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Über dieses E-Book

Western von John F. Beck

Der Umfang dieses Buchs entspricht 140 Taschenbuchseiten.

Es ist eine Verzweiflungstat gewesen. Er hat es nur für seine Frau Susan getan, denn um ihre Gesundheit steht es schlecht.
Jack Spencer hat sich der Bannon Bande angeschlossen, um mit ihr eine Bank zu überfallen. Mit dem erbeuteten Geld will er mit Susan dorthin gehen, wo das Klima heiß und trocken ist. Doch sein Plan geht nicht auf. Er wird angeschossen und von der Bande zurückgelassen. Jack kann und will nicht aufgeben, denn seine Susan befindet sich im Unterschlupf der Bande. Mit eisernem Willen, den Doc als seine Geisel und den Sheriff im Nacken, schlägt er sich zu dem Versteck der Bande durch … und dort erwartet ihn ein nächster Schicksalsschlag!
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum10. Nov. 2017
ISBN9783743837881
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    Buchvorschau

    Sie kassierten rau - John F. Beck

    München

    Sie kassierten rau

    Western von John F. Beck

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 140 Taschenbuchseiten.

    Es ist eine Verzweiflungstat gewesen. Er hat es nur für seine Frau Susan getan, denn um ihre Gesundheit steht es schlecht.

    Jack Spencer hat sich der Bannon Bande angeschlossen, um mit ihr eine Bank zu überfallen. Mit dem erbeuteten Geld will er mit Susan dorthin gehen, wo das Klima heiß und trocken ist. Doch sein Plan geht nicht auf. Er wird angeschossen und von der Bande zurückgelassen. Jack kann und will nicht aufgeben, denn seine Susan befindet sich im Unterschlupf der Bande. Mit eisernem Willen, den Doc als seine Geisel und den Sheriff im Nacken, schlägt er sich zu dem Versteck der Bande durch … und dort erwartet ihn ein nächster Schicksalsschlag!

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    Der Wind jagte den Regen in bleigrauen Schleiern über das hügelige Land. Männer und Pferde waren tropfnass. Lee Tatum lenkte seinen Cayusen mit verkniffener Miene auf gleiche Höhe mit dem breitschultrigen Mann an der Spitze des Reiterrudels.

    „Spencer ist total erledigt, Luke!, schrie er durch das Stampfen der Hufe, „der hält keine halbe Meile mehr durch! Luke Bannon fiel seinem Pferd in die Zügel und reckte einen Arm in die Höhe. Der Hufschlag hinter ihm wurde langsamer und verstummte schließlich ganz. Die sechs Reiter wandten sich dem Mann in ihrer Mitte zu, der halb auf dem Hals seines Braunen lag und beide Hände in die zottige, regennasse Mähne gekrallt hatte. Bannon wischte sich bedächtig mit dem Handrücken die glitzernden Wassertropfen von den Schnurrbartenden.

    „Jack!, sagte er laut. „Für dich ist hier Schluss!

    Der Mann in der Mitte hob langsam den Kopf. Er hatte den Hut verloren. Das dunkle Haar klebte klatschnass auf der bleichen Stirn. Verschwommen tastete sein Blick über die kantigen, finsteren Gesichter der Reiter ringsum. Jack Spencer brauchte eine Weile, bis er sich wieder an alles erinnerte: die Schüsse in der Bank von Two Forks, das unverhoffte Auftauchen jenes großen blonden Mannes, der den Marshalstern an der Weste trug, die wilde Flucht aus der Stadt und die Kugel, die ihn dabei in die Schulter getroffen hatte. Die Schmerzen pulsten heiß durch seinen Körper. Aber nicht weniger schlimm war die Erinnerung an das, was in der Bank geschehen war. Dieses Bild der zusammenbrechenden Gestalten, das Entsetzen in den aufgerissenen Augen, würde er nie vergessen können.

    „Du schaffst es nicht mehr, Jack, stellte Bannon sachlich fest. „Dieser verdammte Marshal mit den Kerlen aus Two Forks ist dicht hinter uns. Tut mir leid, in diesem Falle können wir keine Rücksicht auf dich nehmen. Das wirst du doch begreifen, nicht?

    Der Schmerz riss an Jack Spencers Mundwinkeln, als er sich im Sattel aufrichtete.

    „Schon gut, Luke, murmelte er müde. „Ich kenne die Regeln dieses Spiels.

    „Nicht alle, scheint mir!, zischte Lee Tatum, der groß und hager neben dem Bandenführer Bannon auf seinem Cayusen saß. Er schlug die schenkellange Kordjacke über den Kolben des tiefhängenden Revolvers zurück. Seine tiefliegenden Augen schienen zu glühen. „Luke, ich erinnere dich nur daran, das Spencer den Weg zu unserem Schlupfwinkel in den Wind River Bergen genau kennt. Wenn er den Verfolgern lebend in die Hände fällt ...

    „Das wird er nicht, sagte die blecherne Stimme von Slim Fisher direkt hinter Jack. „Ich hab mein Eisen schon in der Faust und brauche nur den Finger zu krümmen. Fehlt nur noch dein Befehl, Luke.

    Jack war nur unmerklich zusammengezuckt. Jetzt saß er wie versteinert. Seine Hand war auf halber Strecke zu seinem eigenen Coltkolben herabgesunken. Wyoming Kid, der jüngste Kerl in der Bannon Crew, begann zu lachen, zuerst leise und glucksend, dann immer lauter. Ein gieriger, fast irrer Ausdruck flackerte in seinen blauen Augen.

    „Halt die Klappe, zum Teufel!, fauchte ihn der hagere Tatum an. „Luke, warum sagst du nichts? Die Zeit drängt.

    Bannon musterte den Verwundeten nachdenklich.

    „Er wird uns nicht verraten. Steck dein Schießeisen weg, Slim!"

    Fisher knurrte hinter Jack eine Verwünschung. Tatum hieb die Faust aufs Sattelleder.

    „Mach keinen Fehler, Luke! Du denkst doch nicht im Ernst, er wird ihnen allein entkommen."

    „Ich denke an den Grund, aus dem er sich uns angeschlossen hat, erwiderte Bannon ruhig. „Seine Frau! Er wird nicht wollen, dass unser Schlupfwinkel ausgehoben wird, solange sich Susan dort aufhält. Ich hab doch recht, Jack, wie?

    Tatum kaute auf der Unterlippe und starrte Jack Spencer gehässig an.

    „Wir sollten trotzdem nicht riskieren ..."

    „Die Befehle gebe noch immer ich!, unterbrach ihn Bannon mit jäher Schärfe. „Slim, hörst du schlecht? Weg mit dem Eisen! Jack, mehr kann ich nicht für dich tun. Das Geld - her damit!

    Mit dem Kinn deutete er auf die beiden prallen, zusammengebundenen Ledersäcke, die über Jacks Sattel hingen. Jack nickte stumm und nestelte die Riemen vom Sattelhorn los. Seine Hände zitterten.

    „Hilf ihm, Big Crow!", sagte Bannon ungeduldig.

    Eine hünenhafte Gestalt schob sich neben Jack und nahm ihm die Ledersäcke ab. Es war ein Indianer mit breitflächigem dunkelbraunem Gesicht. Bis auf die Mokassins war er wie ein Weißer gekleidet. Unter der Krempe seines verbeulten Hutes fielen zwei dick geflochtene schwarze Zöpfe auf seine muskulösen Schultern. Mit einem mühelosen Schwung warf er die Geldsäcke dem Bandenführer zu. Bannon verzog keine Miene.

    „Jetzt dein Pferd, Jack! Steig ab!"

    In Jack Spencers dunklen Augen blitzte es flüchtig auf. Aber er sah die steinerne Härte auf Bannons Miene, Tatums Hand am Revolver und hörte das Schnauben von Slim Fishers Pferd schräg hinter sich. Wyoming Kid lachte wieder unmotiviert. Nat Slaughter, das letzte Bandenmitglied, ein gedrungener, stoppelbärtiger Bursche, spähte nervös in die Richtung, wo die Stadt Two Forks hinter den Hügeln lag. Alle hatten sie die Jackenkragen hoch geschlagen. Unvermindert prasselte der Regen auf sie herab.

    „Sei vernünftig, Jack!, mahnte Bannon mit einem drohenden Unterton. „Der Gaul hilft dir auch nichts mehr, und wir brauchen ihn. Da drüben gibt's einen Haufen Felsen. Vielleicht kannst du dich da irgendwo verkriechen. Ich wünsch dir, dass du Glück hast, alter Junge! Solltest du dich irgendwie in unser Versteck durchschlagen können, liegt selbstverständlich dein Beuteanteil für dich bereit.

    „Irgendwie ist gut!", kicherte Wyoming Kid und kratzte sich am Kinn.

    Jack ließ sich erschöpft aus dem Sattel rutschen. Er musste sich etliche Sekunden lang am Steigbügel festhalten, bis er sein Gleichgewicht gefunden hatte. Der vom Regen aufgeweichte Boden schien unter seinen Füßen zu schwanken. Big Crow, der Indianer, der sogar Bannon noch um einen halben Kopf überragte, ergriff die Zügel von Jacks Braunem und band sie am Sattel seines eigenen Pferdes fest. Bannon ritt näher, zog das Gewehr aus dem nassglänzenden Scabbard und reichte es Jack hinab.

    „Danke!", würgte Jack mühsam hervor. Ihre Blicke begegneten sich. Jack konnte aus Bannons durchdringenden hellen Augen keine Spur von Mitgefühl lesen.

    „Mach’s gut, alter Junge!", sagte Bannon gleichmütig und lenkte sein Pferd herum.

    „Luke!", keuchte Jack, und jetzt, da links und rechts die Hufe abermals losstampften, stieg die Panik in ihm hoch.

    „Was noch?", fragte Bannon mürrisch und schaute über die Schulter.

    „Das Geld, Luke!, krächzte der Verwundete und machte zwei, drei torkelnde Schritte hinter dem Bandenboss her. „Gib meinen Anteil Susan! Sag ihr, sie soll damit nach Süden gehen. Arizona oder New Mexico. Irgendwohin, wo das Klima heiß und trocken ist und Aussicht besteht, dass sie wieder gesund wird. Lass nicht zu, dass sie Zeit damit vergeudet, auf mich zu warten. Du weißt, wie sinnlos das wäre. Gib ihr das Geld und schick sie nach Süden, das ist alles, was ich noch von dir verlange, Luke. Versprichst du’s mir?

    „Natürlich, Jack, antwortete Bannon sofort und zu glatt, dass Jack damit hätte zufrieden sein können. Ehe er noch etwas sagen konnte, rief Bannon anfeuernd: „Los jetzt, Jungs, Beeilung! Denkt an die Meilen, die noch vor uns liegen! Schlamm spritzte unter den wirbelnden Hufen seines Pferdes auf. Jack blieb stehen und ließ den Kopf sinken. Hinter Bannon stoben Big Crow, Wyoming Kid, Nat Slaughter und Lee Tatum an Jack vorbei. Nur Slim Fisher fehlte noch. Aus den Augenwinkeln sah Jack undeutlich, wie sich Tatum halb im Sattel drehte und jemand, der hinter Jack sein musste, verstohlen zuwinkte. In diesen wenigen Sekunden hatte Jack Spencer Schmerzen und Schwäche vergessen. Im Herumwirbeln warf er sich auf die Knie. Ein Windstoß peitschte ihm Regen mitten ins Gesicht. Die grellrote Mündungsflamme aus Fishers Colt schien direkt aus einem grauen Vorhang zu schlagen. Die Kugel pfiff über Jacks Kopf weg. Dann wurden die Umrisse von Fishers drahtiger Gestalt durch den Regenschleier sichtbar. Geduckt kauerte er im Sattel und preschte direkt auf Jack zu. Wieder blendete Jack der Mündungsblitz. Jack ließ sich einfach zur Seite fallen. Wasser spritzte auf. Der Schmerz in seiner linken Schulter war furchtbar. Aber er hatte nun den Revolver aus dem Holster gebracht. Mechanisch riss er seine Faust hoch. Fishers Gaul war auf gleicher Höhe mit ihm. Das verzerrte Gesicht des Banditen war schräg über Jack, als er abdrückte.

    Danach war eine Weile vor Jacks Augen alles verschwommen. Schließlich wälzte er sich in der Wasserlache herum und stemmte sich auf seinem Gewehr mühsam auf die Füße. Fisher lag nur wenige Schritte vor ihm auf dem Rücken. Der Regen perlte über sein erstarrtes Gesicht. Jack hörte das Hufgetrappel des übrigen Rudels zurückkommen. Aber er war zu ausgepumpt, um sich umzudrehen und nochmals die Waffe in Anschlag zu bringen. Alles war ihm auf einmal egal. Durch Wind und Regen vernahm er Fetzen von Lee Tatums hasserfüllter Stimme: „Verflucht noch mal, Luke, siehst du nicht, was er angerichtet hat? Slim ist - gib mir freie Hand, Luke - dieser verdammte Hund, ich bring ihn um!"

    Bannons Tonfall war herrisch und scharf. Jack verstand nur Bruchstücke.

    „Mein Befehl ... selbst zuzuschreiben ... keine Zeit mehr verlieren."

    Dann steigerte sich das dumpfe Trommeln der Hufe und entfernte sich tiefer in die regenverhangenen Hügel hinein.

    2

    Zwischen Ginster und Wacholderbüschen lag er flach an die Erde gepresst und wagte kaum mehr zu atmen. Das Spencergewehr hielt er wie einen kostbaren Schatz fest an sich gepresst. schmatzende Hufgeräusche und das Knacken und Rascheln von

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