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Das magische Amulett #120: Fluch der Schönheit

Das magische Amulett #120: Fluch der Schönheit

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Das magische Amulett #120: Fluch der Schönheit

Länge:
119 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 1, 2019
ISBN:
9783743822399
Format:
Buch

Beschreibung

Das magische Amulett Band 120
Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten.

Lena erfährt, dass sie die Tochter und Alleinerbin des verstorbenen Lord Filbert ist. Um ihr umfangreiches Erbe antreten zu können, muss sie jedoch eine Woche zusammen mit Brenda im Castle der Filberts verbringen. Schon nach dem ersten Tag auf der Burg stellt Brenda fest, dass Linda immer hübscher wird.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 1, 2019
ISBN:
9783743822399
Format:
Buch

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Das magische Amulett #120 - Jan Gardemann

München

Fluch der Schönheit

Das magische Amulett Band 120

Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten.

Lena erfährt, dass sie die Tochter und Alleinerbin des verstorbenen Lord Filbert ist. Um ihr umfangreiches Erbe antreten zu können, muss sie jedoch eine Woche zusammen mit Brenda im Castle der Filberts verbringen. Schon nach dem ersten Tag auf der Burg stellt Brenda fest, dass Linda immer hübscher wird.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2017

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

»Wer immer sich da einen Scherz mit mir erlauben will, lassen Sie es lieber bleiben! Ich habe hier zu arbeiten! Also schalten Sie das Licht wieder ein!« Lena verstummte und lauschte angestrengt. Doch sie erhielt keine Antwort. Dafür vermeinte sie jedoch plötzlich einen gepressten Atem zu vernehmen! Ein Schauer jagte ihr über den Rücken, denn ihr wurde plötzlich bewusst, dass niemand sie hier unten hören würde, wenn sie um Hilfe schrie. Die Brandschutztür war solide und bestand aus Stahl. Sie könnte sich hier unten die Seele aus dem Leib schreien, ohne dass es jemand in dem Gebäude hörte!

1

Für Lena Colegrave sah es so aus, als sollte dieser Spätsommertag ein ganz gewöhnlicher Tag werden. Ein Tag, wie jeder andere, ohne besondere Vorkommnisse, ohne Tief aber auch ohne Höhepunkte, eben wie all die ungezählten anderen Tage in den Jahren, die Lena nun schon für das Einwohnermeldeamt in London tätig war.

Der Tag hatte angefangen, wie jeder andere in Lenas Berufsleben auch: Der Wecker hatte sie mit seinem nervtötenden Piepen aus dem Traum gerissen; benommen hatte sie auf dem Nachtschränkchen herumgetastet, das Buch dabei zu Boden gestoßen, so dass das Lesezeichen herausgefallen war, und schließlich den Wecker umgekippt, der noch immer munter vor sich hin piepte.

Verärgert hatte Lena sich in ihrem Bett aufgerichtet, hatte den Wecker mit beiden Händen ergriffen, ihn ausgeschaltet und in den Sessel geschleudert, über den sie am Abend zuvor ihre Kleider gelegt hatte.

Wehmütig starrte sie vor sich hin und versuchte die Traumfetzen zusammenzuhalten, die mit jeder Sekunde nebelartiger und ungreifbarer wurden. Schließlich konnte Lena sich überhaupt nicht mehr daran erinnern, was sie gerade geträumt hatte. Nur ein unbestimmtes Glücksgefühl war in ihrem Innern geblieben und die Gewissheit, etwas Wundervolles geträumt zu haben.

Doch auch dieses Gefühl hielt nicht lange an. Schon während sie sich den Morgenmantel überstreifte und ihr kleines Schlafzimmer verließ, in dem es nur ein schmales Bett, einen Schrank, ein Nachttischchen und einen Sessel gab, machte sich in ihr jenes dumpfe Alltagsgefühl breit, das jeden Tag wie den anderen erscheinen ließ.

Als Lena dann im Badezimmer vor dem Spiegel stand und ihr vom Schlaf verquollenes Gesicht betrachtete, schlug ihre Stimmung wieder um. Aus dumpfer Gleichgültigkeit, wurde pure Verzweiflung.

»Wieso kann ich nicht so hübsch sein, wie die anderen Frauen im Büro?«, murmelte sie mit belegter Stimme. Sie griff mit den Fingern in ihr Haar. Es war schulterlang und ganz zerzaust. Doch so sehr sie sich auch bemühte, es in Form zu bringen, es gelang ihr nicht. Mit ihren Haaren, dessen Farbe von einem Kollegen einmal griffig als Straßenköter blond bezeichnet wurde, hatte Lena schon so manche Friseurin zum Wahnsinn getrieben, denn Lenas Haar war drahtig und nahezu unbändig. Was sie auch tat, immer stand irgendwo eine Strähne unvorteilhaft vom Kopf ab, oder fiel ihr plötzlich ins Gesicht. Es war zum Verzweifeln!

Auch Lenas Figur war nicht dazu angetan, sie als sexy oder begehrenswert zu bezeichnen. Lena fand ihre Schulter ein wenig zu breit, auch mit ihrem Bauch war sie unzufrieden. Was sie auch anstellte, der kleine Speckgürtel um ihre Taille war einfach nicht wegzubekommen!

Als Lena eine halbe Stunde später ihre Single Wohnung verließ, hatte sie nur einen Becher Instantkaffee getrunken. Der Blick in den Spiegel hatte sie so unzufrieden gemacht, dass sie sich vorgenommen hatte, wieder zu fasten, wenn sie auch wusste, dass dies an ihrer Figur nichts ändern würde.

»Es ist wie verhext«, hatte sie Pamela, ihrer besten Freundin und Arbeitskollegen einmal gesagt. »Ich habe schon so viel versucht, mein Aussehen zu verändern. Aber am Ende bleibt doch immer alles beim alten.« Und seufzend hatte sie hinzugefügt: »Ich werde wohl immer das hässliche Entlein bleiben bis ich als alte Jungfer zu Grabe getragen werde.«

Natürlich hatte Pamela ihr widersprochen und versucht, sie aufzumuntern. Doch Lena hatte ihrer Freundin deutlich angemerkt, dass sie ihr insgeheim recht gab: Pamela war und blieb eine unattraktive Erscheinung für die sich kaum ein Mann interessierte, es sei denn, er war noch viel unattraktiver als sie.

Auf dem Weg zur Arbeit starrte Lena nur dumpf vor sich hin. Sie bekam kaum mit, dass es ein schöner, sonniger Tag zu werden versprach. Der Smog, der für gewöhnlich über London lastete, hatte sich verzogen, und die aufgehende Sonne badete die Straßen in warme schmeichelhafte Farben.

Die Fahrt mit dem Doppeldeckerbus verlief ereignislos, so wie immer. Ein paar Kollegen stiegen mit Lena zusammen bei der Haltestelle vor dem Einwohnermeldeamt aus. Sie nickten ihr freundlich zu, oder ignorierten sie einfach. Daran war Lena gewohnt.

Das Gebäude des Einwohnermeldeamtes war ein hässlicher Klotz. Die Fassade war düster und abweisend, und das Entree hatte den Charme einer Bahnhofshalle in einer Vorstadt.

Lena fuhr mit dem Fahrstuhl in den dritten Stock, wo ihre Abteilung untergebracht war, und trottete den Korridor entlang. Ein wenig kam sie sich wie eine Schlafwandlerin vor, so automatisch und schleppend war ihr Gang, und so wenig aufmerksam und wach blickte sie in die Welt hinaus. Dennoch sah Lena keine Veranlassung, daran etwas zu ändern. Sie hatte es zu oft versucht, ohne etwas zu bewirken, es war, wie gegen Windmühlen zu kämpfen!

Erst ein fröhliches »Guten Morgen, Lena«, brachte sie wieder zu sich.

Verwundert blieb sie stehen und drehte sich um, denn es war nicht Pamelas vertraute Stimme gewesen, die diesen Morgengruß ausgesprochen hatte. Es war eine männliche Stimme gewesen; eine Stimme, die so warm und vertrauenerweckend klang, dass Lena unwillkürlich ein warmer Schauer über den Rücken lief.

»Jeff!«, sagte sie verblüfft, als sie den jungen, attraktiven Burschen in der offenen Tür seines Büros erblickte.

Jeff trug einen legeren Anzug, der seine kräftige Statur betonte. Er war braungebrannt und sah aus, als wäre er soeben aus dem Urlaub zurückgekehrt. Jeff Hamilton hatte eine leitende Position in der Abteilung inne und war der Schwarm der weiblichen Belegschaft des Einwohnermeldeamtes. Wenn Jeff den Korridor entlang schritt, konnte er sicher sein, dass die Blicke aller Frauen auf ihm ruhten. Hin und wieder brüstete sich eine der Kolleginnen damit, eine Affäre mit Jeff zu haben. Doch diese Liebschaften hielten für gewöhnlich nicht sehr lange. Jeff schien seiner Geliebten rasch überdrüssig zu werden. Trotzdem verströmte er einen unwiderstehlichen Charme. Zudem war Jeff nicht verheiratet...

»Was haben Sie, Lena?«, erkundigte sich Jeff und lächelte charmant. »Sie sehen ein wenig übernächtigt aus.«

Lena errötete, denn sie wurde nun gewahr, dass sie Jeff mit großen Augen und offenem Mund anstarrte. Für gewöhnlich nickte er ihr nicht einmal zu, wenn sie ins Büro kam. Und nun hatte er sie von sich aus angesprochen und gegrüßt!

»Mit... mit mir ist alles in Ordnung«, beeilte sie sich zu versichern. »Es ist nur...

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