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Gelassen pflegen: 31 inspirierende Denkanstöße für einen gelasseneren Umgang mit unseren Pflegebedürftigen
Gelassen pflegen: 31 inspirierende Denkanstöße für einen gelasseneren Umgang mit unseren Pflegebedürftigen
Gelassen pflegen: 31 inspirierende Denkanstöße für einen gelasseneren Umgang mit unseren Pflegebedürftigen
eBook74 Seiten49 Minuten

Gelassen pflegen: 31 inspirierende Denkanstöße für einen gelasseneren Umgang mit unseren Pflegebedürftigen

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Über dieses E-Book

Verantwortung für pflegebedürftige Menschen zu übernehmen, ist etwas Großartiges. Zugleich kann es für all jene, die sich dieser Aufgabe widmen, zu enormen Herausforderungen führen, die bis an den Rand der Belastbarkeit und darüber hinaus gehen. Nicht selten drohen Erschöpfung, Krankheit und Depression.
Wie können Pflegende dennoch bei Kräften bleiben? Wie sind Glücklichsein und Freude auch im Angesicht solch schwieriger Situationen und Phasen möglich?
Das Buch möchte allen Pflegenden, ob Angehörige oder professionelle Pflegekräfte, inspirierende Denkanstöße und Ratschläge geben, wie Selbstachtsamkeit und Gelassenheit auch in Zeiten der Pflege möglich sind.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum29. Nov. 2018
ISBN9783748115847
Gelassen pflegen: 31 inspirierende Denkanstöße für einen gelasseneren Umgang mit unseren Pflegebedürftigen
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Autor

Johannes Ruhland

Johannes Ruhland, geb. 1967 Studium: Theologie, Sozialpädagogik, BWL (VWA) Beruf: Seit 1998 im sozialen Sektor tätig (10 Jahre Heimleiter einer großen stationären Pflegeeinrichtung; Geschäftsführer einer Seniorenresidenz; selbständiger Berater für Senioreneinrichtungen; Geschäftsführer eines Zentrums für Autismuskompetenz)

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    Buchvorschau

    Gelassen pflegen - Johannes Ruhland

    Inneres!

    1. Du darfst dennoch glücklich sein

    Es gibt Menschen, die sich das Gute nicht gönnen im Angesicht von Leid und Traurigkeit, in der Nähe des drohenden menschlichen Verlustes.

    Das ist verständlich, doch zugleich entspringen dieser Einstellung die Wellen der Schwere, die unseren Alltag belasten. So prüfe sich ein jeder und eine jede, ob diese Einstellung auch in ihm oder ihr Platz ergriffen hat. Sich selbst schlecht zu fühlen, weil es anderen nicht wohl ergeht, hat nichts Gutes an sich.

    Gerade für die Pflege eines Mitmenschen benötigen wir doch Kraft und Energie. Das kann nicht geleistet werden ohne eigenes Wohlergehen, Auftanken und Erholsamkeit. Diese Zeiten sind so wichtig, mit gutem Gewissen, mit Genuss und voller Freude. Wer, wenn nicht die Pflegenden, haben dies verdient?

    Die Gebrechlichkeit eines alten Menschen in das eigene Innere zu übernehmen ist kein Mitgefühl. Vielmehr ist es die Vermehrung der Gebrechlichkeit, die jedem Mitgefühl nur im Wege stehen kann.

    Übernimm nicht den aufrührenden Schmerz und identifiziere Dich nicht mit der Pflegesituation! Sie darf nur ein Teil Deines Lebens sein, verantwortungsvoll wahr zu nehmen, aber nicht alles ganz und gar bestimmend.

    Haben wir also Respekt vor allen, denen in diesem Feld die richtige Balance gelingt, die ihr aufopferndes und mitfühlendes Wirken in Einklang bringen können mit den Zeiten der eigenen Wertschätzung und Distanzierung. Das ist nicht einfach und doch so sehr wichtig.

    Die Pflege eines Mitmenschen zieht in den Bann, gerade, wenn das gleiche Blut in den Adern fließt. Sie kann uns mit Haut und Haaren erfassen, sie kann unser Denken bestimmen und die empfindsamsten Emotionen aus der Tiefe unseres Seins hervorholen. Das ist nicht ungewöhnlich und liegt ein wenig in der Natur der Sache.

    Wer jedoch Tag für Tag im Räderwerk des Pflegens nur agiert, sich selbst dabei vergisst und dem Sog des Funktionierens nicht entkommt, der geht gefährliche Pfade, dem drohen Müdigkeit und Erkrankung in allen Bereichen. Nimm Dir also Zeit zur Selbstbesinnung, zur distanzierten Betrachtung, zur Neuausrichtung und zur Eigenliebe!

    Die Bestimmung eines jeden Menschen ist die Fülle und die Leichtigkeit. Das gilt ganz unabhängig davon, in welchen äußeren Zusammenhängen wir aktuell leben. Dieses Ziel sollten wir niemals aus den Augen verlieren, auch nicht in den schwierigen Phasen unseres Lebens.

    Inspirierender Denkanstoß Nr. 1: Auch im Angesicht von Leid darfst Du glücklich sein und ein Leben in Fülle genießen.

    2. Negative Emotionen dürfen sein

    Nicht ein jeder hat das Glück der guten und schönen Beziehung zum Pflegebedürftigen. Nicht selten schwebt eine dunkle Vergangenheit über der zu erbringenden Pflicht.

    Dann sind da die Tage mit Groll und Wut, mit Verzweiflung, Demütigung und Ohnmacht, gefolgt von schlechtem Gewissen und Niedergeschlagenheit. Dann wird gerungen mit negativen Emotionen, die übermächtig erscheinen und sich überbordend Raum verschaffen. Möge es doch endlich vorüber sein, möge doch das Schicksal die Erlösung bringen!

    Sind derartige Gefühle und Gedanken im Verborgenen oder ganz offensichtlich bei Dir vorhanden? Dann ist das so! Dann obsiegt das Menschliche und weder Schuld noch Scham brauchen Dich zu quälen. Die Pflege eines Menschen rührt unsere tiefsten Schichten an. Diese existieren in uns allen, nur kommen sie meist nicht zum Vorschein, wenn sie nicht mit Wucht herausgefordert werden.

    Lehne nicht ab, was das Menschsein mit sich bringt! Wir haben nicht alles in der Hand. Unsere Macht über die Emotionen und das irdische Leben im Ganzen ist begrenzt sei es über das eigene oder aber über das fremde.

    Lass Deinen Emotionen und Gedanken ihren Raum! Du musst sie nicht ungehemmt an Deinen Mitmenschen ausleben, aber lass sie zu und nimm sie in den Blick, sobald sie erscheinen. Es sind Deine eigenen, in Dir emporsteigenden Energien. Die äußeren Umstände öffnen nur das Gefäß, in dem sie in Dir Wohnung gefunden haben. Sind sie da, so sollst Du ihnen begegnen und sie betrachtend annehmen. Welche Emotionen es auch sein mögen, urteile nicht darüber, lehne sie nicht ab, das führt nur zu Verhärtung.

    Der Weg des Umgangs ist das liebevolle Gewahrsein. Beobachte die Gedanken und fühle die Gefühle in vollem Bewusstsein! Begegnung statt Ausgrenzung, Hingabe statt Weglaufen, Annahme statt Verurteilung, das ist die Aufgabe, welche Du Deinem Selbst gegenüber hast.

    Ist Deine emotionale Verfasstheit für Dich sehr belastend, dann kannst Du den Blick nur

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