Dr. Berends entschuldigte sich und nahm den Hörer ab. Man bat ihn in die Aufnahme. Er versprach, sofort zu kommen und legte auf.

„Tja, so geht es. Man hat keine zehn Minuten für ein ungestörtes Gespräch, sagte er bedauernd. „Fräulein Baier wird Sie zur Oberin bringen. Wir haben ein sehr schönes Wohnheim. Schwester Hanna wird Ihnen Ihre Unterkunft zeigen.

Er reichte Lydia die Hand, und kurz darauf nahm sich Veronika Baier ihrer an.

„Dr. Berends ist ein viel beschäftigter Mann", stellte Lydia Fersten fest.

„Das kann man wohl sagen. Es ist keine Seltenheit, dass er in der Woche hundert Stunden in der Klinik verbringt."

„Wie hält er das aus?", fragte Lydia bewundernd.

„Das fragen wir uns alle, sagte die Sekretärin des Chefarztes lächelnd. „Im Moment geht es bei uns besonders hoch her. Wir erwarten in Kürze einen äußerst exotischen Patienten aus Arabien. Seit Jahrzehnten ist es bei den Scheichs Mode, sich in Europa untersuchen und nötigenfalls behandeln zu lassen. Da der gute Ruf der Wiesen-Klinik weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt ist, hat sich das Staatsoberhaupt des Emirats Yanba entschlossen, sich von Dr. Berends und seinen Kollegen gründlich untersuchen zu lassen.

Lydia strahlte. „Das ist ja wunderbar. Dann wird die Wiesen-Klinik noch mehr an internationalem Ansehen gewinnen."

„Ich glaube, das wäre

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