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Praxisbuch außergewöhnliche Naturfotografie: 73 Foto-Workshops für kreative Bilder

Praxisbuch außergewöhnliche Naturfotografie: 73 Foto-Workshops für kreative Bilder

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Praxisbuch außergewöhnliche Naturfotografie: 73 Foto-Workshops für kreative Bilder

Länge:
379 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
May 15, 2018
ISBN:
9783960883050
Format:
Buch

Beschreibung

Kennen Sie diese Situation? Sie stehen mit Ihrer Kamera vor einem atemberaubenden Motiv, das sich ideal für eindrucksvolle Naturfotos eignet, und fragen sich, wie Sie mit Ihren Fotos zum Ausdruck bringen können, was Sie vor der Kamera sehen.
In diesem Buch lassen Sie 15 Topfotografen über ihre Schultern schauen und zeigen Ihnen, wie Sie interessante Motive in der Natur aufspüren und wirkungsvoll in Szene setzen. In 73 Foto-Workshops lüften sie die Geheimnisse ihrer Kunst und geben Aufschluss darüber, wie ihre Bilder entstanden sind. Sie demonstrieren, wie Sie mit Einfallsreichtum, Kenntnis und Geduld stimmungsvolle und verblüffende Bilder selbst von vordergründig unscheinbaren Naturmotiven machen können. Lernen Sie, ein Optimum aus den unterschiedlichsten Fotosituationen herauszuholen, verblüffende Perspektiven anzuwenden oder kreative Aufnahmetechniken einzusetzen. Dabei werden Aspekte der fotografischen Vision und Motivfindung, der verwendeten Ausrüstung und Aufnahmetechnik sowie der Bildgestaltung erörtert.
Sie können das Buch an beliebiger Stelle aufschlagen, um einen der in sich geschlossenen, kurzen Workshops zu lesen. Erfahren Sie, wie Sie Lichtspuren von Glühwürmchen oder Sternen wirkungsvoll aufnehmen oder wie Sie Sternschnuppen fotografisch einfangen. Oder lassen Sie sich zu Tierporträts von Fuchswelpen, Babygänsen oder Damhirschen im Nebel inspirieren. Machen Sie überirdische Fotos von Waldpilzen mit Blitzgerät und Wasserzerstäuber oder von einer Kröte mit stimmungsvollem Unterlicht vor nächtlicher Kulisse.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 15, 2018
ISBN:
9783960883050
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Praxisbuch außergewöhnliche Naturfotografie - Daan Schoonhoven

320

Kraniche

Bob Luijks

In vielen Kulturen gelten Kraniche als Glücksbringer. Glück hin oder her: Die großen und dennoch grazilen Kraniche bieten einen imposanten Anblick. Kraniche sind aber auch eine große Herausforderung für Fotografen, weil sie sehr scheu sind. In einem Radius von 300 Metern werden menschliche Zaungäste kaum geduldet.

Daher ist das Fotografieren von Kranichen in den Niederlanden auch kaum möglich. In Deutschland hat man da mehr Glück. Vor allem während des Herbstzugs finden sich in einigen Gebieten zehntausende Kraniche. Diese massive Ansammlung ist beeindruckend, bedeutet aber auch viel Unruhe bei einer Fotosession. Versuchen Sie mal in einer Masse von Tausenden Vögeln eine Art Ordnung in das Bild zu bringen. Daher habe ich mich für den Frühjahrszug mit weniger Massenaufkommen entschieden.

Realisierung

Ende März hoffte ich auf einen stimmungsvollen, milden Frühlingsanfang. Der Winter wollte jedoch nicht weichen. Obwohl der Frühling in den Niederlanden zu jenem Zeitpunkt bereits einige Tage auf dem Vormarsch war, landete ich in Deutschland in einer eisigen Polarlandschaft. Anfangs ärgerte ich mich maßlos über die Kraniche im Schnee. Da ich sie nicht stören wollte, ließ ich mich weit vor Sonnenaufgang in einer kleinen Holzhütte nieder. Erst eine ganze Weile nach dem Abflug des letzten Vogels sollte ich diese wieder verlassen. Bei eisigem Ostwind hieß es Zähne zusammenbeißen. Den Kranichen schien er dagegen kaum etwas auszumachen, denn sie befanden sich schon im Frühlingsmodus. Das bedeutete ausgiebiges Gefiederputzen und viel futtern. Nur ganz selten wurde dieses Verhaltensmuster von verliebten Pärchen durchbrochen, die mit der Balz nicht bis zur Ankunft im Brutgebiet warten wollten.

Im Frühling sind die Kraniche hauptsächlich mit der Nahrungsaufnahme und mit ihrem Aussehen beschäftigt, was kaum jemanden hinter dem Ofen hervorlockt. | Bob Luijks | Canon EOS 5D II mit Canon 7–200 mm 1:2,8 L auf 200 mm, 1/125 s, Blende 8, ISO 400

Dasselbe Setting, aber dieses Mal mit umherwirbelnden Schneeflocken und zwei balzenden Vögeln in einer ruhigen Atmosphäre | Bob Luijks | Canon EOS 5D III mit Canon 500 mm 1:4 L + 1,4-fach-Telekonverter, 1/500 s, Blende 8, ISO 320

Obwohl sich die Sitzerei ewig hinzuziehen scheint, darf man bei solchen Szenen nicht schlappmachen. Die Aktivität der verliebten Pärchen ist nämlich nur von kurzer Dauer. Mit lauten Rufen tanzen Männchen und Weibchen springend und Pirouetten drehend mit- und umeinander. Das Männchen macht sich dabei so groß wie möglich, und um der Liebsten noch mehr zu imponieren, springt es hoch und wirft zudem alles, was auf dem Boden liegt, in die Luft. Nach einigen Sekunden ist dann wieder alles beim Alten und die Kraniche gehen zur (langweiligeren) Tagesordnung über.

Equipment

Zwecks Isolierung des balzenden Kranichpaares vom Hintergrund verwendete ich ein 500-mm-Teleobjektiv. Die Belichtung habe ich manuell eingestellt, weil sich das Licht für einige Stunden kaum änderte. So konnte ich dafür sorgen, dass keine unterschiedlich belichteten Aufnahmen entstehen, und mich voll und ganz auf das Verhalten der Vögel konzentrieren.

Herbstbirke

Marijn Heuts

Die meisten Fotos, die wir machen, liefern ein vorhersehbares Ergebnis. Ganz einfach aus dem Grund, weil die von uns fotografierten Motive statisch sind. Sobald sich Ihr Motiv, Ihre Kamera oder beide bewegen, kommt eine Variable ins Spiel, die zu überraschenden Ergebnissen führen kann. Ein rennendes Tier bietet Ihnen in der Regel nur die Chance auf einige wenige Fotos. Wenn Sie die Kamera jedoch bei einem stillstehenden Motiv bewegen, können Sie nach Herzenslust tüfteln und experimentieren, bis Sie das Ergebnis völlig überzeugt.

Dieses Birkenwäldchen war mir schon früher aufgefallen, und als ich an einem grauen Herbstmorgen dort vorbeifuhr, entschloss ich mich, dieses Thema einmal zu vertiefen. Ein bläulicher Dunst hing über der Landschaft, aber die Birkenblätter überzeugten mit ihrer satten Farbe. Mein Blick fiel sofort auf die Kombination einer allein stehenden Birke mit einem Birkengrüppchen zu ihrer Rechten. Ringsherum standen noch mehr Bäume, weshalb mir ein »normales« scharfes Foto gegen den Strich ging. Ich entschied mich daher, mit Bewegung zu experimentieren.

Ich begann erst mit vertikalen Bewegungen, aber dabei ging die Blätterstruktur verloren, die ich doch gerade erhalten wollte. Deshalb entschied ich mich dazu, kleine Kreise mit der Kamera zu beschreiben. Je nach Verschlusszeit konnte ich einen kleinen Kreis vollständig, zur Hälfte oder nur noch andeutungsweise beschreiben. Anfangs waren meine Bewegungen zu groß, bis ich merkte, dass kleine subtile Kreise aus dem Handgelenk am besten funktionierten. Ich experimentierte mit Blende und Verschlusszeit, aber auch mit Drehen linksherum bzw. rechtsherum und mit dem Einsatz der Bewegung in der zweiten Hälfte der Verschlusszeit.

Die Belichtung habe ich manuell eingestellt, denn Bewegungen während der Aufnahme verwirren den Belichtungsmesser und die Fotos weisen so durchweg eine andere Helligkeit auf. Die besten Ergebnisse sind dann oft über- oder unterbelichtet.

Letztendlich gibt es keine zwei Fotos, die gleich sind. Daher ist es ratsam, Ihre Ergebnisse regelmäßig auf dem LCD-Monitor zu beurteilen. Sie entdecken dann relativ schnell, welche Verschlusszeit und Bewegung am besten funktioniert. Konzentrieren Sie sich darauf und machen Sie weiter, bis ein Ergebnis vorliegt, das Sie vollkommen überzeugt. Wenn Sie systematisch weiterfotografieren, stehen die Chancen gut, dass Ihr Lieblingsbild ganz am Ende der Session entsteht. Löschen Sie vor Ort noch keine Aufnahmen, sondern betrachten Sie alle zunächst zu Hause in aller Ruhe auf einem großen Monitor. Sie werden sehr viele Fotos in kurzer Zeit machen, aber die Auswahl geht relativ schnell von der Hand. Die wirklich guten Bilder stechen meistens direkt ins Auge.

Equipment

Prinzipiell eignen sich alle Objektive für lange Verschlusszeiten. Ein Weitwinkelobjektiv bringt jedoch mehr Umgebung ins Bild und jedes kleine Detail kann vom Gesamtbild ablenken. Ich persönlich arbeite daher lieber im Brennweitenbereich von 100 bis 400 mm für derartige Aufnahmen. Sie können damit relativ stringente Ausschnitte realisieren und durch die verdichtete Perspektive profitieren Sie von einem ruhigen Hintergrund und vermeiden Details, die Ihr Foto verpfuschen könnten. Diese Fotos wurden mit einer Brennweite von 500 mm aufgenommen. Nicht bewusst, sondern einfach nur, weil ich in diesem Augenblick nichts anderes zur Hand hatte. Die Blende variierte ich, um unterschiedliche Verschlusszeiten auszuprobieren. Alle Fotos wurden aus der freien Hand gemacht, und an der Art der Bewegung im Foto können Sie erkennen, dass es nicht einfach ist, mit einem schweren 500-mm-Objektiv aus der Hand perfekte Kreise zu beschreiben. Noch ein Grund mehr, ein 70–200- oder 100–400-mm-Objektiv zu verwenden. Den Bildstabilisator sollten Sie übrigens deaktivieren, da dieser nicht versteht, was Sie da gerade treiben, und daher verzweifelt versuchen wird, alle möglichen Bewegungen auszugleichen.

Marijn Heuts | Canon EOS 5D III mit Canon 500 mm 1:4 L, 0,4–2 s, Blende 4–8, ISO 400–800

Bokeh-Effekte mit Pilzen

Ron Poot

Pilze haben immer etwas Märchenhaftes und Geheimnisvolles an sich. Ich habe versucht, die Atmosphäre zu betonen, indem ich einen hellen Hintergrund im Wald nutzte und mit Bokeh und Mehrfacheffekt spielte.

Ein Makroobjektiv ist unverzichtbar, wenn man Bokeh-Effekte zaubern will. Lichtpunkte im Vorder- oder Hintergrund mutieren im unscharfen Bereich zu hellen, kreisförmigen Flecken, sogenannten Unschärfekreisen. Die Qualität des Objektivs bestimmt, wie das Bokeh genau aussieht. In dieser Aufnahme wurde bewusst nach Bokeh-Effekten gesucht, indem ich einen Hintergrund nutzte, in dem an einigen Stellen Lichtstrahlen durch das Laubdach fielen. Ich wählte zudem eine niedrige Aufnahmeposition, wodurch ich dem Pilz zum richtigen, hellen Hintergrund verhelfen konnte.

Diese Technik macht sich einen Unschärfeeffekt zunutze. So stellen Sie nicht das Motiv selber scharf, sondern den Bereich knapp davor oder dahinter. Bei dieser Aufnahme befindet sich der Scharfstellpunkt knapp hinter dem Pilz. Da Lichtstrahlen aus unterschiedlichen Richtungen durch die Baumkronen auf das Objektiv treffen, entstehen mehrere Unschärfekreise. Den Pilz, der zwischen Lichtquellen und Objektiv stand, sehen Sie dann in zahlreichen Schatten; einer in jedem Unschärfekreis.

Die Schattenreflexionen der Pilzhütchen bilden jetzt das Hauptmotiv des Fotos, nicht mehr der Pilz selber. In der Bildmitte befindet sich ein Hütchen, das perfekt im Unschärfekreis platziert ist und daher als Blickfang bewusst in den Mittelpunkt des Bildes gesetzt wurde. Die anderen Reflexionen bilden den Rahmen.

Sie können den optimalen Effekt erzielen, wenn Sie beim Scharfstellen mit der Entfernung experimentieren. Dabei muss man vor allem die Stelle, von der aus mehrere Lichtstrahlen in das Objektiv dringen sorgfältig suchen, um einen ansprechenden Mehrfacheffekt zu erzielen. Mit anderen Worten: Wie weit verlagern Sie den Fokus hinter das Hütchen, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen?

Abbildung des Models, das die Basis für das Endergebnis darstellt | Ron Poot | Sony A580 mit Sigma 105 mm 1:2,8 Makro, 1/40 s, Blende 4,5, ISO 1600

Der Mehrfacheffekt zaubert aus einem einzigen Pilz auf einmal Dutzende Pilze in einem geheimnisvollen Märchenwald. | Ron Poot | Sony A580 mit Sigma 105 mm 1:2,8 Makro, 1/250 s, Blende 2,8, ISO 400

Polarlicht

Johan van der Wielen

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich zum ersten Mal ein Polarlicht in Finnland sah. Besser gesagt: Ich sah einen hellen, grauen Fleck, aber die Kamera verwandelte ihn in einen grünlichen Fleck. Es war nicht mehr als ein Fleck, aber ich konnte es kaum fassen. Ich hatte ein Nordlicht gesehen! Dabei hatte ich mehr Glück als Verstand, denn ich fotografierte gerade in einer sternenklaren Nacht den Himmel, als mein Blick auf etwas Gräuliches fiel.

Seither habe ich nicht nur zahlreiche Polarlichter fotografiert, sondern auch viel über dieses spektakuläre Phänomen gelesen. Mittlerweile habe ich zwar viele Apps zur Vorhersage von Polarlichtern auf meinem Handy, aber keine von ihnen ist absolut treffsicher. Sie liefern zwar Informationen darüber, wie wahrscheinlich es ist, ein Polarlicht zu sehen, aber man sollte sich nicht darauf verlassen. In Norwegen habe ich einmal sechs Stunden lang das spektakulärste Polarlicht beobachten können, obwohl dafür eine äußerst geringe Wahrscheinlichkeit prognostiziert worden war. Grund für falsche Prognosen sind die unterschiedlichen Faktoren, die bei der Entstehung eines Polarlichts eine Rolle spielen und die vorab nicht zuverlässig gemessen werden können. Wenn die Wahrscheinlichkeit für ein Polarlicht als hoch eingestuft wird, stimmt das meistens, aber wenn die Wahrscheinlichkeit angeblich gering ist, kann man dennoch ein Polarlicht zu sehen bekommen.

Meine erste Bekanntschaft mit einem Polarlicht: ein für das bloße Auge unsichtbares Band am Horizont. Durch die lange Verschlusszeit ging die Form verloren. | Johan van der Wielen | Canon 5D II mit Canon 16–35 mm 1:2,8 L auf 16 mm, 25 s, Blende 5,6, ISO 3200

Da das Polarlicht meist nicht durchgängig sichtbar ist, sondern in Wellen kommt und geht, sollten Sie, wenn es mal kurz weg ist, doch noch etwas auf Ihrem Beobachtungsposten ausharren. Eine halbe Stunde später kann es auf einmal wieder explodieren.

Nutzung von Polarlicht

Ich habe sehr viel Erfahrung mit der Warterei auf das Polarlicht, da ich es so oft fotografiert habe. Daher konzentriere ich mich jetzt auf das Fotografieren während des Polarlichts. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Ich will mehr als ein Foto nur von dem Naturphänomen und das Polarlicht als zusätzliches Element in meinen Landschaftsfotos verwenden. Dabei suche ich die Kombination mit Reflexionen, Mondlicht oder landschaftlichen Elementen wie Bergen, Bäume oder sogar Sternspuren.

Nordlicht auf den Lofoten. Ein viel besseres Bild aufgrund der kürzeren Verschlusszeit. Die Prognose war schlecht, aber das Polarlicht dann deutlich zu erkennen. Doch ist es in erster Linie das Foto eines Phänomens und nicht unbedingt ein ansprechendes Bild. | Johan van der Wielen | Canon 5D II mit Canon 16–35 mm 1:2,8 L auf 16 mm, 10 s, Blende 2,8, ISO 1600

Ich mache mich vorab auf die Suche nach geeigneten Locations und versuche mir tagsüber vorzustellen, wie es nachts aussehen könnte. Befinden Sie sich südlich des nördlichen Polarkreises, sehen Sie das Nordlicht in nördlicher Richtung. Wie hoch das Polarlicht-Band am Himmel erscheint, hängt von der Stärke des Polarlichts und auch vom Beobachtungsort ab. Je weiter südlich Sie sich in nördlichen Breiten befinden, desto niedriger ist das Polarlicht-Band am Himmel sichtbar. Sobald Sie sich nördlich des nördlichen Polarkreises bewegen, können Sie unter das Polarlicht gelangen. Dann sehen Sie das Lichtband am frühen Abend im Norden und gegen Mitternacht schiebt es sich über Ihren Kopf hinweg, um in den Morgenstunden im Süden zu verschwinden. Wenn Sie das wissen, ist die Bestimmung eines guten Beobachtungsorts, je nach Ihren Ideen für Bilder, einfacher.

»Mein« Baum in Norwegen. Eines Tages habe ich ihn nur mit Sternen fotografiert und seitdem komme ich jedes Jahr wieder, auf der Suche nach dem perfekten Foto mit Polarlicht. | Johan van der Wielen | Canon 5D II mit Samyang 14 mm 1:2,8, 15 s, Blende 2,8, ISO 3200

Glühwürmchen

Paul van Hoof

Von den drei Glühwürmchen-Arten, die in Mitteleuropa vorkommen, ist nur der Kleine Leuchtkäfer in der Lage während des Flugs zu leuchten. Es ist wirklich ein magisches Erlebnis nachts im Wald von fliegenden Lämpchen umschwirrt zu werden. Wie fantastisch wäre es, diese Erfahrung fotografisch festzuhalten: der Wald in der Dämmerung mit winzigen, umherfliegenden Lampions.

Der Kleine Leuchtkäfer ist selten und findet sich in den Niederlanden vor allem im Süden (Zuid-Limburg) und im Rijk van Nijmegen. Wenn Sie den richtigen Ort gefunden haben, benötigen Sie eventuell eine Erlaubnis nachts im Wald fotografieren zu dürfen. Dann brauchen Sie ein gutes Timing. Die Glühwürmchen sind nämlich nur einige Wochen im Sommer aktiv und dann auch nur für jeweils kurze Zeit. Sie starten etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang und ungefähr eine dreiviertel Stunde später ist schon wieder alles vorbei.

Technik

Fotografisch war das eine Herausforderung, denn das Ziel bestand nicht darin, die Tierchen selber zu fotografieren, sondern die Lichtspuren der herumfliegenden Glühwürmchen. Man arbeitet dabei nach Sonnenuntergang im Wald, wo es minütlich dunkler wird, bis man fast nicht mehr die eigene Hand vor Augen sehen kann. Die Kamera hatte ich daher auch schon vor Anbruch der Dunkelheit aufgestellt und scharfgestellt. Danach ist nämlich keine Korrektur mehr möglich. Sie haben daher im Grunde nur eine einzige Chance pro Abend.

Die Lichtspuren sind für das Auge ziemlich hell. Kamera und Objektiv sind jedoch stark

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