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Das magische Amulett #125: König der Schotten

Das magische Amulett #125: König der Schotten

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Das magische Amulett #125: König der Schotten

Länge:
114 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 28, 2019
ISBN:
9783743821064
Format:
Buch

Beschreibung

Das magische Amulett Band 125
Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten.

Plötzlich taucht ein junger Mann im Schottenrock auf und behauptet, aus der Vergangenheit zu kommen. Er muss eine Mission erfüllen, nämlich einen direkten Nachfahren von Maria Stuart finden, der dann der neue König von England und Schottland werden soll. Mit Hilfe eines magischen Amuletts will er diesen aufspüren, und Brenda Logan, die Amulettforscherin, soll ihn dabei unterstützen. In Begleitung von zwei Frauen aus der Gegenwart taucht er bei ihr auf. Doch da gibt es Geister, die ihnen nach dem Leben trachten. Aber wo kommen die her, und wer hat sie geschickt?
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 28, 2019
ISBN:
9783743821064
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Buch

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Das magische Amulett #125 - Jan Gardemann

München

König der Schotten

Das magische Amulett Band 125

Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten.

Plötzlich taucht ein junger Mann im Schottenrock auf und behauptet, aus der Vergangenheit zu kommen. Er muss eine Mission erfüllen, nämlich einen direkten Nachfahren von Maria Stuart finden, der dann der neue König von England und Schottland werden soll. Mit Hilfe eines magischen Amuletts will er diesen aufspüren, und Brenda Logan, die Amulettforscherin, soll ihn dabei unterstützen. In Begleitung von zwei Frauen aus der Gegenwart taucht er bei ihr auf. Doch da gibt es Geister, die ihnen nach dem Leben trachten. Aber wo kommen die her, und wer hat sie geschickt?

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2017

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

Entsetzt starrten Melanie und Lucia das gezackte Loch in der Seitenwand des Aufliegers an. Dumpfes Rumpeln und ein viehisches Quieken und Brüllen drangen daraus hervor. Plötzlich schoss eine Pranke aus dem schwarzen gezackten Loch hervor und vergrößerte es um ein gutes Stück. Dann schob sich eine Schnauze aus dem Loch. Sie schien aus rohem Fleisch zu bestehen, war klobig und unförmig und so groß, dass sie im Loch steckenblieb. Die Schnauze wühlte und presste. Aus den geblähten Nüstern sprühten Rotz und Geifer hervor und landeten mit einem ekligen Klatschen auf der Straße. Lucia schrie auf und schob sich hinter Duntars breiten Rücken.

»Wir sollten wegrennen!«, rief sie mit überschnappender Stimme. Melanie schüttelte den Kopf. »Was immer in meinem Sattelschlepper herumwütet - wenn es sich befreit hat, wird es schneller sein als wir. Da bin ich mir sicher!«

1

Lucia Damley ließ ihre zierlichen Finger über die harten Seiten der Harfe gleiten und entlockte dem Instrument leise, wehmütige Töne, die sich zu einer schwermütigen Melodie verwoben.

Die junge Frau hatte die Augen halb geschlossen und atmete in tiefen, regelmäßigen Zügen, während der Wind, der von der Irischen See her über die raue Küste Südschottlands wehte, ihr das Haar ins Gesicht blies, das der Frau in rötlichen Locken bis auf die Schultern herabhing. Lucia spielte hingebungsvoll und mit tiefempfundener Leidenschaft. Doch es war weit und breit kein Zuhörer zu erblicken.

So weit das Auge reichte, erstreckte sich karge Küstenlandschaft, über die sich ein wolkenbeladener grauer Himmel spannte. Die Gräser wogten im Wind, und in den Zweigen der windgepeitschten Weidenbüsche raschelte es, als würden Kobolde darin herumtollen. Hier und da erhob sich der kantige Buckel eines Felsens aus dem wogenden Grün, und nicht weit von Lucia entfernt, die auf einem mit Moos bewachsenen Felsbrocken saß und Harfe spielte, erstreckte sich ein Trümmerfeld aus klobigen, dunklen Quadern.

Die Anordnung der Quader, die mit Flechten so sehr überwuchert waren, dass sie sich im Zwielicht der Abenddämmerung kaum von den Weidenbüschen unterschieden, ließ vermuten, dass es sich um die Überreste eines alten Castle handelte, das vor Hunderten von Jahren von seinen Feinden eingenommen und dem Erdboden gleichgemacht worden war.

Es war ein einsamer, von der Welt vergessener Landstrich. Lucias Harfenspiel verlieh ihm noch zusätzlich eine schwermütige Note, die einen arglosen Spaziergänger wahrscheinlich dazu veranlasst hätte, bewegt inne zu halten und sich trübe Gedanken über sein Schicksal zu machen.

Aber Lucia liebte diesen Ort nicht nur wegen seiner Abgeschiedenheit. Denn, obwohl sie hier ganz allein war, fühlte sie sich doch nie einsam. Sie war umgeben von rauen Naturgewalten, deren Anwesenheit sie körperlich spüren konnte und sie in Entzücken versetzte.

So begleitete der Wind zum Beispiel ihr Harfenspiel, indem er die Wellen gegen die steile Uferböschung branden ließ und in den kargen Gewächsen raschelte. Er pfiff durch die Trümmer und fegte heulend über die kantigen Grate der Felsen hinweg.

Es war, als würde die Landschaft auf Lucias Musik eingehen und sie mit natürlichen Lauten mal sanft, mal stürmisch zu untermalen.

In der Einsamkeit der Südküste Schottlands vermochte Lucia die düstere Schwingung, die diesem Land wie ein Fluch anhaftete, am unverfälschtesten zu spüren. Die blutrünstigen, schicksalsschweren Geschichten, die sich um Maria Stuart und die Könige Schottlands rankten, die Vertreibung der schottischen Bevölkerung durch ihre eigenen Herren zugunsten der Schafzucht ... All dies glaubte Lucia an diesem Ort am unverfälschtesten wahrzunehmen.

Wenn sie in die Saiten ihrer Harfe griff und die wehmütigen Melodien sich mit den Lauten der rauen Natur vermischten, war für sie die wechselvolle Vergangenheit Schottlands leibhaftig zugegen, als hätte sie sie selbst durchlitten. Ihr Harfenspiel klang in ihren Ohren dann Ton gewordene Geschichte.

Auch jetzt überkam Lucia wieder diese süße, schwermütige Stimmung, die sie so sehr liebte. In ihren Augen sammelten sich Tränen, während der Klang ihrer Harfe wie das Echo einer geisterhaften Musik aus der Vergangenheit über die Ebene wehte und von den Trümmern des unbekannten Castle traurig widerhallte.

Da zerschnitt plötzlich ein lauter Knall die weihevolle Atmosphäre.

Lucia fuhr erschrocken zusammen und hielt in ihrem Spiel inne. Verärgert blickte sie sich um und erspähte inmitten der moosbewachsenen Trümmern des Castle einen jungen Mann.

Lucia krauste verwundert die Stirn, strich sich eine Locke aus dem Gesicht und starrte mit einer Mischung aus Neugier und Unbehagen zu dem Fremden hinüber. Breitbeinig und mit abgespreizten Armen stand er da, während der Wind sein schulterlanges Haar peitschte und seinen Bart zauste. Er trug einen Schottenrock, der ziemlich zerschlissen und mitgenommen aussah, und hatte ein Schwert in der Hand. Wie ein gehetztes Tier sah er sich um, als erwartete er, hinter den Trümmern könnte jeden Moment ein Angreifer hervorspringen.

Plötzlich riss er die Arme hoch, warf den Kopf in den Nacken und schrie aus Leibeskräften.

Eine Gänsehaut jagte Lucia über den Rücken. Der raue Schrei des Mannes übertönte das Heulen des Windes und das dumpfe Schlagen der Brandung. Es lag so viel Schmerz und Verzweiflung in diesem Schrei, wie Lucia ihn mit ihrer Harfe niemals auszudrücken imstande gewesen wäre.

Benommen stand Lucia auf, umklammerte ihre Harfe mit beiden Händen und starrte mit brennendem Blick zu dem seltsamen jungen Mann hinüber. Der Schrei verstummte, und der Fremde ließ die Arme sinken. Wie er so mit hängenden Schultern und gesenkten Kopf dastand, erinnerte er Lucia an einen besiegten und gedemütigten Kämpfer. Sie fragte sich nun, woher dieser Mann so plötzlich gekommen war. War sie so sehr in ihr Harfenspiel vertieft gewesen, dass ihr entgangen war, wie sich der Fremde ihrem abgeschiedenen Ort genähert hatte? Eigentlich hätten ihren sensibilisierten Sinnen der Klang seiner Schritte nicht entgehen dürfen ...

Beklommen sah sie sich um. Es war weit und breit kein Fahrzeug zu erblicken. Sie selbst parkte ihr Auto immer am Rand der etwa drei Kilometer entfernt gelegenen Landstraße. Es machte Lucia nichts aus, dass sie ihre schwere Harfe jedes Mal auf dem Rücken bis zur Steilküste schleppen musste. Dieses Ritual war längst Bestandteil ihres einsamen Konzertes geworden und wurde von Lucia mit stoischer Ruhe bewältigt.

Der mysteriöse Mann stand noch immer unbeweglich zwischen den Trümmern - das Schwert hing in seiner Hand, als wäre es ihm zu schwer geworden.

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